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Frage von André W. •

Frage an Marianne Linke von André W. bezüglich Bildung und Erziehung

Kreiselternrat Rügen wendet sich auf Grund der bevorstehende Landtagswahlen an alle politischen Kräfte und möchte folgende Fragen Detahirt beantwortet haben !

Das neue Schulgesetz fordert gemeinsames längeres Lernen!

Die Praxis sagt nein!!!
Was wollen sie tun um diesen Grundsatz mit Qualität zu erfüllen ?

Unsere Kinder sind unsere Zukunft, sie sollen sich auf das Lernen
konzentrieren!

Was tun sie um Schülertourismus, Stundenausfall und
Schulschließungen zu verhindern?

Für eine bessere Zukunft! Diesen Slogan schreiben sich alle politischen Kräfte unseres Landes auf ihre Fahnen, kann es deshalb sein , dass durch immer mehr Kürzungen der Haushalte an Bildung gespart wird!?

Wie stehen sie zu der Problematik :
kostenlose Schülerbeförderung bis Kasse 12
ausreichende Bereitstellung finanzieller Mittel zur qualitativen Ausgestaltung des Unterrichtes
Schaffung aller Voraussetzungen die längeres gemeinsames Lernen fordern zu verwirklichen um unseren Kindern den Weg für gute Bildung zu ermöglichen?

Der Kreiselternrat Rügen erhofft sicht durch ein Bekenntnis aller politischen Kräfte zu diesen Fragenkomplex.

Wir freuen uns dann auf eine neue und tiefengründige Zusammenarbeit mit der neuen Landesregierung.

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Antwort von
DIE LINKE

Sehr geehrter Herr Wionsek,

als Mitglied des Kreiselternrates sorgen Sie sich besonders um die Schulbildung der heranwachsenden Generation. Dafür gebührt Ihnen Anerkennung.

Für die Landes- und Parteipolitik sind Zukunftschancen durch Bildung vom Kleinkindalter an bis zum lebenslangen Lernen heute entscheidende Themen. Deshalb haben wir dafür gesorgt, dass Vorschulbildung in den Kindergärten wieder verbindlich statt findet und finanziert wird. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres lernen die Kinder an den Schulen wieder länger gemeinsam. Zunächst bis Klasse 6 und von uns angestrebt, künftig bis zum Ende der 8. Klasse. Das ist ein Schritt, um Bildungschancen der Kinder unabhängig vom beruflichen Status der Eltern zu eröffnen. Damit verbunden sind qualitative Veränderungen an den Schulen, die mehr Selbständigkeit und damit auch Verantwortung erhalten. Verschiedene Schulen, auch auf Rügen, nutzen die Chancen der Ganztagsschulen. Das ist ganz im Sinne von Eltern und Kindern, die Schulen nicht nur als Lernorte erleben, sondern als Angebotsorte für eine aktive Sport- und Freizeitgestaltung. Neue Formen des Unterrichtes mit besonderer Förderung von Schülern mit Lernschwächen, aber auch besonders begabten Kindern werden ebenso angeboten, wie z.B. eine engere Kooperation mit Firmen und Einrichtungen im Umfeld der Schule.

Mir geht es darum, dass Schüler nicht nur Wissen, sondern auch soziale Kompetenzen erwerben, also praktisch erlernen können, was es heißt für sich selbst und Mitschüler Verantwortung zu übernehmen. Sie werden sicher auf der Insel die Gründung von Schülerfirmen verfolgt haben, vom positiven Wirken der Schulsozialarbeiter erfahren haben oder von engagierten Schülerprojekten in Vorbereitung des Jugendevents Prora 06 gehört haben.

Wir haben damit begonnen, die Stundentafeln in der Unterstufe in Kernfächern schrittweise wieder aufzustocken und früher mit dem Erlernen einer Fremdsprache zu beginnen. Wir werden uns dafür einsetzen, dass dies fortgesetzt und eben nicht bei der Bildung, nicht bei Kindern und Jugendlichen gespart wird.

Schüler in M-V legen prozentual wesentlich seltener das Abitur ab als in anderen Ländern. Das darf nicht so bleieben. Auch führen die geringe Bevölkerungsdichte im Land oftmals zu längeren Fahrzeiten und zunehmend auch zu höheren Fahrkosten, für die es längst nicht mehr in allen Kreisen - so wie auf Rügen - Zuschüsse gibt. Hier haben Eltern eine wichtige Lobbyfunktion gegenüber der Politik.

Meiner Unterstützung können Sie sich in diesen Fragen sicher sein.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Marianne Linke