auch wenn es vielleicht etwas sentimental klingt: Wolfgang Kubicki und abgeordnetenwatch.de haben so etwas wie eine gemeinsame Geschichte – wenn auch nur eine ganz kleine.
Trotzdem, oder gerade darum, mag Wolfgang Kubicki abgeordnetenwatch.de nicht sonderlich. Zumindest hat der FDP-Vize jedes Mal ziemlich gereizt reagiert, wenn er auf unsere Arbeit angesprochen wurde.
Als ich Herrn Kubicki etwa 2012 in der Sendung Maybrit Illner mit seiner Nebentätigkeit als Rechtsanwalt konfrontierte, reagierte der FDP-Politiker auf seine Weise. Ich müsse doch bitte einmal erklären: "Wer steckt dahinter, wer bezahlt die?" Ich erklärte Herrn Kubicki und dem Fernsehpublikum, dass wir uns über Förder:innen finanzieren – damals, im Jahr 2012, waren es 1.300 Menschen.
In einem taz-Interview sagte Kubicki dazu dann wenig später: „Es regt mich auf, wenn kleine Gruppierungen mit einem großen Namen glauben, sie bildeten jetzt den Willen der Gesellschaft ab. Mit dem jungen Mann da bin ich sehr böse geworden.“ Für den FDP-Politiker war unsere Arbeit für transparente Nebeneinkünfte offensichtlich ein Nischenthema und nicht von gesellschaftlichem Interesse.
Kubicki`s zweiter Angriff
2018 versuchte Kubicki dann erneut, die Unabhängigkeit von abgeordnetenwatch.de infrage zu stellen. Im Handelsblatt sagte er in Bezug auf abgeordnetenwatch.de (sowie zwei andere gemeinnützige Organisationen) damals: „Es muss auch im Interesse dieser Organisationen sein, keinen Zweifel an ihrer Unabhängigkeit zu lassen.“
Zweifel an unserer Unabhängigkeit? Das war schon frech – ausgerechnet ein namhafter Vertreter einer Partei, die schon damals große Nähe zu Konzernen und Lobbyverbänden pflegte (Stichwort „Mövenpick-Steuer“), stellte die Unabhängigkeit einer gemeinnützigen und von Bürger:innen getragenen Transparenzorganisation infrage. Das sprach eigentlich für sich.
Stimmung gegen abgeordnetenwatch.de
Dieser Tage steht Wolfgang Kubicki nun erneut in der öffentlichen Kritik. Diesmal nicht wegen seiner Nebeneinkünfte als Anwalt, sondern wegen einer Luxus-Kreuzfahrt. Für seinen dortigen Auftritt als Talkshow-Gast soll Kubicki die Reise teilweise bezahlt bekommen haben.
Kubicki ist übrigens nicht der einzige Politiker, der abgeordnetenwatch.de über die Jahre angegriffen hat. Auch dem ehemaligen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück oder Ex-Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) war unsere Arbeit ein Dorn im Auge. Konfrontiert mit unseren Offenlegungen zu ihren horrenden Nebeneinkünften, beschimpften sie abgeordnetenwatch.de glatt als „kommerziellen Haufen“ und „unseriöse Organisation“.
Uns haben diese Angriffe anfangs überrascht – dass prominente Politiker bereit waren, uns mit Diffamierungen zu schaden, daran mussten wir uns erstmal gewöhnen.
Doch wir haben schnell erfahren, dass stets solche Politiker schimpften und ätzten, die sich nach unseren Recherchen mit besonders viel Rechtfertigungsdruck konfrontiert sahen. Daran haben wir gemerkt: Wir sind mit unserer Arbeit für Transparenz und gegen Interessenkonflikte auf dem richtigen Weg.
Damals wie heute bekommen wir bei unserer Arbeit immer wieder Gegenwind aus der Politik – mit einer abgeordnetenwatch.de-Förderung können Sie heute einen Beitrag für eine wehrhafte Zivilgesellschaft leisten und abgeordnetenwatch.de stärken. Mit Ihrer Unterstützung decken wir weitere Missstände auf und legen den Finger in die Wunde.
P.S.: Eine Förderung für abgeordnetenwatch.de ist schon mit 5 Euro im Monat möglich – Ihre Beiträge können Sie außerdem von der Steuer absetzen.
auch wenn es vielleicht etwas sentimental klingt: Wolfgang Kubicki und abgeordnetenwatch.de haben so etwas wie eine gemeinsame Geschichte – wenn auch nur eine ganz kleine.
