Warum Familienministerin Schröder abgeordnetenwatch.de nicht den Deutschen Engagementpreis überreichte

In Sachen abgeordnetenwatch.de und Wiesbaden hatte es vergangene Woche schon genügend Schlagzeilen gegeben, nachdem uns die dortige CDU-Stadtverordnetenfraktion mit Klage drohte, sollten wir sie mit Profilseiten auf abgeordnetenwatch.de aufnehmen. Die Ehrung mit dem Deutschen Engamentpreis am Freitagabend war insofern ein versöhnlicher Wochenausklang.

Die Verleihung des Deutschen Engagementpreises war am Freitagabend noch in vollem Gange, da meldete das Wiesbadener Tagblatt auf seiner Homepage (pdf):

 

Das allerdings war eine Ente, die die Lokalzeitung aus dem Wahlkreis von Kristina Schröder unbewusst in die Welt setzte, vermutlich, weil sie der offiziellen Pressemitteilung vertraut hatte, die schon im Vorfeld der Preisverleihung verschickt worden war. Überschrift: „Bundesministerin Kristina Schröder überreicht Deutschen Engagementpreis“. Das war allenfalls die halbe Wahrheit, wie sich herausstellen sollte.

In Sachen abgeordnetenwatch.de und Wiesbaden hatte es vergangene Woche schon genügend Schlagzeilen gegeben, nachdem uns die dortige CDU-Stadtverordnetenfraktion mit Klage gedroht hatte, falls wir sie mit Profilseiten auf abgeordnetenwatch.de aufnehmen sollten (mehr...) Die Ehrung mit dem Deutschen Engamentpreis am Freitagabend war insofern ein versöhnlicher Wochenausklang. Sechs Projekte wurden im Allianz-Forum am Pariser Platz in Berlin geehrt, darunter abgeordnetenwatch.de in der Kategorie Publikumspreis (mehr...), der letzten Auszeichnung des Abends.

Der Festakt war bis dahin reibungslos über die Bühne gegangen, Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hatte die ersten beiden Preisträger ausgezeichnet und gemeinsam mit Siegern und Laudatoren (u.a. Fernsehköchin Sarah Wiener) für Fotos posiert. Kristina Schröder ist nicht eben eine Anhängerin des öffentlichen Austausches mit Bürgerinnen und Bürgern über abgeordnetenwatch.de. Wer ihr als Wiesbadener Bundestagsabgeordnete eine Frage stellt, erhält diese standardisierte Antwort:

Vielen Dank für Ihre Frage. Ich werde Ihnen diese allerdings nicht über Abgeordnetenwatch beantworten und möchte Ihnen dies auch kurz erklären. Abgeordnetenwatch ist eine Plattform, die als selbsternannter Mittler zwischen Abgeordneten und Bürgern auftritt. Abgeordnetenwatch liegt die (unausgesprochene) These zu Grunde, dass Bundestagsabgeordnete sonst nicht ansprechbar oder gar abgehoben und für Anliegen der Bürger nur unter öffentlichem Druck zugänglich seien. Ich habe für mich als demokratisch gewählte Abgeordnete jedoch den Anspruch, ohne einen Vermittler für Sie ansprechbar zu sein. Zu meiner Vorstellung von demokratischer Öffentlichkeit gehört es deshalb, dass ich Bürgeranfragen auf direktem Weg beantworte: in meiner Bürgersprechstunde, in meinem monatlichen Politikbrief, auf meiner eigenen Homepage und in meinen Antworten auf schriftliche Bürgeranfragen. Bitte schicken Sie Ihre Anfrage dazu an mich persönlich (kristina.schroeder@bundestag.de), damit ich Ihnen ohne Umwege antworten kann.

Insofern waren wir gespannt auf die Verleihung des Publikumspreises durch die Bundesfamilienministerin. Wir wollten die Gelegenheit nutzen, Frau Schröder von den Vorzügen des öffentlichen Onlinedialogs zu überzeugen, aber zunächst kam erst einmal Laudatorin Cosma Shiva Hagen mit der Sesamstraße: „Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? - Wer nicht fragt, bleibt dumm,“ begann sie ihre Rede, eigentlich recht naheliegend bei einem Frageportal. „Doch wer fragt,“ fuhr die Schauspielerin fort, „möchte auch eine Antwort bekommen.“ Dies konnte man durchaus als Anspielung verstehen, oder auch ganz grundsätzlich. Und so ging es in der Laudatio weiter:

Jeder kann nachlesen, wie ernst ein Politiker die Bürgerfragen nimmt, ob er sie mit Floskeln abspeist oder die Frage sachgerecht beantwortet. Es entsteht ein digitales Wählergedächtnis. Das schafft Verbindlichkeit im Dialog von Bürgern und Politikern. … Man trifft nicht nur auf Fürsprecher, wenn man dafür sorgt, dass Politiker in der Öffentlichkeit befragt werden.

