Unser antwortranking 2026: Wer antwortet - und wer schweigt
Newsletter veröffentlicht am 16.07.2026

14.122 Fragen, 10.576 Antworten. |
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Liebe Unterstützer:innen, |
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Vertrauen in politisches Handeln entsteht nicht durch Wahlkampfplakate, sondern im persönlichen Gespräch. Dort kann man Unsicherheiten aussprechen und Antworten erhalten – egal, ob sie zufriedenstellend sind oder nicht. Weil Politik im Gespräch am stärksten überzeugen kann, klingeln Kandidierende im Wahlkampf an Haustüren. Auf unserer Plattform passiert dieser Austausch digital und öffentlich. Der Vorteil: Wir können nachvollziehen, wer das Gespräch sucht und wer es verweigert. Einmal im Jahr, pünktlich zu den Sommerferien, ziehen wir Bilanz. Heute ist es soweit: |
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Hier schon ein paar der Ergebnisse des bundesweiten Rankings: - 14.122 Fragen stellten Bürger:innen von Beginn der Legislatur bis zum 29. Juni 2026. Unser Bewertungszeitraum endete noch vor der Vorstellung des Reformpakets durch den Koalitionsausschuss, das für einen großen Fragesturm sorgte.
- 10.576 Antworten gaben die Abgeordneten: eine Antwortquote von 75 Prozent, 5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr.
- An der Spitze: Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU) landet mit der Beantwortung aller 861 Fragen erneut auf dem ersten Platz, vor Heidi Reichinnek (Die Linke) mit 289 Antworten.
- Bärbel Bas (SPD) bekam mit 552 die zweitmeisten Fragen und beantwortete nur acht nicht. Weil für unser Ranking allerdings die Quote zählt, landet sie mit 99 Prozent im Mittelfeld.
- Schlusslichter: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit 376 Fragen, Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) mit 257. Beide beantworteten keine einzige.
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Warum wir das machen Unser Moderationsteam prüft jede Frage und jede Antwort. So schaffen wir einen Austauschort, an dem Abgeordnete weder Hass noch Beleidigungen ausgesetzt sind und auf dem keine Falschinformationen verbreitet werden. Für eine kleine Organisation ist das ein Kraftakt. Wir leisten ihn, weil wir von der Bedeutung dieses Dialogs überzeugt sind: Bürger:innen werden mit ihren Fragen sichtbar und erfahren, dass ihre Anliegen auf Augenhöhe ernst genommen werden. Und aus dem Gesicht auf dem Plakat wird eine Person, die sich Zeit nimmt, Rede und Antwort zu stehen. |
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Warum unser Dialogangebot auch Abgeordneten wichtig ist, erklärt der Erstplatzierte Thorsten Frei (CDU): |
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„Als direkt gewählter Abgeordneter des Deutschen Bundestages ist mir die Beantwortung von Bürgerfragen ein wichtiges Anliegen. Gerade in Zeiten, in denen Deutschland innen- und außenpolitisch vor enormen Herausforderungen steht, halte ich Transparenz und Offenheit sowie einen engen Austausch zwischen Politik und Gesellschaft für unerlässlich. Darüber hinaus wirkt die Beantwortung der Bürgeranfragen wie ein Seismograf für die Stimmungslage im Land. Für meine politische Arbeit ist das eine große Hilfe." |
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134 Abgeordnete beantworteten im vergangenen Jahr keine einzige Frage. Wer fragt und nichts hört, fragt kein zweites Mal. Im September wählen Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Auch dort machen wir sichtbar, wer antwortet, wer schweigt und wofür die Kandidierenden stehen. Weil die Demokratie diese Transpanz braucht. Unterstütze unseren Einsatz: |
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Jede Frage, die wir moderieren, jedes Wahlprojekt, das wir stemmen, jeder Einsatz für Transparenz und Demokratie: Das alles ist nur möglich durch Menschen wie dich. Danke, dass du dabei bist. |
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| Louiza Charalambous Leiterin abgeordnetenwatch Plattform |
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