Sepp Daxenberger (GRÜNE)
Kandidat Landtagswahl Bayern 2008
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Sepp Daxenberger
Jahrgang
1962
Berufliche Qualifikation
Landwirt und Schmied
Ausgeübte Tätigkeit
Landwirt und Landesvorsitzender von Bündnis 90 / Die Grünen in Bayern
Wohnort
-
Stimmkreis
Berchtesgadener Land
Landeslistenplatz
2, Oberbayern
(...) Die von Ministerpräsident Stoiber nach der Landtagswahl 2003 im Zuge des Sparprogramms angekündigte Verwaltungsreform hat im besonderer Weise auch die Landwirtschaftsberatung getroffen. Bei meinen zahlreichen Gesprächen mit Betroffenen der Landwirtschaftsverwaltung, aber auch mit Vertretern anderer Verwaltungen muß man die Sinnhaftigkeit vieler dieser Maßnahmen stark in Zweifel ziehen. Erklären kann man vieles wohl nur mit einen gewissen Aktionismus. (...)
 
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Frage zum Thema Verkehr, Infrastruktur und Stadtentwicklung
08.09.2008
Von:

Fragen zur Infrastruktur, Arbeits-, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, sowie zur demographischen Entwicklung in Südostbayern:

1)
Täglich fahren laut Süddeutscher Zeitung zwischen Mühldorf und München 15.000 Menschen mit der Bahn. Laut Bahn passieren 11.000 Menschen den Bahnhof Mühldorf täglich. In Burghausen sind 25.000 Arbeitsplätze vom Ausbau der Infrastruktur abhängig. Wie werden Sie sich für den zweigleisigen Bahnausbau einsetzen?

2)
Was sagen Sie zu folgender Aussage des Bundesverkehrsministeriums: "Die gleichzeitige Realisierung aller im Streckenverlauf der so genannten *Magistrale für Europa* geplanten Ausbauten wäre zwar wünschenswert, ist derzeit aber wegen des Fehlens einer umfassenden und durchgängigen Finanzierung leider nicht möglich." ?

3)
Deutschland ist mit 6 Milliarden Euro größer Netto- Zahler in die EU- Kasse. Inwieweit sehen Sie Chancen, für den Bahnausbau Fördergelder aus Brüssel zu erhalten?

4)
Kann es sich Deutschland leisten, auf diese zu verzichten und den Ausbau nur mit deutschen, bayerischen Steuergeldern zu finanzieren?

5)
Welche Möglichkeiten bieten sich dem Freistaat Bayern ggf. in Vorleistung zu treten?

6)
Wie wollen Sie sich als Landtagsabgeordneter für die evtl. nötigen Mittel aus Berlin zur Verbesserung der Infrastruktur in Südostbayern einsetzen?

7)
Kommt die S-Bahn Salzburg nach Laufen - Fridolfing - Tittmoning und mit ihr evtl. qualifizierte Arbeits-, Ausbildungs- und Studienplätze in unsere Nähe?
Der Abschnitt Tüßling - Freilassing ist Seitens des Bundesverkehrsministeriums in Berlin als letzter Bauabschnitt vorgesehen!

8)
Können sich die Bürger, angesichts steigender Benzinpreise, nach Fertigstellung der A94 eine Fahrt mit dem Pkw überhaupt noch leisten?

9)
Wie sehen Sie die weitere Entwicklung der Region für Bevölkerung, Mittelstand, Arbeitsplätze und der Industrie in Burghausen ohne Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur bis 2030?

10)
Was bedeutet dies in Ihren Augen für die demographische Entwicklung
Südostbayerns?
Antwort von Sepp Daxenberger
2Empfehlungen
16.09.2008
Sepp Daxenberger
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre umfangreichen Fragen zum Thema Ausbau der Bahnstrecke München – Mühldorf – Salzburg.

Ein Blick in unser Wahlprogramm reicht, um feststellen zu können, dass die Grünen sich sehr konsequent für den Ausbau des ÖPNV einsetzten. Dabei zählt die Strecke München Mühldorf Salzburg zu einer der wichtigsten Strecken. Derzeit wehren wir uns gegen den Ausbau der A8 von Rosenheim nach Salzburg auf 6 Fahrbahnen und sagen, das Geld soll besser für den Bahnausbau der Mühldorfer Strecke genommen werden. Aber wir stehen oft noch auf verlorenen Posten.

