abgeordnetenwatch.de

Weil Transparenz Vertrauen schafft

Die Steinbrück-Honorare (Kurzanalyse)

Veröffentlicht am
30.10.2012 um 13:41
von
Martin Reyher
in
Nebeneinkünfte

Rund zweieinhalb Jahre nach dem ersten Bericht über seine Honorarvorträge hier im Blog hat SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück heute die genaue Höhe sowie die Namen der Auftraggeber veröffentlicht. Eine Kurzanalyse des zwanzigseitigen Papiers (pdf):

Steinbrücks Standardhonorar für einen Vortrag liegt bei 15.000 Euro (brutto). Von 89 Reden, die der frühere Finanzminister gegenüber der Bundestagsverwaltung gemeldet hat, wurden 74 mit dieser Summe vergütet. Dreimal lag die Vergütung über dem Standardhonorar:

  • bei der DZ Bank AG (2011): 18.000 Euro
  • bei der Bausparkasse Schwabisch Hall (2011): 20.000 Euro
  • beim "Atriumtalk" der Stadtwerke Bochum (2011): 25.000 Euro

Bislang waren zahlreiche Auftraggeber unbekannt, da Steinbrück gegenüber der Bundestagsverwaltung lediglich den Namen von Rednervermittlungsagenturen angegeben hatte. Aus der heute vorgelegten Liste geht hervor, dass Steinbrück einen Großteil dieser Vorträge in der Finanz- und Versicherungsbranche zu einem Honorar von jeweils 15.000 Euro hielt, z.B.

  • bei einer Investorenkonferenz der Deutschen Bank in Wien
  • beim Investorenforum von JP Morgan
  • bei der Swiss Life-Versicherung
  • beim "Führungstreffen der Wirtschaft" der Hypo Vereinsbank
  • beim Investmentkongress der DAB bank AG

Auffallend ist, wie viele Volksbanken und Sparkassen (insbesondere kleinere Institute) sich einen Steinbrück-Auftritt leisteten:

  • Volksbank Lippstadt: 15.000 Euro
  • Volksbank Geest: 15.000 Euro
  • Volksbank Mosbach: 15.000 Euro
  • Volksbank Mittelhessen: 2 Vorträge a 15.000 Euro
  • Volksbank Dortmund: 15.000 Euro
  • Sparkasse Altmark-West: 15.000 Euro
  • Sparkasse Leverkusen: 15.000 Euro
  • Sparkasse Witten: 15.000 Euro
  • Sparkasse Schwarzwald-Bahr: 15.000 Euro

Wie aus der heute vorgelegten Liste außerdem hervorgeht, erhielt Steinbrück für einen umstrittenen Vortrag bei der Großkanzlei Freshfields am 12. September 2011 ein Honorar in Höhe von 15.000 Euro. Im Sommer hatte abgeordnetenwatch.de erstmals darüber berichtet, dass Steinbrück während seiner Amtszeit als Bundesfinanzminister mehrere Berateraufträge im Zusammenhang mit dem Finanzmarktstabilisierungsgesetz an Freshfields vergeben hatte.

Steinbrück trat in der Regel bei Banken, Versicherungen oder auf Finanzkongressen auf. Deswegen stechen in der Liste zwei Vorträge besonders hervor: Im Februar 2010 redete der frühere Finanzminister bei einer Küchen-Messe, im Juni 2012 bei einer Reifen-Messe, beide Male für ein Honorar von je 15.000 Euro.

In zwei Fällen versäumte es Peer Steinbrück Vorträge bei der Bundestagsverwaltung zu melden. Dabei handelt es sich um Veranstaltungen der Kerkhoff Consulting sowie der Südwestbank. Für beide Vorträge im Oktober 2011 erhielt der SPD-Kanzlerkandidat jeweils 15.000 Euro. Auf einer Pressekonferenz am Vormittag bezeichnete Steinbrück dies als Versäumnis. Er halte beide Vorträge allerdings für "unverdächtig". "Beide bezogen sich auf die Finanzmarktregulierung."

Nach eigenen Angaben fehlte Steinbrück siebenmal bei namentlichen Abstimmungen, weil er zur selben Zeit wegen eines bezahlten Vortrags unterwegs war. Nach einem Bericht der Süddeutschen Zeitung sei er von Bundestagspräsident Norbert Lammert einmal gemahnt worden, an einer Abstimmung teilzunehmen und eine auswärtige Veranstaltung abzusagen. Gegenüber der Presse wollte Steinbrück dies am morgen nicht dementieren. Er erinnere sich nicht an eine solche Unterredung.

abgeordnetenwatch.de begrüßt die Transparenzoffensive von Peer Steinbrück. Nun muss die schwarz-gelbe Koalition liefern, die den SPD-Kanzlerkandidaten in den vergangenen Wochen zur Komplettoffenlegung seiner Nebeneinkünfte aufgefordert hatte. "Wer Transparenz von anderen fordert, muss sich daran messen lassen und darf sich auch nicht wundern, wenn sie von ihm persönlich eingefordert wird.“ Diese Forderung stammt nicht von Steinbrück oder einem anderen SPD-Politiker, sondern vom bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer.

Von allen Bundestagsabgeordneten sind es insbesondere Politiker von Union und FDP, die als Aufsichtsratsmitglied oder Berater enge Verbindungen zu Unternehmen haben und sich diese gut bezahlen lassen, wie eine Auswertung von abgeordnetenwatch.de kürzlich ergeben hat. Um den Verdacht von Abhängigkeit gar nicht erst aufkommen zu lassen, muss es endlich volle Transparenz bei den Nebentätigkeiten geben!

Update I:
Der Deutschlandfunk hat heute Mittag ein Interview mit unserem Kollegen Gregor Hackmack zur Offenlegung der Vortragshonorare durch Peer Steinbrück geführt:
[audio:http://blog.abgeordnetenwatch.de/wp-content/uploads/2012/10/dlf_20121030...

--------------------------

Lesen Sie auch:

Kommentare

Sehr geehrter Herr Balkenhol, danke für diese "Belehrung".
Ich kann nur hoffen, dass Sie hier als Privatmann geantwortet haben, und nicht als politischer Aktivist.
Anderereits kann ich Ihnen zu Ihrem umfassenden Wissen über Abgeordnete, Bundestag, Politik usw. nur gratulieren. Da ich allerdings 60 Stunden pro Woche investieren muss, um auch nur einen Bruchteil dessen zu verdienen, was Herr S. mit seinen Vorträgen "nebenberuflich" verdient (bitte als durchgestrichen lesen) bekommen hat und ich mich auf anderen Gebieten gegen Volksverdummung engagiere, konnte ich mich leider vorab nicht um Details kümmern. Deshalb habe ich ja auch gefragt.

Zu 1) Sicherlich wird den meisten Lesern der relativ hohe Ironiegehalt meiner Frage - insbesondere angesichts der verwendeten Anführungszeichen - nicht entgangen sein.

Zu 2) Ich HABE nachgesehen, allerdings ist die Liste in diesem Punkt nicht sehr aussagekräftig. Z.B. wird ein Dienstwagen überhaupt nicht angesprochen.

Zu 3) OK (nicht gewußt, daher gefragt)

Zu 4) Anwesenheitszeiten nicht verpasst, weil nach dem Vortrag schlafen gegangen - Häähhh? Schon im Beitrag steht:"Nach eigenen Angaben fehlte Steinbrück siebenmal bei namentlichen Abstimmungen". Außerdem geht es mir ja um die Zeit VOR dem Vortrag und den Tag NACH dem Vortrag. Da hat Herr S. ja wohl schon einiges versäumt.

Zu 5) Beachten Sie auch hier bitte die Anführungszeiten. Ich bin nicht so doof wie Sie mich hier darstellen wollen, natürlich hat Herr S. keine 40 Stunden Woche. Mir geht es darum, ob Abgeodneter S. von sagen wir mal 70 Wochenstunden 20 Stunden für Vorträge (einschl. der dazugehörigen Zeiten, um Ihnen zuvorzukommen) aufgewendet hat, während andere Abgeordnete 70 Wochenstunden für ihre parlamentarische Arbeit aufgewendet haben.

Zusammengefaßt: als Antwort eines Privatmannes ziemlich pampig, wenn auch nicht von P.S. authorisiert. Wenn es so wäre, wäre es ja noch schlimmer .-)

Nach Steinbrücks Offenlegung seiner "Neben"einkünfte bitte jetzt auch Transparenz durch die Abgeordneten von SCHWARZ-GELD äh... SCHWARZ-GELB !

Die Klärung ob Herr Steinbrück "etwas Falsches" gemacht hat, steht noch aus würde ich sagen. Sein Verhalten, welches bislang bekannt ist, war konform mit den von korrupten? Abgeordneten formulierten laxen, laschen und intransparenten Regeln. Ist es deshalb automatisch gut oder nicht zu kritisieren? Mit der Kritik an den gekauft wirkenden Abgeordneten von CDU und FDP treffen Sie aber natürlich ins Schwarze! Wäre die Bild-Zeitung eine echte Zeitung, die keine Meinungen manipulieren möchte, würde sie nun Aufklärung von CDU und FDP fordern. Tut sie aber nicht.

Man kann es drehen und wenden wie man will, es ist und bleibt Betrug am Steuerzahler.

Die meisten Kommentatoren gehen noch davon aus, dass Politiker sich uns, ihren möglichen Wählern verpflichtet fühlen sollten. Gerade dieser Schluss ist ein Trugschluss! Sie fühlen sich ihren Lobbyisten verpflichtet. Von denen kommt das Geld. Uns bleibt da immerhin die Alternative, sie nicht mehr zu wählen.

Nebeneinkünfte Nebeneinkünfte Nebeneinkünfte Nebeneinkünfte Nebeneinkünfte Nebeneinkünfte Nebeneinkünfte Nebeneinkünfte Nebeneinkünfte Nebeneinkünfte

Da hat Abgeordnetenwatch Blog wohl ein Thema zum Einschießen gefunden, womit man den Illuminaten nicht weh tut. Ähnlich Geschrei wäre wünschenswert beim ESM oder den Steuergelderverschwendereien durch EU und Euro. Aber da hat Abgeordnetenwatch Blog wie die Propaganda Systemmedien brav geschwiegen.

