Steffen Bilger (CDU)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Grunddaten
Steffen Bilger
Jahrgang
1979
Berufliche Qualifikation
-
Ausgeübte Tätigkeit
Rechtsanwalt, MVV Energiedienstleistungen GmbH
Wohnort
Ludwigsburg
Wahlkreis
Ludwigsburg , über Wahlkreis eingezogen
Ergebnis
39,9%
Landeslistenplatz
-, Baden-Württemberg
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(...) 1.) Es ist für mich selbstverständlich, dass ich mich als Abgeordneter dafür einsetzen werde, dass keine Gesetze mehr beschlossen werden, die dann vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig angesehen werden müssen. (...)
Kandidaten-Check
Beim Kandidaten-Check können Sie Ihre eigenen politischen
Überzeugungen mit denen Ihrer Kandidaten vergleichen.
Steffen Bilger hat sich am Kandidaten-Check beteiligt und zu allen von 32 Thesen Position bezogen.
Fragen an Steffen Bilger
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Frage zum Thema Bürgerrechte, Daten und Verbraucherschutz
07.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bilger,

das Bundesverfassungsgericht hat vor einiger Zeit entschieden, dass Beiträge zur Krankenversicherung in größerem Umfang abzugsfähig sein müssen. Die bisherige Regelung zur Abzugsfähigkeit der Beiträge ist verfassungswidrig. Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetzgeber in diesem Zusammenhang aufgegeben, dass die Verfassungswidrigkeit erst für die Zukunft zum 01.01.2010 hin zu beseitigen sei. Der Gesetzgeber hat dies mit dem Bürgerentlastungsgesetz auch getan.

Zu diesem Themenkomplex zwei Fragen an Sie:

1) Würden Sie sich als Bundestagsabgeordneter für die Bürger einsetzen, dass es den Bürgern künftig durch entsprechende Gesetzesänderungen (z. B. Änderung der Abgabenordnung oder des Bundesverfassungsgerichtsgesetzes) nicht mehr zugemutet wird, verfassungswidrige und dadurch klar unrechtmäßige Steuern zu bezahlen und dass der Staat diese Steuern künftig nicht mehr behalten darf?

2) Würden Sie sich als Bundestagsabgeordneter dafür einsetzen, dass die Politik künftig aufgrund verfassungswidriger Gesetze zwingend auf den Weg gebrachte Steueränderungsgesetze in der Öffentlichkeit nicht mehr als Steuergeschenke verkauft? Dies würde der Glaubwürdigkeit der politisch Verantwortlichen sehr nützen. Schließlich beseitigt die Politik dadurch doch nur die eigenen Fehler und macht dem Bürger kein Geschenk, sondern gibt ihm lediglich das zurück, was ihm immer gehört hat.


Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Steffen Bilger
1Empfehlung
16.08.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Anfrage!

1.) Es ist für mich selbstverständlich, dass ich mich als Abgeordneter dafür einsetzen werde, dass keine Gesetze mehr beschlossen werden, die dann vom Bundesverfassungsgericht als verfassungswidrig angesehen werden müssen.

Sofern das BVerfG bislang Gesetze für verfassungswidrig erklärt hat, hat es aber auch klare Anforderungen zum Umgang mit den bestehenden nicht verfassungskonformen Regelungen erlassen, die eben auch regeln, ob der Staat zusätzliche Einnahmen in solchen Fällen behalten darf.

2.) Ich setze mich in meiner politischen Arbeit dafür ein, dass wir alle uns wieder mehr als Teil des Staates begreifen. Alle Steuereinnahmen sind das Geld der Bürger. Steuerentlastungen sind sicherlich immer anzustreben, sofern sie solide finanzierbar sind. Ich hätte in dem von Ihnen angesprochenen Fall kein Problem damit die Ursache der Steuerentlastung auszusprechen, wenn das BVerfG ein Steuergesetz für verfassungswidrig erklärt hat.

