Einführung von Studiengebühren

31 Mai 2006
Mit der Mehrheit der CDU-Fraktion hat die Bürgerschaft die Einführung von Studiengebühren beschlossen. Die Opposition aus SPD und GAL stimmten geschlossen gegen den Gesetzesentwurf.

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Dafür gestimmt
61
Dagegen gestimmt
57
Enthalten
0
Nicht beteiligt
3
Abstimmungsverhalten von insgesamt 121 Abgeordneten.

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NameFraktionWahlkreisStimmverhalten

Kommentare

Die Proteste der Studenten richten sich vor allem an Bildungssenator Dräger. Herrn Dräger ist das wahrscheinlich etwas lästig, aber sonst egal. Er wird ja nicht gewählt. Gewählt wurde der Bürgermeister Carl-Friedrich Arp Freiherr von Beust, PR-Name: ",Ole",.
Das Argument, die Proteste richteten sich gegen die Geisteshaltung des Senators, die mit Parteipolitik erst einmal nichts zu tun habe, kann ich nachvollziehen. Doch eine wichtige und wirkungsvolle Sanktionsmaßnahme ist es, den Bürgermeister zur Rechenschaft zu ziehen. Er setzt schließlich die Senatoren ein! Und er will bestimmt wiedergewählt werden.

Sind Studiengebühren gerechtfertigt? Sind sie sozial ausgewogen. Herr Graf Lambsdorff von der FDP sagt dazu:
", Warum soll jemand der nicht studieren darf, weil er keine Voraussetzung dafür mitbringt, durch seine Steuern jemanden bezahlen, der studiert und nach seinem Studium sehr viel mehr verdient, als der, der ihn finanziert hat? Wir als Gemeinschaft können dem Studierenden doch einen zinsgünstigen Kredit einräumen, einen Kredit, der erst dann zurückgezahlt werden muss, wenn er finanziell dazu in der Lage ist. Warum wird z.B. ein Geselle, der seine Meisterprüfung macht, nicht unterstützt? Das ist nicht gerecht!",
Es scheint auf den ersten Blick zutreffend zu sein. Leider hat er dabei außer Acht gelassen, dass ein Hochschul- der Uniabsolvent in seinem späteren Berufsleben erheblich mehr an Steuern bezahlt, als jemand, der nicht studiert, keinen oder einen nur schlecht bezahlten Job bekommt oder sogar von staatlicher Unterstützung lebt. Ein kostenfreies Studium ist eine Investition des Staates in seine eigene Zukunft.
Wir leben in einer Zeit, wo die Wirtschaft über Fachkräftemangel klagt und den schwarzen Peter der Politik zuschiebt. Wenn dann noch potenzielle Studenten durch Gebühren von der weiteren Bildung abgeschnitten werden, wird dieses Problem zusätzlich verstärkt.

Wenn die kassierten Studiengebühren wenigstens dazu verwendet werden würden, die Ausstattung der Hochschulen und Universitäten mit Personal und Material zu verbessern, konnte man sie optimistisch betrachtet noch als sinnvoll betrachten. Tatsächlich aber dienen die Gebühren dazu, Haushaltslöcher zu stopfen.
Traurig aber wahr!

Am 27. September 2009 ist wieder Bundestagswahl! Herrlich, ich freue mich darauf riesig mit meiner Stimme die Herrn Politiker und Volksparteien abzuwatschen! Nein, alle die großen Volksparteien verdienen meine Stimme nicht! Protest bei der Wahl ist angesagt. Gerade die roten, gelben und grünen Lager laufen im Wahlkampf gegen die Studiengebühren Sturm. Doch sag mal verehrtes Publikum, bist Du wirklich so dumm?! Gerade die Gegner sind die Täter! Der BGH hats beschlossen, daß es Ländersache ist und die Einführung von Studiengebühren bundesweit nicht verboten ist. Das Urteil war 2005, doch die Debatte um Studiengebühren begann schon früher. Und zwar noch zur Zeit der rot/grünen Regierung unter Gerhard Schröder und den roten Regierungen in den einzelnen Bundesländern! Damals mußte ich bereits die Verhandlungen und Debatten über die Höhe und die Einführung von Studiengebühren/Studienkonten mitverfolgen. Leider! Und getätigt wurden die Beschlüsse und die ersten Schritte unter einer roten Landesregierung, die ich nicht gewählt hatte. Die Schwarzen, Stoiber und Co. haben dann im roten Gehorsam mitgemacht und die Studiengebühren durchgedrückt, sowie das G8 in Bayern eingeführt und befürwortet! Wenn ich heute über einen Campus gehe, dann bekomme ich das große Kotzen! Wo ist sie geblieben, die so hoch gepriesene Verbesserung der Lehre Dank Studiengebühren??? Baustellen an und für Gebäude und unnötige Anschaffungen (wie etwa ein hochglanz Design-Edelstahlgeländer an einem Weg wo niemand vom Gelände her abstürzen kann) ohne die es auch schon früher ging, neueste PCs samt Software in den Büros der Angestellten. Das sind Eure Studiengebühren und dort fließen sie hin! Wer ",notleidende", Banken mit Staatsgarantien und Staatsbürgschaften retten kann, anstatt die Verantwortlichen für das Finanzdesaster zur Verantwortung zu ziehen, denen das letzte Gwand und alles bis auf eine Bettstatt abzunehmen um für den monitären Schaden aufzukommen, der kann auch die Garantie für eine freie Bildung ohne Studiengebühren abgeben. Wir fordern Staatshilfen und Staatsbürgschafen für Studierende!!! Liebe Studierende, es ist höchste Zeit für Widerstand! Wehrt euch! Streiks, Demonstrationen und Studiengebührenboykotte gehören massiv ausgeweitet! Das Volk sind die Mächtigen im Land, wenn alle geschlossen zusammenstehen! Mein Respekt den Franzosen, die eine Fabrik in die Luft jagen wenn sie nicht vom versagenden Management ihre geforderten Abfindungen bekommen! Zum Schluß möchte ich mich den Worten des Liedermachers Hans Söllner anschließen: Hey, Staat!