Trotzdem, oder gerade darum, mag Wolfgang Kubicki abgeordnetenwatch.de nicht sonderlich. Zumindest hat der FDP-Vize jedes Mal ziemlich gereizt reagiert, wenn er auf unsere Arbeit angesprochen wurde.
Als ich Herrn Kubicki etwa 2012 in der Sendung Maybrit Illner mit seiner Nebentätigkeit als Rechtsanwalt konfrontierte, reagierte der FDP-Politiker auf seine Weise. Ich müsse doch bitte einmal erklären: "Wer steckt dahinter, wer bezahlt die?" Ich erklärte Herrn Kubicki und dem Fernsehpublikum, dass wir uns über Förder:innen finanzieren – damals, im Jahr 2012, waren es 1.300 Menschen.
In einem taz-Interview sagte Kubicki dazu dann wenig später: „Es regt mich auf, wenn kleine Gruppierungen mit einem großen Namen glauben, sie bildeten jetzt den Willen der Gesellschaft ab. Mit dem jungen Mann da bin ich sehr böse geworden.“ Für den FDP-Politiker war unsere Arbeit für transparente Nebeneinkünfte offensichtlich ein Nischenthema und nicht von gesellschaftlichem Interesse.
Kubicki`s zweiter Angriff
2018 versuchte Kubicki dann erneut, die Unabhängigkeit von abgeordnetenwatch.de infrage zu stellen. Im Handelsblatt sagte er in Bezug auf abgeordnetenwatch.de (sowie zwei andere gemeinnützige Organisationen) damals: „Es muss auch im Interesse dieser Organisationen sein, keinen Zweifel an ihrer Unabhängigkeit zu lassen.“
Zweifel an unserer Unabhängigkeit? Das war schon frech - ausgerechnet ein namhafter Vertreter einer Partei, die schon damals große Nähe zu Konzernen und Lobbyverbänden pflegte (Stichwort „Mövenpick-Steuer“), stellte die Unabhängigkeit einer gemeinnützigen und von Bürger:innen getragenen Transparenzorganisation infrage. Das sprach eigentlich für sich.
Damals wie heute kann abgeordnetenwatch.de unabhängig arbeiten, weil Menschen wie Sie (derzeit knapp 12.700 Förder:innen) mit ihren regelmäßigen Spenden unsere Arbeit ermöglichen – im Schnitt übrigens mit rund 8 Euro im Monat.
Stimmung gegen abgeordnetenwatch.de
Dieser Tage steht Wolfgang Kubicki nun erneut in der öffentlichen Kritik. Diesmal nicht wegen seiner Nebeneinkünfte als Anwalt, sondern wegen einer Luxus-Kreuzfahrt. Für seinen dortigen Auftritt als Talkshow-Gast, soll Kubicki die Reise teilweise bezahlt bekommen haben.
Kubicki ist übrigens nicht der einzige Politiker, der abgeordnetenwatch.de über die Jahre scharf angegriffen hat. Auch dem ehemaligen SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück oder Ex-Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) war unsere Arbeit ein Dorn im Auge. Konfrontiert mit unseren Offenlegungen zu ihren horrenden Nebeneinkünften, beschimpften sie abgeordnetenwatch.de glatt als „kommerziellen Haufen“ und „unseriöse Organisation“.
Uns haben diese Angriffe anfangs überrascht – dass prominente Politiker bereit waren, uns mit Diffamierungen zu schaden, daran mussten wir uns erstmal gewöhnen.
Doch wir haben schnell erfahren, dass stets solche Politiker schimpften und ätzten, die sich nach unseren Recherchen mit besonders viel Rechtfertigungsdruck konfrontiert sahen. Daran haben wir gemerkt: Wir sind mit unserer Arbeit für Transparenz und gegen Interessenkonflikte auf dem richtigen Weg.
Damals wie heute bekommen wir bei unserer Arbeit immer wieder Gegenwind aus der Politik – mit Ihrer abgeordnetenwatch.de-Förderung leisten Sie einen Beitrag für eine wehrhafte Zivilgesellschaft und stärken abgeordnetenwatch.de. Vielen Dank, dass Sie an unserer Seite stehen!
Wenn es Ihnen möglich ist, können Sie unsere Arbeit zum Jahresende hin mit einer zusätzlichen Einmalspende unterstützen. Wir wären Ihnen sehr dankbar, denn jeder einzelne Beitrag hilft uns sehr.
P.S.: Bei Interesse können Sie sich hier nochmal meinen Auftritt bei Maybrit Illner anschauen, der Wolfgang Kubicki so auf die Palme brachte.