1 Million Euro seit der Bundestagswahl: Gauweiler veröffentlicht neue Nebeneinkünfte

Seit November hat der Abgeordnete Peter Gauweiler an keiner namentlichen Abstimmung teilgenommen, auch sonst ist er im Bundestag wenig aktiv. Um einiges ernster nimmt der CSU-Politiker seine Nebentätigkeit: Bereits in den ersten Monaten der Legislaturperiode hat er als Anwalt rund 1 Million Euro nebenher verdient - wahrscheinlich sogar sehr viel mehr.

Wer sich ein Bild von den parlamentarischen Aktivitäten des CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler machen möchte, erhält in der Bundestagsdatenbank eine recht übersichtliche Trefferliste:

Eine Bundestagsrede und eine parlamentarische Anfrage sind dort seit Beginn der Legislaturperiode im Oktober 2013 vermerkt, überdies steht der Name Gauweiler auf einem fraktionsübergreifenden Antrag.

Und dann sind da noch die namentlichen Abstimmungen:
 

Bei 17 von 18 namentlichen Abstimmung hat Peter Gauweiler gefehlt, nur einmal nahm er teil: im November 2013 - der aller ersten Abstimmung in dieser Legislaturperiode.

Offenbar hat dem CSU-Politiker in den vergangenen Monaten schlicht die Zeit für sein Abgeordnetenmandat gefehlt. Denn Gauweiler ist, wie aus seinen "veröffentlichungspflichtigen Angaben" hervorgeht, ein vielbeschäftigter Anwalt. Seit der Bundestagswahl im Oktober 2013 hat er insgesamt 19 Mandanten betreut. Zu den bisher auf der Bundestagshomepage aufgeführten Honoraren für 2013 sind gestern Mittag elf neue für das laufende Jahr hinzugekommen.

Auf mindestens 967.500 Euro belaufen sich Gauweilers Nebeneinkünfte in den ersten Monaten der Legislaturperiode, tatsächlich dürfte die Summe weitaus höher liegen. Das Bundestags-Stufensystem (s. rechts) lässt jedoch keine genaueren Aussagen zu.

Ins Auge fallen zwei Mandanten, von denen Gauweiler jeweils Einkünfte der Höchststufe 10 bezog, also mehr als 250.000 Euro. Ob die Honorare tatsächlich nicht sehr viel höher lagen, bleibt wegen der unzureichenden Transparenzregeln des Bundestags im Dunkeln (anders als die Einkunftsstufen 1-9 ist die Höchtstufe 10 nach oben hin offen). Auch über die zahlungskräftigen Mandanten ist nichts bekannt. Nicht einmal deren Branchen müssen die Rechtsanwälte unter den Bundestagsabgeordneten offenlegen.

Kritik an exorbitanten Nebenverdiensten wird gerne als Neiddebatte abgetan, was schon deshalb am Kern des Problems vorbeigeht, weil finanzielle Abhängigkeiten immer auch die Gefahr von Interessenkonflikten birgt. Hinzu kommt: Wer in wenigen Monaten Einkünfte von rund einer Million Euro oder mehr kassiert, kann dies nicht, ohne dafür eine immense zeitliche Gegenleistung zu erbringen. Das ist mit keinem Fulltimejob der Welt in Einklang zu bringen - schon gar nicht mit dem eines Bundestagsabgeordneten.

Und so stellt sich am Beispiel Gauweiler die Frage, ob das Abgeordnetengesetz des Deutschen Bundestages inzwischen nur noch eine unverbindliche Handlungsempfehlung für Volksvertreter darstellt. „Die Ausübung des Mandats", so heißt es dort, hat "im Mittelpunkt der Tätigkeit eines Mitglieds des Bundestages“ zu stehen. Im Fall Peter Gauweiler lässt sich dies selbst mit größtem Wohlwollen nicht behaupten.

Nachtrag 21.5.2014
Die Süddeutsche Zeitung hat vor einigen Tagen über einen Fall berichtet, an dem Peter Gauweiler als Rechtsanwalt beteiligt ist. Im Zusammenhang mit einem massenhaften Abrechnungsbetrug von Ärzten soll es nun einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss im bayerischen Landtag geben.