Ich werde auf die einzelnen Fragen nicht im Detail eingehen, weil ich weiß, dass meine Parteifreundin und unsere Grüne Kandidatin im Stimmkreis Altötting, die einzelnen Fragen schon beantwortet hat. Wir sind die Fragen im einzelnen durch gegangen, so dass ich mich an die Antworten anschließen kann. Als Spitzenkandidat der Bayerischen Grünen bin ich täglich in Bayern unterwegs und meine Zeit ist sehr knapp, so dass es keinen Sinn macht, bereits gegebene Antworten noch mal zu wiederholen. Sie dürfen sicher sein, dass wir Grüne bei der Frage des Bahnausbaus und den damit in Zusammenhang stehenden Fragen einer Meinung sind und an einen Strick ziehen.

Mit freundlichen Grüßen,

Sepp Daxenberger
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Frage zum Thema Kultur und Medien
14.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Daxenberger,

wie stehen Sie eigentlich zu dem Anbringen von Kreuzen in Bayerns Klassenzimmern?

Um ganz ehrlich zu sein: die Töne die ich in Ihrer Partei zu diesem Thema vernehmen kann, erschüttern mich doch sehr. Schließlich brechen Sie damit offen mit den Werten und Traditionen der bayerischen Kulturlandschaft.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Sepp Daxenberger
3Empfehlungen
17.09.2008
Sepp Daxenberger
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Kreuze in Klassenzimmern. Ich bin selbst praktizierender Christ, 2 meiner Söhne sind Ministranten und bei mir im Bauernhaus hängen selbstverständlich in allen Räumen auch Kreuze. Ebenso war das eine Selbstverständlichkeit bei mir im Rathaus. Ich respektiere alle Menschen, die ihrer religiösen Einstellung und ihren Glauben auch ein äußeres Zeichen geben wollen.

Sie sprechen sicher den Beschluß der Landesversammlung vom Juni dieses Jahres an. Bei diesem Beschluß ging es aber nicht um die Kreuze, sondern ausschließlich um die Frage der religiös motivierten Kleidungsstücke. Konkret um die Frage, ob eine muslimische Lehrerin mit Kopftuch unterrichten darf. Dazu wurde gegen meine Stimme und die Stimmen des Landesvorstandes ein Beschluss gefasst, der besagt, dass Lehrerinnen im Unterricht keine religiös motivierten Kleidungsstücke tragen dürfen. Von Kreuzen in Klassenzimmern steht in diesem Beschluß nichts drin. Das haben wir auch in unserem Programm so deutlich gemacht, weil der Beschlußtext in der Tat missverständlich ist.

Im Oktober wird sich die nächste Landesversammlung der Grünen noch mal mit dem Themenkomplex "Staat und Kirche" befassen.


Mit freundlichen Grüßen,

Sepp Daxenberger
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Frage zum Thema Bürgerbeteiligung und Bürgergesellschaft
15.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Daxenberger,

ehrlich gesagt bin ich ein wenig entsetzt, da Ihre hessischen Parteifreunde sich auf eine faktische Zusammenarbeit mit der Partei DIE LINKE einlassen wollen. Wer die Statements und Biographien der Mitglieder dieser Franktion studiert, dem kann als Demokrat und Verfechter einer freien Bürgergesellschaft nur Angst und Bange werden.

Ich bin bekennender Wechselwähler und habe meistens bei Landtags- und Kommunalwahlen den GRÜNEN meine Stimme gegeben, da ich auch im Bund Naturschutz aktiv bin.

Auch wenn ein rot-rot-grünes Bündnis bei der jetzigen Landtagswahl überhaupt nicht zur Debatte steht, wird doch sehr oft in den Blöcken "links der Mitte" und "bürgerliche Mitte" gedacht.

Derzeit überlege ich wirklich, ob ich bei dieser Landtags- und Bezirkstagswahl nicht den FREIEN WÄHLERN oder der ÖDP meine Stimmen geben werde.

Darum meine konkrete Frage: Wie halten Sie es (und die bayerischen GRÜNEN) mit den LINKEN und wie sehen Sie die Bestrebungen Ihrer Parteifreunde im Nachbarland Hessen?

Für Ihre Antwort bedanke ich mich schon jetzt.

Antwort von Sepp Daxenberger
3Empfehlungen
17.09.2008
Sepp Daxenberger
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage bezüglich einer Zusammenarbeit mit der Linken. Sie schreiben richtig, dass ein Bündnis oder eine irgendwie geartete Zusammenarbeit mit den Linken hier in Bayern überhaupt nicht zur Debatte steht. Ich habe als Spitzenkandidat schon sehr frühzeitig gesagt, dass das für mich nicht in Frage kommt. Ich kann selbstverständlich immer nur eine Aussage treffen für die Wahl, die ansteht und für die, bei der ich etwas zu sagen habe. Ich habe das auch begründet mit der Tatsache, dass die Linken kein Programm für Bayern haben, personell nicht vorhanden sind und hauptsächlich von der Unzufriedenheit der Menschen leben. Viele Menschen die bei dieser Wahl Links wählen, haben früher rechts gewählt, weil sie protestieren wollten. Außerdem gefällt mir die "Freibiermentalität" der Linken nicht, die den Menschen derzeit alles versprechen.

