Annette von Pogrell (SPD)
Kandidatin Landtagswahl Niedersachsen 2008
Dieses Profil dient zu Archivzwecken, eine Befragung ist nicht mehr möglich.

Annette von Pogrell
Jahrgang
1965
Berufliche Qualifikation
Juristin
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
-
Wahlkreis
Celle
Ergebnis
32,0%
Landeslistenplatz
49
(...) Darum wollen wir Lehrmittelfreiheit, Wegfall der Studiengebühren, Ganztagsschulen und kostengünstiges Mittagessen in der Schule. (...)
 
Persönliche Website
annette-von-pogrell.de
Fragen an Annette von Pogrell
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
20.01.2008
Von:

Sehr geehrte Frau von Pogrell,
sehr geehrter Herr Bode,
sehr geehrte Frau Langhans,
sehr geehrter Herr Adasch,

vor kurzem wurde in einer offiziellen Polizeianzeige einer der betroffenen als "farbig" bezeichnet.
Finden Sie es in Ordnung, ein Bürger als farbig zu bezeichnen? Ich würde es als unbewust diskriminierender Alltagspraxis bezeichnen.
Was hat Ihre Partei überhaupt vor, diskriminierende Praktiken in der Gesellschaft erzieherisch zu bekämpfen?

Mit freundlichen Grüssen
Antwort von Annette von Pogrell
bisher keineEmpfehlungen
22.01.2008
Annette von Pogrell
Sehr geehrter Her ,

vielen Dank für Ihre mail vom 20.1.08.

Zu Ihrer ersten Frage nach dem Begriff "farbig" in einem Polizeibericht kann ich ohne Kenntnis der Umstände gar keine Aussage machen. Ich kann Ihnen aber unsere Vorstellungen zur Integrationspolitik erläutern. Der erste und aus meiner Sicht wichtigste Schritt ist es, im Bewußtsein der Menschen ( Politiker inklusive ) zu verankern, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist. Migranten sind eben keine "Gastarbeiter", die dann wieder "nach Hause" gehen, sondern Menschen, die jetzt bei uns ihr Leben eingerichtet haben und die sich eben nicht einfach wieder verwurzeln lassen.
Eine SPD-Regierung wird deshalb Integration zur "Chefsache" machen und eine entsprechende Stabsstelle in der Staatskanzlei einrichten, um ressortübergreifend tätig zu werden.
Integration ist aber keine Einbahnstraße, sondern setzt aktives Mitwirken von Migranten auf dem Fundament unserer Werteordnung voraus. Wichtigste Voraussetzungen von Integration sind Sprache, Bildung und Teilnahme am öffentlichen Leben. In diesen Bereichen werden wir deshalb noch mehr tun müssen.

Mit freundlichen Grüßen,

Annette von Pogrell
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
22.01.2008
Von:

Sehr geehrte Frau von Pogrell,

neben vielen anderen Dingen, die mich bewegen, habe ich eine Frage zur Kandidatenkür ganz allgemein:
Es ist auffällig, dass die meisten Kadidaten offensichtlich Beamte sind, bzw. im öffentlichen Dienst stehen. Sehen Sie darin gewährleistet, dass damit das Interesse der Allgemeinheit vertreten werden kann? Ich sehe in den angetretenen Kandidaten nicht den repräsentativen Schnitt der Bevölkerung, der sich mit dessen Problemen identifizieren kann. Freundlicher kann ich es nicht umschreiben. Welche Strategie verfolgt Ihre Partei, um den Weg in die Politik für die Arbeitnehmer zu ebnen, die in vollem Risiko für Arbeitsplatz und Zukunftssicherung stehen?

Danke für Ihr Engagement.
Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Annette von Pogrell
bisher keineEmpfehlungen
25.01.2008
Annette von Pogrell
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre mail vom 22.1.08.

In der Tat hat man manchmal das Gefühl, das besonders viele Arbeitnehmer aus dem öffentlichen Dienst sich politisch engagieren. Ein Blick in die Statistik des Niedersächsischen Landtags zeigt aber, dass das nicht ganz den Tatsachen entspricht. Von den 183 Mitgliedern des niedersächsischen Landtags sind

Selbstständige: 52
Angestellte im öffentlichen Dienst: 66
Angestellte aus der freien Wirtschaft: 20
Angestellte von Organisationen und Institutionen: 29
Hausfrauen: 13
Studierende: 3

Der Eindruck, die meisten Kandidaten seien im öffentlichen Dienst, ist also mehr gefühlt, als tatsächlich begründet. Natürlich ist es für Selbstständige und private Angestellte immer ein Risiko, ein Mandat für eine 5-jährige Legislaturperiode anzunehmen, da es eine Garantie auf den zuvor ausgeübten Job in der Regel nicht gibt. Eine Alternativlösung um dieses Problem zu umgehen, ist mir aber nicht bekannt. Das Mandat wird nur für fünf Jahre erteilt und das ist auch richtig so.

Mir freundlichen Grüßen

Annette von Pogrell
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
23.01.2008
Von:

Sehr geehrte Frau von Pogrell,

vielen Dank für Ihre Antwort vom 22.01.08.

Das o.g. Problem haben Sie leider nur mit Integration verbunden. Vergessen Sie bitte nicht, dass unter "farbigen" auch deutsch geborene Kinder und Bürger sind. Es ist mehr als Integration, es ist einfach Erziehung.
Meiner Meinung nach haben fast alle derzeitige volkswirtschftliche Probleme ihre Wurzeln in der Erziehung, und dazu gehört genauso innere Sicherheit wie Diskriminierung.

Was hat also Ihre Partei konkret vor, um eine nicht diskriminierende Erziehung in Niedersachsen zu fördern?

Damit Sie eine Aussage zur o.g. Polizeianzeige machen können, erlauben Sie mir auf die o.g. Polizeianzeige vom 28.09.2007 zu verweisen:

www.polizeipresse.de
Suchen Sie nach dem Stichwort "farbige".
www.presseportal.de


Mit freundlichen Grüssen
Antwort von Annette von Pogrell
1Empfehlung
25.01.2008
Annette von Pogrell
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre mail vom 23.2.08.
Ich stimme Ihnen vollkommen zu und denke Bildung ist der Schlüssel, um viele Probleme unserer Gesellschaft, die die Integration und das Zusammenleben in Niedersachsen und natürlich ganz Deutschland betreffen, zu bewältigen. Bildung und Wohlstand sind sicher die besten Garanten für Toleranz und dafür, sich kennenzulernen und Vorurteile abzubauen.
Wir wollen deshalb die Ganztagsschule und werden die Integration ( für Deutsche und Nichtdeutsche ) zur "Chefsache" machen. Außerdem werden wir wieder mehr Geld in die Jugendarbeit und in Integrationsprojekte stecken, weil wir glauben, dass das eine gute Investition ist, die sich auf lange Sicht auszahlt. Welche Projekte das im einzelnen sein werden, kann ich Ihnen nicht genau sagen, da die Beratungen darüber erst noch anstehen.

Mit freundlichen Grüßen

Annette von Pogrell
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Annette von Pogrell
Die Fragefunktion wurde inzwischen geschlossen.