Berlin hat gewählt.
Am Sonntag, dem 20. September 2026, waren rund 2,49 Millionen Menschen dazu aufgerufen, bei der Abgeordnetenhauswahl Berlin 2026 ihre Stimme abzugeben. 1,85 Millionen von ihnen machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 74,2%. Parallel fanden die Wahlen zu den zwölf Bezirksverordnetenversammlungen statt, die auf abgeordnetenwatch jedoch nicht abgebildet werden.
In diesem Artikel fassen wir die wichtigsten Ergebnisse der Abgeordnetenhauswahl 2026 zusammen, werfen einen Blick auf besonders spannende und knappe Rennen um die Direktmandate und zeigen, wie es nach der Wahl weitergeht.
Hinweis: Alle Angaben in diesem Artikel beziehen sich auf das vorläufige Wahlergebnis der Berliner Landeswahlleitung mit Stand vom 21. September 2026.
Berlin-Wahl 2026: Das Wahlergebnis in Kürze
Die Linke wurde mit 25,7% der Zweitstimmen stärkste Kraft. Sie gewann außerdem 28 der insgesamt 78 Direktmandate. Dahinter folgt die CDU mit 18,8% der Zweitstimmen und 27 Direktmandaten. Die AfD erreichte 16,3% und gewann zwölf Wahlkreise, die Grünen kamen auf 14,3% und zehn Direktmandate. Die SPD zieht mit 12,1% der Zweitstimmen ins Abgeordnetenhaus ein und gewann ein Direktmandat.
Damit erhalten Die Linke 47, die CDU 34, die AfD 29, die Grünen 26 und die SPD 22 Sitze im Abgeordnetenhaus.
Auffällig ist die breite Verteilung der Direktmandate: Alle fünf Parteien, die nach dem vorläufigen Ergebnis in das Abgeordnetenhaus einziehen, konnten mindestens einen Wahlkreis gewinnen.
Auch räumlich zeigen sich deutliche Unterschiede: Die CDU gewann besonders viele Direktmandate im Westen und Südwesten Berlins, die AfD vor allem in Marzahn-Hellersdorf und Treptow-Köpenick. Die Linke war sowohl in innerstädtischen als auch in mehreren östlichen Bezirken erfolgreich; die Grünen gewannen ihre Direktmandate vor allem in Mitte und Tempelhof-Schöneberg sowie einzelnen Wahlkreisen in Pankow, Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf.