Dr. Johannes Engesser

| Kandidat Baden-Württemberg 2011-2016
Dr. Johannes Engesser
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Jahrgang
1962
Wohnort
Heidelberg
Berufliche Qualifikation
Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren
Ausgeübte Tätigkeit
Arzt in eigener Praxis
Wahlkreis

Wahlkreis 34: Heidelberg

Parlament
Baden-Württemberg 2011-2016

Die politischen Ziele von Dr. Johannes Engesser

EINE POLITIK, DIE SICH SELBST SO WEIT ZURÜCKNIMMT, DASS SIE ALLENFALLS DEN RAHMEN SCHAFFT FÜR EIN GUTES MENSCHLICHES MITEINANDER IN MÖGLICHST FREIER SELBSTVERANTWORTUNG, IN DER ECHTE BEGEGNUNG MÖGLICH IST UND LIEBE GEDEIHEN KANN - SIE IST MEIN ÜBERGEORDNETES POLITISCHES ZIEL UND HERZENSANGELEGENHEIT.

Der wichtigste HEBEL ZUR VERÄNDERUNG IN DER GEGENWÄRTIGEN POLITISCHEN SITUATION SCHEINT MIR IHRE BEFREIUNG VON WIRTSCHAFTLICHEN VERFLECHTUNGEN. Nur so kann sie sich wieder sachgemäß an Inhalten orientieren, nur so wird sie wieder effektiv handlungsfähig. Gemäß dem Prinzip der ödp, die ja unter anderem als einzige Partei auch auf Firmenspenden verzichtet, werde ich daher als Abgeordneter keine Aufsichtsratsmandate ausüben, damit ich in meinen politischen Entscheidungen immer frei von finanziellen Interessen bleibe. Das fordere ich auch von meinen politischen Kollegen und werde als Abgeordneter eine entsprechende Gesetzesvorlage einbringen.

Die Entkoppelung der parlamentarischen Politik von der Gesellschaft ist ein weiteres wichtiges Problem. Denn auf der Ebene von Politikern werden erfahrungsgemäß bei uns zu häufig Entschlüsse gefasst, die dem Volkswillen allen Umfragen nach klar entgegenstehen. Ich sehe nur zwei realistische Wege, wie unsere Demokratie wirklich in die Hände des Volks zurückgelangen kann. Zum einen muss das Volk, angefangen von jedem Einzelnen, mehr Entschlossenheit zur politischen Teilhabe aufbringen. Beispielsweise wählen wir ja nicht nur alle vier Jahre, wie häufig einschränkend postuliert wird, sondern jeden Tag: Durch unsere Einkäufe; denn unsere Investitionen geben entscheidend die Entwicklungen und Machtverteilungen unserer Gesellschaft vor. Zweitens müssen die Bürger selbst wieder unmittelbaren Einfluss auf einzelne politische Entscheidungen nehmen können. Unsere parlamentarische Politik braucht daher eine Ergänzung durch die Etablierung der DIREKTEN DEMOKRATIE mit niedrigen Hürden für Volksentscheide. Als Abgeordneter werde ich nach besten Kräften helfen, entsprechende Gesetzesgrundlagen zu schaffen und zu verbessern. So kann es gelingen, dass POLITIK WIEDER IM SINNE DES VOLKSWILLENS gemacht wird. Alleingänge der Mächtigen und Kraftproben gegen die Mehrheit der Bürger wie bei Stuttgart 21, in Fragen der Kernkraft und der Gentechnik werden sich unter den neuen Umständen erübrigen.

Eine NACHHALTIGE POLITIK ist Voraussetzung für langfristiges Wohlergehen in unserer Gesellschaft. Ökonomische Sicherheit kann heutzutage auf Dauer nur mit ökologischer Verträglichkeit zusammen gedacht und umgesetzt werden - wie auch umgekehrt. Deshalb ist es höchste Zeit, politisch endlich den Weg zur generellen Durchsetzung einer BIOLOGISCHEN LANDWIRTSCHAFT, einer DEZENTRALEN ENERGIEVERSORGUNG AUS 100% REGENERATIVEN QUELLEN, einer ABFALLWIRTSCHAFT, DIE KURZFRISTIG VOLLSTÄNDIGES ECHTES RECYCLING ERMÖGLICHT, einer UMWELTFREUNDLICHEN VERKEHRSPLANUNG mit Ausbau eines attraktiven öffentlichen Verkehrs zur Entlastung vom übermäßigen Auto-Gebruch zu öffnen. Vorhandene Konzepte zum sinnvollen Ineinandergreifen öffentlichen und individuellen Transports sollen politisch eingesetzt werden, damit der Individualverkehr bald ohne Verbrennung von Erdölprodukten auskommt.