Nachtrag 17.6.2014
Seit Erscheinen dieses Artikels im Mai ist Peter Gauweiler wieder häufiger bei namentlichen Abstimmungen im Deutschen Bundestag anzutreffen:

 

Lesen Sie auch:
Das sind die Nebeneinkünfte der Bundestagsabgeordneten (21.3.2014)

 

 


Foto Gauweiler: Henning Schacht / Wikimedia / CC BY-SA 3.0

Vorkommende Politiker:innen

Lizenz: Der Text auf dieser Seite steht unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA 4.0.

Kommentare

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Dieser Volksvertreter verdient "nebenbei" in 8 Monaten einen Betrag der nahe bei 1000 000 Million Euro liegt.... Er fehlt bei 17 von 18 Abstimmungen....
Hier darf man völlig zu recht fragen: Welche dieser beiden Tätigkeiten ist denn eigentlich der Nebenjob!?!

Jedoch möchte ich mich auch gerne zu diesem Schlagwort "Neiddebatte" etc. äussern, welche gerne in politischen Diskussionen "missbraucht" werden...

Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie aufgrund solcher Schlagwörter, versucht wird den Gegenstand einer Diskussion Auf- oder Abzuwerten bzw. als seriös oder aber auch in das Land der Fabeln zu verweisen...

Wie hier (zu hoher Verdienst von Poltikern, oder aber, auch gerne bei Managern,Sportler etc.) wird dann gerne immer die Neiddebatte entfacht... Man wäre neidisch und würde nur aufgrund dieser Emotion diesen anprangern....

Die Liste dieser Schlagwörter ist sehr lang und abwechslungsreich( je nachdem was man erreichen, oder aber, auch erst recht nicht erreichen will)...

Realitäten werden dann gerne, auch mal, als Zynismus oder aber auch Pessimismus beschrieben....

Ein weiterer Klassiker ist der: Fortschritt.... Geht es darum solche Sachen wie Atomstrom, Genmais etc. durchzudrücken oder zu rechtfertigen, dann ist es immer wieder, der gute alte Fortschritt, der als Argument gebracht wird...

NEIN: Hier ist auch nur festzustellen dass dieser Herr, wie oben schon geschrieben, in 8 Monaten (!!!) fast 1000 000 Million Euro verdient hat, obwohl er eigentlich als Abgeordneter sich für die Interessen seiner Wähler einzusetzen hat, von welchen er ja auch bezahlt wird.... Das hat rein gar nix mit Neid zu tun... Das ist ganz einfach die Realität und der Fakt!

Antwort auf von TimII

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Das mit den Zahlen müssen wir noch üben.. 1000 000 Millionen - dann wäre er der reichste (vom Geld her) Mann der Welt.

Aber es stimmt: Es kann nicht sein, dass ein Abgeordneter zu 90 % nicht an Abstimmungen teilnimmt und seine Diäten bekommt. Andererseits geht es hier nur um die namentlichen Abstimmungen. Vielleicht war er auch nur "Beisitzer" und hat dabei gesessen ;-)

Aber ernsthaft: Ein Abgeordneter, der sein Mandat für die Menschen wirklich ernst nimmt hat mehr verdient, als die momentanen Diäten. Das ist kein Job von 8 bis 16 Uhr!

Antwort auf von tut nichts zur Sache

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Sie verwirren mich!

Da es eben genau kein Job von 8 bis 16 Uhr ist (auch nicht from nine to five), ist es um so verwunderlicher, dass sich Herr Gauweiler überhaupt nicht im Bundestag sehen lässt.

Es sollte einen Automatismus geben: Dreimal Abstimmungen geschwänzt - aus die Maus. Bundestagsmandat verwirkt. Der Typ vertritt nur seine eigenen Interessen und die für viel Geld.

Antwort auf von Claus-Peter Schaffhauser

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Nicht zu vergessen, dass die Abgeordneten von Steuergeldern bezahlt werden (von uns); wir sind also sein "Chef". Machen Sie das mal als "Otto-Normalverbraucher": von 176 Stunden pro Monat sind Sie nur bspw. 5 Stunden anwesend; 171 Stunden (die bezahlt werden) verbringen Sie mit Ihrem "Nebenjob". Was meinen Sie, wie schnell Sie "gefeuert" sind. Ein Nebenjob wird nur genehmigt, wenn die Hautarbeit nicht darunter leidet !!!!!!!!!!!!!!!!!!

