Horst Seehofer (CSU)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich. (ausgeschieden)

Grunddaten
Horst Seehofer
Jahrgang
1949
Berufliche Qualifikation
Diplom Verwaltungswirt (FH)
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Wahlkreis
Ingolstadt
Landeslistenplatz
5, Bayern
weitere Profile
(...) Eine Entwicklung dahin, dass Patente auf Züchtungsverfahren, Tiere und Pflanzen weitreichende negative Konsequenzen für Landwirte sowie Tier- und Pflanzenzüchter haben, zeichnet sich bei europäischen Patenten derzeit nicht ab. Der Patentschutz eröffnet dem Patentinhaber zwar ein exklusives Nutzungsrecht an seiner Erfindung. Dieser Schutz gilt jedoch nur für neue Entwicklungen und führt nicht zu Beschränkungen des Zugangs zu bereits vorhandenen biologischen Ressourcen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
17.10.2008
Banken-Rettungspaket
nicht beteiligt
16.10.2008
Verlängerung Afghanistan-Einsatz (ISAF)
nicht beteiligt
25.09.2008
Rückkehr zur alten Pendlerpauschale
nicht beteiligt
17.09.2008
Fortsetzung des Darfur-Einsatzes
nicht beteiligt
17.09.2008
Verlängerung Libanon-Einsatz
nicht beteiligt
05.06.2008
Verlängerung Kosovo-Einsatz
nicht beteiligt
Fragen an Horst Seehofer
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
16.11.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Seehofer,
vielen Dank für Ihre Antwort.
Sie lassen sich durch das FLI beraten - das ist aus Ihrer Sicht korrekt. Doch werden von diesem einige Dinge irreführend dargestellt, auf die ich Sie hiermit hinweisen möchte:
- Auch in ganz Europa, wo es nirgendwo - außer leider in Deutschland - eine generelle Stallpflicht gibt, traten Fälle von H5N1 in der großen Mehrzahl in geschlossenen Ställen auf. Wenn man also die Fallgruppe in Deutschalnd zu klein findet, braucht man nur über die Genzen zu schauen. Allein das Auftreten in g. Ställen zeigt doch, dass eine Stallpflicht eben nicht vor H5N1 schützt!
- Natürlich stammen Viren ursprünglich aus dem Freiland. Doch selbst das FLI gibt zu, dass Inrensivtierhaltungen durch die estreme Enge und große Tierzahlen (schneller Wirt swechsel, Gen-Dift) eine Mutation zu höherer Pathogenität fördern.
- Die Wildvogel-These wird von den meisten Ornithologen abgelehnt (siehe Stellungnahme der DO-G von Ende September 2007)!
- Wildvögel konnten sich leicht durch Kot aus den betroffenen Betrieben anstecken. In Schwandorf wurde der Ausbruch ja erst bemerkt, nachdem das Virus schon längere Zeit dort anwesend gewesen war!
- Gerade in wasserreichen Gebieten gibt es Gänsehaltung. Gänse leiden extrem ohne Wasser und pflanzen sich dann nicht fort.
- In Wermsdorf ist der größte deutsche Gänsebetrieb ansässig. Eine große Untersuchung zeigte jüngst die Virenfreiheit der Wildvögel in Wermsdorf. Dennoch wurde keine Ausnahme erteilt!
- Die Aufstallung - auch unter Zeltplanen - führt durch Enge zu unhygienischen Verhältnissen. Die Enge fördert auch die Viren-Drift.

Warum in aller Welt dann Aufstallung? Das Risiko ist doch erkennbar auch und gerade in geschlossenen Ställen da!

Das Ausland ist uns da voraus!

Möchten Sie wirklich die gewachsene Gänsehaltung in Gewässegebieten zerstören?
Standard-Antwort von Horst Seehofer
1Empfehlung
30.11.2007
Horst Seehofer
Sehr geehrte Frau ,

bitte haben Sie Verständnis dafür, dass auf der Seite www.abgeordnetenwatch.de kein Fachdialog geführt werden kann.

Da es sich bei Ihrer Frage um ein Ressort-Thema meines Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz handelt, muss diese auch dementsprechend fachlich im Ministerium behandelt werden.

