Wie eine Fragestellerin das politische Ende von Bayerns Staatsministerin Haderthauer einleitete

Alles begann mit einer Anfrage auf abgeordnetenwatch.de zum Fall Mollath – am Ende stand der Rücktritt der bayerischen Staatsministerin Christine Haderthauer. Als Haderthauer die Fragestellerin mit einer nichtssagenden Antwort abspeist, lässt diese nicht etwa locker, sondern fühlt sich erst recht herausgefordert. Wie die Recherchen einer Bürgerin eine Affäre auslösten.

von Martin Reyher, 01.12.2014
24 Kommentare

„Dies ist eine Geschichte, wie sie nur das 21. Jahrhundert schreiben kann. Eine Geschichte über Macht, alte Seilschaften und neue Allianzen. Eine Geschichte von Menschen, die sich nie persönlich begegnet und die doch alle irgendwie miteinander verbunden sind. Eine Geschichte, die vor eineinhalb Jahren einen entscheidenden Wendepunkt nahm und die mit dem Rücktritt einer ranghohen Politikerin enden sollte. Wie die meisten guten Geschichten beginnt auch diese Geschichte ganz harmlos. Sie beginnt in einem Wohnzimmer.“

Richard Gutjahr: „Die fünfte Gewalt“ (krautreporter.de)


Das Wohnzimmer, in dem Richard Gutjahrs lesenswerte Geschichte „Die fünfte Gewalt“ beginnt, ist das von Ursula Prem, einer Bürgerin aus der kleinen Gemeinde Freystadt in der Oberpfalz. Am 4. März 2013 sitzt sie an ihrem Computer und konfrontiert die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer über abgeordnetenwatch.de mit Foltervorwürfen von Gustl Mollath, der seit Jahren in der geschlossenen Psychatrie einsitzt. „Können Sie Derartiges mit Ihrem Gewissen vereinbaren?“ fragt Ursula Prem die Staatsministerin.

Etwa drei Wochen später schickt Christine Haderthauer eine Antwort, die – so wird in der Rückschau klar - ihr politisches Ende einleiten sollte. Anstatt auf Mollaths Foltervorwürfe einzugehen, flüchtet sich die CSU-Politikerin in Plattitüden, etwa die, dass ihr Ministerium „seine Aufgabe und Verantwortung als Fachaufsichtsbehörde über den Maßregelvollzug in Bayern sehr ernst nimmt.“ „Lauter nichts sagende Textbausteine“, sagt Fragestellerin Ursula Prem im Interview mit Richard Gutjahr. „Nicht ein Wort des Bedauerns oder gar ein Hinweis darauf, diesen Vorwürfen in irgendeiner Weise nachgehen zu wollen!“ Und so beginnt sie, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

Weil Haderthauer ausweicht, wendet sich die Bürgerin direkt an Gustl Mollath

Weil die Ministerin augenscheinlich nicht an Aufklärung interessiert ist, nimmt Ursula Prem nun persönlich Kontakt mit Gustl Mollath in der Straubinger Forensik auf und erfährt, dass Patienten hinter den Mauern der geschlossenen Anstalt Modellautos anfertigen, die später für viel Geld an Sammler verkauft werden. In diesem Zusammenhang lässt der Chef der Modellbau-Abteilung in einem Telefonat mit Prem den Namen „Dr. Haderthauer“ fallen.

Am 28. April 2013 stellt Ursula Prem über abgeordnetenwatch.de eine weitere Anfrage an Sozialministerin Christine Haderthauer, diesmal geht es um die Modellautos. Als eine Antwort ausbleibt, veröffentlicht Prem am 7. Mai einen Blogartikel mit der Überschrift „Christine Haderthauer - Forensik Straubing: Interessenkonflikt?“, in dem sie ihre Rechercheergebnisse dokumentiert und die Verbindung zwischen „Dr. Haderthauer“ und der bayerischen Sozialministerin herstellt. Bei dem Doktor handelt es sich um Hubert Haderthauer, den Ehemann der Ministerin. Beide waren zeitweilig geschäftsführende Gesellschafter einer Firma, die von psychisch kranken Straftätern hergestellte Modellautos vertrieb.

