Bundeswehr ohne Wehrpflicht

17 Juni 2010
Die Grünen sind mit einem Antrag gescheitert, mit dem die Bundesregierung zur Erarbeitung eines sicherheitspolitischen Konzepts für die Bundeswehr aufgefordert wird. Auch die Wehrpflicht gehöre auf den Prüfstand.

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Dafür gestimmt
109
Dagegen gestimmt
310
Enthalten
131
Nicht beteiligt
70
Abstimmungsverhalten von insgesamt 620 Abgeordneten.

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Kommentare

Stimme Herrn Bert Schäfer zu. Eine Forderung, die ich selbst schon seit
Jahren stelle. Jeder sollte seine Pflicht für unsere Gemeinschaft tun. Vorschlag: 12 Monate bei individueller ",Wahl der Waffen", wie Bundeswehr, Polizei-Hilfsdienst, Sozial- und Hilfseinsatz, Landwirtschaft, Umwelt usw.
Ein Argument zur Diskussions-Grundlage: Wer Rechte hat, darf sich auch vor den Pflichten nicht drücken (Politische Bildung-Demokratie- 1.Semester)
In jungen Jahren das Hotel ",Mama", zu verlassen und mit Gleichaltrigen Dienst zu tun, hat noch keinem/er geschadet !?
Noch eine Bemerkung zur Wehrpflicht: bei allem ",Für und Wider", erinnere ich an das Grundgesetz. Jeder Bürger hat ein Recht auf Schutz und Verteidigung !
Dass wir von ",Freunden", umgeben sind reicht mir nicht. Die Ereignisse in Jugoslawien, der 11.09.01, eine Vielzahl von Konflikten und ein all gegen-wärtiger Terrorismus verlangen Schutzmassnahmen.
Ich meine, wir Deutsche, die wir noch immer in ",Wolkenkuckuksheim", leben, haben verdammt viel zu verteidigen.
Bleiben Sie alle gesund und wachsam !

Gut ist die Freiwilligkeit: Als ich Jung war ging ich zum Bund weil es dafür einen höheren Sold gab als beim Ersatzdienst und nicht aus Überzeugung.

Im übrigen geht es hier mehr um die Frage, wer die Kosten trägt, insbesondere für ein soziale Jahr als Alternative..

Also ich finde es gut das mann versucht hat es ganz abzuschaffen schade das es nicht angenommen worden ist nun wird halt Deutschland weiterhin von der Unterdrückung leben weil die Wehrpflicht ist eine Art des Staates das Volk zu erziehen

Die Bundeswehr wandelt sich sowieso in eine Berufs-Söldner-Truppe wie die US-Army.

Also was soll der Mißt von wegen Wehrpflicht?!

Wehrpflicht hatten sie vor über 60 Jahren im 3. Reich - nur damals nannten sie es noch anders. Also was soll dieses Überbleibsel aus der Vergangenheit?

Sechs Monate sind immer noch sechs zuviel!!

Eine Bundeswehr ohne Wehrpflicht würde ja theoretisch nach demselben Konzept ablaufen, wie man es bereits aus Amerika kennt. In der US-Armee gibt es so gesehen nur Soldaten, die sich aus eigenem Antrieb für den Wehrdienst gemeldet haben. Hier muss man jedoch beachten, dass die USA gerade deswegen um einiges mehr für das Militär ausgeben muss, als ein Land mit Wehrpflicht.
Deshalb ist meine Meinung dazu, dass sich eine vollständige Abschaffung der Wehrpflicht nur lohnen würde, wenn die jetzigen Ausgaben fürs Militär (sowohl Wehrdienst als auch Zivildienst) größer wären als die Ausgaben, die man ohne Wehrplicht hätte.
Ein weiterer Punkt ist die Tatsache, dass hier in den Kommentaren davon gesprochen wird, dass jeder Bürger in einer Demokratie seine ",Pflicht", für die Gesellschaft (also das Volk) tun sollte. Ich stimme zwar zu, dass man seinen Beitrag für die Gesellschaft machen sollte, dies muss, egal ob Mann oder Frau, jedoch nicht unbedingt im Militär geschehen. Auch die Hilfe in Einrichtungen, wie Caritas, Diakonie, Altenheim, Kindergarten, Krankenhaus, Polizei, etc., ist ein wichtiger Beitrag für die Gesellschaft. Insofern darf man, meiner Meinung nach, den Begriff der ",Pflicht", nicht vollkommen generalisieren.

