Außenminister hielt Vortrag bei FDP-Großspender

Die "Deutsche Vermögensberatung" ist seit Jahren ein bedeutender Großspender der FDP, allein in den vergangenen fünf Monaten überwies die DVAG 200.000 Euro. Nun gerät ein Auftritt von Guido Westerwelle beim "DVAG-Vermögensberatertag" am 23. Februar 2010 ins Blickfeld. Neben der Anwesenheit ihrer Werbepartner Michael Schumacher und Jogi Löw freute sich das Unternehmen auch über eine "eindrucksvolle" Rede des "Außenministers der Bundesrepublik Deutschland".

Die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) und ihre Tochtergesellschaft "Allfinanz" sind seit Jahren bedeutende Großspender von CDU und FDP. Nun hat die FDP erneut eine Spende von der DVAG erhalten, die insgesamt dritte seit Juli diesen Jahres. Am 9. November gingen 60.000 Euro auf dem FDP-Konto ein, zuvor waren es 65.000 Euro (August) und 75.000 Euro (Juli) gewesen. Vor dem Hintergrund der Großspenden an die Liberalen gerät nun eine DVAG-Veranstaltung vom 23. Februar 2010 ins Blickfeld, zu der das Unternehmen 15.000 ihrer Vermögensberater in die Kölner Lanxess-Arena eingeladen hatte.


Auf Facebook feiert die DVAG ihren "Vermögensberatertag" begeistert als die "größte nicht-öffentliche Veranstaltung des Jahres", im Unternehmensblog ist von einer "unschlagbaren" Ansammlung von Ehrengästen die Rede. In der Tat. Zu den versammelten Vermögensberatern sprach die "'Creme de la Creme' des deutschen Leistungssports": Formel 1-Rekordweltmeister Michael Schumacher, Bundestrainer Joachim Löw, dessen Co-Trainer Hansi Flick, Ex-Nationalspieler Stefan Kuntz, Trainer-Ikone Otto Rehhagel, Fechtolympiasiegerin Britta Heidemann und Schimmweltmeister Paul Biedermann - allesamt Werbeträger der Deutschen Vermögensberatung AG. Den prägendsten Eindruck hinterließ allerdings jemand anderes: Guido Westerwelle.

Dieser war als "Außenminister der Bundesrepublik Deutschland" gekommen, wie DVAG-Vorstandsmitglied Helge Lach im Unternehmensblog schreibt. Als solcher habe Westerwelle "eindrucksvoll unterstrichen, wie wichtig es ist, dass sich in unserem Land Leistung lohnen muss". Auch in einer DVAG-Broschüre ("Unser Weg", pdf) wird Wert darauf gelegt, dass es der "Vizekanzler und Außenminister der Bundesrepublik Deutschland" war, der es sich "nicht nehmen ließ, eigens aus Berlin einzufliegen, um den annähernd 15.000 Vermögensberatern seine Positionen zu verdeutlichen."

 

Man fragt sich allerdings schon, warum ein Bundesaußenminister und Vizekanzler bei einem von Johannes B. Kerner moderierten Firmenevent, bei dem ansonsten zahlreiche Werbepartner des Unternehmens auftreten, 15.000 anwesenden Vermögensberatern "seine Positionen" verdeutlicht. In einem Firmenvideo ("DVAG VB-Tag 2010 – Highlights") ist zu sehen, wie Westerwelle und andere Gäste beim Einzug in die vollbesetzte Arena begeistert empfangen werden, für Westerwelle gibt es stehende Ovationen. "Großer Beifall" schlägt dem Außenminister und Vizekanzler laut DVAG-Broschüre später auch für seine Rede entgegen. "Leistung", so Westerwelle, "muss sich lohnen. Leistung muss gefördert werden. Ein Land kann sich Sozialleistungen für die Schwächeren nur dann leisten, wenn die anderen dies erwirtschaften. Sie als Vermögensberater und selbstständige Unternehmer sind erstes Vorbild, wenn es darum geht, Leistung zu zeigen. Und Ihr Unternehmen, die Deutsche Vermögensberatung, macht wie kaum ein anderes Unternehmen vor, wie Leistung gefördert und honoriert wird. Deshalb sind Sie alle so erfolgreich."