Das sind ziemlich platte Parolen, die den Auswirkungen der Studiengebühren auf die Gesellschaft völlig ausblenden (bzgl.: Eintrag von Ben).

Bildung ist ein Grundrecht und MUSS daher zuerst durch den Staat finanziert werden. Lasst mich noch sagen, dass die Selektion nach dem Einkommen bzw. dem Vermögen in Bezug auf Bildung höchst problematisch ist und schon im deutschen Schulsystem ansetzt, bevor ich mich im Stillen über die Kurzsichtigkeit des Kommilitonen Ben ärgere.

... und ich hab auch keine Lust mit 30,000€ Schulden in die Arbeitslosigkeit zu starten... ,-)

^^wieder einer, der nicht verstanden hat, dass eine rückzahlung nur dann erfolgen muss, wenn man genügendes einkommen zur verfügung hat, so wie beim bafög auch!
nur da ja jeder davon träumt, direkt nachm studium nen dicken benz zu fahren und ne 200qm loft zu haben, ist natürlich kein geld über...

In Hamburg wird eh schon jeder Student, der mehr als 15 Semester an einer Hochschule eingeschrieben war, zur Kasse gebeten.

^^richtig so, was isn das auch für ne einstellung, 15 semester zu studieren?? wenn man ehrlich zu sich selbst ist, weiss man nach zwei, spätestens nach vier semestern, dass ein studiengang nicht das richtige für einen ist!
und wer das bei zwei studiengängen feststellt, sollte sich doch lieber fragen, ob er überhaupt einen plan vom leben hat...
und wer zwei studiengänge nacheinander zuende studiert?! kann jeder gerne machen, doch nicht mir dem recht, das durch den staat finanziert zu bekommen! ",erstausbildung",

Oder gäben sich die Profs etwa mit einem geringeren Einkommen zu Frieden, nur weil sie statt 400 Erstsemestern BWL-Studenten nur noch 250 im Audimax sitzen hätten?

erklär mir mal, warum bei einigen studiengängen im zweiten oder dritten semester nur noch 30-50% der anfänger sitzen?!
^^das ist der weg zur verbesserung, aussortieren, den leuten die illusion nehmen, dass studium easy is und mit links geht und eben nur die durchkommen lassen, die ein wirkliches interesse am studium haben... und wenn man von anfang an weniger studenten hat, ist die aufmerksamkeit sicher besser...
hinzu kommt, dass für jene 400 studenten auch übungen angeboten werden müssen...
mit 30 oder mit 50 studenten in einer übung, was würde dir besser gefallen?!

Lol, soll ich nun weinen oder lachen ?

Jaana unsere grosse Revoluzerin. lol

In diesem Land denken die Menschen (Buerger) echt, sie koennnten durch Wahlen was verändern.
Im Grunde sind Wahlen doch nix als ",Behördlich anerkannte Meinungsumfragen.",
Zu melden hat der Buerger eh nix, solange er kein Geld hat.
Man denke da nur an den dekadenten Hamburger Buergermeister, vor der Wahl rumtoenen, er werde den Volksentscheid ernst nehmen, und dann nach der Wahl,
wird das LBK verkauft, lol.

Tolle Demokratie, in der eine Minderheit ueber eine Mehrheit herrscht.
Doch das beste ist, da holt dieser Buergermeister von der Christlich-Dekadenten Union, den Schill ins Amt, und danach waehlen die den auch noch mit Mehrheit wieder, lol...

