Die Bundestagsabgeordneten im Antwort-Check (2014)

Wie antwortbereit sind Bundestagsabgeordnete, wenn ihnen Bürgerinnen und Bürger öffentlich über abgeordnetenwatch.de eine Frage stellen?

Knapp ein Jahr nach der Bundestagswahl machen wir den Antwort-Check: Wer hat im Verlauf der bisherigen Legislaturperiode die meisten seiner oder ihrer Fragen beantwortet - und wem war der öffentliche Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern bislang eher egal? abgeordnetenwatch.de hat dazu pünktlich zum Ferienbeginn in einem Bundesland die Antwortquoten in Schulnoten umgerechnet.

Die Antwortquote ist der objektivierbare, messbare Teil beim Online-Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Wie kompetent und überzeugend die Politiker dabei sind, darauf muss jede Leserin und jeder Leser eine eigene Antwort finden.


Das ist die Antwortbilanz aller 631 Bundestagsabgeordneten auf abgeordnetenwatch.de (Tabelle nachgetragen am 7.8.2014 / zu den jeweiligen Stichtagen siehe Anmerkungen)

Die Tabelle als pdf-Download

In den vergangenen Wochen haben wir an dieser Stelle jeweils zu Beginn der Schulferien die Ergebnisse für das jeweilige Bundesland veröffentlicht. Nachfolgend finden Sie die Antwortbilanzen der Abgeordneten, geordnet nach Bundesländern.

  • Update 9.7.2014: Noten für die Bundestagsabgeordneten aus Berlin nachgetragen.
  • Update 10.7.2014: Noten für die Bundestagsabgeordneten aus Hamburg und Brandenburg nachgetragen.
  • Update 14.7.2014: Noten für die Bundestagsabgeordneten aus Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein nachgetragen.
  • Update 18.7.2014: Noten für die Bundestagsabgeordneten aus Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt nachgetragen.
  • Update 25.7.2014: Noten für die Bundestagsabgeordneten aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland nachgetragen.
  • Update 31.7.2014: Noten für die Bundestagsabgeordneten aus Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Bremen nachgetragen.


Anmerkungen:

Stichtage:

  • für NRW, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein: alle Bürgerfragen auf abgeordnetenwatch.de seit Beginn der Legislaturperiode im Oktober 2013 bis einschließlich 17. Juni 2014. Bei den Antworten lag der Stichtag am 1. Juli 2014.
  • für Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt: alle Bürgerfragen auf abgeordnetenwatch.de seit Beginn der Legislaturperiode im Oktober 2013 bis einschließlich 2. Juli 2014. Bei den Antworten lag der Stichtag am 16. Juli 2014.
  • für Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland: alle Bürgerfragen auf abgeordnetenwatch.de seit Beginn der Legislaturperiode im Oktober 2013 bis einschließlich 7. Juli 2014. Bei den Antworten lag der Stichtag am 21. Juli 2014.
  • für Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, Bremen: alle Bürgerfragen auf abgeordnetenwatch.de seit Beginn der Legislaturperiode im Oktober 2013 bis einschließlich 7. Juli 2014. Bei den Antworten lag der Stichtag am 21. Juli 2014.

Sogenannte Standardantworten, also Antworten, die sich inhaltlich nicht auf die Fragen beziehen, sondern z.B. auf andere Kommunikationskanäle verweisen, wurden als keine Antwort gewertet.

Mitarbeit: Lilly Murmann, Simon Kopischke, Jan Schwalbach, Paul Meyhöfer, Moritz Küster, Fabian Hanneforth

Lizenz: Der Text auf dieser Seite steht unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA 4.0.

Kommentare

Die Bewertung ist bei geringen Fallzahlen gewagt. Wenn jemand 1 von 2 Fragen beantwortet, erhält er genauso ein "befriedigend" wie jemand, der 10 von 20 Fragen beantwortet. Die Auswertung darf zwar nicht zu kompliziert sein, aber zu simpel bitteschön auch nicht.