Das ist wohl wahr. Allerdings haben sich die allermeisten Bundestagsabgeordneten an die Bürgerfragen gewöhnt, rund 90 Prozent antworten. „Zehn Prozent fehlen allerdings noch“, erinnerte unser Kollege Gregor Hackmack in seiner Dankesrede, „darunter auch einige Prominente, zum Beispiel die Bundestagsabgeordnete aus Wiesbaden, unsere Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. Bei der Onlineabstimmung haben sich wahrscheinlich einige Userinnen und User gedacht: Vielleicht kann dieser Preis sie begeistern, endlich zu antworten. Wir würden uns freuen.“ Dem Applaus der rund 400 Gäste nach zu urteilen sahen diese das ähnlich. Der Wunsch müsste allerdings erst noch an Kristina Schröder übermittelt werden. Zum Zeitpunkt der Preisverleihung an abgeordnetenwatch.de war sie nicht mehr im Saal. Andere Termine, wie es hieß...

Update: Die Frankfurter Rundschau hat im Büro von Kristina Schröder nachgefragt, warum die Ministerin die Preisverleihung vorzeitig verließ:

Einer von Schröders Pressesprechern erklärte ihr Weggehen mitten im Festakt mit dem „knackevollen Terminkalender“. Ihr vorzeitiger Weggang habe „nichts mit Abgeordnetenwatch zu tun“, versicherte er. Auch sei die Entscheidung für die Preisvergabe im Internet gefallen.

Nicht richtig ist die Darstellung der FR, Schröder sei "nach dem fünften Preisträger nämlich plötzlich verschwunden". Die Familienministerin hatte die ersten beiden Projekte ausgezeichnet und die Veranstaltung danach verlassen. (Oben hatten wir geschrieben: "Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hatte die ersten Preisträger ausgezeichnet..." Zur Klarstellung haben wir nun das Wort "beiden" eingefügt.)

Ergänzung: Einige Userinnen und User haben Frau Schröder heute ihr Unverständnis über die Standardantworten mitgeteilt und uns dabei CC gesetzt. Eine Mail ist uns dabei ganz besonders aufgefallen, denn darin werden die Argumente (nicht nur im Fall von Kristina Schröder) äußerst anschaulich widerlegt. Die Absenderin ist damit einverstanden, dass wir ihr Schreiben hier im Blog veröffentlichen:

