Wie wollen Sie die ambulante paychotherapeutische Versorgung sicherstellen, wenn die Sparmaßnahmen des BMG und die Kürzung um 4,5% tatsächlich wie erwartet zu 20-30% Honorarverlust führen werden?
Sehr geehrter Herr Albani,
die psychotherapeutische Versorgung droht in eine massive Schieflage zu geraten. Schon heute warten Patienten und Patientinnen mehrere Monate (bei mir 2 Jahre) auf einen freien Therapieplatz. Ambulante PsychotherapeutInnen sind mit Abstand die am schlechtesten bezahlte Facharztgruppe. Die Honorarsteigerungen zuletzt waren gerichtlich erstritten, um den Abstand zu den am schlechtesten bezahlten Arztgruppen zu reduzieren. Dann zu behaupten, unser Honorar sei überproportional stark gestiegen, um es dann zu kürzen, ist milde gesprochen irreführend. Auch wir haben stark steigende Fixkosten, auch wir haben Angestellte, denen wir nicht einfach innerhalb von 2 Wochen kündigen oder das Gehalt kürzen können, auch wir brauchen zumindest eine Inflationsausgleich. Durch die Sparpläne werden wir überproportional stark belastet, das wird Praxen in die Knie zwingen. Obwohl PT nicht der Kostentreiber ist und stattdess.Kosten hilft zu senken (AU, BU, stationäre Aufenthalte).