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Herkunft (welcher Klasse bin ich noch mal entsprungen?) darueber entscheidet, wo du spaeter einmal landest.
(Hab ich Jahre lang selbst erlebt, und das wird alles mal in meinem Buch erscheinen.)

Richtig, meine Eltern waren Arbeiter, ich war es auch mal, bis zu meiner Arbeitslosigkeit an der ich keine Schuld habe.
Knapp 11% aller Arbeiterkinder haben später die Chance einmal studieren zu dürfen.
In meiner Verwandschaft schaffen es begabte Kinder nicht aufs Gynasium, weil sie den Arbeiterduft an sich tragen, oder sollte ich sagen, sie keine Kleinbuerger sind, deren Papa Arzt, oder die Mama irgendeine selbe Position hat...
Und so bleibt fuer die nur die Realschule.

Tja, und so finde ich, das diese Menschen die das Privileg haben eine bessere Ausbildung geniessen zu duerfen, ruhig auch zahlen duerfen !
Schliesslich bekomme ich ja keine 100 TSD Euro oder mehr Netto im Jahr...

Ausserdem, wieso sollte ich mit meinen Steuerngeldern den Studenten ihr schoenes Leben finanzieren ?

Später entscheiden diese Menschen über meine Zukunft...egal ob im Arbeitsamt, in der Politik oder sonst wo !
Ich sag nur Ackermann, Esser und wie diese ganzen Bonzen heissen, die sich vor Gier nur noch die Taschen vollstopfen...
Fragt doch mal aus welchen Verhältnissen die kommen.

Ich muss mit 345 Euro leben, weil so ein Typ mit Prokura, studierter BWLer uns in die Arbeitslosigkeit schickte, er ist aufgestiegen, hat nun 400 Leute unter sich.
Unter mir ist nur noch die Gosse...
Ich sitze am Rande, mit 345 Euro abgespeist.
Schickaniert, und verspottet als ",Sozialschmarotzer",.
Von den Leuten, die studiert haben, und nun ja die ALPHAs sind, Huxley schoene neue Welt laesst gruessen.

Und zu PISA: Je duemmer die Buerger werden, umso einfacher kann man sie manipulieren.
Das hat auch schon 1933-1945 so geklappt...

Stellt euch taeglich die Klassenfrage !

Und nicht vergessen : MARX LEBT !

Studiengebühren,

ein tolles Thema. Es wird wohl so kommen, dass die Landeszuschüsse an die Unis langsam sinken oder einfach nicht der Inflation angepasst werden. Außerdem sind die Abgaben unsozial, weil sozial Schwächere müssen aufgrund von Krediten mehr bezahlen als finanziell besser gestellte Familien, ist das Gerecht?

Aber mit den abzockern, die sich Bundes- oder Landesregierung nennen wird sich nie was ändern!

Was braucht Deutschland, ich würde sagen, eine Revolution gegen Sozialen Abbau!

Es ist klar, dass ein begrenztes Budget zur Verfügung steht, was man ausgeben kann. Die Frage ist, wie man die Prioriäten setzt. Also stellt sich die Frage: Hat Bildung eine hohe Priorität und dementsprechend finanziert man sie, sodass Studiengebühren hinfällig wären, oder hat Bildung einen niedrigen Stellenwert?

Aber vielleicht ist es beabsichtigt, die Menschen dumm zu halten (besonders diejenigen, die im materiellen Sinne arm sind)?

Ich hoffe, dass jetzt nicht ich gemeint war mit ",ideologisch verblendet",. Das wäre mir nämlich neu. Besonders da ich CDU-Mitglied bin...

Und ja, ich bin gegen Studiengebühren.
Zitat von oben: ",Studiengebühren bringen Geld, verkürzen Studiendauern, sind leistungsorientiert",

Begründung gabs keine, aber das ist man heutzutage ja auch nicht mehr gewähnt. Es gilt nicht, wer die besseren Argumente hat - sondern den besseren Werbeslogan...

SG bringen Geld? Wem? Der Uni? Ja. Nur, wie jeder BWL-Student schon in VWL-III Makroökonomie (Uni HH) lernt, ist der Sinn von Steuererhöhungen (womit wir es hier zu tun haben) extrem zweischneidig. Fließt Geld in die Wirtschaft (und nicht durch Steuererhöhungen an den Staat) und wird reinvestiert, kommt doch in jedem Schritt wieder ein Teil durch Steuern an den Staat (abzüglich Ausland/Sparquote).

