Dipl.-Ing. Kilian Kronimus
ÖDP
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Frage von Peter Schultze-Kraft an Dipl.-Ing. Kilian Kronimus bezüglich Demokratie und Bürgerrechte

Wie stimmen Sie im Fall Glyphosat-Zulassung?

Von: Peter Schultze-Kraft

Antwort von Kilian Kronimus (ÖDP) 02.08.2017

Sehr geehrter Herr Schultze-Kraft,

ich finde es unverantwortlich, dass die Glyphosat-Zulassung verlängert werden soll. Ich möchte eine Pressemitteilung vom 06.03.2016 unserer Bundesvorsitzende Gabriela Schimmer-Göres zitieren: "Glyphosat, das höchst umstrittene und am häufigsten genutzte Pestizid, darf nach Auffassung der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP) durch die EU-Kommission nicht für weitere 15 Jahre zugelassen werden. „Wer das Vorsorgeprinzip ernst nimmt, der muss dem kleinen Wörtchen „wahrscheinlich“ in der Bewertung der Weltgesundheitsorganisation Vorrang geben vor rein kommerziellen Interessen." Die Weltgesundheitsorganisation hatte Glyphosat als erbgutschädigend und wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft. Es stehe zudem im Verdacht, ins Hormonsystem einzugreifen und die Fruchtbarkeit zu schädigen. 

Unser Mitglied des Europäischen Parlaments Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP) wird sich weiter dafür einsetzen, dass das umstrittene Unkrautvernichtungsmittel EU-weit verboten wird.

Ich schließe mich der Forderung des BUNDs an:

Den Einsatz von Glyphosat auf landwirtschaftlichen Flächen vollständig zu verbieten.
Die so genannte Sikkation, bei der Glyphosat bis kurz vor der Ernte gespritzt wird, um Getreide, Hülsenfrüchte und Raps vorzeitig reifen zu lassen, zu verbieten.
Den Einsatz von Glyphosat in Haus- und Kleingärten zu verbieten.
Glyphosat-Rückstände in Lebens- und Futtermitteln stärker zu überwachen.
Die Einträge von Glyphosat und seiner Abbauprodukte in die Umwelt stärker zu überwachen.
Glyphosatresistente Gentech-Pflanzen zum Import nicht weiter zuzulassen.
Glyphosatresistente Gentech-Pflanzen zum Anbau in der EU nicht zuzulassen.

Mit freundlichen Grüßen

Kilian Kronimus