Heinz Schmitt (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2009
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Grunddaten
Heinz Schmitt
Jahrgang
1951
Berufliche Qualifikation
Wirtschaftsingenieur
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
-
Wahlkreis
Südpfalz
Ergebnis
27,7%
Landeslistenplatz
-, Rheinland-Pfalz
weitere Profile
(...) Deswegen bin ich sehr dafür, die Strukturen zu schaffen, um das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln zu verbessern und für die Nutzer attraktiv zu gestalten. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Heinz Schmitt hat bisher noch nicht am Kandidaten-Check teilgenommen.
Fragen an Heinz Schmitt
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
21.07.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schmitt,

in Ihrer Antwort vom 17.7.09 auf die Anfrage von Herrn auf Abgeordnetenwatch anlässlich Ihrer Zustimmung zur Errichtung eine Sperrinfrastruktur im Internet schreiben Sie:

" ´BKA generiert Einkaufsliste´ Um dies zu verhindern, wird die Sperrliste nicht veröffentlicht und vor unerlaubten Zugriffen geschützt."

Der von Herrn erwähnte, schon in Italien eingesetzte Computerbefehl funktioniert ohne Zugriff auf die Sperrliste. Daher wird, sofern das Gesetz umgesetzt werden sollte, erstmalig eine landessprachliche "Einkaufsliste" möglich.

Dazu zwei Fragen:

1) War Ihnen (oder den Fachleuten in Ihrer Fraktion) dies bei Ihrer Zustimmung bekannt ?

2) Werden Sie in der Zukunft verstärkt technische Eingriffe in die Strukturen des Internets befürworten, um diese Schwächen des im Schnellverfahren erstellten Gesetzes zu beseitigen ?

Für Ihrer individuelle Antwort bedanke ich mich schon im voraus.
Mit freundlichen Grüßen
H.
Antwort von Heinz Schmitt
bisher keineEmpfehlungen
28.07.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zur Sicherheit der so genannten "Sperrliste" von Internetseiten mit kinderpornografischen Inhalten.

Zu 1: Über die angebliche Veröffentlichung der Sperrliste in Italien wurde während der Anhörung im Bundestag gesprochen. Hintergründe und Details blieben dabei allerdings offen.

Zu 2: Über das nun beschlossene Gesetz zur "Bekämpfung der Verbreitung von Kinderpornografie im Internet" wurde gerade mit Experten lange und ausführlich diskutiert. Der Begriff "Schnellverfahren" trifft deshalb so nicht zu.

Zur Geheimhaltung der Sperrliste werden hohe Sicherheitsstandards eingehalten. Das BKA gibt die Sperrliste über eine sichere Datenverbindung an die Internet-Anbieter weiter. Diese wissen um die Brisanz der Liste und sind rechtlich zur Geheimhaltung der Liste verpflichtet. Die Liste kann nur von Personen eingesehen werden, die als überprüfte Vertrauenspersonen eingestuft sind. Die Weitergabe wird bestraft

Diese Regeln zur Geheimhaltung von Daten werden schon jetzt bei anderen amtlichen geheimen Dokumenten angewandt. Sie haben sich bewährt: Es ist noch kein Fall bekannt geworden, bei dem derart gesicherte Dokumente "öffentlich" wurden.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen das Verfahren zur Sicherung der Sperrliste darlegen. Aus meiner Sicht ist dieses Verfahren schon optimiert und kann daher kaum verbessert werden.

Wenn Sie dazu oder zu anderen politischen Themen Fragen haben, bin ich gerne weiterhin Ihr Ansprechpartner.

Viele Grüße nach Speyer

Heinz Schmitt
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
03.08.2009
Von:
Jan

Sehr geehrter Herr Schmitt,
in wie fern unterscheiden sich die deutsche Sperren von Webseiten, gegenüber denen von chinesischen Sperren von Webseiten. In beiden Fällen werden Seiten gesperrt, bei denen die politische Führung nicht möchte, dass sie das Volk sieht.
Mein 2. Frage ist, nachdem jetzt schon Forderungen zur Sperrung von Rechtsradikalen Seiten laut wurden, wo sin die Grenzen der Sperren, besteht nicht die GEfahr, dass immer mehr Inhalte gesperrt werden?
Antwort von Heinz Schmitt
bisher keineEmpfehlungen
07.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Fragen zu Maßnahmen gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet. Die wesentlichen Inhalte des Gesetzes und meine Sichtweise dazu habe ich auf diesem Forum ja schon mehrfach und ausführlich dargelegt. Deshalb direkt zu Ihren Fragen:

