Portrait von Cajus Caesar
Cajus Caesar
CDU
Zum Profil
Frage stellen
Die Frage-Funktion ist deaktiviert, weil Cajus Caesar zur Zeit keine aktive Kandidatur hat.
Frage von Fred K. •

Frage an Cajus Caesar von Fred K. bezüglich Soziale Sicherung

Sehr geehrter Herr Caesar,

auch wenn es zeitlich auf den ersten Blick nicht so aussieht, so hängt u.a. die Unternehmenssteuer- Reform doch mit dem im November 2007 vorgelegten Referententwurf über die geplante Erbschaftssteuer-Reform eng zusammen.

Aus dem Entwurf entnehme ich, dass ich nur noch als entfernter Verwandter meiner Schwester angesehen werde, also Klasse II der prozentualen Besteuerung und im unteren Bereich der Vererbung mit der Klasse III zahlungsmässig identisch behandelt werde. Eine grossartige Reform für den Fiskus zwecks Freistellung von Unternehmungs-Erben, unter Bedingungen sicher, aber dies ist dann wieder eine Fleissaufgabe der findigen Steuerberater-Branche! Übrigens würde dies im ETW-Wohnungs-Erbfall (Verkehrswert ca.170000 €) von meiner 85-jährigen Schwester ab April oder Juli 2008 total 45000 € an Steuern kosten und nicht 15.589 € wie noch nach jetzigem Recht. Bingo! Wieder so eine Umverteilung von unten nach oben, wie schon unter Schröder mit der Steuerfreistellung von Unternehmensteilverkäufen von AGs. Diese Anbiederung an die Grossfinanz als Arbeitsplatzbeschaffer hat übrigens um 2000 bzw. später nicht geklappt, sondern nur Münterfehrings "Heuschrecken" auf den Plan gerufen.

Was soll ich also Ihrer Meinung nach tun, denn ich kann das Geld in meinem hohen Alter wirklich gut gebrauchen, soll aber nach dem evtl. Willen des Gesetzgebers mit knapp 30000 € mehr dazu beitragen, dass das Erbschaftssteueraufkommen insgesamt die Höhe von 4 Mrd. € nicht unterschreitet?

Warum wird nicht wie in anderen klugen europäischen Staaten ein zusätzlicher Freibetrag für Familienmitglieder ab dem 65. Lebensjahr gewährt?

Gern sehe ich Ihrer Antwort entgegen und grüsse Sie!
Fred Krebeck.

Portrait von Cajus Caesar
Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Krebeck,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage über Abgeordnetenwatch.

Sie kritisieren die im Gesetzesentwurf beabsichtigte Angleichung der Steuerklasse II mit der Steuerklasse III und die damit einhergehende Gleichbehandlung von Geschwistern, Nichten und Neffen mit nicht verwandten Personen. Der vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf wird demnächst im Deutschen Bundestag beraten. Im Rahmen dessen sieht meine Fraktion in dem von Ihnen angesprochenen Punkt noch Erörterungsbedarf und wir werden diese Regelung einer genauen Prüfung unterziehen. Der Gesetzesentwurf muss weiter optimiert werden und ich werde die von Ihnen genannten Argumente in meine Arbeit einbeziehen und mich für eine Verbesserung in diesem Punkt einsetzen.

Mit freundlichen Grüßen
Cajus Caesar