Antwort auf von Claus-Peter Schaffhauser

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Gibt es hier Foristen, die im Ernst noch daran glauben, Mandatsträger würden auch nur eine Sekunde etwas anderes als Eigennutzoptimierung betreiben?

Das gilt für sämtliche Parteien, den nur Menschen mit dieser Eigenschaft haben die Chance einen aussichtsreichen Listenplatz zu erhalten.

Wir dürfen eben nicht vergessen - als eusoziale Spezies gilt eine gewisse Arbeitsteilung - die Arbeitsdrohne murrt zwar, doch sie wird letztlich immer ihrer genetischen Veranlagung unterliegen - somit hocken die einen im Parlament, die anderen reiben sich z.B, als Altenpfleger auf.

Auf wen wir locker verzichten könnten, wissen wir - oder auch nicht - den so wie wir die Welt organisieren, hatte Sokrates schon erkannt - wer wisse, dass er nichts wisse!

Tja - wer von uns ist schon Sokrates, so glauben wir alle was zu wissen und ich denk eben so - in Deutschland denken noch ca. 43 Millionen etwas anderes, da sie freiwillig arbeiten und ähnlich viele gehen ja auch zu den Wahlen.

Übrigens bei der EU Wahl - geh ich auch wählen - so ne 30Tage Narrenrotation wähl ich - den die 36.000 Euro pro Monat kommt unmittelbar meiner Unterhaltung zu Gute - ehrliche Verarschung!

Antwort auf von Claus-Peter Schaffhauser

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Gibt es hier Foristen, die im Ernst noch daran glauben, Mandatsträger würden auch nur eine Sekunde etwas anderes als Eigennutzoptimierung betreiben?

Das gilt für sämtliche Parteien, den nur Menschen mit dieser Eigenschaft haben die Chance einen aussichtsreichen Listenplatz zu erhalten.

Wir dürfen eben nicht vergessen - als eusoziale Spezies gilt eine gewisse Arbeitsteilung - die Arbeitsdrohne murrt zwar, doch sie wird letztlich immer ihrer genetischen Veranlagung unterliegen - somit hocken die einen im Parlament, die anderen reiben sich z.B, als Altenpfleger auf.

Auf wen wir locker verzichten könnten, wissen wir - oder auch nicht - den so wie wir die Welt organisieren, hatte Sokrates schon erkannt - wer wisse, dass er nichts wisse!

Tja - wer von uns ist schon Sokrates, so glauben wir alle was zu wissen und ich denk eben so - in Deutschland denken noch ca. 43 Millionen etwas anderes, da sie freiwillig arbeiten und ähnlich viele gehen ja auch zu den Wahlen.

Übrigens bei der EU Wahl - geh ich auch wählen - so ne 30Tage Narrenrotation wähl ich - den die 36.000 Euro pro Monat kommt unmittelbar meiner Unterhaltung zu Gute - ehrliche Verarschung!

Antwort auf von Oberham

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> Gibt es hier Foristen, die im Ernst noch daran glauben, Mandatsträger würden auch nur eine Sekunde etwas anderes als Eigennutzoptimierung betreiben?

Es ist nicht gut, alle Parlamentarier so über einen Kamm zu scheren. Es gibt auch die, die an die Interessen ihrer Wähler denken.

Aber es scheint schon so zu sein, dass die selten in die vorderste Reihe geraten. Gauweiler ist ja kein "Hinterbänkler" im üblicherweise gemeinten Sinn des Wortes, sondern im Gegenteil eine bundesweit bekannte Person.

Antwort auf von Claus-Peter Schaffhauser

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Gute Idee !! Eine unglaubliche Sauerei was dieser Typ hier abzieht !!

Antwort auf von tut nichts zur Sache

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Hallo tut nichts zur Sache,

da haste recht. Schön, dass Du es als so wichtig erachtest... Ein Billionär ist Herr Gauweiler sicherlich nicht... Da müsste er schon einer der alten Bankiersfamilien angehören... ;-)

Angenommen, Herr Gauweiler wäre nur "Beisitzer" gewesen, dann stellt sich die Frage: Was sollen wir mit einem Abgeordneten der sich bei 17 von 18 Befragungen enthält bzw. dem ganzen nur "beiwohnt"?