Die Noten sind vor allem als Motivation für Abgeordnete gedacht, Bürgerfragen zu beantworten. Am Ende geht es darum: Dass Bürgerinnen und Bürger eine Antwort auf ihre Fragen oder Anliegen erhalten. Da wir die Noten jährlich vergeben, lässt sich mit der Zeit auch ein Vergleich anstellen. In der vergangenen Legislaturperiode haben die allermeisten MdBs im Laufe der Jahre ihre Antwortbilanz z.T. deutlich verbessert: https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/2013-07-02/die-bundestagsabgeordne...

Stimmt!

Bewertungen sind immer schwierig. Benotungen sind schon in der Schule ein Problem. Vielleicht sollten wir einmal darüber nachdenken, ob diese Art der "Einordnung" wirklich sinnvoll ist. Zu schnell "verurteilt" man den einen oder anderen, obwohl hier keine Verteidigung möglich ist.
Das Benotungs-System 1 - 6 ist ohnehin einseitig (im Sinne von materiell).
Es ist für eine gerechte Einschätzung wie hier zum Beispiel für Bürgervertreter-Engagement ungeeignet.
Versuchen wir doch einmal ein anderes System, unsere Abgeordneten zum direkten Dialog aufzufordern. Das positive Dialog-Ergebnis mit dem einen oder anderen (oder der) dann im BLOG herausstellen, wäre ein Weg zur Aufforderung "mit gutem Beispiel vorangehen"!
Eine nette Begleiterscheinung wäre, dass Beispiele eines Engagements im Bürger-Dialog tatsächlich beispielhaft zur Darstellung und Formulierung von Problemfällen und -Lösungen führen könnten.
Mal drüber nachdenken, wenn es nicht zu viel Arbeit oder Mehrarbeit machen würde. Das kann ich schlecht abschätzen.

Sehr gute Idee.
Wo finde ich so einen Blog?

Viele liebe Grüße
Elisabeth

Das Bewertungssystem geht schon in Ordnung. Wirklich interessant sind doch nur die
'Ausreisser' wie Altmeier, de Mezier, Merkel, Fuchs und Co. Hier ist eine eindeutige Tendenz
erkennbar. Bürgernähe und Demokratieverständnis tendiert hier auf null.
Ob jemand von 2 Anfragen nur eine beantwortet hat, ist doch wirklich uninteressant.

Das Bewertungssytem zeigt und auf jeden Fall, welcher Politiker sich offensichtlich drückt.
Auf einem anderen Blatt steht allerdings, ob die welche reagieren echt auf das Problem bezogen antworteten. Herr Dr. Gregor Gysi und der aktuelle Senator für Gesundheit in Berlin, die beiden boten großzügig Kontakt über ihre Bundestags-Email an; aber tatsächlich fegten sie das Unterlaufen des Einigungsvertragsgesetzes und Kreditgesetzes im Förderbereich unter den Teppich!
Ich fürchte, im Jahr 2020 werden denen die noch leben, die Augen aus dem Kopf fallen, wenn der Bund die Rückstände der Gemeinden beseitigt in der Altschuldenreglung. Offen steht immer noch die Bestandaufnahme der Gebäude und Freiflächen! Anmeldepflichtige Immobilien und die damit verbundenen Belastungen und Grundstücke sind in Berlin immer noch nicht angemeldet worden, nur weil die jeweiligen Bürgermeister sich in ihrer Gemeinde nicht unbeleibt machen wollten!
Das ist die Wahrheit, so wahr mir Gott helfe! Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher. Ihr werdet noch an meine Worte denken!

