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Reimund Billmann
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Frage an Reimund Billmann von Tanja W. bezüglich Bildung und Erziehung

Sie haben viele Lehrer neu eingestellt. Sollen auch, nachdem Sie die Wahl gewonnen haben, neue Lehrer eingestellt werden?

Frage von Tanja W. am
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Antwort vom
Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 21 Stunden

Sehr geehrte Frau Webeler,

in der kommenden Legislaturperiode ist das wichtigste schulpolitische Ziel die Verkleinerung der Klassenstärke. Wie in der Regierungserklärung des Ministerpräsidenten vom 21.01.2010 angekündigt, will die Landesregierung maximale Klassengrößen von 25 Schülern in Grund- und Hauptschulen und 28 Schülern in Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien erreichen. Das ist zu schaffen, wenn die durch den demografischen Wandel entstehenden Spielräume genutzt werden. Die Landesregierung ist optimistisch, dieses Ziel bei den Eingangsklassen der Grund- und Hauptschulen bereits bis 2015 realisieren zu können.

Seit dem Regierungswechsel 2005 wurden bisher über 33.000 Lehrkräfte in den öffentlichen Schuldienst des Landes Nordrhein-Westfalen eingestellt. Mit über 8.000 neuen Lehrkräften wurde dabei im vergangenen Jahr die höchste Einstellungszahl seit 1981 erzielt.

Durch eine Rechtsverordnung für einen neuen Seiteneinstieg, die im November 2009 in Kraft getreten ist, können geeignete Seiteneinsteiger unter bestimmten Voraussetzungen nunmehr unbürokratisch in den Schuldienst gelangen. Berufsbegleitende Qualifizierungen sorgen jeweils dafür, dass nur gut ausgebildete Lehrkräfte dauerhaft an Schulen arbeiten. Mit Anhebung der Höchstaltersgrenze für Verbeamtungen von 35 auf 40 Jahre sowie durch das ersatzlose Streichen des unter der SPD-geführten Landesregierung im ursprünglichen Schulgesetz vom 15.02.2005 vorgesehene Auslaufen des Beamtenstatus wurde Nordrhein-Westfalen noch wettbewerbsfähiger gemacht. Schließlich wurde die Zahl der Plätze im Vorbereitungsdienst um über 3.000 Stellen auf fast 17.000 angehoben, im Gegensatz zur Vorgängerregierung, die 3.500 Plätze für Lehramtsanwärter zwischen 1998 und 2004 gestrichen hatte. Die rund 30 Prozent der Bewerber für den Vorbereitungsdienst, die mittlerweile nicht aus Nordrhein-Westfalen kommen, sind ein Beleg für die Attraktivität des Lehramtes in unserem Land.

Mit freundlichen Grüßen

Reimund Billmann MdL