Sehr geehrte Frau Ministerin Schröder, Sie schreiben: "Abgeordnetenwatch ist eine Plattform, die als selbsternannter Mittler zwischen Abgeordneten und Bürgern auftritt. Abgeordnetenwatch liegt die (unausgesprochene) These zu Grunde, dass Bundestagsabgeordnete sonst nicht ansprechbar oder gar abgehoben und für Anliegen der Bürger nur unter öffentlichem Druck zugänglich seien. Ich habe für mich als demokratisch gewählte Abgeordnete jedoch den Anspruch, ohne einen Vermittler für Sie ansprechbar zu sein." Ich sehe das anders. Es gibt viele Bürger, deren Schwellenangst so hoch ist, dass sie sich gar nicht in die Sprechstunden der Politiker trauen oder einen Brief schreiben. Durch die Fragen, die auf Abgeordnetnwatch veröffentlicht werden, liest man nicht nur die Fragen, sondern man stellt oft fest, dass andere Bürger in bestimmten Situationen genauso ratlos sind, wie man selbst. Man kriegt auch die Antworten der Politiker mit, bzw. kann sich eine Nachricht schicken lassen, wenn zu bestimmten Fragen eine Antwort des Politikers eingetroffen ist. Diese Möglichkeit gibt es nicht, wenn ein Bürger Ihnen eine Mail schreibt oder in die Bürgersprechstunde kommt. Sie äußern weiter: "Zu meiner Vorstellung von demokratischer Öffentlichkeit gehört es deshalb, dass ich Bürgeranfragen auf direktem Weg beantworte: in meiner Bürgersprechstunde, in meinem monatlichen Politikbrief, auf meiner eigenen Homepage und in meinen Antworten auf schriftliche Bürgeranfragen. Bitte schicken Sie Ihre Anfrage dazu an mich persönlich (kristina.schroeder@bundestag.de), damit ich Ihnen ohne Umwege antworten kann." Es gibt in der Tat Fragen, die auch ich nicht bei Abgeordnetenwatch stellen würde, da diese zu persönlich sind, allerdings weiß ich nicht, wie man sich an jeden Politiker wenden kann und welches sein politischer Schwerpunkt ist. Das erfahre ich bei Abgeordnetenwatch, auch in welchen Ausschüssen er aktiv ist. Warum können Politiker nicht zusätzlich ihre @ Adresse oder Daten zu den Bürgersprechstunden bei Abgeordnetenwatsch bekannt geben und es dem Bürger überlassen, welchen Weg er beschreiten will. um mit dem Politiker seiner Wahl in Kontakt zu treten? Ich bin Pädagogin und arbeite immer noch, inzwischen als Rentnerin ehrenamtlich, mit so genannten randständigen Jugendlichen, Heranwachsenden und Jungerwachsenen (Sprayer). Ich kann Ihnen mitteilen, dass eine Anzahl dieser Klienten durch Abgeordnetenwatch Politik und Politiker näher gebracht wurden und sie sich nicht nur danach in politische Veranstaltungen trauten, sondern sich auch Parteien angeschlossen haben. Die Moderatoren von Abgeordnetenwatch achten nicht nur auf die Wortwahl der Fragenden, sondern sogar auch darauf, falls durch Namensgleichheit der Politiker der Fragende den Falschen angeschrieben hat und fragen per Mail zurück, ob man wirklich den richtigen Aprechpartner ausgewählt hat, bevor sie die Frage frei schalten. Vielleicht hilft Ihnen meine Mail Ihren Standpunkt noch einmal zu überdenken und Parteikollegen zu motivieren, sich zu beteiligen. Sie erreichen im Medienzeitalter über Abgeordnetenwatch vorrangig jüngere Bürger, die mit dem Medium Internet vertraut sind. Meine PC- u. Internetkenntnisse habe ich vor Jahren von meinen Klienten vermittelt bekommen und ich bin froh und dankbar, dass ich damit umgehen kann. Gerade Sie, als Familienministerin, sollten Interesse daran haben, dass junge Menschen von der Lebenserfahung der Senioren und Senioren vom Elan der Jugendlichen profitieren. Abgeordnetenwatch ist ein Medium, was generationsübergreifend neutral informiert und verbindet. Wir brauchen auch auf anderen Ebenen generationsübergreifende Projekte, um Menschen vor der Vereinsamung zu schützen. Für Ihr Amt wünsche ich Ihnen alles Gute und eine geruhsame Adventszeit.

 

Unsere Kollegen Boris Hekele und Gregor Hackmack (Mitte) bei der Preisverleihung am Freitag in Berlin. Links neben ihnen Laudatorin Cosma Shiva Hagen. Bundesfamilienministerin Kristina Schröder war zu diesem Zeitpunkt bereits auf einem anderen Termin. Foto: Marc Darchinger

 

Vorkommende Politiker:innen

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Kommentare

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»Abgeordnetenwatch liegt die (unausgesprochene) These zu Grunde, dass Bundestagsabgeordnete sonst nicht ansprechbar [..] Ich habe für mich [..] jedoch den Anspruch, ohne einen Vermittler für Sie ansprechbar zu sein«

Kann es sein, daß Frau Schröder da etwas mißverstanden hat? Sie tut ja gerade so, als würden nur Abgeordnete öffentlich befragt, die sich einem direkten Bürgerdialog verweigern! Und empfindet die Befragte über abgeordnetenwatch.de offenbar als Signal an die Öffentlichkeit, sie gehörte zu dieser Spezies.

Das ist wohl auch der Grund, warum z.B. die Wiesbadener CDU sich so vehement gegen die Aufnahme stemmt: sie fühlt sich mit dem Label „muß per öffentlichem Druck zur Antwort auf Bürgerfragen gezwungen werden” gebrandmarkt.

Bitte an diesem Negativ-Image arbeiten, liebes AW-Team.
Und, ehe ich es vergesse, herzlichen Glückwunsch zur Preisverleihung!

Antwort auf von Segantini

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Wer Tippfehler findet (Befragte statt Befragung, gehörte statt gehöre), darf sie behalten.

