Wie geht es mit der Bauakademie Berlin und der zugehörigen Stiftung weiter?
Sehr geehrte Frau Hubertz,
als Bundesministerin werden Sie auch für die Bundesstiftung Bauakademie zuständig sein. Diese Stiftung soll seit vielen Jahren das historische Gebäude Bauakademie am Schinkelplatz in Berlin wiedererrichten. Der Entwurf Schinkels für das Gebäude gilt als architekturgeschichtliche Inkubabel und schließt eine Lücke im Ensemble Friedrichswerdersche Kirche, Altes Museum auf der Museumsinsel (beide ebenfalls von Schinkel entworfen) und Humboldtforum. Bisher weigerte sich die Stiftung, ihren Auftrag zur Wiedererrichtung des Gebäudes zu erfüllen. So wurde behauptet, die Ziegelbauweise sei nicht modern und klimafreundlich, obwohl diese Bauweise langlebig und regional ist. Es hieß auch, die historischen Fassaden ließen keine Barrierefreiheit und ausreichende Belichtung zu, obwohl das Haus auch früher eine ebenerdige Zufahrt hatte und Dachflächenfenster gut möglich sind. Werden Sie als Ministerin diese alberne Hängepartie endlich beenden?
Mit freundlichen Grüßen,
Sehr geehrter Herr Z.,
vielen Dank für Ihre Nachricht.
Entschuldigen Sie bitte vielmals die verzögerte Rückmeldung. Das Aufkommen an Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern ist sehr hoch. Daher hat die Beantwortung Ihrer Anfrage leider etwas Zeit in Anspruch genommen. Ich bitte hier um Ihr Verständnis.
Ich nehme den Beschluss des Berliner Senats vom 20. Januar 2026 zur Kenntnis, der die Sicherung der historischen Fassaden der Bauakademie vorsieht. Die Abwägung zwischen historischer und moderner Rekonstruktion, insbesondere vor dem Hintergrund der Barrierefreiheit und der Klimaverträglichkeit, ist zweifelsohne eine schwierige. Ich bin dennoch zuversichtlich, dass alle beteiligten Akteure von Bund, Land und Zivilgesellschaft gemeinsam eine gute Lösung finden werden.
Ich hoffe, Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben.
Mit freundlichen Grüßen
Verena Hubertz