Habe meinen Dienst geleistet, und ich erwarte auch von jedem anderen Deutschen das er seinen Beitrag bringt. Ob es nu Feuerwehr, THW oder als Sani ist. Ausgemusterte können doch einen Rollstuhl schieben. Gleiche Rechte gleiche Pflichten was Frauen angeht.

mfGGeiger

Wenn eine Pflicht, dann für alle, ob Mann oder Frau ob Zivil-, Wehr- o.Sozialdienst.
6 Mon. Wehrpfl. ist bei den techn. Anforderungen unsinnig und unsinnig teuer.
Aber was mich am meissten stört, ist die unveränderte Wehrungerechtigkeit.
Die jetzt so vehement dafür stimmen, haben es in der Vergangenheit immer schon verstanden sich zu drücken, es sei denn, sie hatten ihre Vorteile dadurch.
Die ",Cleverle", haben noch nie ihre ",Pflicht", erfüllt.
Warum wurde nicht zumindest ein finanzieller Ausgleich geschaffen?Außerdem, wer hat unsere Soldaten nach Afghanistan befördert, ein ",Cleverle", Georg W. Bush und seine Spießgesellen.

Die Wehrpflicht gehört so schnell wie möglich ausgesetzt. Es gibt keine sicherheitsrelevanten Gründe mehr für ihre Beibehaltung, ganz im Gegenteil. Wenn fast alle anderen Staaten ihre Armeen inzwischen umgestellt haben und der Trend weg von der Wehrpflicht weltweit ungebrochen ist, dann kann Deutschland nicht argumentieren, dass alle anderen doch nur neidisch auf die deutsche Wehrpflicht wären. Die Wehrpflicht behandelt Männer wie Menschen zweiter Klasse. Sie verweigert den jungen Männer die ansonsten heilige Gleichberechtigung und ist zudem so extrem ungerecht gestaltet, dass sie ihnen sogar die Gleichbehandlung vorenthält. Die Wehrpflicht wird von vielen Politikern aber auch von vielen Richtern bis zum Verfassungsgericht wie eine heilige Kuh behandelt. Es ist verstörend wie alle sonst geltenden Rechtgrundsätze und Überzeugungen über den Haufen geworfen werden, wenn es um die Wehrpflicht geht.

Übrigens,
die Bundeswehr hat es aktuell mit äusserst schwierigen, riskanten und
lebensgefährlichen Einsätzen zu tun. Es sind unsere Jungs und Mädchen,
die diesen Dienst verrichten, von politischen Mehrheiten beschlossen.
Sie verdienen unsere Achtung und Beachtung unabhängig der Diskussion
darüber. Also, ein menschlicher, nicht militärischer Akt !?
Lasst uns aber nicht vergessen, unsere ",gute alte Wehrpflicht-Armee",,
hat auch Opfer und Tote zu beklagen. Sie hat aber einen Krieg mit gewonnen, den ",Kalten Krieg", !
Ich war dabei.

es ist wirklich ein unerträglicher skandal wie das bundesregim aus CDU/CSU FDP jede gelegenheit nutzt, ihre antidemokratisch - millitaristische gesinnung zu zeigen.

warum z.b. gibt es die sog. wehrpflicht (KRIEGSPFLICHT) nur für männer ???.

während frauen zur gleichen zeit freiwillig, -auf kosten des steuerzahlers - karriere bei der bundeswehr machen können ??????!!!!!!!!
(gilt auch für männer, aber unter zwang)

diese menschenrechtsverletzung verstößt ganz eindeutig gegen das Grundgesetz s.a. artikel 3. a.(2) und (3),

hier muß sich endlich das parlament und insbesondere die regierungsparteien aus CDU/CSU FDP zum GRUNDGESETZ (STAATSVERFASSUNG) bekennen und diesem ihren universalen RESPEKT erweisen !!!!!!!!!!!!.

der einzige suverän in diesem staat ist immer noch das VOLK !!!!!
( wir sind das volk )

die abschaffung der wehrpflicht (KRIEGSPFLICHT) ist in der brd seit min. 65 jahre überfällig.!!!!!!!!!!.
es sei z.b. nur an den 1. und 2. WELTKRIEG erinnert mit ihren 50 millionen toten, diese kriege sind nur durch die sog. allgemeine wehrpflicht möglich gewesen.
darum:
IN EINEM RECHTSSTAAT HABEN ZWANGSDIENSTE ABSOLUT KEINE
EXISTENZBERECHTIGUNG !!!!!!!!!!!!!!!!!.

