Andrea Germanus

| Kandidatin Hamburg
Andrea Germanus
Frage stellen
Jahrgang
1968
Wohnort
Hamburg
Berufliche Qualifikation
Redakteurin, Organisationsberaterin, Informatikerin
Ausgeübte Tätigkeit
selbständige Beraterin, Label-Inhaberin, Assistentin einer Rollstuhlfahrerin
Wahlkreis

Wahlkreis 3: Altona

Liste
Landesliste, Platz 1
Parlament
Hamburg

Hamburg

Der HVV soll langfristig kostenfrei werden.
Position von Andrea Germanus: Lehne ab
Ich stimme für eine deutliche Reduzierung der Preise (z.B. Jahresticket für 365 Euro), da ich die Entscheidungsgewalt über den ÖPNV nicht ausschließlich in die öffentliche Hand legen möchte. Die Einnahmen sichern zumindest eine ÖPNV-Grundversorgung. Menschen schätzen (und nutzen), was sie bezahlen.
Mit überschüssigen Steuereinnahmen soll die Stadt Hamburg vorrangig Schulden zurückzahlen.
Position von Andrea Germanus: Lehne ab
Ich vertrete die 2:1-Verteilung aus Schuldenrückzahlung, um die Zinslast für kommende Generationen zu mindern, und Investitionen, die aktuellen Zielen wie Klimaschutz und soziale Gerechtigkeit nachhaltig dienen. Wir haben die Verantwortung die Lebensqualität für alle - jetzt und später, zu erhalten.
Im Kampf gegen steigende Mieten soll Hamburg dem Vorbild Berlins folgen und eine Mietobergrenze gesetzlich festlegen.
Position von Andrea Germanus: Stimme zu
Die Mietobergrenze ist eine gute Möglichkeit, Spekulationen mit dem Recht auf Wohnen einzudämmen. Dem vorausgesagten Wohnungsbaurückgang durch Investoren können wir mit Förderung von staatlichem und vor allem genossenschaftlichen Bauen (u.a. bei Neugründung Grundstücke bereitstellen) begegnen.
Das Nachtflugverbot soll aufgeweicht werden, um mit mehr Flügen die internationale Bedeutung des Hamburger Flughafens zu steigern.
Position von Andrea Germanus: Lehne ab
Zum Schutz der Anwohner vor Lärm und Emissionen setze ich mich für ein Flugverbot ab 22.00 Uhr ein, nicht wie bisher ab 23.00 Uhr mit Ausnahmen. Die teilweise Verlegung des Flugverkehrs auf die Schiene und ein Flughafen außerhalb der Stadt ist mein Ziel für mehr Lebensqualität und Klimaschutz.
Es sollen mehr Pflegekräfte aus dem Ausland angeworben werden.
Position von Andrea Germanus: Lehne ab
Der Pflegenotstand ist ein hausgemachtes Problem, verursacht durch niedrige Löhne und Gehälter bei hoher Arbeitsbelastung und Zeiten rund um die Uhr. Es gilt mehr Menschen hierzulande durch gerechte Entlohnung, angemessene Arbeitsbedingungen und Anerkennung für Pflege-Tätigkeiten zu begeistern.
Volksentscheide auf Bezirksebene sollen verbindlich werden.
Position von Andrea Germanus: Stimme zu
Eine Demokratie lebt von der Vielfalt. Jede Bürgerin und jeder Bürger soll die Möglichkeit haben, aktiv am politischen Geschehen teilzunehmen. Bürgerbeteiligung erhöht das politische Interesse nachweislich. Um glaubhaft zu bleiben, müssen Volksentscheide dann aber auch verbindlich sein.
Großevents wie der Schlagermove und Harley Days haben überhandgenommen, deswegen soll die Zahl deutlich reduziert werden.
Position von Andrea Germanus: Lehne ab
Grundsätzlich liebe ich es, wenn Menschen gemeinsam feiern. Allerdings sind die negativen Auswirkungen groß: Verkehrschaos, Emissionen, Lärm, Vermüllung. Deshalb fordere ich die nachhaltige Ausgestaltung von Großevents (Endreinigung, Mehrweg, ÖPNV-Ticket) und eine gerechte Verteilung über die Stadt.
Der Hafen soll in der Wirtschaftspolitik stets Vorrang haben, um Arbeitsplätze und die internationale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.
Position von Andrea Germanus: Lehne ab
Ich stehe für eine Postwachstumsökonomie. Das schließt klimaschädliche weltweite Transporte zur Gewinnmaximierung aus und die Stärkung der regionalen Wirtschaft mit einer Vielzahl von Arbeitsplätzen ein. Sinnvoll ist die Kooperation der norddeutschen Häfen, die Elbvertiefung ist damit auch unnötig.
Um effektiv lernen zu können, sollen die Schulklassen deutlich verkleinert werden.
Position von Andrea Germanus: Stimme zu