Verkürzen das Studium? Nun, ich MUSS jetzt arbeiten, um diese Gebühren aufbringen zu können. Meine Eltern können das nämlich nicht bezahlen, BaföG ist bei mir auch nicht die Welt, und ich hab auch keine Lust mit 30,000€ Schulden in die Arbeitslosigkeit zu starten... ,-)

Und was dieses ",leistungsorientiert", heißen soll... das klingt genauso modern-bescheuert wie ",transparent",, ",Ganzheitlich",, ",mehr Demokratie",,...

Eine ideologische Ablehnung von Studiengebühren ist in unserem Sozial- und Kulturstaat, der die Freiheit von Bildung im Grundgesetz verankert hat, unbedingt notwendig.

Wenn wir der Politik durch Akzeptanz ihrer ökonomisch gearteten Argumente jetzt grünes Licht für Studiengebühren signalisieren, stehen alle Wege offen, Bildung vollständig zum Handelsgut zu erklären.

Wo kommt nur diese Welle von Zustimmung zu der Ökonomisierung aller Gesellschaftsgüter her? Nicht nur Kultur und Wissenschaft, sondern auch die Bildung soll zum Gut erklärt werden?

Ist es nicht erstens verblendet zu denken, dass 500 Euro Gebühren pro Student die Ausstattung und die Lehre in den Universitäten verbessern werden (wo steht geschrieben, dass der Uni die Einnahmen zur Verfügung stehen)? Und ist es nicht zweitens kurzsichtig, junge Menschen für Bildung bezahlen zu lassen und damit zu riskieren, dass sich Teile der Gesellschaft (",bildungsferne", Schichten) ganz von der akademischen Ausbildung abwenden, weil die Hemmschwelle groß ist, sich für ein Studium hoch zu verschulden?

Die Befürchtung einer stärkeren Teilung der Gesellschaft (Klassenbildung) durch die Studiengebühren ist durchaus begründet. Bildung macht die Volkswirtschaft blühend. Bildung für alle.

Bildung ist DEIN Grundrecht

Dann rede bitte mit Frau Schnieber-Jastram, die wird Dir auch sagen, dass dort gekürzt wird, die Kindergärten bleiben ja auch nicht verschont...soviel zu der Förderung.

Sollt man dann nicht erst dort anfangen, wo es den Leuten nicht so weh tut?
Die Chefs vieler Firmen stehen jetzt im Rampenlicht, da sie, obwohl die Firmen nicht gut dastehen, sich Gehaltserhöhungen ",gegönnt", haben... andere Leute wurden in den Firmen gekündigt,,, ist das gerecht?

Ich weiß ja nicht...Studiengebühren gibt es jetzt schon.... sie sind nur nicht ",so", hoch.

Die Förderung wird auch in den Kindergärten nicht erfolgen ,da der soziale Bereich total gekürzt ist und auch noch weiter gekürzt wird!
Also, für mich keinerlei Argumente!!! Tut mir ja Leid, aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren...

Das Argument mit den sozialschwachen Familien ist einfach so, natürlich muss man von Anfang an Kinder fördern, es wird aber der ",Trend", einfach dahin gehen, dass diese Menschen sich es einfach !nicht! mehr leisten können!

Ist es nicht so, dass potentielle Studenten davor zurückschrecken werden ein Hochschulstudium zu beginnen nur aus der Angst sich das Studium finanziell nicht leisten zu können?
Meiner Ansicht nach: Ja.
Was werden diese Abiturienten also tun? Sich einen Ausbildungsplatz suchen - wie ich. Ich habe im kaufmännischen Bereich gelernt und anschließend 13 Monate lang gearbeitet um mir Geld für mein Studium zusammenzusparen. Durch die Einführung von Studiengebühren werde ich dieses Geld nicht für meinen Lebensunterhalt, wie ursprünglich geplant, ausgeben können, sondern ich bin dazu gezwungen mir damit die Möglichkeit an sich, studieren zu können, finanzieren müssen.

Ist es nicht so, dass es heute schon für Haupt- und Realschüler schwierig ist einen Ausbildungsplatz ",zu ergattern",?
Natürlich ist das so. Sogar für Berufe wie Zahnarzthelferinnen, Elektroniker oder Krankenschwestern, werden immer mehr Abiturienten eingestellt.
Wo also bleiben diese Jugendlichen ab, die keinen Ausbildungsplatz mehr bekommen, weil die besser qualifizierten die Ausbildungsplätze bereits ergattert haben?
Auf dem Arbeitsmarkt.... ohne Ausbildung, ohne Perspektive...