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Bilger
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
12.08.2009
Von:
-

Sehr geehrter Herr Bilger,

bei einer Podiumsdiskussion der ev. Kirche in Ludwigsburg am 22.07.2009 hatte der Moderator des SWR Sie dafür kritisiert, dass Sie auf Ihrer Internetseite www.steffen-bilger.de in Ihren Lebensläufen verschweigen, Gründer und Vorstandsmitglied von "Jung-Weikersheim", der Jugendorganisation dess umstrittenen "Studienzentrum Weikersheim", gewesen zu sein.
Hierbei handelt es sich um eine Stiftung, die vom ehem. bad.-württ. Ministerpräsidenten Filbinger gegründet wurde ( eisberg.blogsport.de oder de.wikipedia.org ), der wegen Todesurteilen, die er während der Nazizeit als Marinerichter mitgetragen hatte zurücktreten musste. Selbst Ministerpräsident Oettinger hält die Stiftung inzwischen offenbar für "rechtslastig" und ist deshalb nicht mehr Mitglied.
In Ihrer Zeit als Vorstand von "Jung-Weikersheim" hat diese offenbar Veranstaltungen mit dem äußerst rechtskonservativen oder sogar rechtsnationalen Spektrum zugehörigen Personen wie Martin Hohmann oder Reinhard Günzel durchgeführt, die wegen antisemitischer Aussagen aus der CDU bzw. aus der Bundeswehr ausgeschlossen wurden.
Noch 2007 ( www.zeit.de ) schlossen Sie sich ausdrücklich der heftig kritisierten Aussage von Herrn Oettinger an, Filbinger sei "ein Gegner des NS-Regimes" ( www.sueddeutsche.de gewesen ): Laut Ihnen haben "viele Anwesende (der Trauerfeier für Filbinger) (...) es als befreiend empfunden, dass Oettinger einige Dinge mal klargestellt hat."

Daher möchte ich Sie nun fragen:

1. Würden die Ludwigsburger mit Ihnen einen Kandidaten in den Bundestag schicken, der das Gedankengut von Menschen wie Hans Filbinger und stark rechtslastiger Köpfe wie Klaus Hornung weiter trägt?
2. Weshalb schweigt Ihre Homepage zu Ihrer politischen Betätigung für "Jung-Weikersheim"?
3. Wie stehen Sie zu den Ansichten und Zielen der "Jung-Weikersheimer"?
Antwort von Steffen Bilger
bisher keineEmpfehlungen
21.08.2009
Sehr geehrter Herr Dr. -,

Abgeordneten-, bzw. Kandidatenwatch verstehe ich als eine Möglichkeit für den interessierten Bürger ernsthaft mit Politikern in Kontakt zu treten. Diese Einrichtung sollte nicht zur parteipolitischen Agitation verwendet werden. Daher finde ich es sehr bedauerlich, dass Sie bei Ihrer Anfrage Ihren eigenen parteipolitischen Hintergrund verschweigen und mir Fragen stellen, die bereits bei der von Ihnen vor mehr als drei Wochen besuchten Podiumsdiskussion beantwortet wurden. Dies ist ein Umgang mit dem politischen Gegner, den ich ablehne. Meine Wahlkämpfer und ich werden auf solche Formen des "Negativ-Campaignings" auch weiterhin verzichten.

Nichtsdestotrotz antworte ich auf Ihre Fragen.

Wie damals in Ihrem Beisein schon ausgeführt habe ich mich im Studienzentrum Weikersheim auf die Bitte von dort im Präsidium engagierten und von mir sehr geschätzten Persönlichkeiten wie Prof. Bernhard Friedmann, Jörg Schönbohm oder Manfred Rommel eingebracht. Das Programm, für das ich verantwortlich war, war hervorragend und stieß auch bei härtester Überprüfung durch den SWR und andere Medien auf keinerlei Kritik. Von anderen Vorgängen habe ich mich deutlich distanziert.

Im Lebenslauf auf meiner Homepage wird - wie damals in Ihrem Beisein schon ausgeführt - überhaupt nichts verschwiegen. Dort sind meine wichtigsten persönlichen und parteipolitischen Stationen aufgeführt.

Sie können sich sicher sein, dass ich aus den damaligen Vorgängen meine Lehren gezogen habe. Dazu gehört auch, dass man nicht mit jedem Journalisten lange Gespräche führt, die dann verkürzt so wiedergegeben werden, dass Personen wie Sie einem diese noch Jahre später vorwerfen können.