Es ist nicht das erste Mal, dass Guido Westerwelles Kontakte zu FDP-Großspendern aus der Wirtschaft zum Thema werden. Anfang des Jahres war dem Außenminister, Vizekanzler und FDP-Parteivorsitzenden vorgeworfen worden, er wisse Regierungs- und Parteigeschäfte nicht hinreichend zu trennen. Damals waren mehrere befreundete Unternehmer im Tross des Ministers nach Asien mitgereist, darunter der FDP-Großspender Cornelius Boersch.

Westerwelles Auftritt beim DVAG-"Vermögensberatertag" im Februar verdient auch deswegen Beachtung, weil der FDP-Chef bis zu seiner Ernennung zum Bundesaußenminister selbst auf der Gehaltsliste der DVAG stand. Westerwelle, der dem Finanzdienstleister seinerzeit beratend zur Seite stand, darf als Regierungsmitglied inzwischen keinen bezahlten Nebentätigkeiten mehr nachgehen.

Die Deutsche Vermögensberatung AG unterhält seit langem enge Beziehungen in die Politik. In Vorstand, Aufsichtsrat und Beirat der DVAG sitzen zahlreiche ehemals aktive und hochrangige Unions-Leute, die noch immer über gute Verbindungen in die aktive Politik verfügen dürften. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist bspw. der frühere Kanzleramtschef Friedrich Bohl, außerdem gehört dem Gremium der ehemalige Finanzminister Theo Waigel an. An der Spitze des DVAG-Beirats steht Altkanzler Helmut Kohl, ein Freund von Unternehmensgründer Reinfried Pohl. Weitere Berater sind der frühere Vize-Kanzleramtschef Horst Teltschik, der ehemalige Ministerpräsident von Thüringen und Rheinland-Pfalz, Bernhard Vogel, sowie die Oberbürgermeisterin von Frankfurt, Petra Roth. Im DVAG-Vorstand sitzt der langjährige hessische Wissenschaftsminister Udo Corts, nun zuständig für Unternehmenskoordination, -kommunikation und Recht. Das gesamte politische Netzwerk der Deutschen Vermögensberatung hat die Wirtschaftswoche vor einiger Zeit in einem Beziehungsdiagramm veranschaulicht (pdf). (Nachtrag vom 29.11.2010: In den Kommentaren wird darauf hingewiesen, dass der CDU-Bundestagsabgeordnete Peter Tauber vor seinem Einzug in den Bundestag Pressesprecher der Deutschen Vermögensberatung AG war.)

Bei soviel Nähe zwischen DVAG und Politik lohnt sich ein zweiter Blick auf die Parteispenden der Deutschen Vermögensberatung. DVAG-Vorstandsmitglied Helge Lach begründet die Zuwendungen mit der "gesellschaftlichen Verantwortung" seines Unternehmens. Die Deutsche Vermögensberatung habe "regelmäßig an Parteien gespendet", dabei seien "nicht nur die CDU und FDP berücksichtigt" worden, schreibt Lach im Kommentarbereich des firmeneigenen Blogs. Zumindest für die Jahre 2000 bis 2010 sind in den Rechenschaftsberichten der Parteien keine meldepflichtigen Spenden über 10.000 Euro an eine andere Partei als CDU und FDP zu finden. Am Mittwochvormittag bat abgeordnetenwatch.de Helge Lach per Mail um Nennung von Beispielen für solche Parteispenden. Eine Antwort liegt noch nicht vor.

Die jüngsten DVAG-Spenden an CDU und FDP erfolgten im zeitlichen Umfeld einer Gesetzesinitiative, mit der die Bundesregierung den Anlegerschutz stärken will. Vor eineinhalb Jahren klagte DVAG-Gründer Reinfried Pohl, sein Unternehmen werde immer stärker durch politische Vorgaben beeinträchtigt. Mit dem Gesetzentwurf, über den derzeit im Bundestag beraten wird, könnten bald neue politische Vorgaben auf Finanzdienstleister wie die DVAG oder MLP zukommen. Finanzminister Wolfgang Schäuble will zum Beispiel Falschberatungen durch Finanzdienstleister "entgegenwirken".

Nach Auffassung der Opposition ist die Branche hinter den Kulissen bereits äußerst aktiv – und erfolgreich. Die SPD spricht im Zusammenhang mit dem Anlegerschutzgesetz von einer "bedingungslosen Kapitulation vor den Anbietern von Finanzprodukten". Zahllose Interessengruppen, so SPD-Finanzexperte Carsten Sieling, hätten die ursprünglichen Vorschläge "entschärft und verwässert", bevor der Deutsche Bundestag sie jetzt zu Gesicht bekommen habe.