Ist es nicht so, dass die Verschuldung junger Leute schon heute ",an den Pranger gestellt wird",?
Wer sein Studium durch die Eltern finanziert bekommt, wird sich darüber mit Sicherheit keine Gedanken machen müssen.
Die Studenten, die es sich erlauben können an 2 Wochenenden im Monat mal eben für knapp 100 € feiern gehen zu können, mit Sicherheit auch nicht.
Da gibt es allerdings auch noch die anderen Studenten, deren Eltern keinen gehobenen Mittelklassewagen fahren, die nicht in ihrem eigenen Haus leben, sondern Miete zahlen, und die vielleicht nicht nur ein Kind, sondern mehrere unterstützen müssen. Diesen Studenten bleibt im Endeffekt zur Finanzierung ihres Studiums bald gar nichts anderes übrig als Kredite aufzunehmen, oder die Studienzeit durch die Aufnahme von Nebenjobs zu verlängern.

Ist es nicht so, dass es in unserem Land andere Leute gibt, die das Geld haben, was dem Staat letztendlich zur Finanzierung unseres Sozialsystems fehlt?
Mich persönlich ärgert es am meisten, dass Studenten, die eh kein Geld in der Tasche haben nun über die ohnehin schon hohen Semestergebühren in Hamburg (235 €) auch noch mindestens 500 € im Semester zusätzlich zahlen sollen, während auf Hamburgs Straßen die dicksten Autos umherfahren. An die Leute, die Geld haben kommt man nicht ran - die haben zu viel Einfluss. Also - geht man an das Portemonnaie derjenigen, die sich nicht wehren können...

Ist es nicht so, dass in Hamburg Langzeitstudenten schon jetzt Studiengebühren entrichten müssen?
Das Argument die Einführung von Studiengebühren würde Studenten zu mehr Disziplin anregen ihr Studium schneller durchzuziehen, gilt also hier nicht. In Hamburg wird eh schon jeder Student, der mehr als 15 Semester an einer Hochschule eingeschrieben war, zur Kasse gebeten.

Was ich eigentlich zum Ausdruck bringen will, ist, dass man sich nicht nur um die Folgen für die Hochschule Gedanken machen sollte, sondern man sollte die Einführung der Studiengebühren aus gesamtwirtschaftlicher Sicht betrachten und sich dabei die Frage stellen, ob ausgerechnet Studenten für die Auffüllung leerer Staatskassen verantwortlich gemacht werden sollten.

Dass ständig von Verbesserung der Studienbedingungen geredet wird, ist meiner Meinung nach nur ein Vorwand. Wie würde so eine Verbesserung eintreten? Doch nur, wenn die gesamten Einnahmen der Studiengebühren zusätzlich zu den öffentlichen Mitteln der Universität zu Gute kommen würden. Es heißt ja aber, dass sich das Studium selbst finanzieren soll - also Abbau der öffentlichen Mittel die derzeit der Universität zur Verfügung gestellt werden. Wie also schafft man mit den unter dem Strich gleichen Mitteln eine Verbesserung der Studienbedingungen? Dadurch, dass (wie in einem Beitrag oben erwähnt) weniger Leute studieren gehen? Wohl kaum - wenn weniger Studenten da sind, läuft das wohl eher auf eine Erhöhung der Studiengebühren pro Kopf hinaus. Oder gäben sich die Profs etwa mit einem geringeren Einkommen zu Frieden, nur weil sie statt 400 Erstsemestern BWL-Studenten nur noch 250 im Audimax sitzen hätten?

Ich stehe der Einführung von Studiengebühren eher skeptisch gegenüber, bin davon überzeugt, dass da gesamtwirtschaftliche Konsequenzen ins Rollen gebracht werden, die man heute noch gar nicht wirklich abschätzen kann.
Wer mag, kann mich gern eines Besseren belehren. Bin offen für alle, die mich davon überzeugen mögen, meine Gedanken seien zu kurzsichtig. Vielleicht erkenne ich dann den Sinn dieser Gebühren und freue mich darauf, sie entrichten zu dürfen.

Ich denke, dass mit den Studiengebühren ist totale Abzocke der Studenten.
Das Argument, dass das Studium dann mehr Spielraum (meine moderner, Computer usw.) für Studenten anbietet, halte ich für Nonsens...ich denke, es wird immer mehr abgebaut zum Nachteil der sozialschwachen Bevölkerung. Die Einsparungen sind ja schon bei den Schulen zu spüren. Die Berufsschulen sollen nicht mehr privatisiert werden(Stifung), würde ja gegen das Volksbegehren stimmen, wir nennen es jetzt einfach mal Landesinstitut. Vom Grundprinzip bleibt aber alles ähnlich, die SV hat gar nichts mehr zu sagen, kann lediglich bei Entscheidungen bei sitzen. Dabei geht es doch um die Schüler, aber egal...die Schulen werden geschlossen und zusammen gelegt, in größeren Klassen lässte es sich ja auch besser lernen, usw.... ich schweife langsam ",etwas", ab, ich denke nur, dass diese Studiengebühren nicht angebracht ist und das Geld letztenendes wieder irgendwo ",rumliegt", und die Studenten einfach nur noch ärmer werden als sie es sowieso schon sind.Die betuchteren Meschen haben damit ja nicht so das Problem, ihren Kindern eine gesicherte Zukunft zu geben, heißt auch das Studium zu finanzieren...
Heißt im Klartext, die Zweiklassengesellschaft rückt immer näher und es wir nichts dagegen getan, sondern es wird im Gegenteil, diese auch noch gefördert.