Über den Verdienst lässt sich streiten, insofern es ein Abgeordneter ist, der wirklich was für die Menschen tut und nicht in die eigene Tasche wirtschaftet oder vetternwirtschaft betreibt... Jedoch die Meldungen die man "immer wieder" mal hört ( Zweitwohnungssteuer, Betrug der Mitarbeiterpauschale, Missbrauch von Reisekosten, mit Dienstfahrzeug in Spanienurlaub wo das Fahrzeug auch noch geklaut wird usw. usw...) lassen mich an der Mehrheit der Parlamentarier zweifeln... Zumal dass die Meldungen sind, die sich nicht mehr vertuschen lassen, sprich: die Spitze des Eisbergs!!!

Ich bin sogar so frech und behaupte: Ein Politiker sollte diesen Job vlt. auch mal aus Überzeugung machen!!! Sprich: Weil man wirklich mal helfen möchte und die Lage der Menschen verbessern möchte!

Ansonsten sollte man halt was anderes machen, den ein Bruttoverdienst (plus diverser andere Bezüge) von momentan 99.024 Brutto im Jahr (ab 01.07.2014 sind es 104.004 Euro und ab 01.01.2015 sogar 108.984 Euro im Jahr) sind ja jetzt nicht gerade wenig!!! Da man auch mal schnell das Ressort wechseln kann ( z.B vom Arbeitsministerium ins Verteidigungsministerium etc.) ist dass ganze ja dann wohl doch net so anspruchsvoll und schwierig!?!

Hinzu kommen auch noch die Zweitjobs... Es wäre auch zu erwähnen, dass man das Gehalt, an die der Bundesrichter anpassen möchte, aber, das Verbot eines Zweitjobs hingegen zählt für diePolitiker natürlich nicht!!! Zudem ganzen kommen auch noch die Aufwendungen der Lobbyisten, oder aber, die Poltiker sind die Lobbyisten selber, was ja "auch mal vorkommt".... Die Politiker aus NRW machen jetzt komischerweise eine Rückzieher, was die Offenlegung ihrer Zweiteinkünfte angeht! Komisch, oder!?
Oder aber, warum wechseln Politiker nach ihrer politischen Karriere dann zu den großen Konzernen? Richtig, wegen den guten Kontakten, zu den noch aktiven Politkern... Wenn Du das alles übersiehst oder es als Nonsens abtust, lebst Du hinter dem Mond!

Und die Wirtschaft sollte man ganz sicher nicht als Vergleich nehmen, denn was da z.T abgeht is ja noch schlimmer, wenn nicht sogar pervers!

Aber, ich lasse mich von Dir gerne eines besseren belehren!!!!

Antwort auf von tut nichts zur Sache

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Mit dem Anspruchsdenken, sollten Sie mal einer Supermarktverkäuferin kommen,
für die Diäten von rund 9.000,- € im Monat bleibt die aber gern auch mal 3 Stunden länger,
aber nein, die verliert ja schon ihren Job wegen eines lächerlichen Pfandbons.
Aber ja Herr Sarazin würde doch gern für 5,-€ die Std. arbeiten, vielleicht sollten die tauschen
wenn Herrn Gauweiler seine Diäten nicht reichen.

Antwort auf von tut nichts zur Sache

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Wohl wissend, dass der zahlentechnisch kritisierte Vorschreiber klar 1.000.000,00 Euro meinte und nicht 1.000 000 Millionen Euro, die üblicherweise dann auch 1.000.000.000.000,00 Euro geschrieben werden würden, sind Sie sicherlich keiner, der auch nur ansatzweise rechnen kann. Von 18 namentlichen Abstimmungen 17 verpasst zu haben sind bei Ihnen 90 %. PISA lässt grüssen!!!

Der Rest ist geschenkt, denn selbstverständlich ist der "Job" eines Bundestagsabgeordneten sehr gut bezahlt, auch, wenn der "Job", bei "aktiven Abgeordneten" nicht in 8 Stunden täglich beendet wird. Jeder LKW-Fahrer in Deutschland bekommt beispielsweise auch nur einen Arbeitsvertrag über 40 Wochenarbeitsstunden und arbeitet in Wirklichkeit meist mehr als 65 Stunden!! Nun frage ich mich, wer seinen Job mehr ERNST nimmt und mehr verdient hätte?
Dieser Anwalt da mit Sicherheit NICHT!! Zeit wird´s, das ein Abgeordneter auch in Wirklichkeit Abgeordneter ist und seine Tätigkeit in den Dienst des Staates stellt! Für mich ist es zumindest ein Affront dieser Leute gegenüber jedem Bürger. Mehr noch: Es wird Zeit, dass ein Abgeordneter auch nur noch Abgeordneter zu sein hat! Ansonsten sollte man dort einen Abflug machen. Was nützt einem Staat Fachwissen eines "Könners", der nie da ist? NICHTS!!

