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Frage von Rainer Z. •

Frage an Anette Hübinger von Rainer Z. bezüglich Senioren

Rente mit 67

Sehr geehrte Frau Hübinger,

Wenn die Rente mit 67 kein Rentenkürzungsprogramm sein soll, müssen ältere Arbeitnehmer auch die Möglichkeit haben bis zum Erreichen der Regelsaltersgrenze zu arbeiten, das dürfte wohl unstrittig sein. Wie sieht nun die Realität aus ?Ich kenne die aktuellen Statistikenin denen der Anteil der älteren Arbeitnehmer im Erwerbsleben gestiegen ist, aber was ist mir denen die keine Anstellung mehr finden? Ich bin mit 61 arbeitslos geworden, Ergotherapeut mit langjähriger Berufserfahrung, und habe keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt.Und jetzt?

MfG Rainer Zimmer

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Antwort von
CDU

Sehr geehrter Herr Zimmer,

die Rente mit 67 wird schrittweise zwischen 2012 und 2029 eingeführt. Da Sie selbst schon die 60 übersprungen haben, betrifft Sie die neue Obergrenze also nicht. Auch zukünftig kann die Politik nicht jedem Arbeitnehmer garantieren, dass alle bis 67 in Lohn und Brot stehen werden. Wie Sie aber richtig angemerkt haben, steigt der Anteil der älteren Arbeitnehmer im Erwerbsleben. Dies hat nicht unwesentlich mit der demografischen Entwicklung in unserem Land zu tun. Die Altersstruktur bedingt sowohl ein höheres Renteneintrittsalter - damit die Renten finanzierbar bleiben - als auch eine höheren Anteil von älteren Erwerbstätigen. Nur wenige Unternehmen werden es sich wohl in Zukunft noch leisten können, auf ältere Arbeitnehmer zu verzichten und dies aus einem ganz einfachen Grund, der Nachwuchs fehlt in den kommenden Jahren bzw. Jahrzehnten. Das Thema „Demografie“ ist im Jetzt sicherlich nicht immer einfach zu greifen, aber ich zweifle nicht daran, dass in Zukunft wesentlich mehr ältere Arbeitnehmer von unseren Unternehmen beschäftigt werden und somit auch die Rente mit 67 ihre Berechtigung hat.

Mit freundlichen Grüßen

Anette Hübinger MdB