Ich möchte Sie deshalb bitten, sich an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter der folgenden e-Mailadresse zu wenden: poststelle@bmelv.bund.de

Mit freundlichen Grüßen

Horst Seehofer, MdB
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Frage zum Thema Verbraucherschutz
26.11.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Seehofer,

Mein anliegen ist Pfusch am Bau von Bauträgern.

Meine Frau und ich haben zur Rentenabsicherung ein Reihenhaus in Gerolfing gekauft. Leider haben wir fest Stellen müssen dass Käufer gegen Bauträgern keine Rechte haben.

Wir wurden vom Bauträger verklagt, weil wir von Ihm verlangen seine fehlerhaften Arbeiten auszubessern. Dieser Vorgang dauert nun schon ein Jahr. Da meine Frau gesundheitlich sehr angeschlagen ist und wir von seitens des Gerichtes im Stich gelassen fühlen, wende ich mich an Sie. Denn als Politiker hätten Sie es vielleicht in der Hand da was zu bewirken. Es kann doch nicht angehen, dass der Kleine Mann für den Sie laut Ausage stehen gegen die Großen auf der Strecke bleiben. Mein Rechtsanwalt versucht alles möglich. Doch wer das Geld hat, regiert und hat den längern Atem.

Es geht nicht nur um unser Haus! Das Haus von unserem Nachbarn ist auch betroffen. Doch gegen den hat die Conterra noch Abstand genommen um zu klagen. Da sieht man dass es nicht mit rechten Dingern zu geht.

Über eine Stellungnahme Ihrerseits würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Standard-Antwort von Horst Seehofer
bisher keineEmpfehlungen
27.11.2007
Horst Seehofer
Sehr geehrter Herr .

Jede e-Mail an mich wird von mir oder einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin gelesen.

Ihre Anregungen und Hinweise erreichen mich also in jedem Fall.

Bitte wenden Sie sich jedoch bei Fragen, die sich an mich in meiner Funktion als Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz richten, an die folgende e-Mailadresse:

poststelle@bmelv.bund.de

Mit freundlichen Grüßen

Horst Seehofer, MdB
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Frage zum Thema Gesundheit
28.11.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Bundesminister,

vor einigen Jahren hatten wir einen persönlichen Briefwechsel zur Stichtagsregelung und dem scheibchenweisen Abbau des Embryonenschutzes in Deutschland. Sie waren damals davon überzeugt, dass es einen solchen allmählichen Abbau des Schutzes des menschlichen Lebens auf Grund der Stichtagsregelung nicht geben würde. Ich habe die Ansicht vertreten, dass hier drei so mächtige Interessen- wirtschaftliche, wissenschaftliche und Heilinteressen- im Spiel sind, dass der staatliche Schutz durch eine Stichtagsregelung auf keinen Fall geschwächt werden dürfe. Wie wir heute wissen, ist das Heilinteresse allein durch die Forschung mit adulten Stammzellen ausreichend bedient. Bleiben offensichtlich nur die beiden anderen Interessengruppen, die nun mit Macht weiter am Embryonenschutz sägen.

Darf ich Sie fragen, wie heute Ihre Einstellung zur Verschiebung des Stichtages beim Stammzellgesetz ist? Und wie Sie dazu innerhalb der CDU und darüber hinaus Stellung nehmen werden?

Mit freundlichen Grüßen,
Standard-Antwort von Horst Seehofer
2Empfehlungen
29.11.2007
Horst Seehofer
Sehr geehrter Herr ,

das Portal "Abgeordnetenwatch" wird intensiv genutzt und eröffnet eine weitere interessante Möglichkeit, Kontakte zwischen Bürgern und Abgeordneten herzustellen.

Der Kontakt zu den Mitbürgern ist mir persönlich sehr wichtig, deshalb bitte ich Sie um Verständnis, dass ich jedoch den direkten Weg vorziehe. Zum direkten Kontakt gehört für mich aber vor allem, dass mir die wesentlichen Daten – also zumindest die E-Mail-Adresse und die Postanschrift – meines jeweiligen Gegenübers bekannt sind. Dieses gegenseitige, offene Kennenlernen ist auf der Plattform "Abgeordnetenwatch" in dieser Form leider nicht möglich.

