Die Bundestagsabgeordneten im Antwort-Check (2016)

Wie antwortbereit sind Bundestagsabgeordnete, wenn ihnen Bürgerinnen und Bürger öffentlich über abgeordnetenwatch.de eine Frage stellen? Zu Beginn der großen Ferien in einem Bundesland machen wir den Antwort-Check und haben die Antwortquote in Schulnoten umgerechnet.

Welcher Bundestagsabgeordnete hat seit Beginn der Legislaturperiode im Herbst 2013 die meisten seiner Fragen beantwortet - und wem war der öffentliche Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern eher egal? abgeordnetenwatch.de hat dazu die Antwortquoten in Schulnoten umgerechnet.

Die Antwortquote ist der objektivierbare, messbare Teil beim Online-Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Wie kompetent und überzeugend die Politiker dabei sind, darauf muss jede Leserin und jeder Leser eine eigene Antwort finden. Zu den Antworten Ihrer Wahlkreisabgeordneten gelangen Sie hier durch die Eingabe Ihrer Postleitzahl in das Suchfeld.

Wie hat Ihr Wahlkreisabgeordneter abgeschnitten? Das Ergebnis finden sie in der folgenden Übersicht. Die Listen sind alphabetisch nach Bundesländern geordnet, für die die Zeugnisnoten bereits feststehen (weitere Bundesländer werden nachgetragen, sobald dort die Sommerferien begonnen haben).

Bislang aufgeführt sind Bundestagsabgeordnete aus:

  • Bremen und Niedersachsen (27.6.2016)
  • Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen (28.6.2016)
  • Nordrhein-Westfalen (11.7.2016)
  • Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland (18.7.2016)
  • Hamburg, Berlin, Brandenburg (20.7.2016)
  • Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Bayern, Baden-Württemberg (1.8.2016)

Stichtage:

  • Bremen und Niederachsen: alle Bürgerfragen auf abgeordnetenwatch.de seit Beginn der Legislaturperiode im Oktober 2013 bis einschließlich 9. Juni 2016. Bei den Antworten lag der Stichtag am 23. Juni 2016.
  • Bayern und Baden-Würrtemberg: alle Bürgerfragen auf abgeordnetenwatch.de seit Beginn der Legislaturperiode im Oktober 2013 bis einschließlich 17. Juni 2016. Bei den Antworten lag der Stichtag am 1. Juli 2016.
  • übrige Bundesländer: alle Bürgerfragen auf abgeordnetenwatch.de seit Beginn der Legislaturperiode im Oktober 2013 bis einschließlich 13. Juni 2016. Bei den Antworten lag der Stichtag am 27. Juni 2016.

Sogenannte Standardantworten, also Antworten, die sich inhaltlich nicht auf die Fragen beziehen, sondern z.B. auf andere Kommunikationskanäle verweisen, wurden als keine Antwort gewertet.

Zeugnisnoten 2016 Ergebnisliste Baden-Württemberg
Zeugnisnoten 2016 Ergebnisliste Bayern
Zeugnisnoten 2016 Ergebnisliste Brandenburg
Liste Zeugnisnoten Bremen 2016 (klein)
Zeugnisnoten 2016 Ergebnisliste Berlin
Zeugnisnoten 2016 Ergebnisliste Berlin
Zeugnisse 2016 Ergebnisliste Hessen
Zeugnisnoten 2016 Ergebnisliste Mecklenburg-Vorpommern
Tabelle Zeugnisnoten Niedersachsen 2016 (klein)
Tabelle Zeugnisnoten NRW 2016
Zeugnisse 2016 Ergebnisliste Rheinland-Pfalz
Zeugnisse 2016 Ergebnisliste Saarland
Zeugnistabelle Sachsen 2016 (klein)
Zeugnisnoten Sachsen-Anhalt 2016 (klein)
Zeugnisnoten 2016 Ergebnislisten Schleswig-Holstein
Zeugnistballe Thüringen 2016 (klein)

Kommentare

Wertes Redaktionsteam, eure Auswertung ist ein riesen Quatsch! Ihr setzt Standardantworten und Verweise "man möge sich bitte direkt an das Abgeordnetenbüro wenden", mit einer Nichtbeantwortung gleich. Dafür gibt es von mir die Note "mangelhaft" für euch.