Prems Blogeintrag tritt eine Lawine los. „Zwei Stunden darauf steht das Telefon der Bloggerin nicht mehr still“, schreibt Richard Gutjahr in seiner Aufbereitung der 'Affäre Haderthauer'. „Mollath? Mörder? Modellautos? Journalisten von Hamburg bis München wittern eine große Story, lassen sich von Prem die Hintergründe erklären. Wenige Tage später berichten Stern, Spiegel, Süddeutsche und viele mehr. Der 'Modellbau-Skandal' ist geboren.“

Je tiefer Journalisten und Internetaktivisten in der Folgezeit graben, desto größer wird der Druck auf Christine Haderthauer, die im Okotber 2013 von Ministerpräsident Horst Seehofer zur Leiterin der Bayerischen Staatskanzlei berufen wird. Packend schildert Richard Gutjahr, wie die Haderthausers mit Hilfe eines Anwalts juristisch aus allen Rohren schießen. Artikel verschwinden aus dem Internet, Medien sollen bestimmte Behauptungen nicht mehr aufstellen, andernfalls droht ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro oder Ordnungshaft. Parallel werden Journalisten aus der bayerischen Staatskanzlei bearbeitet: Ein Pressesprecher versucht über einen Anruf bei einem Radio-Journalisten des Bayerischen Rundfunks zu erwirken, dass dieser eine Passage über die angeblich „horrenden Gewinne“ Haderthauers durch den Verkauf der Modellautos streicht, doch der BR-Korrespdonent denkt gar nicht daran.

18 Monate nach der Frage auf abgeordnetenwatch.de tritt Haderthauer zurück

Am 1. September 2014, achtzehn Monate nach Ursula Prems erster Anfrage auf abgeordnetenwatch.de, erklärt Christine Haderthauer ihren Rücktritt als Leiterin der Bayerischen Staatskanzlei und Staatsministerin für Bundesangelegenheiten und Sonderaufgaben.

Es scheint, schreibt Richard Gutjahr, als habe sich etwas verändert im Machtgefüge der Republik. „Etablierte Netzwerke aus Politikern auf der einen Seite und Journalisten auf der anderen Seite treffen auf eine Phalanx digitaler, gut vernetzter Bürger. Blogger, Netzaktivisten und Bürgerjournalisten als Kontrolleure der Kontrolleure - eine neue, Fünfte Gewalt im Lande?“

Ihren Ausgangspunkt hatte diese Geschichte in der Unnachgiebigkeit einer Bürgerin, die sich von einer Politikerin nicht ernst genommen fühlte und deswegen selbst aktiv wurde. Die Geschichte von Ursula Prem, die den Fall Haderthauer ins Rollen brachte, sollte alle Menschen ermutigen, Dinge nicht auf sich beruhen zu lassen, sondern nachzuhaken – und notfalls selbst aktiv zu werden. Am Ende kann sogar der Rücktritt einer Ministerin stehen.

Update 5.12.2014:
Die Modelauto-Affäre erreicht offenbar eine neue Dimension. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, habe die Staatsanwaltschaft München II die Ermittlungen gegen Christine Haderthauer ausgeweitet. Dem Bericht zufolge geht es nun um den Verdacht der Steuerhinterziehung in einer Gesamtsumme in Höhe von etwa 55.000 Euro. Die Ex-Ministerin soll aus ihrer Modellbaufirma wertvolle Miniaturautos beiseitegeschafft, diese privat verkauft und den Geldeinlauf durch Umweg-Überweisungen über das Konto ihrer Mutter verschleiert haben.

