Wie soll die psychotherapeutische Versorgung im Rhein-Sieg-Kreis für Kinder und Jugendliche gesichert werden?
Als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin mit halbem Kassensitz äußere ich große Sorge über den Referentenentwurf zum GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz. Ich befürchte, dass die Rückführung der Psychotherapie in die morbiditätsbedingte Gesamtvergütung zu deutlich weniger Therapieplätzen für gesetzlich Versicherte führen wird. Schon jetzt erlebe ich lange Wartezeiten und massive Versorgungslücken; häufig muss ich weinende Eltern auf eine Behandlung für ihr Kind erst in etwa anderthalb Jahren vertrösten. Die geplanten Maßnahmen würden diese Lage weiter verschärfen. Besonders kritisch sehe ich die Folgen für benachteiligte und komplexe Fälle, da steigender wirtschaftlicher Druck dazu führen kann, dass aufwendige Therapien seltener angeboten werden.
Ich fordere daher eine Überarbeitung der Regelungen und den Erhalt der extrabudgetären Vergütung, um eine ausreichende und verlässliche Versorgung sicherzustellen!