Ganz großer Kommentar, du Held.

Stimmt es gibt noch viele andere wichtige Themen !

...wenn wir schon am kalauern sind:

Herr Steinbrück gibt dem Begriff Peer Pressure eine neue Bedeutung. ;-)

Okay, 2 Euro in die Wortspielkasse - aber den konnte ich mir nicht verkeifen.

Hat ein Bundestagsabgeordneter einen Arbeitsvertrag? Wenn ja, wie sieht dieser aus? Wer unterschreibt diesen? Wer bewilligt die Nebentätigkeit? Dies alles interessiert mich sehr und ich hoffe auf eine schnelle Antwort!
Vielen Dank
Ute

Zunächst erstmal: Ich finde es super von Herrn Steinbrück, dass er damit anfängt, seine Nebeneinkünfte veröffentlicht hat. Schliesslich ist das bisher nicht Usus unter Abgeordnenten. Es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Allerdings sollte die Richtung weitergehen. Ich denke auch, dass Abgeordnte so eine Art "Angestellte" von uns sind - denn sie wurden von uns eingesetzt und sollen (ausschliesslich) in unserem Auftrag arbeiten. Ich denke deshalb auch : Ich müsste in meinen Arbeitsverträgen aus meiner Angestelltenzeit im öffentlichen Dienst nachsehen, aber ich denke, dass alle Arten von Nebeneinkünften aus Erwerbsarbeit, sowie vermutlich auch anderen Nebentätigkeiten ab einem gewissen Umfang, genehmigungspflichtig waren. Aus zwei Gründen, nehme ich an: Zum einen sollte ich meine Arbeitskraft nicht anderweitig verbrauchen. Und zum zweiten, sollte mein Arbeitgeber sicher sein, dass ich keine Nebentätigkeit ausübe, die sich möglicherweise gegen sein Interesse richtet.

Ansonsten: Jemand hatte die Frage gestellt, warum die Zahlen so rund sind, ob Herr Steinbrück keine Umsatzsteuer gezahlt hat: Er hat die Brutto-Einkünfte angegeben.
(Hier http://blog.abgeordnetenwatch.de/wp-content/uploads/2012/10/Veröff_Ergebnis.pdf.pdf steht: "Nach Auskunft des Steuerberaters
von Herrn Steinbrück ist von einem Grenzsteuersatz von rund 48 % auszugehen.")
In dem Dokument sind auch die jeweiligen Nebenkosten mit aufgeführt. Hier verstehe ich den Text so, dass diese in dem Vortragshonorar nicht mit einberechnet sind. D.h. irgendwer müsste dann die Nebenkosten noch zusätzlich bezahlt haben.

Katrin Lehmann sagt:
31. Oktober 2012 um 18:19

Allerdings sollte die Richtung weitergehen. Ich denke auch, dass Abgeordnte so eine Art “Angestellte” von uns sind – denn sie wurden von uns eingesetzt und sollen (ausschliesslich) in unserem Auftrag arbeiten.

Ein Abgeordneter ist auschließlich seinem Gewissen gegenüber verpflichtet!

Wenn man Ihrem Gedanken folgen würde, dann könnten also Abgeordnete,
die nicht von "uns" als "Angestellte" eingesetzt werden, sondern von anderen z.B.
der Industrielobby in deren Auftrag arbeiten?
Denken Sie bitte mal darüber nach!

Gruß Ulrich

Ergänzung: die angegebenen Nebenkosten wurden vom Veranstalter übernommen.
Quelle: http://www.peer-steinbrueck.de/peer-steinbruck-veroffentlicht-bericht-ub... (Das sagt er im Video.)

mfg,
Katrin Lehmann

Liebe Redaktion,

ich kann Andreas F. nur zustimmen. Man darf gespannt sein, wie nachdrücklich und mit welcher Energie sich abgeordnetenwatch zukünftig mit den Nebeneinkünften und der Präsenz von Volksvertretern der CDU, CSU und FDP beschäftigt oder ob man bei Steinbrück die "Gunst der Stunde" genutzt hat. Kann so langsam im Zusammenhang mit dem Namen Steinbrück das Wort "Nebeneinküfte" nicht mehr hören oder lesen.

Ein (Noch-) Förderer von abgeordnetenwatch

Lieber Herr Kornaker,

ich Sie möchten wir einladen, sich hier im Blog etwas umzuschauen. Dann werden Sie zahlreiche Beispiele für Recherchen finden, die die Nebentätigkeiten von Politikern anderer Parteien betreffen. Eine kleine Auswahl:

http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/02/01/cdu-fraktionsvize-verschwieg...
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/05/10/60-000-euro-von-bertelsmann-...
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/10/08/spitzenverdiener-im-parlament/
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/05/10/interessenkonflikt-durch-neb...
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/10/25/nebeneinkunfte-lassen-sich-m...

