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Sehr geehrter Herr Silberhorn,
Sie schreiben in einer Antwort auf eine Bürgerfrage über sogenannte Pick-Up-Stellen von Versandapotheken:
"Das ist nicht nur umständlich für den Kunden, der die Rezeptsammelstelle zweimal aufsuchen muss."
Meine Frage dazu:
Sollte nicht jeder Bürger selbst entscheiden, ob und was für ihn ggf. umständlich ist oder nicht? Ist es nicht so, daß in einer Marktwirtschaft der Erfolg eines Angebots immer von der Nachfrage abhängt? Ich kenne nicht die genaue Anzahl sogenannter Pick-Up-Stellen, aber sollten sie in größerer Zahl existieren, spricht bedeutet das dann nicht, daß die Bürger diese Dienstleistung offenbar gerne nachfragen?
Sie schreiben weiter:
"Diese Versandform bedeutet auch eine nicht vertretbare Ungleichbehandlung der Präsenzapotheken, die - zu recht - an strenge Anforderungen der Apothekenbetriebsordnung gebunden sind."
Was für eine angebliche Ungleichbehandlung meinen Sie? Ich kann per Post mein Rezept zu einer Versandapotheke senden und erhalte ebenfalls per Post mein gewünschtes Medikament geliefert.
Nutze ich sogenannte Pick-Up-Stellen so gebe ich mein Rezept dort ab und kann kurzer Zeit mein angeliefertes Medikament wieder von dort abholen.
Ich kann keinen wesentlichen Unterschied erkennen.
Was macht also, insbesondere bei den drängenden Problemen unserer heutigen Zeit, dieses Thema derart wichtig, daß Sie sich genötigt sehen, extra Gesetze zu ändern bzw. sogar neu zu verfassen zu wollen, um Pick-Up-Stellen zu verbieten? Warum soll nicht jeder Bürger, wie in einer freien Gesellschaft auch sonst üblich, für sich selbst entscheiden können, ob und in welchem Umfang er solche Angebote nutzt?
Mit freundlichen Grüßen,
