Von:


Sehr geehrter Herr Koschyk,
da sich erst vor Kurzem in unserer Nähe ein weiterer Amoklauf ereignet hat, sollte nun endlich etwas getan werden. Der Gesetzgeber sollte verhindern, dass Kinder und Jugendliche an Waffen herankommen. Es gibt keinen vernünftigen Grund dafür, dass man Schusswaffen im Haus haben sollte. Ein Verbot von Waffenlagerung in Privaträumen, vor allem wenn Kinder im Haus sind, muss erneut geprüft werden. Auch wenn der Zugang Minderjähriger zu Schusswaffen dadurch nicht hundertprozentig zu verhindern ist, muss doch das Menschenmögliche getan werden, um den Zugang so weit wie möglich zu erschweren. Gesetze können aber sicherlich nicht alle Probleme lösen.
Aber eine Debatte um weitere Verbote von gewalthaltigen Computerspielen geht dagegen an den Problemen vorbei. Deutschland hat schon ein sehr strenges Jugendschutzgesetz. Erwachsene müssen jugendgefärdende Inhalte so aufbewahren, dass kein Unbefugter Zugriff nehmen kann. Einen Generalverdacht gegen mündige Bürger, die solche Spiele bevorzugen lehne ich jedoch ab. Die überragende Mehrzahl der legalen Spielebesitzer wird ihrer Verantwortung gerecht.
Ein Herstellungsverbot für Spiele ist meiner Ansicht nach absolut wirkungslos, da diese Spiele unbestritten dann im Internet illegal heruntergeladen werden - und dies ohne irgend eine Form der Jugendschutzprüfung. Ehrliche, mündige Bürger, die solche Spiele erwerben müssen sind dann hingegen gezwungen den Versandhandel aus anderen Ländern zu benutzen und sich damit strafbar zu machen.
Um es nochmal zusammen zu fassen: Spiele töten keine Menschen, Waffen schon. Es gibt keinen vernünftigen Grund eine Schusswaffe im Haus zu haben. Wieso gibt es hierzu keine strengere Gesetzgebung? Das Argument "lohnendes Einbruchsziel" spräche auch dafür, dass Soldaten Ihre Waffen mit nach Hause nehmen sollten statt sie auf dem Bundeswehrgelände zu lagern.
Mit freundlichen Grüßen