Zur Präsenz aller 620 Abgeordneten finden Sie hier eine Auflistung:
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/04/25/142-abgeordnete-fehlten-bei-...
Überschrift: "142 Abgeordnete fehlten bei keiner Abstimmung – Gauweiler (CDU) “Spitzenreiter beim Blaumachen”"

Wer die Musik bezahlt der bestimmt was gespielt wird ! Wer mich bezahlt dessen Lied ich singe !

Vetrauen ist gut - Kontrolle ist besser, das wusste schon LENIN. Natürlich können wir "Normalverbraucher" Herrn Stenbrück nicht kontrollieren ...
Aber das, was er gestern in seiner Presse-Konferenz an Offenlegung und Antworten anbot, war für mich schon überzeugend, weil bislang ohne Beispiel!
Brutto-Honorare - mit 48% versteuert! - reduzierte Honorare - Gratis-Honorare - Kein Honorar, sondern Bitte an caritative Einrichtungen direkt zu spenden ... Schade und unkorrekt, dass all' diese Angaben in den meisten Presse-Organen aber auch bei namhaften Kommentatoren fehlten! Da macht es sich doch wesentlich besser, pauschal von "1.250.000 Mio. Euro Einkommen!" zu sprechen, zu schreiben und einfach unter den Tisch fallen zu lassen, dass es sich um Bruttobezüge handelt. So geht es auch nicht.

Ich verstehe ihren Punkt. Andererseits ist es üblich Gehälter, Honorare und dergleichen brutto anzugeben um eine Vergleichbarkeit herzustellen. Interessant ist ja, wieviel der Auftraggeber gezahlt hat, nicht unbedingt wieviel davon bei Steinbrück angekommen ist. Welche Steuern Steinbrück von seinem hohen Einkommen zahlt, steht auf einem anderen Blatt, denn viele Wohlhabende und Top-Verdiener zahlen keinen Euro Steuern, da es viele Steuersparmodelle gibt, ob nun Containerschiffe, Mietshäuser oder das Filmgeschäft als einige wenige Beispiele.

zunächst dürfte für Hrn. Steinbrück Personenschutz bestehen und da Hr. Steinbrück mit Sicherheit auch nicht mit seinem Privatwagen unterwegs ist, dürfte ein geschütztes Fahrzeug incl. Begleitpersonal zur Verfügung stellen, auf Staatskosten versteht sich. Die Rundumbetreung des BKA 2010 mit 41 Vorträgen, 3 KHK, mit Vor- und Nachbereitung, mindestens B5-Fahrzeug (keine "Holzklasse"), Sprit etc. dürfte den Steuerzahler das gekostet haben, was Hr. Steinbrück durch seine Vorträge versteuerte.

Herr Steinbrück und viele anderen CDU, CSU, FDP Politiker haben nur ein Nebeneinkommen und

eine Nebentätigkeit das ist die im Bundestag. Ein Politiker der so wenig Interesse am

Bundestagsmandat hat der sollte nicht mehr gewählt werden. Wir haben viele Trojanische Pferde in der

Politik Lobbyisten die nur die Interessen der Banken-Versicherungen und Industrie vertreten. Es war mal eine

Sendung im Fernsehen einige Professoren die im Bundestag sind haben sage und schreibe 32

Aufsichtsratstätigkeiten.

Politiker bauen darauf das viele Bürger kein Interesse an Politik haben und ein schlechtes

Gedächtnis. Warum

wurde Herr Steinbrück als Ministerpräsident in NRW den abgewählt?

Machen Sie doch mal einen Test in einer Fußgängerzone. Zeigen Sie ein Bild von Herr Steinbrück und fragen Sie auf der Straße

Bürger zu welcher Partei Herr Steinbrück gehört. Ich bin sicher viele werden antworten in der CDU

oder sogar in der FDP. Deshalb hat es auch so gut geklappt bei der großen Koalition. Er war

Finanzminister, Vollmundig hat der Maulheld Herr Steinbrück mit Frau Merkel verkündet was Sie

tun wollen gegen die Finanzkrise. Was ist passiert nichts!

Wenn ein Maulheld, Schnellredner, wie Herr Steinbrück der redet wie ein Börsenmakler ein

Versicherungsvertreter. Er war beim Bilderberger treffen eingeladen auch Frau Merkel und Herr

Trittin. Dort wurde beschlossen das er der Bundeskanzlerkandidat wird. Das stand schon lange Fest.

Es sollte der Eindruck erweckt werden von der SPD wir Wähler hätten die Wahl zwischen drei

Kandidaten. Es ist gut das es solche Organisationen gibt. Sonst wäre der Bürger machtlos gegen die

Riesenlobbyisten im Bundestag und EU. Es müsste verboten werden die Lobbyarbeit Steuerlich

abzusetzen. Sie sollten sich mal mit den Bilderbergern und Goldman & Sachs Trojanern beschäftigen.

ausgerechnet dieser Typ hat Abgeordnetenwatch als "kommerzielles Pack" bezeichnet. Merkt jemand den feinen Hauch der Ironie?

