Sehr geehrter Herr Belling, seit Jahren nutze ich Integrative Medizin, mit mir nutzen sie viele Menschen. Warum spielt sie in Ihrem Wahlkampf kaum eine Rolle?
Sehr geehrte Frau R.,
integrative Medizin spielt für uns durchaus eine Rolle. Viele Patientinnen und Patienten wünschen sich Therapievielfalt und komplementärmedizinische Versorgungsangebote. Eine wichtige Stärke der integrativen Medizin ist ihr Fokus auf Prävention und Selbstfürsorge. Wir setzen uns daher auch für einen barrierefreien Zugang zu qualitätsgesicherter integrativer Medizin für alle ein.
Das Land unterstützt schon jetzt Forschung und Lehre in diesem Bereich an allen vier Universitätskliniken. Gefördert wurden unter anderem ein Lehrstuhl zur Erforschung der Komplementärmedizin in Tübingen sowie das Kompetenznetz Integrative Medizin am Universitätsklinikum Heidelberg.
Zudem sehen wir Potenziale integrativer Medizin etwa im verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika und prüfen ihre Wirksamkeit durch klinische Studien, gesundheitsökonomische Analysen und Versorgungsforschung.
Integrative Medizin ist damit Teil unserer Gesundheitspolitik, auch wenn sie im Wahlkampf nicht im Mittelpunkt steht.