Update 12.11.2019:

Gustl Mollath und der Freistaat Bayern haben sich nach Angaben des Landgerichts München gütlich geeinigt. "Der Freistaat Bayern zahlt ohne Anerkennung einer Rechtspflicht zur Abgeltung der geltend gemachten Ansprüche insbesondere aufgrund unberechtigter Unterbringung in einem forensischen psychiatrischen Krankenhaus an Gustl Mollath einen weiteren Betrag in Höhe von 600.000,00 €", heißt es in einer Mitteilung des Gerichts. Mit dieser gütlichen Einigung sei der jahrelange Rechtsstreit beendet.
 

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Kommentare

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[entfernt. Bitte unterlassen Sie künftig unbelegte und pauschalisierende Anschuldigungen. Danke - Die Red.]

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Sehr interessanter Beitrag.
Bleibt nun abzuwarten, mit welchem Posten Frau Haderthauer abgefunden wird, um den Verlust ihrer politischen Position auszugleichen.

Antwort auf von Hermann Barth

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Finanziell ausgesorgt hat sie ja schon auf jeden Fall:
"Am Beispiel Markus Söder rechne ich mal vor, dass der heute 46-Jährige bereits jetzt allein aus seinem Mandat mit 4525 Euro Altersbezügen rechnen darf. Aus seiner Amtszeit als Minister kommen nochmal 4152 Euro dazu. Weil die Ansprüche in Bayern nur zu weniger als einem Drittel verrechnet werden, hat Söder schon jetzt monatliche Altersbezüge in Höhe von 7339 Euro sicher.
Er bekommt als Minister das Grundgehalt B 11, also 11.557 Euro, plus drei Sechzehntel dieses Grundgehalts, insgesamt 13.724 Euro. Mit Familienzuschlag (drei Kinder) sind es 14.351 Euro. Plus halbe Abgeordnetenentschädigung, plus steuerfreie Dienstaufwandsentschädigung, plus 75 Prozent der steuerfreien Kostenpauschale. Macht unter dem Strich 21.102 Euro im Monat."
(Quelle: http://www.abendzeitung-muenchen.de/inhalt.diaeten-gehaelter-pensionen-s...)
Man kann zwar davon ausgehen, das Leute wie die Frau Haderthauer den Hals nie voll genug bekommen, aber am Hungertuch wird sie auch nach ihrem "Rausschmiss" nicht nagen.

Antwort auf von FrankE

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Unsere Gesellschaft ist eine riesige Melkmaschine mit vielen Zapfstellen, weil die meisten Menschen "gerecht" nur mit "angemessen, fair" gleichsetzen und ein gerechtes Geben und Nehmen überall eine wesentliche Rolle spielt. "Weiß" mit "nicht schwarz" erklären, wäre intelligenter. Denn meist kooperieren ja mehr und weniger von einander Abhängige. Die jeweils Mächtigeren können damit Gerechtigkeit auch so interpretieren, daß ihnen mehr Lohn bleibt und der andere sich mit mehr Mühe zufrieden geben muß. Das passiert, weil das Bewußtsein fehlt, daß Gerechtigkeit nichts weiter ist als die Grundlage für gemeinsame Zufriedenheit ...

Antwort auf von FrankE

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Na ja, das Ministeramt war , wenn man die Worte der Ex-Ministerin zutreffend auslegt, ohnehin nur ein Zubrot. Es wurde vermutlich auch " getragen von purem Idealismus " ausgeübt.

http://www.welt.de/regionales/bayern/article134814214/Ein-Ministeramt-is...

>Zugleich sagte die CSU-Politikerin, sie sei nach ihrem Rücktritt vom Posten der Staatskanzleichefin "nicht hart gefallen". "Denn das muss man mal ganz ehrlich sagen: So ein Amt macht man nicht wegen der Bezahlung. Also wirtschaftlich ist das nicht lohnend."
In Bayern erhalten Minister das monatliche Grundgehalt B 11 - aktuell 12.213,64 Euro - plus Zuschläge.

Antwort auf von Hermann Barth

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Es kommt wahrscheinlich darauf an, wie loyal sich Frau Haderthauer verhält, und ob sie die Abfindung gut findet. Interessant ist, dass Horst Seehofer sie in die Staatskanzlei befördert hat. Wenn man sich an die Vorliebe von unserem Bundesminister zum Modellbau erinnert, könnte es sein dass die Recherchen eine Luft nach oben haben. Das sind immer kleine Dinge über die man stolpert.