Ist das ",gute", Politik???
Ich weiß ja nicht, ich denke nur immer an ",Pisa", und denke mir meinen Teil...

Studiengebühren sind allemal vertretbar und das sag ich als Student, der seinen Lebensunterhalt selbst bestreiten muss.

Fakt ist doch, dass 500 € im Semester gerade mal 83,33 € im Monat sind.
Zwei Wochenenden nicht auf Party gehen und das Geld ist wieder drin, oder?!
Nebenbei kann man sich wieder mehr auf das Studium konzentrieren.

Vielleicht sind 500 € im Semester auch noch viel zu wenig... Wenn ich mir die Studenten an der Uni anschaue, dann fallen mir immer wieder diejenigen auf, die nur studieren, um zu studieren... Dreimal gewechselt und immernoch nichts gescheites gemacht. Würde man diese Langzeitstudenten empfindlich stören können (durch die ",Strafzahlung", Studiengebühr), so würden sicherlich einige hundert Studenten von den Unis verschwinden, wieder mehr Platz und Geld für die Verbleibenden.

Die Patentlösung sind Gebühren nicht, denn es muss an der Substanz gearbeitet werden! Eignungstest für Lehramtsstudenten, drakonische Strafen für Partystudenten.

Mittlerweile verstehe ich, warum Studenten immer schief angeschaut werden, denn sie sind ein Kostenfaktor. Ein nicht unerheblicher und umso mehr, wenn sie ihr Studium nach Jahren des Saufens und Feiern dann doch abbrechen.

Jeder Student sollte sich das klar machen und dann zusehen, dass er sein Studium in kürzest möglicher Zeit schafft!

Auf jeden Fall viel Glück allen Studis da draussen!

Im Prinzip glaube ich ,dass Studiengebühren einzuführen eine gute Idee ist. Da die Uni bessere Infrastruktur zur Verfügung haben würde. Die Frage ist wie hoch es sein wird? und wie oft und ob in den kommenden Jahren es sich erhöht wird?.

Hallo Jaana, das Problem ist: die Zweiklassengesellschaft wird kommen, ob mit oder ohne Studiengebühren. Der Billiglohnsektor wird sich so, wie er jetzt in Deutschland ist nicht halten können und wir werden evtl auch noch mehr Arbeitslose bekommen.
Die höher qualifizierten Menschen sind das Potential was Deutschland hat und wo z.B. nicht einfach ein Rumänischer Arbeiter Ersatz schaffen kann.
Wir müssen es also schaffen die Bildung in unserem Land zu unterstützen. Das ist politisch wesentlich leichter gesagt als getan. Denn es ist nicht viel Geld da und es wird in Zukunft auch nicht mehr werden...sondern eher noch weniger.
Da ist die Idee, dass der Student einen kleinen Obulus dazu beiträgt doch gar nicht so verkehrt. Mindestens hat das für diejenigen, die ich kenne, den Effekt, dass diese sich mehr anstrengen und ihr Studium mehr ernst nehmen.
Das Argument, dass alle sozial schwachennciht mehr studieren, lasse ich hier nicht gelten. Wenn, dann sollte man mit der staatlichen Förderung schon bei den ganz jungenMenschen anfangen. Ein Kind, welches in einer solzial schwachen Familie aufwächst, hat so einen imensen Bildungsnachteil schon, wenn es eingeschult wird. Geschweige denn wenn es mit dr Schule fertig ist.

Mein Fazit:
1.Studiengebühren in einem gewissen Rahmen sind vertretbar.
2.Jungen Menschen müssen schon ab dem 2 Lebensjahr gefördert und gefordert werden um mehr sozial schwachen Familien einen Weg zum Studium überhaupt zu ermöglichen!!!

Wenn ich hier lese dass einige Studenten 500€ pro Semester zahlen müssen, lache ich in mich hinein.

Ich habe heute die Studiengebühren von einer Fachhochschule, in der Nähe von Kiel, erhalten.

3522€ pro Semester
Knappe 600€ pro Monat.

Da frage ich mich wieso man überhaupt studieren sollte, wenn man schon über 18.000 € über hat kann man sich auch mal einen Urlaub oder ein Auto gönnen, denn ich bezweifel, dass nur weil man studiert hat, einem die Türen eingerannt werden und man riesige Verdienstmöglichkeiten bekommt.