Antwort auf von Segantini

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Hallo aus dem Sachsenland und Glückwunsch zur Preisverleihung.Gibt es wirklich jemand der sich über die "Haltung" der Frau Schröder wundert, ich nicht.Es zeugt wieder einmal von ihrer "Verbundenheit zum Wähler und deren Interessenvertreter".Aber so sind "Sie " nun mal ,eine Vielzahl unserer "Volksvertreter".Also weiter so im Interesse des Wählers.

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@Segantini:
ich finde nicht, daß AW etwas ändern sollte - die Wirklichkeit zeigt: es ist vielen Politikern zuwider öffentlich und manchen überhaupt Bürgerfragen zu beantworten, die sitzen teilweise auf einem verdammt hohen Roß, merken dabei aber nicht, daß der Schlachter bereits die Zügel hält...

@AW:
Die fehlenden 10% werden sich, meiner Meinung nach, nicht sehr reduzieren, da dazu vor allem solche Typen wie der ehrliche und soziale Herr Steinmeier gehören!

Meine besten Wünsche zur Preisverleihung! ;-)
weiter so !

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HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH und
WEITER SO !

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Meinen allerherzlichsten Glückwunsch! Dabei gratuliere ich mir selbst und allen anderen Nutzern, Unterstützern und Förderen. Das ist doch wirklich mal ein gutes win-win-Projekt!

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Mein herzlicher Glückwunsch zum "Deutschen Engagementpreis"!
Ich habe schon lange geahnt, dass unsere Familienministerin recht zickig sein kann.
Wäre schön, wenn sie bald wieder Familienministerin in eigener Sache würde und die Öffentlichkeit mit ihrem arroganten Gehabe verschont.
Warum reagiert die "Gute" nicht auf "abgeordnetenwatch.de"-Anfragen? Hält Madame sich für etwas Besseres? Der Verdacht liegt nahe.
Oder hat sie einfach Angst, öffentlich Farbe bekennen zu müssen?

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Herzlichen Glückwunsch!

AW macht den Politikern Angst, weil AW sie dazu bringt eine Meinung zu haben, zu vertreten und auch noch Jedermann zur Verfügung zu stellen. Oje, da muss man sich ja festlegen und kann nicht jedes Mal nach aktueller Lage die Richtung ändern.
Man muss dann eben mal Verantwortung für das Gesagte übernehmen.
Wie ich finde, ein erster Schritt in die richtige Richtung - toll wäre dann der zweite Schritt, wenn die Politiker auch Verantwortung für ihre Worte UND für ihre Taten übernehmen.

AW .... WEITER SO!!!

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Das ist doch gut so. Jeder der Verstand hat, würde aufstehen und den Raum verlassen.

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Zu diesem Preis meinen herzlichen Glueckwunsch und alle guten Wuensche zum weiteren Durchhalten und Bretterbohren !

Zu Kristina Schroeder faellt mir eigentlich nur ein, dass Alice Schwarzer sie schon vor einiger Zeit wegen ihres eher rueckwaertsgewandten Frauenbildes in der Gesellschaft als "hoffnungslosen Fall" bezeichnet hatte. Und wer - wie Kristina Schroeder - sich oeffentlich damit bruestet, in ihrer Schulzeit bereits ein Abziehbild von Helmut Kohl (sic !) auf der Schultasche gehabt zu haben, wo Mitschueler Bilder aktueller Rockgruppen kleben hatten...sorry - dazu kann man nun wirklich nicht mehr viel sagen...

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Ich finde auch nicht, daß AW etwas ändern sollte, aber ich finde auch, dass Frau Schröder ihre Position nicht ändern braucht. Sie macht eine guten Job, und ich habe sie immer als sehr brürgernah und bürgerfreundlich erlebt. Sie braucht wirklich AW nicht als Mittler, das würde ich von manch anderen Abgeordneten nicht behaupten. Manche Unterstellung oben ist da fehl am Platz. Im übrigen ist es eine schlimme Sache, anderen Menschen - zu dieser Gattung gehören auch Abgeordnete - Angst zu machen.

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Vielleicht sollte ein banaler aber wesentlicher Aspekt betont werden: Es gibt bestimmte Fragen, die mehrere/viele Bürger haben. Ein gewisser Bündelungseffekt könnte doch im Endeffekt Arbeit sparen und gleichzeitig mehr Bürger zufriedenstellen. Da kann der direkte Bürgerdialog nicht wirklich mithalten -denke ich- .