Mit freundlichen Grüßen nach Stuttgart

Steffen Bilger
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Frage zum Thema Finanzpolitik
15.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bilgner

Vor über 20 Jahren wurde der Solibeitrag eingeführt um die Ostbundesänder beim Aufbau zu unterstützen,das hatte damals fast jeder Deutsche unterstützt und für richtig gehalten. Es sollte höchstens 10 Jahre dauern,damit war das Volk einverstannden, obwohl jeder im Hnterstübchen wußte eine Steuer welche der Staat eingeführt hat und die Politiker sich daran gewohnt hatte dieses Geld ausgeben zu können,nicht mehr abgeschafft würde, wenn ja dann nur gegen eine Ersatzsteuer da man ja nicht auf diese Gelder verzichten will.
Nun sind es aber schon über 20 Jahre seit der Einführung des Solibeitrages, ich persönlich und auch bestimmt sehr viele Bürger sehen dies als Betrug am deutschen Volk.

Meine Frage an Sie:
Wie stehen Sie zum Solibeitrag?
Sind Sie dafür oder dagegen daß der Solibeitrag vom Volk weiter abgeführt werden soll?

Ich möchte Sie bitten keine Retorikantworten zu versuchen wie es Politiker so an sich haben sondern so klar daß jeder Normalbürger es verstehen kann.

Ich möchte hinzufügen,ich war bisher ein treuer CDU Wähler, aber derzeit habe ich Zweifel daran noch einmal mit ruhigem Gewissen eine der Großparteien wählen zu können. Viele Handlungen der derzeitigen Regierung sehe ich als Verbrechen am eigenen Volk an. Ich lasse mich aber gerne berichtigen, wenn Ihre Angaben nachvollziehbar wären.
Es grüßt Sie
Antwort von Steffen Bilger
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

zunächst bitte ich um Entschuldigung für meine späte Antwort! Leider bleiben bei meinem noch rein ehrenamtlichen Einsatz gelegentlich Anfragen etwas liegen, wofür ich um Ihr Verständnis bitte.

Doch nun zu Ihrer Frage:

Wie Sie auch schreiben, war die Einführung des Soli sicherlich richtig und angemessen. Nach Jahren des Aufbaus im Osten, der sichtbar vielerorts erfolgreich verlaufen ist, stellt sich auch für mich die Frage nach der weiteren Sinnhaftigkeit des Soli bis zum Auslaufen des Solidarpakts im Jahr 2019.

Aus meiner Sicht sind Wachstumsregionen wie Baden-Württemberg und gerade der Raum Stuttgart / Ludwigsburg schon jetzt vor allem bei Infrastrukturausgaben massiv benachteiligt. Hiergegen möchte ich mich im Falle meiner Wahl ganz besonders einsetzen.

Aus meiner baden-württembergischen Perspektive bin ich daher dafür den Soli schnellstmöglich abzuschaffen. Ich muß aber hinzufügen, daß diese Position zurzeit in der CDU keine Mehrheit findet. Hinzu kommt, dass wir dringend etwas gegen die gewaltigen Schuldenberge unternehmen müssen. Für mich ist das Thema Haushaltskonsolidierung im Bund eine der wichtigsten Prioritäten. Eine Abschaffung des Soli hätte zur Folge, dass - wie Sie richtig schreiben - bereits verplante Einnahmen wegfallen würden.

Daher ist für mich persönlich folgende Linie klar: Haushalt konsolidieren, Bürger entlasten (einzelne Steuersenkungen, auch Abschaffung Soli) und parallel die Regionen stärken, die das Rückgrat unserer Wirtschaft und unseres Landes sind.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Bilger
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Frage zum Thema Soziales und Familie
23.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bilger,

Ihre politische Arbeit schätze ich sehr und ich wünsche Ihnen bei der kommenden Wahl guten Erfolg.

Ich habe eine Frage zum Thema Familienpolitik:

Nach meinem Empfinden kommt die Familienpolitik zur Zeit etwas in Schieflage, da zwar die öffentliche Betreuung der Kinder vom Kleinkindalter an (Horte, später Ganztagesschule...) massiv gefördert und ausgebaut wird, um Familien zu entlasten, bei denen sowohl der Vater als auch die Mutter erwerbstätig sind. Andererseits geraten aber die Familien immer mehr ins Hintertreffen, in denen die Mutter sich ganz bewusst für ein Leben als Hausfrau und Mutter bzw. "Familienmanagerin" entscheidet. Es sollten nach meiner Überzeugung nicht nur die berufstätigen Frauen im Fokus stehen. Auch die "Nur-Mütter", die sich durchaus selbstbewusst für diesen anderen Weg entschieden haben, leisten einen wesentlichen Beitrag für unser Gemeinwesen und ihre Lebensleistung sollte entsprechend respektiert und anerkannt werden - ideell und finanziell. Dasselbe gilt selbstredend entsprechend auch für sogenannte "Hausmänner".

