Erst fragen, dann wählen: abgeordnetenwatch.de im Superwahljahr 2011

von Martin Reyher, 19.01.2011
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Sieben Landtagswahlen, vielleicht auch acht (NRW) oder neun (Schleswig-Holstein) - das Superwahljahr 2011 ist alles andere als planbar. Sicher ist aber schon, dass es abgeordnetenwatch.de zu allen Wahlen auf Landesebene geben wird, egal, wie viele es am Ende sein werden. Wer die Kandidaten in seinem Bundesland befragen möchte, sollte sich folgende Termine merken:

  • Sachsen-Anhalt - Start von abgeordnetenwatch.de: Dienstag, 25. Januar um 13.30 Uhr mit einer Pressekonferenz im Landtag (Wahltermin: 20. März)
  • Baden-Württemberg - Start: Montag, 31. Januar um 10 Uhr mit einer Pressekonferenz im Landtag (Wahltermin: 27. März)
  • Rheinland-Pfalz - Start: Dienstag, 1. Februar mit einer Pressekonferenz im Landtag (Wahltermin: 27. März)
  • Bremen (Wahltermin: 22. Mai) - Start vorraussichtlich Mitte April
  • Mecklenburg-Vorpommern (Wahltermin: 4. September) - Start: voraussichtlich Anfang August
  • Berlin (Wahltermin: 18. September) - Start: voraussichtlich Anfang August

Seit gestern Mittag können die Wähler in Hamburg alle bisher feststehenden 806 Kandidaten für die Bürgerschaftswahl am 20. Februar öffentlich befragen. Am Abend berichtete das Hamburg-Journal im NRD-Fernsehen über den Auftakt von abgeordnetenwatch.de zur Bürgerschaftswahl:

RTL-Nord sendete einen Beitrag in seinen Nachrichten: In Hamburg bietet abgeordnetenwatch.de dieses Mal eine besonders nützliche Wahlhilfe. Denn erstmals können die Wähler bei Erst- und Zweitstimme jeweils 5 Stimmen an einen oder auch an mehrere Kandidaten vergeben (mehr zum Wahlrecht...). An wen, das lässt sich über abgeordnetenwatch.de herausfinden. Mit dem Kandidaten-Check bieten wir zu den anstehenden Landtagswahlen ein weiteres Wahltool. Beim Kandidaten-Check können Wähler ihre politischen Einstellungen mit denen ihrer Kandidaten abgleichen. Dieses Angebot von abgeordnetenwatch.de gab es erstmals zur Bundestagswahl 2009 (mit SPIEGEL ONLINE) und später zur Landtagswahl 2010 in Nordrhein-Westfalen (mit dem WDR). Auch Monate nach den Wahlen kann noch ein Blick darauf lohnen, welche Positionen die Kandidaten vor der Wahl vertraten:

Trotz Superwahljahr werden wir uns 2011 auch um jene Bundesländer kümmern, in denen aktuell keine Wahlen anstehen. Kommende Woche Mittwoch, den 26. Januar, starten wir mit abgeordnetenwatch.de für den Landtag in Niedersachsen. Dazu gibt es um 10 Uhr eine Pressekonferenz im Landtag. In einigen Wochen werden wir abgeordnetenwatch.de außerdem für den hessischen Landtag freischalten. Beide Länderprojekte haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger mit ihren Spenden und monatlichen Förderbeiträgen ermöglicht. Vielen Dank! Somit können die Landtagsabgeordneten bald in diesen sechs Bundesländern via abgeordnetenwatch.de befragt werden: Niedersachsen, Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Hamburg. Wie viele Spenden in Ihrem Bundesland - sofern oben nicht genannt - noch fehlen, damit abgeordnetenwatch.de dort starten kann, erfahren Sie auf unserer Länderübersicht.

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Kommentare

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Hallo liebe AW-Leute

Gibt es eine Möglichkeit Fragen incl. Antworten bei euch einzuschicken für die Verweigerer wie http://is.gd/HGG1Cs?
Wenn ich die Person persönlich befragen muss, aber dies trotzdem für Alle interessant wäre, wäre so eine Möglichkeit sehr sinnvoll!

Danke
B.

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@Bernhard

Die Idee von abgeordnetenwatch.de ist ja, öffentlich gestellte Fragen öffentlich zu beantworten. Wenn sich ein Abgeordneter weigert, dann hat dies natürlich auch einen Erkenntnisgewinn nach dem Motto: keine Antwort ist auch eine Antwort.

Wir werden immer mal wieder gefragt ob wir privat beantworte Antworten einstellen. Grundsätzlich ist das eine gute Idee. Allerdings hält uns zweierlei davon ab: Erstens bedarf es im Fall eines privaten Mailverkehrs der Genehmigung beider Seiten. Und selbst wenn ein Abgeordneter sein grundsätzliches OK zur Veröffentlichung seiner Antworten gibt, müssen wir sicherstellen können, dass die von Bürgern an uns geschickte Politikerantwort tatsächlich von diesem stammt und kein Fake ist. Das ist schwierig.

Eine Möglichkeit wäre, die Antwort eines Abgeordneten hochzuladen, z.B. als jpg via tweetpic, und bei dem Abgeordneten eine Nachfrage zu stellen, in der man auf den vorangegangenen Mailverkehr verlinkt. In diesem Fall hat sich der Fragesteller dann selbst dazu entschieden, diese öffentlich zu machen.

(Dann bitte darauf achten, dass die Frage auch aus sich heraus verständlich ist, d.h. ohne dass man sich als interssierter Mitleser zuvor in die Abgeordnetenantwort geklickt hat.

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