Aber:
Vielleicht fühlen sich manche Damen und Herren zu sehr überwacht ("WATCH").

Es bleibt jedem Bürger freigestellt, wie er damit umgeht, daß sein Angestellter (Abgeordnete arbeiten doch für uns, oder?) den Kommunikationskanal bestimmt.
Ich denke: Jede/r Abgeordnete lernt. Manche schnell, manche weniger schnell.
Die, die schneller lernen haben mehr davon.. schon immer.

Ein hoch auf die Naturgesetze.. das regelt sich..

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So geht es, wenn Kinder zu Ministern gemacht werden. Die sind noch sehr in ihrer Emotionalität gefangen und können das auch nicht steuern.

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Vorab meinen herzlichen Glückwunsch zum "Deutschen" Engagementpreis.
Leider muß man davon ausgehen, daß die flüchtigen Erklärungen zur Nichtteilnahme, von Frau Schröder, als Familienministerin auf Bundesebene einen tieferen Sinn haben.
Zum einen müßte Sie Farbe bekennen und weiterhin bleibt die Antwort gespeichert.
Ein persönliches Schreiben ihrerseits erreicht somit nicht die Masse der Bevölkerung, ist daher von Vorteil. Im Übrigen kennt man daß aus mancher Bundestagsabstimmung, die mit Fraktionszwang erfolgt, als mit dem persönlichen Gewissen.
Frau Schröder war nicht der große Wurf, jedoch war unsere Kanzlerin gezwungen diese zu benennen, nach dem Rücktritt von Herrn Jung (CDU), wegen Falschaussage.
Leider hat keine Partei in Deutschland das Potential, in der Zukunft, weitdenkende und vorausschauende Kandidaten aufzustellen, die dem Land und unserer einen Gesellschaft
dienen! Ich erinnere an Brand, Schmidt, Genscher, Weizäcker und selbst Helmut Kohl in seiner guten Zeit.

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Glückwunsch zum "Deutschen Engagementpreis".

Frau Schröder hat, wie man so sagt, offensichtlich den letzten Schuss nicht gehört.
Da beklagen unsere Politiker in Sonnstagsreden und Talkshows vehement das Desinteresse weiter Bevölkerungskreise am politischen Geschehen und geringe Wahlbeteiligungen, und wenn sich dann "selbsternannte Mittler" engagieren, dann kneift ausgerechnet eine Ministerin.

Dabei ist es doch ganz einfach: Wenn ich persönlichen Dialog mit einem Abgeordneten suche, erfahre nur ich, was der (die) Abgeordnete antwortet, auch wenn die Antwort für viele Andere ebenso von Interesse sein kann. Hier schafft AW Abhilfe. Im Übrigen musste ich die Erfahrung machen, dass auch im persönlichen Dialog selten auf mein Anliegen eingegangen wurde, sondern irgendwelche Assistenten puzzelten scheinbar Textbausteine zusammen. So etwas fällt im öffentlichen Dialog natürlich auf.

Also: Weitermachen! Juristische Hürden kann es ernsthaft nicht geben, wenn so viele Bürger sich entschlossen haben, unseren freiwilligen Mandatsträgern mit modernen Mitteln auf die Finger zu schauen.

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Glückwunsch zum Preis, den AW auf jeden Fall verdient hat. Zu der Dame, die vor der Preisverleihung gegangen ist : Ich habe nichts anderes von der erwartet und hoffe, dass sie baldmöglichst die Antwort des Wählers für ihre rückwärtsgewandte Politik erhält.

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Da habe ich doch tatsächlich mit meiner Stimme für AW mal was Gutes bewirkt - 10 000 Tocken für mehr Transparenz. Zur Frau Schröder möchte ich allerdings anmerken, dass es ja schließlich nicht ausgeschlossen werden kann, dass sie da andere Termine hatte. Ihre Standardantwort allerdings spricht für sich. Als Politikerin halte ich sie für völlig überfordert, das zeigt allein schon, wie sie sich da regelmäßig von Zensursula vorführen lässt. Das eigentliche Problem mit AW scheint mir zu sein, dass die Antworten da -internettypisch - stehenbleiben. Und das in diesen schnelllebigen Zeiten! Da denke ich mal an die diversen Statements von Angie in Sachen Eurokrise.

Weiter so, AW!