Daher meine Frage:
Wie stehen Sie zur Forderung nach einem sogenannten Betreuungsgeld, das ab dem Jahr 2013 (warum eigentlich erst dann!?) an Eltern gezahlt werden soll, die sich dafür entscheiden, dass ein Elternteil auf die finanziellen Vorzüge der Erwerbstätigkeit verzichtet, um sich der Erziehung der Kinder zu widmen, die ja laut Grundgesetz Recht und Pflicht zuförderst der Eltern sein soll (und nicht des Staates)?

Mit freundlichen Grüssen und besten Wünschen,
Ihr .
Antwort von Steffen Bilger
2Empfehlungen
25.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre freundliche Nachricht und für die guten Wünsche zur Wahl!

Leitbild unserer Familienpolitik ist das Kindeswohl. Wir sehen die Notwendigkeit Betreuungsangebote zu schaffen, aber zugleich möchten wir auch eine Wahlfreiheit erhalten, um den Eltern, die sich bewußt für die Betreuung ihrer Kinder zuhause entscheiden, alle Möglichkeiten zu geben.

Keinesfalls dürfen diese Eltern schlechter dastehen - weder in der politischen oder öffentlichen Wahrnehmung noch in finanzieller Hinsicht.

Daher unterstütze ich die Forderung nach Einführung eines Betreuungsgelds, das von linken Kräften immer wieder als "Herdprämie" verächtlich gemacht wird, aus voller Überzeugung.

Für die CDU soll die Einführung des Betreuungsgelds als eine Maßnahme zur Unterstützung unserer Kinder parallel zum weiteren Ausbau der Betreuungsangebote vollzogen werden. Wenn die Ausbauziele für die Kinderbetreuungseinrichtungen bereits vor 2013 erreicht werden, wollen wir das Betreuungsgeld vorzeitig einführen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Bilger
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Frage zum Thema Finanzpolitik
31.08.2009
Von:
-

Sehr geehrter Herr Bilgner,

das Bundesverfassungsgericht hat erst kürzlich die Rechte des Bundesparlaments in Fragen der Europapolitik gestärkt.
Unter den verschiedenen Internetseiten von
www.fishsubsidy.org und www.fishsubsidy.org
kann ich deutlich lesen, wie durch falsch gesteuerte Subventionen besonders in Spanien (Spanien erhielt 44 Prozent aller Subventionen der EU für die Schiffe ihrer Fischereiflotte.) mit unseren Steuergeldern die Meere leer gefischt werden, teilweise sogar illegal.Selbst Fachleute vor Ort in Spanien äußern sich deutlich darüber, daß es dank der EU-Subventionen viel zu viele Fischkutter für wenig Fisch gibt.Ich selber kann mir seit Jahrzehnten in Spanien ein Bild hierzu machen.Denn dank FISHSUBSIDY kann ich mir in den Häfen selbst ein Bild machen, welches Schiff für welche Maßnahmen wie viel Euro erhalten hat.Wer das mal tut, muß sich nur noch wundern.Selbst Einheimische sagen, die EU hat wohl viel Geld.

Was gedenken Sie, Herr Bilger, im Bundestag zu tun, daß es derartige Vergeudungen und andere Vergeudungen unserer Steuergelder zukünftig durch die EU verhindert werden?


Mit freundlichen Grüßen

-
Diplom-Kaufmann
Antwort von Steffen Bilger
bisher keineEmpfehlungen
23.09.2009
Sehr geehrter Herr ,

zu diesem speziellen Thema muß ich mich erst noch genauer erkundigen. Mit einer Antwort hierzu komme ich gerne noch einmal auf Sie zu, wenn Sie mir bitte an steffen.bilger@bundestag.de Ihre Mail-Adresse zukommen lassen.

Grundsätzlich ist mir das Problem von Fehlsteuerungen durch Subventionen absolut bewußt. Die Stärkung der Rechte des Bundestags begrüße ich sehr. Im Falle meiner Wahl möchte ich auf jeden Fall ein Abgeordneter sein, der sehr stark die Ausgaben des Bundes - auch für EU-Haushalte - im Auge behält.

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Bilger
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