Hallo,
mich als Arbeitnehmer - der gemäss Compliance-Auflagen jeden geschenkten Pups eines Auftragnehmers melden muss - stellen sich folgende Fragen:
1) Wurden diese Vorträge seinem "Vorgesetzten" angezeigt bzw. von diesem genehmigt?
2) H. Steinbrück wird ja nicht mit Wochend-Ticket in der zweiten Klasse eines RE gereist sein. Wurde die Reisekosten übernommen oder sind diese in den Honoraren enthalten? Wurde sein Dienstwagen (inkl. Fahrer?) genutzt?
3) H. Steinbrück ist ja nicht Lieschen Müller. Wurde Herr S. von Personenschützern begleitet? Wenn ja, wer trug die Kosten dafür?
4) Wie sah es mit der Arbeitsleistung des Herrn an dem Tagen NACH einem Vortrag aus? Sind Anesenheitszeiten verpasst worden?
5) Wie hoch war der Zeitaufwand für diese Vorträge (einschl. Reisezeiten) im Vergleich zu seiner "SOLL-Arbeitszeit"?

7.000 bis 25.000 Euro für einen Vortrag? Das ist für den "kleinen Mann" manchmal alles nicht mehr nachvollziehbar. Bei einem Vortrag in der Volkshochschule, bei einer kleinen Stadtführung oder einer mehrstündigen Exkursion bekommt der Kurs-/Expeditionsleiter schlappe 50-100 Euro - und da braucht mir jetzt auch keiner mit den üblichen Sprüchen wie "Leistung lohnt sich" oder "Angebot und Nachfrage regeln den Preis" kommen. Da ist schon längst eine ganz krasse Schieflage entstanden.

Ich habe nichts dagegen, wenn jemand ein bisschen mehr verdient als andere. Aber wenn eine Krankenschwester sich das ganze Jahr für 10.000 bis 15.000 Euro abrackern muss und der Hartz IV-Empfänger in seiner menschlichen Würde von Behörden permanent wegen knapp 350 Euro im Monat attackiert wird - dann stellt sich mehr denn je die Frage wie sozial und gerecht es in dem Land im Herzen Europas noch zugeht.

Hallo Bürger Andreas,

gerne beantworte ich Deine kritischen Fragen, bin allerdings nicht von PS autorisiert!

1) Wurden diese Vorträge seinem “Vorgesetzten” angezeigt bzw. von diesem genehmigt?

Ein Bundestagsabgeordneter hat keinen Vorgestzten,also gibt es auch nichts zu genehmigen. Sollten Sie als Bürger eigentlich wissen.

2) H. Steinbrück wird ja nicht mit Wochend-Ticket in der zweiten Klasse eines RE gereist sein. Wurde die Reisekosten übernommen oder sind diese in den Honoraren enthalten? Wurde sein Dienstwagen (inkl. Fahrer?) genutzt?

Sehen Sie einfach in der Liste von PS nach,oder ist das zu viel verlangt?

3) H. Steinbrück ist ja nicht Lieschen Müller. Wurde Herr S. von Personenschützern begleitet? Wenn ja, wer trug die Kosten dafür?

Ein Abgeordneter bekommt keinen Personenschutz.Als Kanditat ist das etwas anderes.

4) Wie sah es mit der Arbeitsleistung des Herrn an dem Tagen NACH einem Vortrag aus? Sind Anesenheitszeiten verpasst worden?

Es sind natürlich keine Anwesenheitszeiten verpasst worden.Nach einem Vortrag ist PS
schlafen gegangen.

5) Wie hoch war der Zeitaufwand für diese Vorträge (einschl. Reisezeiten) im Vergleich zu seiner “SOLL-Arbeitszeit”?

Ein Abgeordneter des deutschen Bundestages hat keine Soll-Arbeitszeit.Auch das sollte man als Bürger wissen.Mit ein wenig nachdenken kann man aber auch selbst drauf kommen.

Einen schönen Gruß

Ich finde es auch die richtigen Fragen - nicht weil es nun um H. Steinbrück geht oder die SPD, sondern um den Berufsstand der Politiker ganz allgemein. Ich finde es unerträglich, wie das mit Macht und Privilegien ausgestattete öffentliche Mandat mittlerweile mit privaten Interessen verknüpft wird. Erst wählen wir sie, dann bezahlen wir sie mit unseren Steuergeldern und dann nutzen sie ihre Popularität für ihren privaten Vorteil. Unerträglich, dass es überhaupt erlaubt ist, noch etwas dazu zu verdienen. Wozu auch? Es sollte grundsätzlich verboten sein, so wie jedem Arbeitnehmer! Und dann gleich noch ein Vorschlag für ein weiteres Verbot: und zwar für jegliche vorteilnehmende Beschäftigung für 5 Jahre NACH dem Mandat oder dem Amt. Damit uns so etwas wie mit Herrn Schröder nicht wieder passiert...

Genau die richtigen Fragen! Schon bei abgeordnetenwatch gestellt?

Seltsam dass das alles glatte Beträge sind. Hat der denn keine Umsatzsteuer berechnet?