Über die Entwicklung in Hessen bin ich derzeit auch alles andere als glücklich, machen wir uns doch im Falle einer Tolerierung (wobei ich noch nicht glaube, dass es funktioniert) von den Linken abhängig. Wir müssten alles mittragen, die Linken würden sich die Rosinen rauspicken. Das habe ich den Hessen auch gesagt, entscheiden müssen Sie aber selber, da steht es mit als bayerischer Landesvorsitzender nicht zu, Ratschläge zu geben.

Aber ich bin auch dagegen, die Leute von der Linkspartei zu dämonisieren. Die kochen auch nur mit Wasser und in Berlin, wo sie mit in der Regierung sitzen, sind sie entzaubert. Ich kenne die Biographien der Linken in Hessen nicht. Von Bayern weiß ich, dass viele ehemalige SPD´ler dabei sind und viele Gewerkschaftler.

Sie können in Bayern sicher sein, dass Ihre Stimmen für die Grünen Grüne Stimmen bleiben. Bei einer Stimme für Freie oder ÖDP müssen Sie damit rechnen, dass die Stimmen nicht im Landtag vertreten sind und dann haben Sie zumindest indirekt CSU gewählt, denn die profitieren am meisten von den Stimmen die nicht in den Landtag kommen. Bei der ÖDP können Sie sich dabei sogar ganz sicher sein.

Mit freundlichen Grüßen,

Sepp Daxenberger
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Frage zum Thema Bürokratie und Verwaltung
17.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Daxenberger!

Werden die Grünen sich für die Abschaffung der 42-Stunden-Woche für die bay. Beamten stark machen und für die Abschaffung stimmen ?
Antwort von Sepp Daxenberger
2Empfehlungen
19.09.2008
Sepp Daxenberger
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage zum Thema Arbeitszeit. Ich war zwar in der letzten Legislaturperiode nicht im Landtag, aber ich weiß, dass die 42 Stunden-Woche von meiner Fraktion abgelehnt wurde. Die Ungleichbehandlung von Angestellten und Beamten habe ich auch als Bürgermeister in meiner Gemeinde nicht verstanden. Insofern denke ich, dass diese Regelung wieder zurückgenommen werden muss.

Mit freundlichen Grüßen,

Sepp Daxenberger
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Frage zum Thema Kultur und Medien
18.09.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Daxenberger,

wie Sie vielleicht schon gehört haben fordern Herr Beckstein und einige Kollegen aus den Reihen der CSU scho seit langem das Verbot von sogenannten Killerspielen. Hierbei wird jedoch nicht gesagt was ein Killerspiel nach Ansicht dieser Herren ist. Spiele aller Art sind seit langen Zeiten über das Internet zu bekommen, ich kann mir nicht vorstellen wie man den Download dieser Spiele verbieten will. Teilen Sie die Meinung von Herrn Ministerpräsident Beckstein?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Sepp Daxenberger
2Empfehlungen
20.09.2008
Sepp Daxenberger
Sehr geehrter Herr ,

herzlichen Dank für Ihre Anfrage bezüglich Killerspielen. Die Position der CSU zum Thema Killerspielen ist sehr populistisch, aber nicht realistisch. Natürlich ist niemand begeistert von Killerspielen und auch ich würde mich freuen, wenn solche Spiele möglichst nicht gespielt werden. Ich habe selbst 3 Söhne, die sicher auch so was mal machen.

Aber ein pauschales Verbot ist in der Praxis nicht möglich, und hat bisher auch die CSU nicht ernsthaft angegangen, schließlich sind sie ja seit 46 Jahren an der Regierung und hätten längst handeln können, wenn sie wüssten wie das gehen soll.

Wir setzen auf Aufklärung und einer besseren Medienkompetenz der Jugend. Selbstverständlich müssen Spiele die gegen bestehende Gesetze verstoßen, ( Nazi, Gewaltverherrlichung) vom Markt genommen werden, wenn diese bekannt werden.

Aufklärung ist besser als Verbote.

Mit freundlichen Grüßen,

Sepp Daxenberger
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