Ein Arbeitskollege hat Bankwirtschaftlehre? BWL studiert, recht gut abgeschnitten und arbeitet nun für 1200€ Brutto pro Monat.
Zum Vergleich, eine Person, die den gleichen Job macht, aber im Betrieb ausgebildet wurde bekommt 1700 Euro brutto pro Monat.
Vielleicht findet er ja einen Job, bei dem er richtig bezahlt wird und sich somit das Studium gelohnt hat, aber noch ist er bei uns (Seit Oktober 2010)

michi loves marx:

wer marx liebt und lebt, verzapft nicht einen solchen schwachsinn.
studenten werden alle alphas? da kannst sich aber jemand gut mit der realität aus. außerdem gibt es auch tatsächlich solche aufsteiger aus der arbeiterklasse, die sich plötzlich in der hochschule wiederfinden und nicht wissen, wie sie künftig mit einem berg von bafögschulden im nacken auch noch studiengebühren berappen sollen.

aber: einfachheiten und parolen zu grölen legitimiert und macht glücklich, oder? freue mich dann schonmal auf das buch!

es braucht eine echte opposition.

Es gibt keinen Grund, kein nachgelagertes Gebührenmodell einzuführen. Wer das bestreitet, hat die Idee nicht verstanden: In Australien gibt es beispielsweise Studiengebühren, die nachgelagert erst von den Studierenden zurückgezahlt werden müssen, sobald sie nach Ende des Studiums erstmalig eine gewisse Gehaltsgrenze erreichen. Dazu haben sie dann ausreichend Zeit. Man zahlt dort während des Studiums keinen Cent, niemand muss jobben und staatliche Beihilfen gibt es für Sozialschwache auch. Wo aber liegen die Gefahren?

Wir müssen uns von dieser egoistischen Grundhaltung verabschieden, immer nur vom Staat zu konsumieren, ohne zu berücksichtigen wie man damit der Volkswirtschaft schadet.

Ich bin selbst Student und müsste somit nach Einführung selbst Gebühren zahlen. Aber ich denke dabei nicht nur an mich, dass ",die da oben", (der Staat sind nämlich wir alle) uns mal wieder in die Tasche greifen wollen. Studiengebühren bringen Geld, verkürzen Studiendauern, sind leistungsorientiert. Und das ist genau das was unsere Volkswirtschaft noch retten kann. Der Staat aber ist für uns da und hat keinen Selbstzweck. Er sollte sich außer bei Marktversagen heraushalten, denn mit Gütern kann der Markt bekanntlich am besten umgehen.

Eine ideologische Ablehnung von Studiengebühren hilft niemandem. Schon gar nicht den Studierenden.

Es gibt in Hamburg viele schöne Projekte, eines davon ist die HafenCity. Sie soll den Hamburger Süden stärken, und damit letztlich auch den Zuzug von Menschen nach Hamburg.

Wobei sich da schon die Frage nach dem Sinn stellt, denn die deutsche Bevölkerung schrumpft, woher sollen also die ganzen Leute kommen? Vom Preisniveau ist Hamburg auch nicht für Familien geeignet, also bauen wir uns da eine schöne Single-Wohnanlage, so richtig mit Zukunftsperspektive... ich schweife ab.

Um nun die HafenCity anzuschließen, wird die U4 gebaut. Mindestkostenfaktor allein der Stadt Hamburg (ohne Bund, EU): 250 Millionen €. Wie gesagt, Mindestens - nach bisherigen Rechnungen. Man kann also guten Gewissens von 400 Millionen € ausgehen ,-)

Das ist die eine Seite, Dann gibt es noch die andere. 40.000 Studenten werden bald jedes Jahr 1000€ an die Universität abdrücken müssen, was jährlich 40 Millionen € macht - die die Stadt schon vor Jahren aus dem Uni-Budget abgezogen hat. Vielleicht sollte man auch noch hinzufügen: 40 Millionen, die dann nicht mehr in den Konsum, also in die Wirtschaft fließen, 40 Millionen, die nicht mehr helfen Arbeitsplätze zu erhalten. Wo werden wir Studenten sparen? Wie oben bei vorigen Posts schon gesagt, wohl bei Partys, Cafe-Besuchen, Handy, Kino, Friseur,...

Also viele Studentenjobs, die bald weniger gebraucht werden (freigesetzt werden ,-), was die Einkommenssituation nochmal verschärfen wird.