Hallo Spin Doctor Ulrich Balkenhol,

brav das Herrchen verteidigt!

Die Fragen von Bürger Andreas sind - trotz einiger eventueller Mittelstands-Bildungsbürger-Lücken - absolut gerechtfertigt. Um in der Diktion der Polit-Kaste zu bleiben: Die Höhe der Honorare und der öffentliche Umgang gerade seitens Schallwerfer Steinbrück "ist dem einfachen Bürger nicht vermittelbar".

Das Gejammere einiger Astroturfer, dass der arme klein Peer vom gemeinen Pöbel gemobbt wird, ist mehr als peinlich. Gerade abgeordnetenwatch hält sich klar an das Neutralitätsgebot und hat das auch in diesem Forum mehrfach belegt.

Wenn sich allerdings jemand so sehr aus dem Fenster hängt wie Maulheld Steinbrück, dann muss man sich nicht wundern, wenn entsprechende Reaktionen kommen.
Beispiele gefällig?
Hier sind zwei:
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2010/09/21/steinbruck-und-der-kommerzie...
http://www.tagesspiegel.de/politik/kanzlerkandidat-geht-in-die-offensive...

Der moralische Tiefpunkt von Steinbrück ist hierbei seine Aussage:
"Ich glaube, dass es Transparenz nur in Diktaturen gibt"

Vor diesem Hintergrund wäre eine weniger pampige Antwort an Bürger Andreas angebracht gewesen.

Ach ja, was ist Astroturfing?
Antwort unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Astroturfing

...und schon wieder haben wir etwas gelernt. ;-)

Jürgen Leinemann zitiert in seinem Buch mit dem Titel "Höhenrausch" den Genossen Egon Bahr, der auf die Frage, was die Gründungsvorbereiter der Nachkriegsrepublik von späteren Politikern unterscheide mit den Worten: "Die hatten alle noch ein inneres Geländer"

Für alle aus der Metropolregion HH oder die, die am 13.11. dort zufällig sind:
Schallwerfer Peer hält Hof; unter dem Motto BÜRGERDIALOG kann man laut SPD-Ankündigung mit ihm sprechen:

http://www.spd-hamburg.de/cms/index.php?id=2581&no_cache=1&tx_cal_contro...|page_id-2593&tx_cal_controller[year]=2012&tx_cal_controller[month]=11&tx_cal_controller[day]=13&cHash=196190fc01c21e9e10649d5a133d2305

Viel Spaß!

@Herr Balkenhol,

Ihre Arroganz und Überheblichkeit würde zu Ihrem Schützling Peer Steinbrück sehr gut passen!

Ich möchte Sie ungern öffentlich belehren. Aber sollten Sie tatsächlich ein Spin-Doctor des Herrn Steinbrück sein, sollten Sie ihm einen entscheidenen Punkt unmissverständlich klarmachen:

Wenn ich ein Unternehmen, eine Institution, oder eine Person stark öffentlich kritisiere, darf ich KEINE Zuwendungen von diesen entgegen nehmen!!

Peer Steinbrück hat sich durch seine Gier zum Büttel des Finanzkapitals gemacht. Er hat überall schamlos die Taschen aufgehalten. Ein solcher Mann ist als möglicher Kanzler verbrannt. Sie sollten es ihm schonend, aber unmissverständlich klarmachen, wenn Sie Zugang zu ihm haben!

R.A. Schneider

Herr Friedhelm Roggenthien hat mit seinen Kommentar vollkommen recht.
Für mich ist es wichtig, wie die weiteren Abgeordneten von Schwarz Gelb nun mit ihrer Transparenz umgehen.

Das klingt spannend. Hoffentlich gibt es bald ein Steinbrück-Nebeneinkünfte-WIKI wo der Schwarm bei der umfangreichen Detailarbeit helfen kann.

entschuldigen Sie bitte, aber mir ist gerade wieder mal richtig schlecht geworden.
Wie lange brauchen denn unsere Herrschaften "Politiker" DEM_TRA_BE zu begreifen.
Was denken die denn, wie lange sie dazu Zeit haben?

"Praktizierte Ehrlichkeit des Herrn Steinbrück" - ???? Steinbrück ist Kanzlerkandidat. Was blieb ihm denn übrig, nach d e n Vorwürfen? Von selbst hätte er die Summe der Honorare nie zugegeben. Wie war doch seine erste Ausrede: Er wäre mit seiner Frau steuerlich zusammenveranlagt.....
Ich danke jedenfalls abgeordnetenwatch.de für die intensiven Nachforschungen! Gleichzeitig wünsche ich mir von all den anderen Medien eine ebenso kritische Berichterstattung!