1. "…Vergleich von Internet-Sperren in China und Deutschland…"
Die Unterschiede der politischen Systeme Chinas und Deutschlands sind gewaltig. Die staatlich organisierte Zensur in China ist in keiner Weise vergleichbar mit den kürzlich im Bundestag – unserer demokratisch gewählten Volksvertretung - beschlossenen Maßnahmen gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet. Beispielsweise sollen in China Internet-Seiten gesperrt werden, auf denen Kritik an der Regierung geübt wird. Um es mal deutlichen zu sagen: In China hätten Sie Ihre Fragen auf einem öffentlichen Internet-Forum möglicherweise nicht stellen können.

2. "…Grenzen der Internet-Sperren…"
Im Kampf gegen die Verbreitung von kinderpornografischen Inhalten im Internet wurde eigens ein eigenes Gesetz ausgearbeitet. Demnach dürfen Internet-Seiten nur wegen des kinderpornografischen Inhalts gesperrt werden. Natürlich könnte das Parlament ein neues Gesetz beschließen, um auch andere Inhalte zu sperren. Artikel 5 des Grundgesetzes gibt dafür jedoch enge Grenzen vor.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen beantworten. Gerne bin ich auch weiterhin Ihr Ansprechpartner.

Ihnen wünsche ich noch schöne Sommertage.

Mit freundlichen Grüßen

Heinz Schmitt
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Gesundheit
02.09.2009
Von:

Werden die Beiträge zur Krankenversicherung weiter steigen?
Antwort von Heinz Schmitt
bisher keineEmpfehlungen
10.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage auf Abgeordnetenwatch.

Seit Jahresbeginn 2009 gilt in der gesetzlichen Krankenversicherung bundesweit ein einheitlicher Beitragssatz. Diesen legt die Bundesregierung festgelegt.

Der erste gemeinsame Beitragssatz betrug 15,5 Prozent. Im Rahmen des Konjunkturpaketes II wurde der Beitragssatz ab dem 1. Juli 2009 um 0,6 auf Prozentpunkte auf 14,9 Prozent abgesenkt.

Durch die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt haben die Krankenkassen zwar geringere Einnahmen. Allerdings verfügen die Kassen über ausreichende Finanzreserven um die schwierige Zeit zu überbrücken. In nächster Zeit wird es deshalb eine Beitragserhöhung der gesetzlichen Krankenkassen nicht notwendig werden.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten. Gerne biete ich Ihnen den weiteren Austausch zu politischen Themen an.

Viele Grüße nach Kandel

Ihr
Heinz Schmitt
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
07.09.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Schmitt,

wie stehen Sie zu den Verkehrsprojekten in der Südpfalz (vierspuriger Ausbau der B10 nach Pirmasens, Verbindung der A65 mit der französischen A35, Tunnelprojekt in Bad Bergzabern, zweite Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe)? Haben diese Projekte gegenüber dem Ausbau des ÖPNV Ihrer Meinung nach Vorrang?

Mit freundlichen Grüßen,

Antwort von Heinz Schmitt
bisher keineEmpfehlungen
25.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

entschuldigen Sie bitte, dass es mit der Antwort etwas länger gedauert hat. Die letzten Wochen waren gefüllt mit vielen Anfragen und Terminen.

In Ihrer Frage geht es um mehrere Verkehrsprojekte in der Südpfalz und um die Frage, ob diese Projekte Vorrang vor dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) haben sollten.

Für mich sollte der ÖPNV wo immer möglich Vorrang vor dem Individualverkehr haben. Deswegen bin ich sehr dafür, die Strukturen zu schaffen, um das Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln zu verbessern und für die Nutzer attraktiv zu gestalten. Denn nur wenn ein Angebot die Menschen überzeugt, werden sie bereit sein den eigenen Wagen stehen zu lassen und auf Busse oder Bahnen umzusteigen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Weiterführung der Stadtbahn Karlsruhe über den Rhein nach Wörth und demnächst auch weiter Richtung Germersheim.