Die einzigen, die davon profitieren, sind die Studenten mit den reichen Eltern. Und die Steuerzahler. Und irgendwelche reichen Singels, die dann in der schönen HafenCity wohnen dürfen, und ihr Studium schon vor langer Zeit und natürlich ohne Gebühren abschließen durften, genau wie unsere Politiker,

Das Problem liegt eigentlich darin, dass die politische Macht in unserer Demokratie bei der Mehrheit liegt. Und das sind die Alten, nicht die Jungen. Die Alten, die möglichst noch ihre Rente geniessen wollen. Und nicht die Jungen, die jeden Gedanken an Rente schon längst beiseite gelegt haben, die bald außer der eigenen Familie (sofern nicht eingespart) noch 5 kinderlose Rentner und 7 ALG2-Empfänger + 10 Asylanten mitversorgen dürfen.

Also ich wandere aus, wenn ich mit meinem Studium fertig bin :-)

Ich profitiere jetzt seit über drei Jahren von dem Prinzip Studiengebühren.
Ich freue mich sehr darüber, denn gegen eine geringe Aufwandsentschädigung von 500 Euro zzgl. Semestergebühren (~240 €) pro Semester bekam ich von meiner Fakultät bisher jedes Semester eine Kopierkarte à 10 Euro geschenkt, eine Fahrkarte für regionale Nahverkehrszüge, sowie zwei Matheskripte (insg. 20 Euro). Die Kopierkarten sind im ersten Monat des Semesters sehr nützlich, aber die Fahrkarte brauch ich kaum, da ich am Wochenende lernen muss, damit ich nicht so unter Leistungsdruck gerate und wie meine stressgeplagten Mitstudenten Burn-Out bekomme. Dann bräuchte ich nämlich noch länger und das wird teuer. Und dann müsste ich wie die anderen offenbar so leistungsunfähigen Studenten aus finanziellen Gründen abbrechen.

Meine Eltern freuen sich auch, denn als freischaffende Biologen haben sie so wenig Geld, dass ich Bafög bekomme. Und darüber, dass ich so wenig Zeit habe, und sie nur selten besuchen kann, freuen sie sich auch. Denn dann müssen sie kein Geld für mein Essen ausgeben und auch nicht für die Spritkosten, die anfallen, wenn sie mich vom Bahnhof abholen. Und weil es für uns so knapp war, habe ich meine Haustiere verkauft, denn das sind teure Luxusgüter.
Meine Eltern haben mir auch beigebracht, wie man sparsam ist. Deshalb weiß ich, dass man als Student mit 500 Euro pro Monat gut leben kann. Das ist nämlich ziemlich viel Geld. Und weil ich, wenn ich nicht lernen muss, manchmal auch arbeite, kann ich sogar einmal alle zwei Monate mit Freunden etwas unternehmen.

Da ich schon groß bin (22 Jahre!), weiß ich auch schon lange, wie man Verantwortung übernimmt. Also zahle ich das Meiste meines (von Vater Staat gnädigerweise erhaltenen) Bafög-Betrages selbstverständlich zurück. Das muss aber warten, sobald ich als Pseudo-Langzeitstudent nach dem 7. Semester meinen Bachelorabschluss habe und bis der Studienabschlusskredit abbezahlt ist. Das werden bei mir aber nur maximal 3000 Euro sein, und da die Tilgung ja schon ein halbes Jahr nach Studienabschluss mit einer angegebenen Mindestrate von 105 Euro beginnt, ist dieser ja ",hast-du-nicht-gesehen", abbezahlt.

Alles doch ein Klacks für mich, die Zukunft von Deutschland, weil ich mit meiner nun komprimierten Hochschulausbildung und meinem teuer erworbenem Halbwissen bestimmt hoffen darf, mindestens einen 700-Euro-Job zu bekommen. Das dauert dann nur eins, zwei, drei, ganz viele Jahre, dann schulde ich Vater Staat keinen Pfennig mehr. Dann bin ich auch richtiger Steuerzahler, und gern werde ich dieses Geld bezahlen, denn Vater Staat weiß auch, wie man das am besten in seine Zukunft investiert. Zum Beispiel in Eurofighter. Weil Flugzeuge haben einfach cool ist.

Wo sind eigentlich die ganzen begeisterten Berichte von Studenten, über die ERHEBLICHEN Verbesserungen der Studienbedingungen an der UNI HAMBURG seit Einführung der Studiengebühren??? Über massenhaft neu eingestellte Proffs, die nun Zeit haben, sich um einzelne Studenten und deren Studienvorhaben zu kümmern, reihenweise Seminare, die man nun angeboten bekommt, und die nicht völlig überfüllt sind.

Wenn man sich klar macht, was 500 Euro für manche Studenten für eine existentiell bedrohende Belastung bedeutet, müssten die Verbesserungen ja nun dermaßen umwerfend sein, dass alle ganz begeistert sind ... ???

Beste Grüße

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