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Frage von Ozan C. •

Werden Sie einen Antrag zur Einführung des integrierten Master of Laws I'm Landtag einreichen?

Sehr geehrte Frau Stellbrink,

ich bin Gründer von "JURIST IN TIME", der Initiative für juristische Reformen und Initiator der Petition für die Einführung des integrierten Bachelor of Laws mit 278 Unterschriften. (openpetition.de/!llb)

In der Petition fordern wir auch die Einführung des integrierten Masters of Laws.

Die Universität Lüneburg bietet bereits einen solchen Master an und die Universität Bayreuth bereitet ihn bereits vor. (www.jurahoch3.de) In Bayreuth umfasst der Master die Scheine und den Schwerpunkt aus dem klassischen Jurastudium. Mittlerweile ist seit der Einführung des LL.B.'s etwa ein Jahr vergangen. Da auch andere Bundesländer diesen Master vorbereiten, darf Sachsen den Wettbewerb nicht verlieren. Die Absolvent*innen könnten auch in Schulen als Quereinsteiger*innen eingesetzt werden, wo derzeit einige Lehrer*innenstellen leer bleiben. Danke!

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Antwort von SPD

Sehr geehrter Herr C.,

derzeit ist keine parlamentarische Initiative zur verpflichtenden Einführung eines integrierten Master of Law (LL.M.) geplant. Mit der verbindlichen Einführung des integrierten Bachelor of Law (LL.B.) und der erfolgreichen Implementierung an der Universität Leipzig wurde in Sachsen Planungssicherheit geschaffen. Jura-Studierende, die ihr erstes juristisches Staatsexamen nicht bestehen, erhalten so die Chance, einen berufsqualifizierenden akademischen Abschluss mit rechtswissenschaftlichen Schwerpunkt zu erwerben. Damit schaffen wir die Grundlage, Fachkräfte mit rechtswissenschaftlichen Kenntnissen für den Arbeitsmarkt zu gewinnen.

Den sächsischen Hochschulen steht es darüber hinaus frei, eigene Masterangebote zu unterbreiten. Dies können konsekutive oder weiterbildende Masterstudiengänge im Bereich der Rechtswissenschaften sein. Je nach Schwerpunktsetzung kann dann auch ein LL.M. verliehen werden. Von dieser Möglichkeit machen nach meiner Kenntnis derzeit u.a. die TU BA Freiberg, TU Dresden und DIU Dresden aktiv Gebrauch.

Als CDU-SPD-Koalition haben wir uns in dieser Legislatur zum Ziel gesetzt, den Reformprozess der Juristenausbildung auf Bundesebene wieder vorantreiben zu wollen. Dazu gehört eine gute Koordination im Kreis der Bundesländer, um neue Impulse aufzugreifen und gemeinsam einzuführen. Daher haben wir auch die Entwicklungen im Bereich des integrierten LL.B. und LL.M. im Blick und werden bei Bedarf entsprechend nachjustieren.

Mit freundlichen Grüßen

Laura Stellbrink

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