STOPPT DIE WEHRPFLICHT (KRIEGSPFLICHT) !!!!!!!!!!!

STOPPT ZWANGSDIENSTE !!!!!!!!!!!!!

FÜR - ALLE - EIN SELBSTBESTIMMTES und FREIES LEBEN !!!!!!!!!!!!!!!

jetzt und für immer.

Es sollte für alle, Frauen wie Männer, ein einheitliches soziales Jahr geben, damit die Pflegenotstände in Altenheimen und Krankenhäusern, sowie bei der Betreuung von Behinderten usw. etwas gemildert werden. Als alternative zum sozialen Jahr könnte man über ein ökologisches Jahr diskutieren.
Auf jeden Fall sollte die Wehrpflicht abgeschafft und die Bundeswehr zu einer Berufsarmee umstrukturiert werden.

Eine reine Berufsarmee und Abschaffen der Wehrpflicht hört sich gut an, birgt jedoch eine nicht zu unterschätzende Gefahr für ein demokratisches Staatswesen. In kurzer Zeit entwickelt sich eine militärisch ausgebildete Kaste von Waffenträgern, die im Frieden und sorglosen Zeiten von der Öffentlichkeit kaum beachtet werden. Kommt eine Gesellschaft in Bedrängnis (es braucht kein Krieg zu sein, Hyperinflation, Hunger, Armut oder gewaltige Naturkatastrohen genügen) besteht die Gefahr, dass diese Kaste die Macht rücksichtslos an sich reisst. Mir ist eine Wehrpflichtigenarmee mit Bürgern in Uniform auf Zeit lieber als eine kleine uniformierte Elite, die meint, weil sie Waffen trägt, die kräftigeren Argumente zu haben. Im Extremfall gibt es wieder einen Wehrstand, einen Lehrstand und einen ausgenutzten Nährstand.

Wir sollten aus der Vergangenheit lernen: Julius Cäsar schaffte vor 2000 Jahren mit seinem militärischen Potenzial die römische Republik ab. Die Gefahr besteht auch heute, nur ist sie vergessen. Wir werden erst wach, wenn ein militärischer Stratege wieder den Rubicom überschreitet.

Dr. Freiherr zu Guttenberg arbeitet im Moment daran, militärischen Strategen Macht zu geben. Den Generalinspekteur der Bundeswehr den Status eines Staatssekretärs zu verleihen, halte ich für sehr bedenklich und nicht mit Artikel 26 Abs. 1 Grundgesetz vereinbar.

Auffallend ist auch, dass Herr Dr. Freiherr zu Guttenberg in letzter Zeit viel in Uniform zu sehen ist. Das gefällt mir nicht.

Ich möchte kurz auf das oben gesagte eingehen.
Der Herr mit der schlechten Sprache, genannt ",Ihr Name", kritisierte den angeblichen Militarismus der Regierungskoalition. Darf ich sie darauf aufmerksam machen, dass diese Regierungskoalition den Wehrdienst einen Tag später auf 6 Monate verkürzt hat, was weder Grüne noch SPD in 7 Jahren getan haben noch die Große Koalition. Und ich möchte nur gesagt haben, dass 2003 zwei Berufsarmeen in den Irak marschiert sind. Lassen Sie doch die Kirche im Dorf und hören Sie auf zu zu polemisieren.
Zu Herr Grebs Ausführungen ist nicht viel zu sagen. Wehrpflicht abschaffen, dafür aber ein soziales oder ökologisches Jahr machen, ist allein darum schon Unfug, weil das alternativenraubend wirkt. Man muss sich da klar machen, dass das ungefähr so wäre, wie wenn man den Ersatzdienst abschafft. Manche junge Menschen sind vielleicht keine ",Sozis", oder ",Ökos", und wollen dann vielleicht lieber zum Bund. Am Ende würde sich so gar nichts ändern, zumindest wenn man den Leuten noch die Wahl lässt.
Nur um es klarzustellen: Ein ökologisches Jahr ist so sehr eine Alternative zum Sozialdienst, wie die Wahl zwischen Sanitätstruppe und Heer.
Nichtsdestotrotz gehört das so gemacht, wie der Antrag es gewollt hat: Die Wehrplicht kostet unnötiges Geld, denn der Aufgabenbereich eines Reservistenheers ist die Landesverteidigung, und diese Landesverteidigung hat sich in großen Teilen erledigt.

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