Ich finde die abgeordnetenwatch verhält sich korrekt, jeder Kandidat sowie auch ich als Einzelkandidat kann an diesem Forum teilnehmen und vor allem ist dieses jederzeit nachzulesen.
Meine Seite: http://www.abgeordnetenwatch.de/udo_surmann-888-49191.html

Wer das Profil der Kandidaten, der Direkt- und Mandatsträger der Abgeordneten auf der abgeordnetenwatch einmal nachliest, wird feststellen, dass einige gewählte Personen nicht bereit sind auf alle der ihnen gestellten Fragen zu antworten, wo doch jeder auf Transparenz plädiert.
Warum lässt Herr Steinbrück einen Teil der ihm gestellten Fragen über sein Bundestagsbüro beantworten ohne dass die Leserinnen und Leser die Antworten über die abgeordnetenwatch abrufen können?

Welche Interessen vertreten die Geldgeber bei derart hohen Einnahmen für die Vorträge des Herrn Steinbrück und welche Vorteile ergeben sich dadurch?

Wie die Medien berichteten, haben Abgeordnete eine 60 bis 80 Stundenwoche. Bei dieser Stundenzahl ist es nicht möglich weitere Berufe auszuüben.
Vor den Wahlen wird den Bürgerinnen und Bürgern alles versprochen, danach folgen keine Taten. Dieses ist der Beweis dafür, dass sie nicht genügend Zeit haben ihren Hauptberuf so auszuüben, wie man es erwarten könnte.
Jede/r Abgeordnete/r hat einen Amtseid geleistet und kann trotzdem jedes Fehlverhalten als Missverständnis darstellen, dieses ist von den Bürger/innen nicht nachzuvollziehen.

Mit freundlichen Grüßen

Udo Surmann

Die Veranstaltung in Davos (07.02.2011) für die Hr. Steinbrück laut Warth & Klein Grant Thornton 1.831,86 € Nebenkosten geltend machte, ragt bei den Neben-Posten doch arg hinaus. Den Vortrag hielt Hr. Steinbrück am besagten Tag um 20.45 Uhr im Kongreßhaus, siehe : http://www.apotheker.de/uploads/tx_cal/media/Programm_Davos_2011.pdf

In Davos lässt sich auch ein paar Tage Urlaub machen. Im Steigenberger wird die Junior Suite für 5 Nächte für nahezu exakt diese Summe offeriert. Wers nicht glaubt kann mal die Buchung probieren vom 7.-12.2.2013.

Fritz K. sagt:
31. Oktober 2012 um 23:17

Die Veranstaltung in Davos (07.02.2011) für die Hr. Steinbrück laut Warth & Klein Grant Thornton 1.831,86 € Nebenkosten geltend machte, ragt bei den Neben-Posten doch arg hinaus. Den Vortrag hielt Hr. Steinbrück am besagten Tag um 20.45 Uhr im Kongreßhaus, siehe : http://www.apotheker.de/uploads/tx_cal/media/Programm_Davos_2011.pdf

Was wollen Sie damit eigentlich aussagen?
Erwarten Sie, dass ein Vortragsredner oder Teilnehmer der Veranstaltung im Auto
übernachtet? Woher wollen Sie wissen,in welchem Hotel PS übernachtet hat oder ob
in den Nebenkosten auch Reisekosten/Flug enthalten sind?
Sie scheinen ein etwas getrübtes Weltbild zu haben, in dem Pauschalierungen und
Unterstellungen an der Tagesordnung sind.
Ich hatte gedacht, bei Abgeordnetenwatch geht es fair und unparteiisch zu.So ist ja
zumindest der Anspruch. Wenn nicht, ist das hier auch nur eine verkappte Lobbyveranstaltung.

Schönen Gruß

Ein beschränkert Abgeordneter aus der Schröder Riege, Leute die die SPD kaputt gemacht haben ("unwählbar").
Ein "Absahner" dazu - klaro: mehr Zeit mit Geldersammeln verbracht als mit "plotischer Arbeit".
Unsäglich der Zustand der SDP.
(und aussichtslos)

...die Wähler hast du vergessen!

"Auffallend ist, wie viele Volksbanken und Sparkassen (insbesondere kleinere Institute) sich einen Steinbrück-Auftritt leisteten"

Das ist so, weil nur die in der Lage sind, hochkarätige Leute in ihre jeweiligen Orte/Stadthalle zu holen, damit der Bürger sie mal live erleben kann. Das Interesse an solchen Veranstaltungen ist schlicht nicht dem Referenten sondern der Bindung der Kunden geschuldet!

ohhhh mein gott!!!
herr steinbrück hat nichts falsches gemacht.
fackt ist doch einfach, seit er kanzlerkandidat ist, kommen vorwürfe von union und fdp.was zum lachen ist, denn genau die union und fdp haben jahre lang nicht wollen, dass politiker ihre nebeneinkünfte offenlegen sollen.
genau diese leute schreien heute!!!!gerade herr döring, der auch in den top 10 vertreten ist, möchte seine nebeneinkünfte nicht darlegen.
woran man gar nichtmehr denkt ist mövenpick, millionen spende.
ausserdem darf man die spendenaffäre von h.kohl nicht vergessen.
diese leute die hier schreien, sollten erst vor den eigenen haustüren kehren

ralf

nun hat er offengelegt....wenn er Menschen erreichen wollte, warum dann nicht umsonst? Er kann ja nur Geld nehmen, weil er bekannt ist, also steht ihm das Geld nicht zu. Sondern denen mit deren Hilfe er bekannt wurde, um überhaupt ins Rampenlicht zu kommen. Also der SPD.