Kleinere Klassen bieten die Möglichkeit, Schüler individueller zu betreuen. Je weniger Schüler den Anschluss verlieren und Frustrationen aufbauen, desto weniger Störungen treten auf. Jeden nach seinen Kompetenzen zu fördern, macht Schule und Bildung für Lehrende und Lernende freud- und wertvoller.
Die Rote Flora sollte geschlossen werden.
Position von Andrea Germanus: Lehne ab
Das Zentrum bleibt, weil es den Stadtteil zu dem gemacht hat, was er ist: ein Ort, an dem für ein soziales Miteinander geworben wird. Das zeigt sich heute zwar meist beim gemeinsamen Feiern von Touristen und Anwohnern und doch: Rote Flora ist stete Aufforderung zum Diskurs mit der aktuellen Politik.
Zur Entlastung des Verkehrs soll die Stadtbahn gebaut werden.
Position von Andrea Germanus: Stimme zu
Ein leistungsfähiges Straßenbahnnetz ist günstig, effizient und ökologisch. Straßenbahnen als Anschluss an bestehende U- und S-Bahnnetze ermöglichen in kurzer Zeit den Ausbau des ÖPNV. Querverbindungen am Stadtrand entlasten den Hauptbahnhof und schließen die Außenbezirke noch effektiver an.
Die Listen der Parteien zur Bürgerschaftswahl müssen sich zu gleichen Anteilen aus Männern und Frauen zusammensetzen.
Position von Andrea Germanus: Lehne ab
Ich trete an für die Gleichbehandlung aller Geschlechter und für eine zunehmende Stärkung der Bürgerbeteiligung - und damit auch der Frauen und anderer in der Politik. Grundsätzlich lehne ich staatliche Eingriff durch Quotenregelungen ab, u.a. weil diese das dritte Geschlecht außer Acht lassen.
Der Besitz und Konsum von Cannabis soll legalisiert werden.
Position von Andrea Germanus: Stimme zu
Für mich als Schanzenbewohnerin ist die Legalisierung vor allem die Möglichkeit eine geregelte Abgabe zu etablieren und Steuereinnahmen zu generieren, um Aufklärung zu betreiben. Wichtig sind auch die medizinischen Möglichkeiten. Seit langem wird Cannabis in der Krebs- und Schmerztherapie genutzt.
Bürger:innen sollen auch weiterhin mit dem Auto in die Innenstadt fahren können.
Position von Andrea Germanus: Lehne ab
Der ÖPNV-Mix im Innenstadtbereich aus S- und U-Bahnen sowie Bussen ermöglicht jedem in die Innenstadt zu gelangen. Der Ausbau der P&R-Plätze sowie Ausnahmegenehmigungen für Gewerbe und Anwohner sind obligat. Die Schaffung von autofreien Innenstädten ist eine riesige Chance für mehr Lebensqualität.
Damit Schüler:innen das notwendige Schulwissen erlernen können, muss das Wiederholen (Sitzenbleiben) wieder eingeführt werden.
Position von Andrea Germanus: Stimme zu
Während der Hochphase der Pubertät sollen SchülerInnen Höchstleistungen vollbringen. Frühes Erkennen von Problemen und effektive Förderung sollten ein Sitzenbleiben vermeiden. Gelingt das nicht, kann Wiederholen auch aufgrund von fortschreitender Entwicklung einen erfolgreichen Abschluss ermöglichen
Die Politik muss dafür sorgen, dass Fachärzt:innen besser über das Stadtgebiet verteilt werden.
Position von Andrea Germanus: Stimme zu
Der Fachärztemangel aus Kostengründen gehört abgeschafft. Gerade für ältere, weniger mobile Menschen, chronisch Kranke und junge Familien ist die Versorgung in der Nähe sehr wichtig. Gleichzeitig geht es darum, die Stadt der kurzen Wege zur Vermeidung von überflüssigem Verkehr zu realisieren.
Radwege sollen bei der Stadtplanung Vorrang vor Investitionen in das Autostraßennetz haben.
Position von Andrea Germanus: Stimme zu
Bereits im Koalitätsvertrag 2015 war die Fahrradstadt Hamburg erklärtes Ziel. Die Realität sieht anders aus: Knapp 3 Euro/Jahr werden pro Person für den Fahrradverkehr investiert. Die Stadt gehört allen, d.h. vorhandene Verkehrsflächen gerecht teilen, indem Fahrrad- und Fußwegeausgebaut werden.
Strafverfolgungsbehörden sollen Onlinedurchsuchungen durchführen und das Nutzungsverhalten von Privatpersonen im Internet überwachen dürfen ("Staatstrojaner").
Position von Andrea Germanus: Lehne ab
Pauschale Datensammlungen mittels Trojanern verstoßen gegen die Grundrechte. Trojaner selbst sind Sicherheitslücken und bergen damit Gefahrenpotential. Dies gilt auch für staatliche. Bei akutem Verdacht soll die Hardware konfesziert werden dürfen, eine heimliche Online-Überwachung schließe ich aus.

Die politischen Ziele von Andrea Germanus

Es ist absurd, welche politischen Entscheidungen bei dem heutigen Wissenstand getroffen werden. Mein Ziel ist es, dass immer mehr Menschen den Wert von „Weniger ist mehr“ erkennen. Der Schutz unseres Lebens durch den Schutz unserer Natur und Artenvielfalt lässt sich aus meiner Sicht erreichen, indem wir bewusst unseren ökologischen Fußabdruck vermindern. Ich trete an für die Stadt der kurzen Wege, indem wir wieder kleinteiliger wirtschaften. Und ich trete an für die Vermittlung humanistischer und leider heute schon fast wieder neuer Werte:

  • für ein Weniger an Konsum und ein Mehr an Miteinander,
  • für ein Weniger an Flächenfraß für Rendite und Wachstum und ein Mehr an menschenfreundlicher Wohn- und Lebensraumgestaltung,
  • für ein Weniger an Konzernen und ein Mehr an regionalem Klein- und Mittelstand,
  • für ein Weniger an Lohndumping und ein Mehr an sozialer Arbeitgeberverantwortung,
  • für ein Weniger an Massenproduktion und Tierleid und ein Mehr an Qualität bei Waren und Produkten und vor allem bei Lebensmitteln.

Mein Herz brennt für den Erhalt der kleinen Kieze und eine lebensbejahende Stadt- und Verkehrsentwicklung. Die Senkung der Tarife für den öffentlichen Personennahverkehr muss so weit gehen, dass sich jeder ein Ticket leisten kann und will. Ich möchte die Lebensqualität erhöhen und mehr Menschen in Bewegung bringen, indem ich den fahrrad- und fußgängerfreundlichen Ausbau Hamburgs vorantreibe.

Für mich als Schanzenbewohnerin ist die Legalisierung von Cannabis nicht nur Zeitgeist und Selbstbestimmung, sondern vor allem die Möglichkeit eine geregelte Abgabe zu etablieren und Steuereinnahmen zu generieren. Hervorheben möchte ich auch die medizinischen Möglichkeiten. Seit langem schon ist Cannabis als Heilpflanze in der Schmerz- und Krebstherapie wissenschaftlich anerkannt.

Zudem setze ich mich für die dringend notwendige Reform der Agenda 2010 ein mit dem Endziel des Bedingungslosen Grundeinkommens. Für mich ist das BGE die geeignete Antwort auf die Industrielle Revolution 4.0. Und bis es soweit ist, schaue ich sehr genau auf die Mietpreisbremse und den Mindestlohn.

Eine Demokratie lebt vom Einsatz der Bürgerinnen und Bürger – nur gemeinsam schaffen wir die umfassenden Veränderungen für eine lebenswerte Zukunft – getreu dem Motto „Weniger ist Mehr“: weniger staatliche Lenkung – mehr gesamtgesellschaftliche Eigenverantwortung und Bürgerbeteiligung. Das heißt vor allem, dass Bürgerbegehren verbindlich sind und immer mehr Menschen die Wichtigkeit ihres eigenen Handels erkennen.

Frage stellen

Bitte füllen Sie alle mit * gekennzeichneten Felder aus.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.

Moderation

Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden. Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.

Datenschutz

Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Logo für Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz von abgeordnetenwatch.de

Dieses Logo steht für Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz. abgeordnetenwatch.de setzt sich durch Bürgerbeteiligung und Transparenz für eine selbstbestimmte Gesellschaft ein, in der jede:r gleich viel wert ist. Diese Haltung spiegelt sich neben unserem Codex für die Moderation von Anfragen auch in unserem Sozial-, Umwelt- und Gleichstellungsprofil wider.