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Frau Hadertauer ist über ihre eigene Art gestolpert. In ihrer Partei war sie (als "Nordlicht") auch nicht sonderlich beliebt. Da ist dann jedes Mittel recht, um unliebsame Mitkonkurrenten aus dem Feld zu werfen.

Die Steigerung von Feind?
Feind, Erzfeind, Parteifreund.
Politik kann ja so einfach sein...

Antwort auf von Eska Peter

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Sie war nicht nur als "Nordlicht" unbeliebt, sondern vor allem wegen ihres Umgangs mit ihren Parteifreunden und den Abgeordneten. Als Nachfolgerin von Barbara Stamm hatte sie das "Soziale" in der CSU in das kalte "Neoliberale" umgewandelt. Dem entsprach ihr Umgang mit Asylbewerbern und ihr "unentgeltliches" Engagement in der Firma ihres Mannes (Modellautos aus der Forensik gewinnbringend verkaufen). Das hatte nichts mit "unliebsamer" Konkurrenz zu tun, oder nur weniger, als das, was in der CSU üblich ist. Sie ist einfach unverschämt und dreist mit ihrer Klientel als Sozialministerin umgegangen. Soll das Freunde machen?

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hallo; erst mal eine gute nachricht, sozusagen. aber so viel gedöns, und dann, tritt die verantwortliche betrügerin und amtsmissbraucherin (eine straftat nebenbei) , denn so muss man das ja wohl nennen, zurück - wie sie alle es tun. einfach nur weg. Keine wiedergutmachung, keine strafe, nichts.
wahrscheinlich wird auch sie mit ihren kenntnissen demnächst oder bereits irtgendeinen aufsichtsratbürostuhl be-setzen. immer kommen sie doch so davon.
nein, das ist ein pyrrhussieg. viel rauch um nichts.

damit will ich Eure arbeit nicht schlecht reden oder ein verdientes engagement schlecht machen, nur die wahrheit ist doch viel schlimmer - die regierende kaste macht sich reich und reicher unter unseren augen und wird immer frecher und wir legitimieren sie. das ist doch alles ein großer ganz ganz mieser schwindel. also bitte zurück an den anfang - WIR HABEN KEINE VERFASSUNG (GG§ 146) und die sog. BRD ist eine Firma nach Firmenrecht (sogar von S. Gabriel 2010 auf dem SPD Parteitag krachend deutlich gesagt / Dun& Breadstreet - Firmenregister - selber mal googeln...) mit all ihrn Gerichten, "Behörden" usw. BITTE mal richtig gut nachdenken und recherchieren, was das heißt. und dann oh wunder, versteht man plötzlich das gebahren der politikerInnen - sie machen geschäfte (auf deibel komm' raus). schön gruß
andreas aus dem hause tietz

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Müssten Juristen zurücktreten bei gravierenden Fehlleistungen, ging es unserer Gesellschaft bald besser. Und weil abgeordnetenwatch.de wie krautreporter.de und viele andere DEMOKRATIEBEWUSSTSEINSFÖRDERNDE DANKESCHÖNS DES INTERNETS immer mehr Zivilcourage entfachen, sollten die vielen Menschen im Land der Dichter und Denker auch wissen, wie sie rechtsgewaltige Kräfte unseres Rechtsstaats vom hohen Ross auf Fusstritthöhe herunterholen können, wenn sie nicht von sich aus den Bürger auf Augenhöhe respektieren. In uns stecken noch viel vorauseilender Gehorsam, Unterwürfigkeit und Verdrängungspotenz. All das läßt sich kleinmachen, wenn man das Recht auf Selbstbestimmung kennt und seine fantastischen Möglichkeiten, damit das Verhalten Mächtiger zu beeinflussen. Mächtige überall, nicht nur in der Politik. Denn der Arm der dritten Gewalt reicht bis in die verstecktesten Winkel unseres oft zu egoistischen Treibens. (Ich habe im Blog noch was dazu geschrieben.)