Dennoch können wir auch mit einer Verbesserung des Angebots beim ÖPNV nicht alle Straßenbauprojekte überflüssig machen. Ein Beispiel ist dabei die zweite Rheinbrücke bei Maximiliansau. Sie spielt eine wichtige Rolle sowohl für den Gütertransport wie auch für den Personenverkehr als auch für die Entlastung der bereits bestehenden Brücke und um eine Entzerrung der Verkehrsströme zu ermöglichen.

Um eine Entzerrung von Verkehrsströmen geht es meines Erachtens auch bei der Frage des Lückenschlusses zwischen der A65 und der A 35 auf französischer Seite. Eine Autobahn, die den Verkehr an einem Punkt konzentriert, sei es bei Hagenbach/Maximiliansau ("Hagenbach-Variante") oder bei Kandel (Ausbau der bisherigen B9 durch den Bienwald) bringt erhebliche Belastungen für die Anwohner und würde den Verkehr aus mehreren Richtungen in jeweils einem Punkt konzentrieren. Ich halte es für sinnvoller, den Verkehr der in Richtung Landau/Neustadt/Ludwigshafen will von dem in Richtung Karlsruhe bzw. Speyer zu trennen. Dazu scheint mir die von Kommunalpolitikern vor Ort vorgeschlagene Variante, die ohne Autobahn auskommt, die beste Lösung zu sein. Man sollte es zumindest ernsthaft prüfen.

Ich bin gegen einen vierspurigen Ausbau der B10. Für mich wäre ein Ausbau dieser Strecke mit zusätzlichen Belastungen für die Menschen in Landau und den anderen Orten entlang der B10 verbunden. Sei es durch Lärm, Feinstaub oder erhöhte CO2-Belastungen. Unser Interesse sollte jedoch vielmehr in einer Entlastung der Menschen liegen. Dies auch gerade im Hinblick auf den immer wichtiger werdenden Tourismus.
Sicher habe ich Verständnis für die Befürchtungen in der Region Pirmasens, ohne diesen Ausbau von Verkehrsströmen "abgehängt" zu werden. Allerdings würde ein vierspuriger Ausbau mehr dem Transitverkehr als der Region Pirmasens nutzen und, wie schon erwähnt, uns eher schaden. Außerdem sehe ich im Moment noch nicht, wie bei der derzeitigen Haushaltslage die Erweiterung der Tunnel bei Annweiler finanziert werden soll.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen mit meinen Ausführungen beantworten und stehe Ihnen gerne für weitere Anliegen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Heinz Schmitt
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bildung und Kultur
10.09.2009
Von:

wie will die SPD die Bildung und Kultur in Deutschland verbessern?
Antwort von Heinz Schmitt
bisher keineEmpfehlungen
17.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage auf Abgeordnetenwatch.

Beim Thema Bildung geht uns um Chancengerechtigkeit. In Deutschland hängt Bildungserfolg zu stark von der sozialen Herkunft ab. Das wollen wir ändern! Dazu muss Bildung schon früh anfangen und darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Die SPD steht für ein Bildungssystem ohne Gebühren - von der Kita bis zur Uni.

Kultur wollen wir als Staatsziel im Grundgesetz verankern, weil Kultur nach unserem Verständnis ein menschliches Grundbedürfnis ist. Entsprechend wollen wir Kultur und Kulturschaffende, auch wirtschaftlich unterstützen und fördern.

Ich bitte um Verständnis, dass ich hier nur kurz die Grundsätze unserer Bildungs- und Kulturpolitik darlege. Für ausführlichere Informationen möchte ich Ihnen unser Wahlprogramm empfehlen. Eine gekürzte Fassung finden unter folgendem Link:

www.spd.de

Unsere Vorhaben im Bereich Bildung finden Sie auf Seite 16, zu Kultur auf Seite 33.

Bei Fragen zu unserer Politik bin ich gerne auch weiterhin Ihr Ansprechpartner.

Ihnen wünsche ich eine gute Wahl am 27. September.

Viele Grüße nach Kandel

Heinz Schmitt
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Heinz Schmitt
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.