Und so blicken die Bürger dieser Tage auf eine etwas unübersichtliche Gemengelage. Der Deutsche Bundestag berät über einen Gesetzentwurf, der die Finanzdienstleister direkt betrifft. Die Deutsche Vermögensberatung AG schüttet in zehn Monaten 400.000 Euro an die Regierungsparteien aus. Und der Außenminister der Bundesrepublik Deutschland ist Ehrengast beim DVAG-"Vermögensberatertag" und legt seine Positionen zum Thema "Leistung" dar.

Bei einigen Zuhörern hat Westerwelles Vortrag im Februar bleibenden Eindruck hinterlassen. Im Kommentarbereich des DVAG-Blogs ist von einer "super Rede", von einem "Highlight des Tages" zu lesen, jemand lobt die "wahren Worte" des Gastredners. Ein anderer Kommentator schreibt: "Herr Westerwelle hat sicherlich den ein oder anderen Wähler durch seine wirklich hervorragende Rede dazu gewonnen."

Nachtrag vom 30.11.2010: Der Wahlkampfleiter von Edmund Stoiber und Ex-BamS-Chef, Michael Spreng, schrieb kurz nach der Bundestagswahl 2009 in seinem Blog SPRENGSATZ:

Dagegen kann die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) mit dem bisherigen Ergebnis der Koalitionsverhandlungen zufrieden sein. Nach der Bundestagswahl hatte sie ihrem Beiratsmitglied Guido Westerwelle gratuliert und ihn ermahnt: “Die Bürger müssen durch geeignete Maßnahmen zu privater Vorsorge motiviert werden”. Jetzt kann er Vollzug melden: Schonvermögen für Hartz-IV-Empfänger verdreifacht (jetzt flutscht der stockende Verkauf von Lebensversicherungen und Fonds-Sparplänen wieder), private Zusatzversicherung zur Pflegeversicherung, leichterer Umstieg von der gesetzlichen zur privaten Krankenversicherung. Ein Super-Ergebnis für die deutsche Versicherungswirtschaft und die Firmen, die ihre Verträge verkaufen. Allein im Juni und im Juli 2009 hatte die DVAG jeweils 150.000 Euro an die FDP gespendet, verwandte Firmen noch einmal mehrere 100.000 Euro. Auch die CDU, die bei der DVAG gleich mit einem halben dutzend Ex-Politikern vertreten ist, wurde von der Versicherungswirtschaft anständig bedacht. Hony soit qui mal y pense! P.S. Auch ich hatte die Verdreifachung des Schonvermögens zuerst etwas blauäugig als Beweis für die neue soziale Einsicht der FDP gewertet.

Nachtrag vom 7.12.2010: handelblatt.de berichtet heute unter Berufung auf diesen Blogeintrag:

Hohe Zahlungen an CDU und FDP, unter anderem von der Deutschen Vermögensberatung AG und ihrer Tochtergesellschaft Allfinanz, sorgen für Aufsehen. (...) Angesprochen auf die Geldflüsse reagieren CDU und FDP schmallippig. Die DVAG sei ein „Traditionsspender“, heißt es bei der FDP. Dass eines der wichtigsten Themen der Legislaturperiode die Regulierung des Finanzsektors ist, und sowohl die Partei des Finanz- als auch die des Wirtschaftsministers Geld erhalte, nicht aber die Opposition, stehe „in keinem Zusammenhang“, heißt es bei der CDU. Die Spenden, so die Einschätzung der Regierungsparteien, seien „völlig unabhängig vom aktuellen Geschehen“.

--------------------------
Lesen Sie auch:

 

Noch mehr interessante Geschichten gibt es in unserem Newsletter. Jetzt hier abonnieren - natürlich kostenlos und jederzeit wieder abbestellbar.

 

Vorkommende Politiker:innen

Lizenz: Der Text auf dieser Seite steht unter der Creative Commons Lizenz BY-NC-SA 4.0.