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Grosses Bravo Frau Prem,
ein sicheres Gespuer fuer eine "Schieflage" laesst sich nur durch Mut und Hartnaeckigkeit verfolgen;

ich frage mich, wie blind waehlen wir unsere Volksvertreter und wie leicht katapultieren sie sich dann in Posten dessen Kompetenz sich nicht unter Beweis stellen muessen ?

Antwort auf von empoertundengagiert EUCH

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So blind, wie wir auch all die vielen anderen Partner unserer privaten, beruflichen, geschäftlichen, verwaltenden und administrativen Beziehungen wählen, damit die sich etwas mehr herausnehmen können, als ihnen zusteht, und damit all das inszenieren, was sich irgendwann durch nichts mehr beherrschen läßt.

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Bravo Frau Prem,
wenn wir in Deutschland doch nur ein paar mehr Menschen hätten, die sich auch mal trauen und die Mühe auf sich nehmen würden.

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Über die Internetseite "gustl-for-help" bin ich neben anderen auch auf den Blog "ein-buch-lesen", auf dem Frau Prem über den "Fall Mollath" berichtete, gekommen und habe besonders dort gern die weitere Entwicklung verfolgt und einige Kommentare geschrieben.

Ich gebe Herrn Gutjahr, der das Interview mit Frau Prem führte, Recht, wenn er von der "fünften Gewalt" spricht. Ohne die Recherchen und die anschließende Berichterstattung von Frau Prem in dem von ihr mit betriebenen Blog wäre es wohl nicht zu der dann folgenden Informationswelle z.B. über "Twitter" und später über andere Medien gekommen.

Erstaunlich finde jedoch, wie unterschiedlich manchmal Reaktionen zu Hinweisen auf Missstände ausfallen können. Seit Jahren machen wir, meine Frau und ich, auf einen Missstand bei einem Bundesamt aufmerksam, den Transparency International als Hinweis zu einem "Einfallstor der Korruption" bezeichnet. Durch dieses "Einfallstor" wurden wir wirtschaftlich ruiniert und wir können uns nicht vorstellen, dass wir die Einzigen sein sollen, die durch dieses "Einfallstor" geschädigt wurden. Der Staat (Staatsanwaltschaften wie auch Petitionsausschüsse) sieht bisher keine Veranlassung, unseren diesbezüglichen Anzeigen nachzugehen. Er lässt damit wissentlich dieses Tor für kriminelle Machenschaften weiterhin sperrangelweit offen.
Auf unserer Homepage haben wir die Vorgänge dazu - insbesondere unter "aktuelles" - dokumentiert.

So auch unsere Fragen vom 02. und 11.09.2013, die wir über "abgeordnetenwatch" an den Gütersloher Bundestagsabgeordneten, Herrn Brinkhaus, in Bezug auf die Haltung der Bundesrepublik zur Ratifizierung der UN-Konvention gegen Korruption gerichtet haben (http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-1031-70467--f398727.html#q398727).
Herr Brinkhaus, der wie viele andere Politiker und Juristen über unsere Problematik informiert ist, hatte aber keine Skrupel, die Bürger vor den Wahlen falsch über die Beratungen zur UN-Konvention zu informieren. Das zeigen unsere in den Fragen dargelegten Fakten.

Antwort auf von Hans Dietrich

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Hier würde mich interessieren, wie das "Einfallstor der Korruption" aussieht. Gibt es einen Link zur Webseite, auf der das beschrieben wird?

Antwort auf von helmut

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@ helmut

Ich habe ganz bewusst keinen Link in meinen Text gesetzt.
Wer allerdings bei Google nach "Hans Dietrich und Einfallstor der Korruption" sucht, der stößt auf unsere Webseite, auf der wir insbesondere unter "aktuelles" die Vorgänge dokumentiert haben.