EINE VERABSCHIEDUNG VOM ERDÖL IST JA AUCH WOHL DER WICHTIGSTE BEITRAG ZUR REALEN FRIEDENSPOLITIK und muss energisch betrieben werden.

Direkt in der Gesellschaft selbst will ich FREIE SOZIALE PROJEKTE wie gemeinschaftliche Wohnprojekte und soziale Wohnprojekte und FREIE KULTURINITIATIVEN fördern.

EINE GUTE MÖGLICHKEIT, GESELLSCHAFTLICHE PROZESSE ANZUSTOßEN UND ZU STEUERN, SIND STEUERN: Durch steuerliche Entlastung sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen zulasten sozial problematischen und ökologisch schädlichen Wirtschaftens in Form einer sukzessive angepassten ÖKOSTEUER.

GESUNDHEIT IST IMMER INDIVIDUELL UND HÖCHSTPERSÖNLICH. Deshalb kann sie nur erhalten werden, wenn jeder einzelne Bürger die Möglichkeit erhält, für seine gesundheitlichen Belange selbst Verantwortung zu übernehmen. Ich setze mich für die Befreiung von der Geisel der verordneten Einheitsmedizin ein. Damit wird man dann auch nicht mehr für eine politische Öffnung hin zu ganzheitsmedizinischen Ansätzen kämpfen müssen.

IN EINER DEMOKRATIE NIMMT DIE BILDUNG EINE ZENTRALE STELLUNG EIN. In einer freien Gesellschaft sollte das Angebot unseres öffentlichen Bildungssystem durch private Einrichtungen wie Montessori- und Waldorfschulen ergänzt werden. Wenn solche privaten Bildungsstätten die Arbeit öffentlicher Schulen übernehmen, sollten ihnen dafür die gleichen Gelder aus öffentlicher Hand zugestanden werden, wie sie sonst für eben die öffentlichen Einrichtungen ausgegeben worden wären. Denn diese Gelder werden schließlich aus Steuergeldern rekrutiert, die ja auch von den Familien gezahlt werden, die sich entscheiden, ihre Kinder auf eine private statt eine öffentliche zu schicken.

Ein BEDINGUNGSLOSES GRUNDEINKOMMEN als Alternative zu den meisten bisherigen sozialen Unterstützungen wird unserer Gesellschaft meiner Einschätzung nach einen erheblichen Aufschwung ermöglichen: Ungute existenzielle Abhängigkeitsverhältnisse und Ängste werden zurückgehen. Freiheiten für mehr bürgerschaftliches Engagement, sozialer Frieden und eine größere kulturelle Entfaltung sind zu erwarten.

Womit wir bei der Freiheit an sich wären: INDIVIDUELLE FREIHEIT ist die wichtigste Voraussetzung für menschliche und gesellschaftliche Entwicklung. Aufgabe der Politik ist, sie zu schützen und zu fördern. Unnötige vorsorgliche Überwachungsmaßnahmen und Kontrollen, Aufhebung des Datenschutzes und Vorratsdaten-Speicherung stehen ihr entgegen.

Was wäre schließlich das Leben ohne Schönheit? ÄSTHETISCHE ASPEKTE MÜSSEN KÜNFTIG WIEDER MEHR IN DIE POLITIK EINFLIEßEN. Das gilt vor allem für Baugenehmigungen. Gebäude stehen lange und haben einen großen Einfluss auf das Wohlergehen der Menschen. Bei Entscheidungen über Baugenehmigungen für öffentliche und von öffentlichen Straßen und Plätzen aus sichtbare Gebäude müssen daher grundsätzlich die Bürger ein Mitspracherecht haben.

