Rund 15 Mrd. Defizit der GKV: Warum werden Einzelpersonen und Familien weiterhin belastet statt die Beitragsbemessungsgrenze reformiert?
Lieber Herr Bartol,
die GKV-Finanzkommission hat im März 2026 Maßnahmen gegen das rund 15-Mrd.-Euro-Defizit vorgelegt. Diskutiert werden u.a. 225 € mtl. Beitrag für bisher mitversicherte Ehepartner + Kürzungen beim Krankengeld. Dennoch bleibt die BBG (2026: 5.812,50 €/Monat) unangetastet. Das führt m.E zu einer Schieflage: Eine Pflegekraft (3.500 € Brutto) zahlt auf 100 % ihres Einkommens Beiträge. Ein Vorstand bei 30.000 € Gehalt leistet nur auf ca. 19 % seines Einkommens einen Solidarbeitrag. Dazu meine Fragen:
Warum plant die Politik Zusatzbelastungen von 2.700 €/Jahr für oft einkommensschwache Ehepartner, statt die Beitragsbemessungsgrenze für Spitzenverdiener anzuheben oder ganz aufzuheben? Werden Sie sich dafür einsetzen, dass der Bund erst die ca. 16 Mrd. € an versicherungsfremden Leistungen (u.a. Corona-Kosten) voll erstattet, bevor Versicherte belastet werden? Unterstützen Sie eine Bürgerversicherung, die auch Kapitalerträge einbezieht?
Vielen Dank und beste Grüße
Daniel S.