Ein "Offener Brief von Eva-Maria und Hans Dietrich an Herrn Dr. Appel" - Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post AG - wegen der Sonderbehandlung unserer Post führt ebenfalls zu unserer Webseite.

Gerne zitieren wir, meine Frau und ich, auch den inzwischen leider verstorbenen ehemaligen Richter am OLG Köln, Herrn Dr. Egon Schneider, mit seiner Festschrift der "Niedergang des Rechtsstaates".

Antwort auf von Hans Dietrich

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Lieber Hans Dietrich,

nehmen sie es mir nicht übel, aber vielleicht wäre es eine gute Idee, auf ihrer Website z.B. einmal grundsätzlich darzulegen, um was es eigentlich geht und die Informationen aufzubereiten, wenn sie eine breite Masse erreichen wollen?

Ich habe nicht sämtliche (wahrscheinlich um die 100) Einträge in ihrem Aktuelles-Bereich gelesen, sondern versucht von Anfang (2007) an einen Einstieg zu finden, habe jedoch irgendwann aufgegeben - sie schreiben von abstrakten "Verstößen" gegen die Rechtstaatlichkeit, Korruption, Rechtsbeugung und was weiss ich noch alles, ohne irgendwie einen konkreten Fall zu benennen, der hinreichend belegt ist? Vielleicht versteckt sich irgendwo in der nicht endenden Litanei von Verschwörungs-Buzzwords ein konkretes Anliegen, nur wird sich kaum jemand motiviert fühlen, 100 verlinkte Dokumente und Zeitungsartikel zu lesen, nur um zu erfahren, was genau Sie eigentlich anklagen. Nicht einmal auf konkrete Anfrage hier im Forum antworten Sie direkt, sondern weichen aus.

Der Unterschied zwischen ihrem und dem Anliegen hier: Dieses wurde pointiert, gezielt und strukturiert vorgetragen und enthielt konkrete Beweise, Namen und wenigstens einen konkreten Fall. Mit überwiegend abstrakten Floskeln reihen sie sich mit ihrem u.U. durchaus berechtigten Anliegen hier nur in die Reihe derer ein, die gegen den Staat im Allgemeinen wettern.

Ein ernst gemeinter Rat - wenn sie mit ihrem Anliegen was erreichen wollen, bereiten Sie es ordentlich auf. Benennen Sie Fälle und Beweise. "Einfallstor der Korruption" noch "Niedergang des Rechtsstaates" sind nur Floskeln, wie ich sie auf Ihrer Seite in jedem zweiten Satz lese. Das raubt ihrem Anliegen jegliche Ernsthaftigkeit und sorgt dafür, dass dieses Anliegen keiner ernst nehmen wird (eine Erfahrung, die Sie ja auch gemacht haben).

Antwort auf von Phil

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@ Phil

Hallo Phil,

natürlich gebe ich Ihnen gerne einen Hinweis, wie Sie eigentlich sehr schnell zu dem von mir angesprochenen "Einfallstor der Korruption" kommen. Lesen Sie doch bitte einfach einmal die letzten beiden Einträge auf unserer Homepage unter "aktuelles" vom 24.11.2014 - "Fehlende Glaubwürdigkeit" und vom 21.10.2014 - "Ein abschlägiger Bescheid". Ich denke, dass allein diese beiden Einträge - vorausgesetzt die dort verlinkten Stellen werden auch gelesen - schon sehr aussagekräftig sind.

Dass andere mit einem Link auf unsere Homepage sehr schnell das Thema erfasst haben, das habe ich gerade vor einigen Tagen auf dem Blog der ehemaligen Oberstaatsanwältin, Frau Gabriele Wolff, auf dem viele Juristen kommentieren, erfahren. Da wurde nicht nur mein Link zu unserer Homepage nicht veröffentlicht (das hätte ich ja noch verstanden), sondern ebenso ein paar erklärende Sätze, die keine Beleidigungen enthielten. Zudem konnte ich anschließend dort keinen Kommentar mehr einstellen.

