Thomas Kossendey (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Grunddaten
Thomas Kossendey
Jahrgang
1948
Berufliche Qualifikation
Jurist, Regierungsdirektor a.D.
Ausgeübte Tätigkeit
k.A.
Wohnort
-
Wahlkreis
Oldenburg - Ammerland
Ergebnis
35,6%
Landeslistenplatz
5, Niedersachsen
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Frage zum Thema Bürgerrechte
06.09.2005
Von:

Moin Herr Kossendey,

entschuldigen Sie bitte den irrtümlichen Titel und haben Sie recht vielen Dank für Ihre sonstigen, äußerst sachdienlichen Hinweise zur bestehenden Problematik.

Ich sehe, Sie können genauso konkret und sachlich diskutieren wie es ihre Drogenbeauftragte Kaupa (und nicht Kauder, wie Sie zuvor schrieben – oder machen Sie damit Ihr wirkliches Interesse an der Thematik kenntlich?) auch kann.

Sie sehen, Fehler passieren immer und überall. Nur sollte man zu Fehlern stehen, die entdeckt werden, wie z.B. dieses rein ideologische, irrationale Cannabisverbot und dann in der Lage sein, diese sich offenbarenden Fehler selbstverständlich, nach Möglichkeit zu berichtigen.

Jeder möglichen, sachlichen Diskussion mit dem Argument der Kinder und Jugendlichen oder mit "denkwürdigen Persönlichkeiten" ausweichen zu wollen, wird den Millionen, von der Problematik negativ betroffenen, erwachsenen Bürger jedoch in keiner Weise gerecht.

Wie wird und steht es nun, mit der seit 1994 vom BVerfG eingeforderten bundeseinheitlichen "geringen Menge" und der Behandlung der Gleichen?

Was, ohne die CDU? Die schert sicht nicht um solche Urteile, geht schließlich schon über ein Jahrzehnt gut so?

Entspricht das von Ihnen am 02.09.2005 Vorgebrachte übrigens auch Ihrer persönlichen Meinung?

Einfach schade, wie die eigentliche Problematik heute noch plump unter den Teppich gekehrt werden soll.

Mit freundlichem Gruß


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Frage zum Thema Wirtschaft
07.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Kossendey,

was versteht die CDU konkret unter dieser Aussage? Gibt es da einen ausführlichen Katalog?

"Der Staat muss sich auf seine Kernaufgaben beschränken. Wir wollen weitere Prüfzuständigkeiten auf beliehene Unternehmer übertragen."

grüße ng

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Frage zum Thema Steuern
08.09.2005
Von:

Geehrter Herr Kossendey, als CDU-Mitglied und bisherig natürlich immer CDU-Wähler würde mich einfach mal interessieren, was man als Polizeibeamter noch von der CDU zu erwarten hat.
Urlaubsgeld weg, Weihnachtsgeld weg, Erhöhung des Renteneintrittsalters, weitere Besteuerung der Nachtzuschläge.......
Könne sie mir desweiteren einen Grund nennen, warum ich als Polizeibeamter die CDU wählen sollte?

Ich habe durchaus Verständnis für die schwierige Situation, aber auch wir müssen irgendwie noch existieren können.

Ich möchte Sie zudem herzlich einladen, mit uns am Wochenende zwei x 12 Nachtdienststunden mitzuerleben. Das schärft den Blick für die Realitäten.
Antwort von Thomas Kossendey
3Empfehlungen
15.09.2005
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich kann Ihre Bedenken bezüglich der zahlreichen Veränderungen, die auch Sie persönlich betreffen, sehr gut nachvollziehen und bringe ebenfalls höchstes Verständnis für Ihre Situation auf.

Gerne gehe ich auf die von Ihnen angesprochenen Aspekte ein:

CDU und CSU wollen den von Rot-Grün aufgegebenen Grundsatz wieder herstellen, dass Reformen im öffentlichen Dienst nicht zu besonderen Nachteilen für bestimmte Status­gruppen führen dürfen. So lehnen wir zwar Sonderopfer des öf­fentlichen Dienstes lehnen wir ab, doch gleichzeitig darf es auch keine generelle Ab­koppelung des öffentlichen Dienstes von der allgemeinen Ein­kommensentwicklung geben.

Zum Beispiel sah das von Rot-Grün vorgelegte Versorgungsnachhaltigkeitsgesetz einen überproportionalen, ver­fassungsrechtlich problematischen Einschnitt in die Beamtenversorgung vor. Wir haben deshalb dieses Gesetz im Bundesrat abgelehnt. Eine Schlechterstellung und ein Sonderopfer der Beam­tenschaft aus ideologischen oder publikumswirksamen Gründen gegen rechtsstaatliche Grundsätze waren und sind für die Union nicht akzeptabel.

Über die Anhebung des Renteneintrittalters wird allgemein im Zuge der demographischen Entwicklung in Deutschland und den daraus resultierenden Problemen diskutiert. Es wurde auch schon in einigen Ländern (Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen) eben eine solche Heraufsetzung der vorgezogenen gesetzlichen Altersgrenze im polizeilichen Bereich beschlossen, jedoch bestehen in unserer Partei keine Pläne, die besondere Altersgrenze für Polizeivollzugsbeamte des Bundes generell anzuheben.

Denn eine wirkungsgleiche Übertra­gung von Reformen in der Rentenversicherung auch auf das Versorgungssystem der Be­amten muss unter Berücksichtigung der Besonderheiten des Beamtenversorgungssystems sowie der bereits umgesetzten Einsparungsmaßnahmen vorgenommen werden.

Nur noch wenige Experten durchschauen das deutsche Steuerrecht. Deshalb steht an erster Stelle die Steuervereinfachung.

Nur was nachvollziehbar ist, kann auch als gerecht empfunden werden. CDU und CSU wollen mit Wirkung zum 1. Januar 2007 die Reform der Einkommensteuer durchsetzen. Bei der Lohn- und Einkommensteuer senken wir den Ein­gangsteuersatz auf 12 Prozent und den Spitzensteuersatz auf 39 Prozent. Wir werden zahl­reiche Ausnahmetatbestände und Möglichkeiten, die Steuerlast zu senken, abschaffen. Dadurch erreichen wir insbesondere, dass der Spitzensteuersatz auch tatsächlich bezahlt wird. Jeder Bürger soll entsprechend seiner Leistungsfähigkeit Steuern bezahlen. Einschnitte müssen gemacht werden, so schwer es manchmal fällt:

Zur Vereinfachung und zu mehr Gerechtigkeit führt auch der gleichmäßige Abbau der Steuerfreiheit von Sonn-, Feiertags- und Nachtzuschlägen innerhalb von 6 Jahren. So soll ein hinreichender Zeitraum eingeräumt werden, damit Arbeitnehmer und Arbeitgeber zum Ausgleich eine entsprechende Erhöhung der Zuschläge vereinbaren können. Denn in der Tat ist es nicht Sache der Steuerzah­lergemeinschaft, höhere Bezüge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit zu finanzieren. Dies zu regeln, ist Sache der Tarifparteien.

Die Streichung des Urlaubs- und Weihnachtsgeldes ist auf Beschlüsse der rot-grünen Koalition zurückzuführen.

Für Ihre Einladung möchte ich mich bedanken. Dank zahlreicher Praktika, in denen Schichtdienst geleistet werden musste, kenne ich aus eigener Erfahrung die Anstrengungen, die Sie auf sich nehmen müssen.

Ich hoffe Ihnen mit diesen Informationen weitergeholfen zu haben.

Mit freundlichem Gruß
Thomas Kossendey
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