Gyde Jensen
FDP

Frage an Gyde Jensen von Znel-Naa Uvyyr bezüglich Gesundheit

21. April 2020 - 01:34

Liebe Frau Jensen,

ich habe ein Anliegen an Sie, denn dieses Thema beschäftigt mich sehr .

Es geht um das Thema Mobbing/Psychisch Kranke,sei es in der Schule, auf der Arbeit oder generell im Leben wo man mit öffentlichen Einrichtungen zu tun hat. Ich selber habe Jahrelang Mobbing erfahren müssen und musste die folgen davon Tragen und überstehen. Heutzutage helfe ich Menschen, aus ihren Situationen raus zu kommen und unterstütze sogar Vertrauenslehrern in diversen schulen, die Schwierigkeiten haben mit gewissen Schülern. Ich selber habe mich damals als Schüler sehr fremd Gefühlt da die Lehrer mangelhaft ausgebildet waren um mit psychisch kranken menschen umzugehen. Aber auch Ärzte, Notfallsanitäter, Jugendämter. all diejenigen lernen teils mangelhafte Belehrungen. Man hört immer öfter von Menschen die im Öffentlichen dienst Arbeiten, die mit gewissen Situationen überfordert sind und noch öfters hört man von Menschen mit Psychischen Problemen die sich unverstanden fühlen. Und das obwohl genau diese Arbeitsgruppen Das eigentlich lernen sollten.

Das Thema "psychische Krankheiten" bleibt in vielen öffentlichen Berufen weiterhin ein Fremdwort. Viele schulen agieren zu wenig oder gar nicht darauf. Und sobald man ein Erwachsener ist wird man oft belächelt. Und genau da stellt sich meine Frage WARUM? wir leben in einem freien Land, Wo homosexuelle heiraten und Kinder kriegen dürfen, Menschen mit Behinderungen gefördert werden, sei es im Beruf, Soziale Hilfen,Finanzielle Hilfen, Menschen die aus unergründlichen digen nicht arbeiten können bekommen Hilfen, Alleinerziehende Personen werden gestützt aber sobald man psychische Krankheiten hat setzt man voraus das diese menschen eine Therapie machen und danach wieder auf die beinen Kommen. sobald man eine psychische Krankheit hat wird man ausgegrenzt. Und genau das finde ich ungerecht! Wann wird sich endlich um diese Spalte unserer menschen rechte gekümmert? wann wird sich da mal durchgesetzt.

Wir wollen unsere Abgaswerte verbessern obwohl wir erstmal unsere Gemeinschaft verbessern sollten. Der menschliche Egoismus schreitet immer weiter voraus und in vielen bereichen wird nicht gehandelt. Kinder und Erwachsene sterben sinnlos an psychischen Krankheiten weil sie sich nicht der Gesellschaft angehörig fühlen. Wann wird das Thema von den Tabuthemen gelöst? WIR alle sollten daran arbeiten das Menschen sich integrieren können, alle menschen ! wir sind eine Gemeinschaft, es heißt "wir schaffen das" Aber wer ist mit "wir" gemeint? es gibt einfach viel zu viele menschen die noch ausgegrenzt werden. Ich finde, Lehrkräfte,Erzieher,Notdienste, Ämter sollten besser geschult werden und vor allem dem Individualismus anvertraut werden, gerade auch bei psychischen Krankheiten. Es sollte den menschen mehr bedeutender gemacht werden was durch Mobbing entstehen kann und was Mobbing für gewisse menschen schon bedeutet, denn auch dort gibt es kein Idealismus. Man sollte den menschen die angst vor psychisch kranken genommen werden und denen das besser erklären wie z.B in der schule .Es ist ein schwieriges Thema und ich weiß das aber genau das sollte man ändern. das es eben ein einfaches und unkompliziertes Thema wird.

Ich hoffe auf eine Rückmeldung

Frage von Znel-Naa Uvyyr
Antwort von Gyde Jensen
20. August 2020 - 16:36
Zeit bis zur Antwort: 4 Monate

Sehr geehrte Frau Uvyyr,

herzlichen Dank für Ihr Schreiben. Menschen mit Behinderungen und deren Angehörige stehen stets vor besonderen Herausforderungen. Auch wenn wir als Gesellschaft in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht haben und die Lebensqualität der Menschen verbessert werden konnte, sehen sich diese leider immer noch in vielen Bereichen mit teils großen Benachteiligungen und Einschränkungen konfrontiert. Unser aller Ziel muss es sein, diesen Umstand zu verändern und alle Menschen mit Behinderung in diesem Land dabei zu unterstützen, ein möglichst selbstbestimmtes und autonomes Leben führen zu können.
Inklusion und der Umgang mit einer Behinderung oder einer physischen Erkrankung am Arbeitsplatz, im sozialen Umfeld – insbesondere in der Bildung – erzeugen viele Herausforderungen. Wir Freie Demokraten stehen hier für eine möglichst individuelle Förderung des Einzelnen. Das pädagogische Personal in Schulen oder anderen Bildungseinrichtungen muss daher besser geschult werden, als das heute der Fall ist. Für eine erfolgreiche Inklusion ist das unerlässlich. Die Eingliederung in das reguläre Schul-, Ausbildungs- und Arbeitsumfeld ist unser Ziel, um so breite Akzeptanz zu schaffen und eine Ausgliederung oder Diskriminierung zu verhindern. Insbesondere die stärkere Schulung von Beratungs- und Vertrauenslehrkräften halte ich für zwingend erforderlich.
Das gemeinsame Lernen von Menschen, mit und ohne Behinderung, ist ebenfalls eine wichtige Vorbereitung auf das Arbeitsleben. Auf die Förderschulzeit folgen häufig weitere Maßnahmen zur Qualifizierung. Menschen mit Behinderung zu unterstellen, sie wollten oder könnten nicht arbeiten, ist diskriminierend und schlicht falsch. Sie wollen ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten und sind motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. An Berufsschulen ist Inklusion ebenfalls voranzutreiben. Auf die Bedürfnisse von Menschen mit sonderpädagogischem Förderbedarf „Lernen“ sollte stärker Rücksicht genommen werden, damit eine erfolgreiche und bereichernde Berufstätigkeit gelingen kann.
Ich danke Ihnen für Ihr Engagement in diesem Bereich.

Gyde Jensen