Sie schreiben von einer "nicht endenden Litanei von Verschwörungs-Buzzwords". Ich kann mir nicht vorstellen, dass Transparency International unsere Hinweise als Hinweise zu "Einfallstore der Korruption" bezeichnet hätte, wenn wir die nicht entsprechend auf unserer Homepage für alle sichtbar dokumentiert hätten.

Bei nicht belegbaren, pauschalisierenden Anschuldigungen hätte die Redaktion von "abgeordnetenwatch" wohl ebenfalls meinen Eintrag, mit dem ich mich mit meinem vollen Namen schließlich zu erkennen gebe, entfernt, wie das Beispiel im ersten Kommentar hier zeigt.

Antwort auf von Phil

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@ Phil

noch ein Nachtrag zu meiner Antwort von heute 15:54 Uhr.

Sie sprachen auch "Zeitungsartikel" an.

Die "Neue Westfälische" wollte bereits im Jahr 1999 einen Artikel über die kriminellen Machenschaften, die uns wirtschaftlich ruinierten, veröffentlichen. Deshalb befragte uns eine Redakteurin dieser Zeitung über 2 Stunden lang zu dem Thema.
Eine Berichterstattung erfolgte jedoch nie. Die Befragung war ein Vorwand, es war eine Ausfragung.

Das hatten wir auch dem Chefredakteur der "Neuen Westfälischen" in einem Offenen Brief mitgeteilt. Den Offenen Brief hatten wir am 07.10.2009 unter der Überschrift "Ein trügerischer Schein" auf unserer Homepage unter "aktuelles veröffentlicht.

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Ein Einzelner kann nichts bewirken? Doch er kann, wenn er will - und das mit Erfolg.
Meine Verachtung für Menschen , die sich auf diesem Satz ausruhen, war schon immer groß, denn sie wollen gar nichts ändern, sie sind zu faul, ihren Hintern zu bewegen.
Chapeau an ursula Prem und meine Hochachtung!
Ich selbst werde in Zukunft ihrem Besipiel folgen und nicht mehr locker lassen, mich wie ein Hund daran festbeißen.

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So werden also die Schwachen in der Gesellschaft schamlos ausgenutzt und auf deren Kosten gelebt!
"..., dass Patienten hinter den Mauern der geschlossenen Anstalt Modellautos anfertigen, die später für viel Geld an Sammler verkauft werden."
Manche Menschen, denen es an sich schon gut geht (!) - im Gegensatz zu nicht wenigen und diese deshalb vielleicht am Rande der Gesellschaft leben (müssen), bekommen einfach nicht den Hals voll!
Ich möchte hier an der Stelle nur kurz auf folgenden Link hinweisen, obwohl die dort genannte Problematik in diesem o.a. Zusammenhang "Harderthauer" nur gerade eben gestreift wird:
http://www.oxfam.de/informieren/soziale-ungleichheit?pk_campaign=2014-11... .
Ob mir abgeordnetenwatch.de dies nachsieht oder ob mein Kommentar vielleicht eher gar nicht gezeigt wird, weil ich diesen Link genannt habe, dessen Thema im obigen Kontext nur ganz am Rande in indirekter Weise zu Sprache kommt?

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Ein Glück dass Herr Mollath wieder frei ist.

Der Mann ist unschuldig und nicht verrückt; ein Glück dass die Welt das jetzt weiß.

[Link im Beitrag gelöscht. Bewerbung der eigenen Homepage ist auf abgeordnetenwatch.de nicht gestattet. Vielen Dank für Ihr Verständnis - Die Red.]

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weil man von der Frau Haderthauer und dem Edathy nix mehr hört fragt man sich, was die den ganzen Tag so machen. Schafkopfen?

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Den "Krautreportern" und "Recherchebürgern" werden derzeit weitere Knüppel zwischen die Beine geworfen: Blogger (auch große) gelingt es immer seltener Presseausweise zu erhalten, die für viele Recherchen jedoch unabdingbar sind. Die "vierte" Macht mauert sich ein.

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