Kommentare

Permalink

Die alleinige Verantwortung auf die Vertriebler (Berater) zu schieben, macht doch keinen Sinn.
Die Berater allein sind doch gar nicht in der Lage einen möglicherweise durch sie verursachten Vermögensschaden zu begleichen. Die Hauptverantwortlichen sitzen doch in den Chefetage dieser sgn. objektiven Vermögensberater.
Es sollte auch hier das Verursacherprinzip gelten. Denn die Produkte werden doch im Konzern "geschneidert"
Günther Ramcke

Permalink

Ja das ist ein brisantes Thema, da es ja wirklich um ANLEGERSCHUTZ geht und wenn man denkt das es hier um die Zusatzrente der Leute geht sollte in Bezug auf Provisionen, Rendite und ein Mindestmaß an Qualifikation des Beraters alles offen gelegt sein. Man muss sich vorstellen das man zur Eröffnung eines Friseursalons seinen Meister brauchte, um Leute in einem strukturvertrieb zur Zusatzrente zu infornieren ist aber keinerlei staatliche Qualifikation nötig!

Wen es interessiert hier auch ein paar Infos über die DVAG:

Hier ein Link bzgl. der umstrittenen DVAG :
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Verm%C3%B6gensberatung (unter
dem Punkt Kritik und wikipedia ist hier ja stets sehr neutral)

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31182/1.html (hier ist der Punkt
Verlierer Handelsvertreter entscheidend, der auch auf das
Provisionsmodell hinweist + der Punkt Struktureller
Interessenskonflikt)

http://www01.wdr.de/wissen/wdr_wissen/programmtipps/fernsehen/09/10/12_2...
Hier auch ein sehr kritischer Beitrag der einmal vom WDR zu dem brisanten
Thema kam

Permalink

Danke für diese Info. Dadurch habe ich mal bei der Wikipedia Weiteres über die DVAG gelesen und durch deren Link auf "Ein Finanzvertrieb betreibt politische Landschaftspflege" (aus Telepolis 09/2009) verstanden, wie wenig Westerwelles "Leistung muss sich lohnen" hier angebracht war.

Permalink

Wes Brot ich ess - des Lied ich sing!

Seit dem Mittelalter hat sich nix geändert!

Danke für Eure Öffentlichmachungen! WEITER SO!

Permalink

Was haben wir da nur gewählt, [gelöscht].

Antwort auf von Ingo Graetz

Permalink

bevor man derartige Bla-bla-bla Kommentare abgibt, sollten Sie Sich doch besser erkundigen, um was es da wirklich geht. Diese Kommentare sind mehr als peinlich!

Antwort auf von Detlef Monzheimer

Permalink

Die Wahrheit ist Ihnen peinlich? Verständlich.

Permalink

Ich habe während meines Studiums mal ein Jahr für diesen Drecksverein gearbeitet. Ein Sektenbetrieb erster Güte!
Rabenschwarzbraungelb!
Psychoterrorschulungen und Kundenabzocke sind oberstes Prinzip.
Außerdem handelt es sich um einen (eigentlich verboten gehörenden) Strukturvertrieb, der nach dem Schneeballprinzip arbeitet und nur die ersten Generationen wirklich reich macht!

FINGER WEG!!!!!!!!!

Antwort auf von Martin

Permalink

Ich habe gerade den Beitrag gelesen und da stachen mir direkt zwei Worte ins Auge:
Sekte und Schneeballprinzip.
Ich war gestern nämlich auf so einer "Info"-Veranstaltung. Eigentlich hatte ich mich für einen Job beworben. Jedoch versuchte man mir zu verschweigen, daß es sich dabei nicht um eine Arbeitsstelle handelte, sondern darum, einen "Drücker" zu werben.
Uns wurde als erstes der "Werbefilm" mit Schumacher, Kerner und co. gezeigt und schlagartig sah ich Parallelen zu dem Jubelgeschrei im Werbefilm der Scientology mit Tom Cruise!
Wer wirklich gute Produkte anbietet, muß nicht so eine Show veranstalten, um vom Wesentlichen abzulenken!
Der zweite Punkt "Schneeballprinzip" wurde mir klar, als man uns anpries, daß die Vermögensberater bei der DVAG besser entlohnt würden als irgendwo sonst.
Auf meine Frage, warum denn das Unternehmen denn nun so gut und spendabel zu den Mitarbeitern sei, war man wohl nicht gefasst. Es wurde die Diskussion direkt auf ein anderes Thema gelenkt. ;-)
Da war eigentlich schon alles klar.
Sicher, die Leute waren freundlich, aber alleine die Tatsache, daß man dort auf einer Schulung in dem "Bildungszentrum" ausschließlich in edlem Zwirn herumlief, machte mich stutzig. Es wird offenbar sehr auf äußeren Schein Wert gelegt, dachte ich noch.

