Frage an Andreas Dressel von Unaaryber Ureeznaa bezüglich Familie und Generationen

27. Januar 2008 - 21:17

Sehr geehrter Herr Dr.Dressel,

ich bin Großmutter von 2 kleinen Jungs und Halterin von 2 Hunden. Meine Frage an Sie, wie kann ich es verbinden, mit meinen Hunden UND mit meinen Enkelkindern einen schönen Spaziergang in Hamburg zu machen. Das heißt auch, dass meine Enkelkinder gerne dabei den Spielplatz besuchen. Als meine Kinder klein waren, konnte man dieses ohne Probleme miteinander verbinden. Der Hund blieb an der Bank und ich konnte auf die Kinder und den Hund aufpassen. Andere Kinder konnten, wenn sie wollten, Kontakt aufnehmen. Alles war mehr als problemlos. Aber jetzt geht überhaupt nichts mehr in dieser Richtung. Im Gegenteil. Eltern, wie Kinder werden verunsichert und in große Angst versetzt, gerade auch von den Politikern. Es wird auch in keiner Weise gegengesteuert. Wie z. B. Besuch von Therapiehunden in Schulen und Kindergärten, damit Kinder wieder ein normales Verhältnis zu Tieren bekommen.

MfG
H.Herrmann

Frage von Unaaryber Ureeznaa
Antwort von Andreas Dressel
11. Februar 2008 - 19:48
Zeit bis zur Antwort: 2 Wochen

Sehr geehrte Frau Herrmann,

vielen Dank für Ihre Frage.

Sie als vorbildliche Hundehalterin sind nicht das Problem, wenn es um die Regelung der Problematik "Hunde auf Spielplätzen" geht. Es gibt leider auch andere Halter, die nicht so sorgfältig vorgehen. Insofern fand und finde ich es richtig, dass das Hundegesetz auf Spielplätzen den Kindern den Vorrang einräumt.

Bedenken Sie bitte auch, dass mit dem Hundegesetz die Zahl der Freilaufflächen für Hunde mit und ohne Führerschein erheblich ausgeweitet wurde. Insofern ist das Gesetz beileibe nicht so einseitig, wie einige immer erzählen.

Richtig liegen Sie, wenn Sie dafür eintreten, dass Kinder in Kindergärten und Schulen stärker an Tiere herangeführt werden sollen. Das merke ich bei meiner Tochter auch gerade - das ist ein wichtiger Punkt für die Weiterentwicklung von Bildungsplänen in Kitas und Grundschulen. Wir sollten frühzeitig alles tun, damit Ängste und Vorbehalte gar nichte erst entstehen - sondern es ein gedeihliches Miteinander zwischen Mensch und Tier gibt, von Kindesbeinen an.

Im Übrigen gilt: Das Hundegesetz wird in der kommenden Wahlperiode evaluiert werden. Wer mich kennt, weiß, dass ich da intensiv nachhaken werde - was hat sich bewährt, was nicht.

Beste Grüße
Ihr

Dr. Andreas Dressel