Auf meiner Homepage – www.horst-seehofer.de – informiere ich über meine politische Arbeit und verweise dort auf die zahlreichen Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme mit mir. Auf diese Weise wenden sich täglich zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger mit ihren Anliegen an mein Büro. Wie bisher bemühe ich mich, Ihnen schnellstmöglich weiterzuhelfen. Bitte nutzen auch Sie die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme.

Abschließend bitte ich um Verständnis dafür, dass ich Sie darauf verweise und auf Anfragen über "Abgeordnetenwatch" mit dieser standardisierten Antwort reagiere.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Seehofer, MdB
Ergänzung vom 17.04.2008
Sehr geehrter Herr ,

für Ihre Anfrage vom 28. November 2007 bedanke ich mich sehr, und bitte die verzögerte Antwort vielmals zu entschuldigen.

Zunächst möchte ich anmerken, dass es bei der embryonalen Stammzellenforschung keine Embryonen für Forschungszwecke gezüchtet werden, sondern die Stammzellen werden aus Embryonen gewonnen, die für eine Schwangerschaft produziert wurden, dafür aber nicht benötigt wurden. Allerdings ist anzumerken, dass man sich, generell bei Fragen der Gesundheitspolitik aber gerade auch bei Fragen der Stammzellenforschung, mit Wertungswidersprüchen beschäftigen muss. Warum zum Beispiel wird nicht über die zum Tod verurteilten überzähligen Embryonen gesprochen, die für eine Schwangerschaft nicht mehr gebraucht werden, aber über die Forschung an Stammzellen aus solchen Embryonen.

Bei der Frage der Verschiebung des Stichtages geht es nicht um eine Änderung des Embryonenschutzgesetzes, es geht nicht um die Produktion von Embryonen zu Forschungszwecken, und die Forschungsfreiheit erhält keinen Vorrang vor der Menschenwürde, diese eindeutige Lage kann niemand bezweifeln. Somit ist für mich die These falsch, dass bei der Stammzellenforschung Leben zerstört werden, um forschen zu können. Fest steht jedoch, das die Stammzellenforschung eines der am ehesten zukunftsträchtigen und vielversprechenden Felder der Biomedizin ist. Wenn man erreichen will, dass heute noch nicht beherrschbare oder nicht heilbare Krankheiten überwunden werden können, dann brauchen wir die Grundlagenforschung an embryonalen Stammzellen, auch wenn es zum Wesen der Grundlagenforschung gehört, das Ergebnis nicht vorhersagen zu können.

Unbestreitbar ist für mich bei der Diskussion um die Stammzellenforschung die Notwendigkeit eines Stichtages. Ohne einen Stichtag bestünde die Gefahr, dass im Zuge der künstlichen Befruchtung überzählige Embryonen produziert würden, um umfangreiches Material für Forschungszwecke zu erhalten. Deshalb ist ein Stichtag notwendig, der in der Vergangenheit liegt, damit die Gefahr, dass wegen der Forschung im Zuge der künstlichen Befruchtung überzählige Embryonen entstehen, vermieden wird. Eine Verschiebung des Stichtages hat nichts mit blindem Fortschrittsglauben zu tun, sondern es geht um einen ethisch verantwortlichen Fortschritt.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Seehofer, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
02.12.2007
Von:

Sehr geehrter Bundesmisister Seehofer,

was können wir aus Ihrer Sicht tun, um von dem demoktatisch vorgesehenen Minderheitensschutz, den das EU-Recht konsequent betont, einen Anspruch abzuleiten?
Andere ML der EU haben sich für die besonderen Bedürfnisse ihrer rinderhaltenden Betriebe (z.B. für kulturelle und historische Haltungen) eingesetzt und in Folge dessen von ihrem ML-Recht, den Sonderantrag zur Alternativmarkierung zu stellen, Gebrauch gemacht. Eine Alternativkennzeichnung (= keine Ohrmarken) wird dann von der EU genehmigt, wenn diese der Herkunftssicherung via Ohrmarken adäquat ist. Die rein elektronische Markierung (z. B: injizierter Transponder) erfüllt diese Voraussetzung. Dies wurde durch die IDEA-Studie mehrfach nachgewiesen. Somit ist für D (a) rein juristisch die Stellung des Sonderantrages laut EU-Recht möglich und (b) laut IDEA-Studie ist von einer Genehmigung des Antrages auszugehen.