Permalink

Es zeigt sich die ganze Verkommenheit dieser Gesellschaft und seiner Politiker. Ausgerechnet ein Strukkivertrieb, wie er kaum schlimmer sein kann, deren " Beratungen" nur einem Ziel dient: Maximal-Umsatz für den Maximalprofit der Eigentümer. Diese bedanken sich für das ungestörte Plündern der Bürger bei der Politik mit Spenden. Und die Politiker bedanken sich mit Reden, in denen das Abzocke -System noch als " erfolgreich " beschrieben wird. Fragt sich, wer da erfolg - reich wird? Herr Pohl und Herr Westerwelle? War da mal ein Wort von Kundenbedarf zu hören? Als Versicherungsmakler darf ich dann die Fehlberatungen korrigieren und den Kunden mal die Nachteile der Rürup - und Riester - R Enten Enteignung darlegen. Und diese Nachteile sind erheblich - ich empfehle diese Schrottprodukte keinem Kunden. Die Privatisierung der Altersvorsorge, bei gleichzeitiger ständiger Schwächung der staatlichen Rente dient nur einem Ziel: Umsatz für die Finanzbranche und dem schrittweisen Ausstieg der Arbeitgeber aus der Vorsorgefinanzierung. Das Schlimmste dabei ist, dass auch die "geförderten Produkte" natürlich keinerlei Sicherheit haben, keine Kontrolle und funktionierende Aufsicht diese Maßnahme flankiert. Wir werden von skrupellosen Politikern regiert, die nur an sich denken. Demokratie, wo gibt es die?
Es wird höchste Zeit - Wir sind das Volk und sollten uns dieser Politiker abwählen.

Permalink

Wann war die Rede? Im Februar 2010? Die zeitliche Nähe zu Westerwelles unerträglichen Hetzereien gegen die Ärmsten der Gesellschaft ist schon beeindruckend.

Die Frage ist nun, wofür seine Partei die Spenden tatsächlich bekam: für Westerwelles Rede vor Angehörigen der selbsternannten Leistungselite? Oder nicht vielleicht doch eher für seine Hetze gegen Arbeitslose, Billiglöhner, Aufstocker und ihre Familien?

Antwort auf von Orthogräfin

Permalink

Der Wahrheit eine Gasse!

Permalink

Das Neue ist ja nicht, dass Westerwelle bei der Firma im Beirat sitzt, sondern dass das Unternehmen öffentlich damit hausieren geht, dass es den Außenminister zu Gast hatte. Das ist nur ein weiteres zusätzliches Mosaiksteinchen in der Geschichte, auf die Du verweist.

Permalink

Überparteiische Berichterstattung sieht anders aus. Hier wird doch wieder gegen die FDP geschossen, weil man das schon immer so getan hat. Ich bin kein FDP-Mitglied, sondern ärgere mich darüber, wie mit der Partei umgegangen wird. Jeder gesprochene Satz wird analysiert, zerrissen, Westerwelle wird beleidigt in der übelsten Weise. Wir Bürger mögen das nicht, sondern erwarten eine gute Zusammenarbeit aller Parteien zum Wohle unseres Landes. Unsere Probleme müssen in einem gemeinsamen Kraftakt angegangen werden. Ich wundere mich, daß Politiker überhaupt noch Lust haben, sich für ihren Job einzusetzen.

Ich habe absolut nichts dagegen, daß die Parteien Spenden entgegennehmen. In den USA ist es üblich, die Reps und Democrats zu unterstützen/zu sponsern.

Antwort auf von Lucifero

Permalink

Na also finde es schon überparteilich, da es ja ein ganz neutraler Bericht über den doch ungeheuerlichen Vorfall ist. Und Lucifero soll ich Dir was sagen, ich sag das sogar als FDP Wähler, der ich bei der letzten Bundestagswahl war! Aber abgesehen von den ganzen anderen Märchen (wir senken die Steuern, mehr Netto vom Brutto -> siehe Erhöhung Krankenkassenbeiträge, Flugverkehrssteuer) ist das hier mit den Spenden der DVAG eine riesen Sauerei. Les Dich mal über die Links bzgl. der Vereinigung ein - es ist wirklich ein Strukturvertrieb und Abzockverein erster Klasse und nicht umsonst wurden Sie auch in Büchern "Verraten und Verkauft der Titel" mit einer Sekte verglichen. Und bei sowas kann ich nicht als Aussenminister auftreten auch nicht für 60.000€! Und das insbesondere im Zuge der Gesetzgebung bzgl. verbessertem Anlegerschutz - das stinkt zum Himmel und die partei ist unwählbar geworden. So zumindest meine subjektive Meinung als Ex-FDP Wähler!