Antwort auf von tut nichts zur Sache

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Vollkommen richtig. Was was machen wir dagegen ????
Man regt sich hier kurz auf und der Politiker macht so weiter.

Antwort auf von TimII

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Wenn in der BRD das Parlament zu einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für die gewählten Volksvertreter verkommt und Politik weiter in Hinterzimmern entschieden wird haben wir Bürger , Lohnempfänger , ein Problem. Demokratie
Ein System das sich Rechtsstaat nennt und das zarte Pflänzchen Demokratie Marktkonform ausblendet und mit zweierlei Maß , auf fast allen ebenen den Bürgern betreffenden Interessen misst ist zutiefst Reformverdächtig.

Antwort auf von TimII

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Bitte keine Aufregung - nachdem der Koalisatinsvertrag verabschiedet wurde, findet keine Demokratie mehr statt. Die Abstimmungen werden von einer kleinen Minderheit geklüngelt, Einfluss haben hier nur noch die Lobbyisten, der Gauweiler kann ohne Schaden seiner Hauptbeschäftigung nachgehen.
Berechtigt ist aber die Frage, müssen alle Abgeordneten noch bezahlen ?

Antwort auf von TimII

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Bitte nicht "verdienen" schreiben. Besser : "erhält, bekommt usw.". Verdienen heißt, eine Gegenleistung ( nach meinem Verständnis im produktiven Bereich ) erbringen, die auch greifbar ist. Die Höhe dieser "Bezüge" sprechen für verdeckte Bestechung, wie sie ja auch in der Politik allgemein üblich ist. Das läßt sich unbesehen auch auf "Manager", Sportler, Funktionäre, "Experten" usw. usf. anwenden - LEIDER !

Antwort auf von TimII

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Realität ist aber, dass es sich um 1 000 000 Euro handelt und nicht um 1 000 000 Milion Euro. Das wäre absolut ein klasse Verdienst.

Antwort auf von TimII

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In normalen Unternehmen werden Mitarbeiter, die ihre Arbeit nicht verrichten schlichtweg entlassen. Die Herrschaften Politiker arbeiten für UNS, die Bürger, und wir sollten sie rauswerfen, wenn sie ihren Job nicht erledigen. Und wir sollten das Abgeordnetengehalt und die Extrazahlungen zurückfordern. Das ist doch Betrug am Steuerzahler!

Pfui Teufel!

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Es ist wirklich erstaunlich. Auf Nachfrage oder kurz vor oder nach einer Diätenerhöhung wird immer wieder gerne darauf verwiesen wie exorbitant hoch die Arbeitsbelastung eines durchschnittlichen Abgeordneten ist. 40 Wochenstunden , wie sie die meisten der verwöhnten normalen Arbeiter leisten müssen, scheinen schon für den einfachen Abgeordneten einer unerreichbarer Luxus zu sein.
Innerlich hat man es fast schon akzeptiert, dass unsere Volksvertreter ihr Geld für viel Leistung (für uns) erhalten und zurecht regelmäßig ihre Bezüge erhöhen.
Und dann kommt ein Gauweiler daher. Schafft es trotz der (angeblich) unglaublich hohen Arbeitsbelastung als Bundestagsabgeordneter, eine recht erkleckliche Summe nebenher zu verdienen. Sieht dabei noch recht erholt und frisch aus, wenn er in die Kameras blickt.
Man kann sich zurecht fragen wie er das macht. Die meisten Menschen sind froh in das Wochenende zu gehen, wenn sie ihre normale Arbeitswoche „abgearbeitet“ haben. Die wenigsten könnten sich wohl vorstellen, nach ihrer Hauptbeschäftigung noch einmal viele Stunden anzuhängen um einen weiteren Beruf auszuüben. Voller Energie und Motivation. Und selbst die die es sich vorstellen können oder aus eigener Erfahrung vielleicht kennen, werden wohl nicht leugnen, dass Kraft und Motivation eines Menschen nicht dauerhaft aufrechterhalten werden können, wenn die Arbeitsbelastung übermäßig hoch ist.
Die sich daraus ergebenden Fragen, kann jeder gerne Herrn Gauweiler stellen. Oder einem der anderen gut bezahlten Nebenberufler.

