Johannes Singhammer
CSU
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Frage von Envare Frtronegu an Johannes Singhammer bezüglich Senioren

# Senioren 20. Juli. 2009 - 11:45

Sehr geehrter Herr Singhammer,

als Rentner verzichte ich gerne auf meinen Urlaub, wobei ich als Rentner noch keinen Urlaub machen konnte (!), wenn Sie, und damit gingen Sie mit gutem Beispiel für Ihre Kolleginnen und Kollegen im Bundenstag, in den Landesparlamenten etc. voran, folgende Punkte auch erfüllen::

1. Sie verzichten auf einen Teil Ihrer ja nicht unerheblichen Abgeordentenbezüge
2. Sie kommen in der Zeit Ihrer Abgeordnetentätigkeit für Ihre zukünftigen Rentenbezüge selbst auf
3. Sie spenden einen Teil Ihrer Nebeneinkünfte*

Also gehen Sie mit gutem Beispiel voran, sollten Sie sich derzeit im Urlaub befinden, wovon ich ausgehe, gute Erholung und sammeln Sie Kraft für weitere so sinnvolle Vorschläge.

Mit freundlichem Gruß
Rainer Segebarth

* Sie sind sicherlich mit mir einer Meinung, dass der Steuerzahler letztendlich Ihr Arbeitgeber ist. Wie würden Sie es als Arbeitgeber finden, wenn einer Ihrer Mitarbeiter neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit, für die Sie ihn ja für eine zu erwartende 100%-ige Leistung entsprechend bezahlen, eine oder mehrere bezahlte Nebentätigkeiten ausüben würde.
Sie so wie ich könnten bzw,. müßten doch davon ausgehen, dass dieser Arbeitnehmer nicht zu 100% mit voller Kraft für seine Aufgaben zur Verfügung steht. Im normalen Arbeitsalltag würden solchen Mitarbeitern die bezahlten Nebentätigleiten verboten bzw.
würde er entlassen.
Stimmen Sie mir zu?

Von: Envare Frtronegu

Antwort von Johannes Singhammer (CSU) 21. Juli. 2009 - 13:37
Dauer bis zur Antwort: 1 Tag 1 Stunde

Sehr geehrter Herr Segebarth,

für Ihr kritisches E-Mail-Schreiben danke ich Ihnen.

Das von Ihnen angesprochene Zitat wurde in der Bild-Zeitung und dann folgend in anderen Zeitungen verkürzt und damit leider sinnentstellend wiedergegeben.

Ich darf Ihnen meine Position erläutern:

Jung und Alt müssen Hand in Hand gehen, denn nur gemeinsam sind die Generationen stark. Nicht gegeneinander, sondern füreinander da sein und sich gegenseitig innerhalb der eigenen Familie helfen, das ist mein Wunschgedanke an die Generationen.

Dies ist bereits heute gelebte Realität in Deutschland: So pflegen vielfach Töchter und Söhne aufopferungsvoll Familienangehörige, aber auch viele Großeltern geben ihren Enkeln ein zusätzliches Taschengeld oder helfen beim Führerschein und Eltern unterstützen Söhne und Töchter gerade in der Phase der Familiengründung. Darauf kommt es an.

Mein Ansinnen war es natürlich nicht, Rentnerinnen und Rentnern den wohlverdienten Urlaub absprechen oder kürzen zu wollen. Mir geht es um folgendes: Jüngere und Ältere stehen innerhalb der eigenen Familie – soweit sie es können - in der Verantwortung, sich zu helfen und zu unterstützen.

Der unvergleichbaren Aufbauleistung nach dem zweiten Weltkrieg haben alle nachfolgenden Generationen Wohlstand und Sicherheit in unserem Vaterland zu verdanken. Die heutigen Senioren haben dies geschaffen. Darauf können sie stolz sein.

Lassen wir uns bitte nicht auf das Spiel der Medien ein, die Jung gegen Alt zu einer Kampfauseinandersetzung zwischen den Generationen anstacheln wollen. Nur gemeinsam sind die Generationen stark.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr
Johannes Singhammer