Es ist schon verwunderlich, daß man sich über die Nebeneinkünfte des Peer Steinbrück
jetzt nach seiner Nominierung aufregt. Hat man bei der CDU-CSU schon einen Herrn
Dr.Helmut Kohl vergessen, der nachweislich das Grundgesetz verletzt hat? Der Herr wurde
sogar mit einer Briefmarkenauflage belohnt.

Mich interessieren mehr die Zeiten der Vorträge incl. Ab- und Anfahrzeiten sowie Übernachtungen. Erhielt Herr Steinbrück dann trotzdem seine Abgeordnetenbezüge aus Steuergeldern? Hat er dann seine Dienstleistungen an den Steuerzahlern (seinen Arbeit-
gebern) erfüllt?

Werter Andreas F.,

es wäre sicher nicht verkehrt gewesen, Sie hätten sich vor dem Kommentieren hier im Blog ein wenig umgesehen.

Schon im ersten Artikel über die Nebeneinkünfte von Herrn Steinbrück im Sommer 2010 haben wir darauf hingewiesen, dass er aus unserer Sicht sein Abgeordnetenmandat vernachlässigt:
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2010/05/26/der-abgeordnete-der-nur-noch...
Ein paar Monate später haben wir ein weiteres Mal darauf hingewiesen:
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2010/08/17/ein-buch-29-vortrage-und-ein...
Wie Sie sehen ging es nicht erst um Transparenz und dann um die Präsenz, sondern beides stand immer in einem Zusammenhang.

Bezüglich der "nachdrücklichen Recherchen über Abgeordnete aus CDU und FDP" möchten wir Sie auf folgende Texte verweisen:

http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/02/01/cdu-fraktionsvize-verschwieg...
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/05/10/60-000-euro-von-bertelsmann-...
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/10/08/spitzenverdiener-im-parlament/
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/05/10/interessenkonflikt-durch-neb...
http://blog.abgeordnetenwatch.de/2012/10/25/nebeneinkunfte-lassen-sich-m...

Wenn Sie noch ein wenig weiter stöbern, werden Sie weitere Artikel finden.

Moin moin,
vielleicht sollte man tatsächlich "die Kirche im Dorf lassen", und die geschaffene Transparenz als Signal einer vorhandenen Ehrlichkeit akzeptieren. Erschreckend für mich, ist diese grenzenlose Distanzlosigkeit mit der Herrn Steinbrück begegnet wird. Erst ging es um die Offenlegung seiner Nebeneinkünfte - jetzt geht es um seine Präsenz als Abgeordneter.

Dabei ist offensichtlich das Herr Steinbrücks gelebte Bereitschaft, gelebte Offenheit und eine praktizierte Ehrlichkeit nicht nur von dieser ausgehenden Intrige leicht fällt und ihn - für mich - als Mensch sehr sympathisch macht.

Dabei vermisse ich in einigen Beiträgen, aber auch von dieser Institution - Abgeordnetenwatch - eine gewisse Form an Fairness. Und ich vermisse nachdrückliche Recherchen über Abgeordnete aus CDU und FDP.
Betrachtet man in den vergangenen Jahren die Verfehlungen hochrangiger Politiker, die selbst bei Aufdeckung immer weiter einer Strategie der Verschleierung und Unehrlichkeit folgten, so glaube ich mich daran zu erinnern das dies überwiegend in den reihen der CDU/CSU und FDP zu finden waren.

In diesem Sinne... - Annahme verändert die Wirklichkeit.

Die Frage ist auch, warum bei kleinen Firmen, die zum überwiegenden Teil für einen Kunden arbeiten, von Scheinselbstständigkeit (Abhängigkeit) gesprochen wird, Herr Steinbrück dies aber als absurd abtut, obwohl bei ihm die Gewichtung auch ganz klar außerhalb seiner Abgeordneten-Tätigkeit liegt.

Bei der Pressekonferenz hat Steinbrück gesagt, dass er alle Vorträge in freier Rede gehalten hat.

... hat noch eine Frage:

Wer hat die Reden geschrieben?

Hallo

bleibt (für mich) nach Ihrer wohltuend sachlichen Darlegung nur e i n e Frage: wann wird der Sozi-Fall Steinbrück zu Steinbrücks Fall?

Na ja, wenn ich denke wie alle Leute schon bei kleineren Beträgen versuchen andere zu übervorteilen! Im übrigen gibt es eine ganze Menge Leute die viel zu viel Geld für Ihre Tätigkeit verdienen.
Zu dem Thema Honorare:
Es ist und war z. B. auch bei den Gewerkschaften, vielleicht aber auch bei der SPD einmal üblich, daß der Empfänger einen Teil des Honorars an die Partei spendet. Wäre interessant ob das der Fall war?
Das will man vielleicht auch nicht zugeben.

V.Schrankl

Neuen Kommentar schreiben

* Pflichtfelder