Inzwischen erkenne ich weitaus tragischeres Fehlverhalten der Behörde, Justiz und Banken bezogen auf anmeldepflichtige Gebäude und Freiflächen in dem Teil Deutschlands, der als Neues Bundesland bezeichnet wird.
Ungerechtfertigt werden per Umbettungen auf GmbH und Verschiebungen des Eigentums umfassende Ausfallbürgschaften verschoben von Bank zu Bank
Dass dies verbotene Früchte sind, vertuschen die Medien, die Gerichte, der Senat, die Bezirk. Sie geben sogar damit an, als Investition in die Wiederherstellung der Vermietbarkeit von Wohnraum und Gewerbe!
Wer das abstreiten will, sehe einfach in die Grundbücher der Blatter 5235n, 14167N, 14003 N, 11520 N, 7190 N Amtsgerichte Berlin-Treptow-Köpenick und Blatt 289, 291, 292 Amtsgericht Potsdam Babelsberg und in ungezählte andere die mit Mangels Masse Gerichtsbeschlüssen gemeinnütziger Gmbh wie denen dieser Grundstücke belastet sind!
Dann findetet er umfassende Haftungserweiterungen und Löschungen der ursprünglichen Alteigentümer bzw. deren Erben die untreu von der Treuhand bewirtschaftet worden sind nach der Wiedervereinigung! Ausfallbürgschaften lassen den Eindruck erwecken, die Immobilienwirtschaft boomt! Aber leider sind dabei eine Menge sittenwidrige Geschäfte vorbei an der Steuer ohne Sinn und Verstand!

"...die kleinen werden gejagt - die großen bedienen sich."

als alleinerziehende mutter muss ich jeden cent beim amt angeben.

damit nicht nur mit kanonen auf spatzen geschossen wird, bin ich bei allen abgeordneten für die offenlegung der nebeneinkünfte auf euro und cent sowie die nennung aller geldgeber und die gesetzliche verankererung derselben.

mit herzlichen grüßen
birgit peretz
berlin

Das Gefühl kenne ich.
Als ich erwerbstätig war, musste ich jeden Monat zum Amt und ergänzende Sozialhilfe beantragen dafür einen kostbaren Tag vertrödeln und meine oft kranken Kinder allein daheim lassen! Wahnsinn!
Nur wenn ich erwerbstätig war bekam ich unsere Sozialhilfe auf mein Girokonto.
Kindergeld wurde als vorrangige Leistung von der Sozialhilfe abgezogen, obwohl es nicht gezahlt werden konnte, weil aus Schikane der Kindesvater seine Unterschrift unter meinen Antrag auf Kindergeld hartnäckig verweigerte.
Sachen gibt es, die gibt es gar nicht!
Wenn ich Lobgesang der Politiker über unseren Rechtsstaat höre wird mir ganz komisch zumute!

Zu Zeiten, wo ich nicht erwerbstätig sein konnte, bekam ich Sozialhilfe auf mein Konto.Das war die Zeit, als meine kleine Tochter ständig Fieber bekam, wenn sie in die Kita musste,

Aber Kindergeld wurde abgezogen, was nicht gezahlt werden konnte, weil der Kindesvater bösartig nicht zur Unterschrift zu bewegen war, der es vorzog, nach dem ich ihn nicht mehr versorgte, andere Leute anzupumpen und dann wieder seinen Aufenthaltsort als Obdachloser zu wechseln.

Der Rechtsstaat macht anständigen Menschen das Leben sehr schwer!

Zu Zeiten, wo ich nicht erwerbstätig sein konnte, bekam ich Sozialhilfe auf mein Konto.Das war die Zeit, als meine kleine Tochter ständig Fieber bekam, wenn sie in die Kita musste,

Aber Kindergeld wurde abgezogen, was nicht gezahlt werden konnte, weil der Kindesvater bösartig nicht zur Unterschrift zu bewegen war, der es vorzog, nach dem ich ihn nicht mehr versorgte, andere Leute anzupumpen und dann wieder seinen Aufenthaltsort als Obdachloser zu wechseln.

Der Rechtsstaat macht anständigen Menschen das Leben sehr schwer!

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Dieses Logo steht für Vielfalt, Weltoffenheit und Toleranz. abgeordnetenwatch.de setzt sich durch Bürgerbeteiligung und Transparenz für eine selbstbestimmte Gesellschaft ein, in der jede:r gleich viel wert ist. Diese Haltung spiegelt sich neben unserem Codex für die Moderation von Anfragen auch in unserem Sozial-, Umwelt- und Gleichstellungsprofil wider.