DIE LINKE

Frage an Dieter Lemmink von Fronfgvna Gbxnem bezüglich Verkehr und Infrastruktur

31. Juli 2013 - 09:32

Sehr geehrter Her Lemmink,

ich halte die Energiewende für notwendig, aber sie muss den Menschen noch eine lebenswerte Umgebung ermöglichen.
Wie wollen Sie die Verspargelung unseres schönen Landschaftsbilds durch Windräder verhindern, z. B. an der Birkenhainer Straße?
Die CSU will die Formel „mindestens 10 x so viel Abstand zu Wohngebieten wie ein Windrad hoch ist“. Was schlägt Ihre Partei vor?

MFG Tokarz

Frage von Fronfgvna Gbxnem
Antwort von Dieter Lemmink
01. August 2013 - 08:04
Zeit bis zur Antwort: 22 Stunden 31 Minuten

Seht geehrter Herr Tokarz,

auch ich bin ein entschiedener Befürworter des Ausstiegs aus der Atomkraft und für die Energiewende. Dies ist ein zentrales Thema unserer Umweltpolitik. So brachte unsere Fraktion im Bundestag den Antrag ein, dem Ausstieg Verfassungsrang zu verschaffen. Damit sollte der Ausstieg unumkehrbar werden. Leider stimmten alle andere Fraktionen gegen diese Initiative.

Daß zu einer Wende, hin zu erneuerbaren Energien, auch Windkraft unerlässlich ist, steht wohl ausser Frage. Doch so sehr ich Windräder befürworte, so kritisch sehe ich immer mehr die Auswahl der Standorte.

Jeder möchte in seiner Wohnung eine Toilette haben, aber niemand käme auf den Gedanken sie im Wohnzimmer zu installieren. Ähnlich sehe ich das auch bei den Windrädern. Es fällt auf, daß in Bayern nahezu alle Windräder in Franken, aber nicht in Oberbayern gebaut werden. Auch ist mir nicht klar, warum gerade landschaftlich reizvolle Gegenden vorteilhaft sein sollen. Ist es ein Zufall, daß man jetzt unbedingt an der Birkenhainer Strasse solche Anlagen bauen will, während sich auf dem nahe gelegenen Truppenübungsplatz Hammelburg keine Windräder befinden? Dort würden sie niemanden stören und könnten, zwischen all dem Kriegsgerät, friedlich Strom erzeugen.

Ich vermute, daß mit der Auswahl dieser Standorte, die Akzeptanz für erneuerbare Energien in der Bevölkerung unterminiert werden soll. Standorte wie die Birkenhainer Strasse sollten eigentlich nur in Notfällen in Betracht kommen. Noch aber gibt es mehr als genug alternative Standorte.

Übrigens beabsichtigen wir am 08. August einen Stand in Lohr zu veranstalten. Dort wird auch unser Bundestagskandidat Georg Liebl, sowie der Spitzenkandidat der bayrischen Linken, Klaus Ernst, anwesend sein. Vielleicht können Sie ja vorbeischauen. Ich würde gerne dieses Thema mit Ihnen intensiver besprechen.

Mit den besten Grüssen

Dieter Lemmink