Integrative Medizin erfreut sich hoher Akzeptanz und Nachfrage in der Bevölkerung. Zudem birgt sie ein großes Potenzial, die Gesundheitsvorsorge zu verbessern. Wie stehen Sie zu diesem Thema?
Integrative Medizin stößt bei vielen Menschen auf großes Interesse. Das nehme ich ernst. Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich eine ganzheitliche Betrachtung ihrer Gesundheit und legen Wert auf Prävention, Lebensstilberatung und eine gute Arzt Patient Beziehung.
Für mich ist dabei entscheidend, dass alle medizinischen Angebote wissenschaftlich überprüfbar, wirksam und sicher sind. Unser solidarisches Gesundheitssystem basiert darauf, dass Leistungen evidenzbasiert sind und verantwortungsvoll mit Beitragsgeldern umgegangen wird.
Ich sehe großes Potenzial in einer stärkeren Ausrichtung auf Prävention, Gesundheitsförderung und interdisziplinäre Versorgung. Wenn Elemente der Integrativen Medizin einen nachweisbaren Nutzen haben, sollten sie selbstverständlich Teil einer modernen Gesundheitsversorgung sein.
Gleichzeitig dürfen wir nicht den Eindruck erwecken, dass nicht ausreichend geprüfte Verfahren gleichwertig zur evidenzbasierten Medizin stehen. Transparenz und wissenschaftliche Standards sind für mich unverzichtbar.
Mein Ziel ist eine patientenzentrierte, qualitativ hochwertige und solidarisch finanzierte Gesundheitsversorgung, die offen für Innovation ist, aber klar auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht.