Leider ist unser Ansuchen allerdings stets gescheitert. Selbst unter Ministerin Künast! Uns wurde als "Verhinderer" immer die EU genannt. Nach eigenen Recherchen und einer juristischen Beratung durch eine EU-Anwältin wurden wir eines Besseren belehrt. Die Stellung des Sonderantrages ist eine juristische Kann-, aber keine Muss-Bestimmung! Es liegt also an D den Sonderantrag zu stellen.

Was können wir nun aus demokratischer Sicht tun, um diesen Sonderantrag auf rein elektronische Markierung von Rindern gestellt zu bekommen? Für eine entsprechende Lobbyarbeit in Brüssel fehlen uns leider die finanziellen Mittel.

Ein herzliches Vergelt´s Gott!

Standard-Antwort von Horst Seehofer
8Empfehlungen
04.12.2007
Horst Seehofer
Sehr geehrte Frau ,

Jede e-Mail an mich wird von mir oder einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin gelesen.

Ihre Anregungen und Hinweise erreichen mich also in jedem Fall.

Bitte wenden Sie sich jedoch bei Fragen, die sich an mich in meiner Funktion als Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz richten, an die folgende e-Mailadresse:

poststelle@bmelv.bund.de

Mit freundlichen Grüßen

Horst Seehofer, MdB
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
17.12.2007
Von:

Sehr geehrter Bundesminister Seehofer,

José Luzenberger, hat im Schwarzbuch Globalisierung unter seinem Beitrag "Die selbstmörderische Sinnlosigkeit der modernen Landwirtschaft" folgendes Resümé gezogen: "In der modernen Industriegesellschaft wird es echte Demokratie und gesichertes Überleben erst geben, wenn die technokratischen Strukturen für jedermann transparent gemacht werden, wenn sie möglichst klein und dezentral bleiben, wenn die wichtigen Entscheidungen von der Gesellschaft ausgehen und von ihr bewusst und mitverantwortlich getragen werden - und nicht, wie heute, diktatorisch in den Führungsetagen der transnationalen Konzerne zu deren Vorteil gefasst und mit fügsamer Selbstunterwerfung der Regierungen, egal welcher Parteien, durchgesetzt werden."

Dies wirft doch ein trauriges Licht auf die Politik - auch in Deutschland?

Wie muss ich demzufolge Ihre Weigerung verstehen, dass Sie Direktzahlungen an landwirtschaftliche Unternehmen erst ab 2009 öffentlich transparent machen wollen? Ist der Grund wirklich eine, von Ihnen befürchtete, Neiddebatte oder stehen andere Lobby-Interessen dem entgegen?

Die Preise für Lebensmittel sollen in den kommenden Jahren um 30 % steigen. Diese Kosten seien systembedingt, heißt es. Ist es nicht die zentrale Aufgabe eines demokratisch gewählten Bundesministers für Verbraucherschutz und Landwirtschaft dafür Sorge zu tragen, dass die Lebensmittel an sich sicher und v.a. Dingen, dass sie überhaupt sichergestellt sind? Mit dem derzeitigen System der fortscheitenden und vom Staat zunehmend unterstützten Zentralisierung im Sinne der Agrarindustrie scheint mir das fraglich.

Wie sollte es mit dem derzeitigen System möglich sein, dass das sog. "Nährnotstandsgesetz" eingehalten wird? Ist das dem Volk, dem eigentlichen Souverän einer Demokratie, gegenüber Ihrer Meinung nach vertretbar?

Ich hoffe auf eine Antwort in diesem Forum, das der Demokratie dient.

Mit freundlichen Grüßen

Standard-Antwort von Horst Seehofer
3Empfehlungen
18.12.2007
Horst Seehofer
Sehr geehrte Frau ,

jede e-Mail an mich wird von mir oder einem Mitarbeiter bzw. einer Mitarbeiterin gelesen.

Ihre Anregungen und Hinweise erreichen mich also in jedem Fall.

Bitte wenden Sie sich jedoch bei Fragen, die sich an mich in meiner Funktion als Bundesminister für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz richten, an die folgende e-Mailadresse:

poststelle@bmelv.bund.de


Mit freundlichen Grüßen

Horst Seehofer, MdB
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