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Von mir aus kann er soviel verdienen wie er will, ich weiss er ist Partner in einer großen Kanzlei. Wenn er aber so gut wie nie abstimmt, macht er seinen Job als Abgeordneter nicht. Er sollte aus dem Bundestag raus.

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Ob wir in einer Demokratie leben, oder nicht, zeigen u.a. auch solche Beispiele. Zumindest aber, was genau diesen Abgeordneten (wessen?) betrifft. Aber in einem Staat indem Ethik und Moral immer weniger bedeutet (ausser in Sonntagsreden) und sich beinahe jeder selbst der Nächste ist und diese Nation (ist der Begriff noch erlaubt?) sich in der EU auflösen soll, ist vieles nicht mehr so wie ich es einmal kennenlernte (Geburtsjahr 1960). All die guten Begriffe wie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Demokratie, Souveränität, Identifikation, Individualität, Freiheit, Nation, Deutsch (Kultur, Geschichte) werden immer mehr ausgehöhlt, sind nur noch verschwommen als Fassade wahrnehmbar. Das deutsche Haus wurde und wird in allen Bereichen kernsarniert. Als ob der deutsche Geist und das dt. Wesen etwas zutiefst böses wäre und ausgetrieben werden müßte. Multikulti a la USA? Little USA? No thank you. Wer sollte das wohl brauchen?Deren Ziele sind nur allzu offensichtlich. Vollkommen unethisch, ungerecht und vielfach einfach nur pervers.

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Das sind dieselben Leute, die einem Sozialleistungsbezieher nicht die Butter auf dem Brot gönnen.
Pfui Teufel.

Und so ein Verhalten ist noch nicht mal wirklich sanktionierbar.

Antwort auf von Atari-Frosch

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Man kann das Pack aber blamen statt vor ihnen rumzubuckeln!

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Nicht neidisch sein und nicht schimpfen! die blöden und hirnlose sind die, die solche Typen wählen!!!!

Antwort auf von Norbert

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So lange wir (meistens) Parteien wählen und nicht Personen, kann man, vor allen Dingen nicht in Bayern, einen Typen wie Gauweiler nicht verhindern.

Klar sind die meisten Wähler doof, aber sie werden doch auch doof gehalten. Wir (der Staat) stecken immer weniger Geld in Bildung, die Menschen in der Unter- und Mittelschicht buckeln, bis die Schwarte kracht und machen es sich dann mit dem Handy in der Hand auf der Couch bei RTL2 (oder ähnliches) gemütlich. - Denen musst du nicht mit der Ukrainekrise (der böse Russe), oder TTIP (die guten Amerikaner) kommen. Da haben die schlicht überhaupt keinen Bock drauf. - Ist aber superbequem für die Blockparteien, da sich so die Macht verfestigt und die Damen und Herren nach jedem Wahltag erneut unsere Seelen verkaufen und UNSERE Haut zu Markte tragen.

Typisches Beispiel: ca. 70 % wollen, dass wir uns aus internationalen Konflikten heraushalten. Herr Gauck, Frau Merkel, Frau vdL, Herr Steinmeier und Konsorten sind der Meinung "Deutschland muss Führung und Verantwortung in der Welt übernehmen". Diese Politiker können nicht erklären, was wir genau in Afghanistan zu suchen hatten (55 tote Soldaten) und was wir in der Ukraine verloren haben und warum wir täglich von der NSA abgehört werden müssen, aber ein Freihandelabkommen mit den USA ist toll. Freue mich schon auf niedrigere US-Standards, Chlorhühnchen, Chemie- und Genfleisch. - Die Bürger in den USA sind noch unpolitischer, noch weniger interssiert, als wir Deutsche. Die entscheiden oft nur aus dem Bauch heraus (und davon haben sehr viel zu viel, weil sie sich falsch ernähren, sie die Industrie mit Zucker und billigen Fetten vollstopft). Und genau DORTHIN wollen un unsere Politiker führen, damit wir noch leichter zu manipulieren sind. BROT und SPIELE und ansonsten taugt das Volk nur als Manövriermasse und Kanonenfutter

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