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Herzlichen Glückwunsch zur Verleihung des Deutschen Engagementspreis. Zur Abwesenheit der unseligen Familienministerin Schröder kann ich nur sagen: Wie traurig und beschämend. Hat diese Frau keine Zeit die gesamten Preisträger auszuzeichnen? Mit der fadenscheinigenden Ausrede, sie hat andere Termine, ist es eine der schlechtesten Ausreden. Sie ist doch nur Ministerin geworden: Es musste jemand aus Hessen und eine Frau sein. Eine Ministerin farblos und blass in ihrem Erscheinungsbild, herausragendes hat sie in ihrem Ministerium noch nicht geleistet.

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Hurra es hat geklappt!
Mein Glückwunsch zu dieser Auszeichnung.
Hoffentlich macht Frau Schröder noch viele solche taktischen Fehler.
Der mündige Bürger kann solche Politiker nicht gebrauchen.
Wir sind das Volk!
Also: Weitermachen! Juristische Hürden kann es ernsthaft nicht geben, wenn so viele Bürger sich entschlossen haben, unseren freiwilligen Mandatsträgern mit modernen Mitteln auf die Finger zu klopfen.
Wir sind keine echte Demokratie sonder eine Vetternwirtschaft in den Parteien.
Verbreitet AW an alle Eure Bekannten und Freunde!

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Ich reihe mich in den Glückwunschreigen gerne ein!
Dass Frau Schröder so reagiert hat, wen wundert's! Als Mädchen hat sie Helmut Kohl schon
bewundert...und wie der mit (hartnäckigen) Fragestellern umgesprungen ist...vor allem wenn sie nach seinen verschwiegenen Spendern zu fragen wagten. Diese Frau ist ganz einfach noch nicht im 21.Jahrhundert angekommen. Soll sie doch ihre verqueren Ansichten für sich behalten!

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Frau Schröder trägt ihre Nase ja extrem hoch......Ich sag nur: Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund.....

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"Warum können Politiker nicht zusätzlich ihre @ Adresse oder Daten zu den Bürgersprechstunden bei Abgeordnetenwatsch bekannt geben und es dem Bürger überlassen, welchen Weg er beschreiten will. um mit dem Politiker seiner Wahl in Kontakt zu treten?"

Die frage ist ganz einfach, warum beantwortet Ihr sie der Dame nicht? Weil Awatch das nicht zuläßt und weil Awatch 200 Euro verlangt, wenn der MdB Links einstellen will.

Immer schön nur die eine Hälfte der Wahrheit, nicht wahr?

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Treibt s Fr.Schröder nicht zusehr in die Enge und nicht zuviel Egenlob.

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Ich finde, Schröder ist eine schlechte Ministerin und ich finde AW toll!
Trotzdem muss man akzeptieren können, wenn Abgeordnete nicht bei AW mitmachen wollen - aus welchen Gründen auch immer! AW ist eine "private" Webseite. Sie bietet für Abgeordnete und für normale Bürger ein gute Plattform die beiden Seiten etwas bringt. Aber wenn sich Leute dazu entscheiden, HIER bei AW nicht mitzumachen, muss man dies meiner Meinung nach respektieren! AW ist weder DAS Heilmittel für die repräsentative Demokratie, noch ist AW ein Teil dieser Demokratie sondern ein Zusatz. Für Bürger und Abgeordnete ist es auch toll, wenn die Abgeordneten bei einem sozialen Netzwerk Mitglied sind und dort auch Fragen direkt beantworten. Trotzdem kann man keinen Abgeordneten zwingen, sich bei facebook zu registrieren und dort auch aktiv zu sein.
Selbstverständlich hat AW aus vielerlei Sicht Vorteile - trotzdem kann daraus kein Anspruch entstehen, dass auch alle mitmachen müssen!

Finde also ein Abgeordnetenbashing falsch, nur weil dieser nicht bei AW jedem Antwortet. Dieser Abgeordnete könnte trotzdem total Bürgernah sein und gute Politik machen. (Was jetzt bei Schröder natürlich nicht zutrifft.)

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Wenn das stimmt, sollte dies offiziell seitens AW erklärt werden.
Im übrigen sollten bei vollständiger Berichterstattung gerade zu dieser Thematik nahe liegend und folgerichtig die direkten Ansprechadressen des/der Abgeordneten mit verlinkt werden.

Frau Ministerin Schröder - wie auch andere - zeigen mehr als ihnen bewusst ist mit ihren Reaktionen, durch welche Schule der Halbwahrheiten sie gegangen sind/wurden.

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