Über Dr. Johannes Engesser

1962 in Stuttgart geboren, Vater von 2 Kindern (Waldorfschule). Ehemaliger Leistungsschwimmer. Leidenschaftlicher Wanderer, Fahrradfahrer, Surfer. Erforschung von Natur und Elementen. Studium der Medizin in Triest, Heidelberg, Mannheim, Bern und London. Begleitend umfassende ganzheitsmedizinische Ausbildung. Klinische Erfahrung in Innerer Medizin, Chirurgie, Kinderheilkunde, Anästhesie, Pathologie, Psychiatrie. Facharzt für Allgemeinmedizin und Naturheilverfahren. Notfallmedizinische Ausbildung. Anerkannte Ausbildung in Anthroposophischer Medizin u. a. in der Ita-Wegman-Klinik in Dornach. Wissenschaftliche Studien zur Schmerztherapie im Physiologischen Institut der Universität Heidelberg und Studie zur Anthroposophischen Medizin.
Vorträge, Seminare, Ausbildungstätigkeit für Interessierte, Laien, Patienten, Studenten, Heilpraktiker, Therapeuten und Ärzte. Lehrbeauftragter für Anthroposophische Medizin an der Universität Heidelberg. Mitbegründer der Akademie für Heilkunde und Anthroposophie (AHA). Entwicklung, Lehre, und Praxis von JUSAN, einer zeitgemäßen Kommunikationstechnik; Anwendung auch im Rahmen von Teamcoaching und Managementberatungen.

Schon während der Schulzeit politisches Interesse; regelmäßige Teilnahme an politischen Seminaren des Fortbildungswerks für Studenten und Schüler FWS, der Landeszentrale für politische Bildung und weiteren. Im Studium Gründung des Kreisverbands Heidelberg der Ökologisch-Demokratischen Partei ödp. Vorstandstätigkeit im Landesverband. Als Arzt gesundheitspolitisches Engagement als gesundheitspolitischer Sprecher der ödp Baden-Württemberg, jahrelange Leitung des Arbeitskreises Gesundheitspolitik der ödp Deutschland. Programmentwürfe zu einer neuen Gesundheitspolitik, zum bedingungslosen Grundeinkommen usw.. Mitglied der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges / Ärzte in sozialer Verantwortung e.V.. Mentor für bürgerschaftliches Engagement der Stadt Heidelberg. Aktives Mitglied bei der Gesundheits-Solidargemeinschaft Artabana. Vorstandstätigkeit im Verkehrsclub Deutschland VCD. Mitglied im Bund Umwelt- und Naturschutz BUND, Geenpeace, Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV) und im Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) e.V.. Gründungsmitglied der freien Onlinezeitung "Die Stadtredaktion". Mitglied auch im Tauschring Heidelberg und in der anthroposophischen Gesellschaft. Mitveranstalter und -moderator des regelmäßig in Heidelberg stattfinden Forums "Tagesaktuelle Themen im freien Gespräch". Mitinitiator und-träger unserer regelmäßigen Kultursalons.

Alle Fragen in der Übersicht
# Gesellschaft 27Feb2011

Sehr geehrter Herr Dr. Engesser,

der bmb (Beirat von Menschen mit Behinderungen ) hat sich Gedanken gemacht, wie die einzelnen Parteien mit...

Von: Zvpunryn Fpunqrpx

Antwort von Dr. Johannes Engesser
ÖDP

(...) In Gebäuden, die auf ehemals öffentlichen Grundstücken von Bauträgern gebaut werden, sollten meiner Meinung nach grundsätzlich auch barrierefreie Wohnungen vorgesehen sein. (...) generell barrierefrei werden. (...)

Sehr geehrter Herr Dr. Engesser,

wie stehen Sie zum Ausstieg aus dem Ausstieg der Kernenergie?

Von: Znegva Jrvaznaa

Antwort von Dr. Johannes Engesser
ÖDP

(...) die Kernenergie halte ich für eine große Gefahr für Menschen und Natur, weit über den Standort von Atomkraftwerken hinaus. Der Experte für Atomenergie der ödp, Prof. Buchner, hat in zahlreichen Veröffentlichungen erhebliche Sicherheitsrisiken in verschiedenen, auch deutschen, Reaktoren, nachgewiesen. (...)

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