Kürzung der Psychotherapie-Honorare und geplante Budgetierung – wie stehen Sie dazu?
ich bin Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit hälftigem Versorgungsauftrag in eigener Praxis und beobachte seit Corona eine massive Zunahme an Anfragen. Kliniken sind voll, viele Familien finden keinen Therapieplatz – Wartelisten liegen teils bei über 1,5 Jahren.
Umso unverständlicher sind für mich die geplanten Budgetierungen und faktischen Honorarkürzungen in der ambulanten Psychotherapie. Gleichzeitig steigen Praxiskosten (Miete, Software, Versicherungen, Versorgungswerk) sowie Bürokratie und verpflichtende Zusatzaufgaben (Telefonsprechzeiten, Befunde, Anträge etc.). Dadurch wird die Wirtschaftlichkeit der Praxen zunehmend gefährdet und eine Zwei-Klassen-Versorgung durch mehr Privatbehandlung begünstigt.
Wie positionieren Sie sich zur Budgetierung und zu Honorarkürzungen bei Psychotherapeut*innen – insbesondere in der Kinder- und Jugendlichenversorgung – und was werden Sie konkret tun, um eine Verschlechterung der Versorgung zu verhindern?
Mit freundlichen Grüßen
J. K.