Respektiert, dass es Abgeordnete gibt, die persönlich mit ihren Wählern in Kontakt kommen wollen und nicht unpersönlich über dieser Plattform.

Beste Grüße
Tobias Spatzner

Hallo Herr Spatzner,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Als "Standard-Antworten" weisen wir Antworten aus, in denen Abgeordnete mitteilen, dass sie über abgeordnetenwatch.de grundsätzlich nicht antworten werden. Das ist natürlich ihr gutes Recht.

Wir haben abgeordnetenwatch.de aber ein erster Linie aus Bürgersicht gedacht: Wenn ein Bürger oder eine Bürgerin den öffentlichen Weg für die Kontaktaufnahme sucht, dann dürfte ihm oder ihr an einer öffentlichen Antwort gelegen sein. In einer Demokratie, in der alle Gewalt vom Volke ausgeht und gewählte Abgeordnete die Repräsentanten des Volkes sind, sollte es jeder Bürgerin und jedem Bürger freistehen, den Weg der Kontaktaufnahme mit den Abgeordneten frei zu wählen. Um es mit Ihren Worten zu sagen: In einer Demokratie sollten es Abgeordnete respektieren, dass der Souverän die Art der Kommunikation wählt.

Mit einer Standard-Antwort geben Abgeordnete zu verstehen, dass ihnen an der von den Fragestellern gewünschten öffentlichen Kommunikation nicht gelegen ist. Fragestellerinnen und Fragesteller erhalten also keine Antwort auf ihre Frage, bis sie den Abgeordneten nicht-öffentlich kontaktieren. Von daher wird mit einer Standard-Antwort nicht auf die Frage oder das Anliegen eingegangen. Dies ist der Grund, warum eine Standard-Antwort für uns gleichbedeutend mit "keiner Antwort" ist. (Etwas anderes ist es übrigens, wenn es bei einer Bürgerfrage um persönliche Angelegenheiten geht und der befragte Abgeordnete um eine direkte Kontaktaufnahme bittet...)

Beste Grüße
Martin Reyher
(abgeordnetenwatch.de)

Wollen Sie sich jetzt beschweren? Wie wäre es statt dessen mit spendieren? Ich finde deren Arbeit frei von " Diäten" schon mal hervorragend. Und Ihre Kritik im Ton zu heftig.

Die Bewertung von Abgeordnetenwatch ist in Ordnung- Der Abgeordnete Jens Spahn CDU bspw. beantwortet hier keine Fragen. Jedoch über seinen Bundestags- Kontaktadresse ist bei mir bisher auch keine Antwort eingetroffen.
Mit diese Haltung wird man schon einmal Staatssekretär im Finanzministerium.
In Talkshows ist er jedoch Dauergast. Soviel zur Bürgernähe die in Wahlkampfprospekten immer gepriesen wird

Frau Freitag liegt ganz vorne unfaßbar ,

die Frau Freitag die auf Fragen zur Edathy Affäre , mit der Entfernung aus der Facebook Freundesliste reagierte . In Ihre Freundesliste wurde man durch Sie im Wahlkampf eingeladen , wenn man einen positiven Kommentar zu Ihrer Person abgegeben hatte .

Es stellt sich auch die Frage, wie oft die Bearbeitung von Mails durch irgendwelche Praktikanten, Assisstenten und nicht von der/dem Abgeordnete(n) selbst bearbeitet und beantwortet werden.

Deshalb darf man die Auswertung vielleicht nicht überbewerten.

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