Antwort auf von Marc

Permalink

Das so genannte Buch hat ein Versager geschrieben ...

Antwort auf von Lucifero

Permalink

Ehrlich gesagt, seit wann ist es Hetze wenn, einfach nur die Wahrheit geschildert wird? Um wessen Wohl es hier wirklich geht ist doch offensichtlich.

Antwort auf von Lucifero

Permalink

Die USA sind Spitze in der Höhe der Parteispenden.Ja,dumm nur, daß dies über eine interessengeleitete Steuer- und Sozialpolitik mitunter zu einer krassen Einkommensungleichheit - einer Einkommens- und Vermögensverteilung von unten nach oben - geführt hat.Zieh dir DAS! mal rein:
http://www.querschuesse.de/schokierende-daten/
http://www.youtube.com/user/jahnkeglob#p/u/11/w8fsYAgU8BQ

Je mehr solche Unternehmen und Lobbyisten Einfluß gewinnen umso größer der Schaden für die meisten von uns.Dies zu kritisieren resultiert aus einem Sinn für Gerechtigkeit und dem Allgemeinwohl.Der ist den großen Volksparteien in den letzten 30 Jahren definitiv abhanden gekommen.
http://www.jjahnke.net/gedanken60.html#1838

Einen schönen Tag noch.

Permalink

Was sind denn hier wieder für linke Zecken unterwegs - einfach nur noch belustigend.

Antwort auf von HaHa

Permalink

Bitte, definieren Sie den Begriff "linke Zecke".

Antwort auf von HaHa

Permalink

Linke Zecken?? doch einfach mal richtig durchlesen die Kommentare, wie gesagt hatte auch FDP gewählt - aber die gánze Sache hat doch nichts mit links oder rechts sondern mit Moral zu tun. Und wie gsagt es geht hier nicht mal um ein xy Unternehmen sondern um einen üblen Strukturbetrieb.

Permalink

Vorurteile sind kein Zeichen von Intelligenz. Apple wird da und dort in den Medien auch als Sekte dargestellt und trotzdem rennt Ihr alle mit iPhones rum und glaubt nicht jeden Scheiss, den Euch ein paar renitente linke Looser glaubhaft machen wollen.

Westerwelle hat nichts unrechtes getan und im Übrigen trat er auch bei vielen anderen Unternehmen schon als Redner auf. Wie so viele andere Politiker auch.

Unser Land entwickelt sich zu einer Neid- und Lästergesellschaft....einfach nur ätzend.

Permalink

Er darf reden mit wem er will. Mehr ist dazu eigentlich gar nicht zu sagen.

Es ist absolut heuchlerisch, hinter jedem Treffen, hinter jeder Gastrede und hinter jeder Parteispende Korruption zu wittern.
Einige Menschen machen es sich da viel zu einfach, indem sie Unternehmen, besonders große, als Teufel höchstpersönlich verurteilen. Sogar auf Abgeordnetenwatch verbergen manche Anfragen zwischen den Zeilen diesen haltlosen und verleumderischen Vorwurf. Das ist einfach gigantischer Unfug. Herrn Westerwelles Ziel war schon bei Amtsantritt die Förderung der dt. Wirtschaft. Das ist im Interesse aller. Als Vize-Kanzler ist er selbstverständlich auch Innenpolitiker und hat das Recht auf einer Tagung eines großen dt. Unternehmens eine Rede zu halten.
Und die Deutsche Vermögensberatung hat selbstverständlich das Recht, der Partei, die nicht den Fehler begeht, Großunternehmen zu verteufeln, Geld zu spenden. Das ist ein Akt mit Symbolik und vollkommen legitim.

Antwort auf von Jannis

Permalink

Volle Zustimmung! Es ist eine Frechheit, legitime und rechtlich einwandfreie Vorgänge so aufzublasen, wie hier geschehen. Auch die Verletzung diverser Urheberrechte sollte hier nicht folgenlos bleiben.

Neuen Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.