Rolf Beu (GRÜNE)

Grunddaten
Geburtstag
16.07.1957
Berufliche Qualifikation
Sozialberater
Ausgeübte Tätigkeit
Studentenwerk Bonn AöR, Mitarbeiter im Amt für Ausbildungsförderung
Wohnort
Bonn
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(...) Zu 3:
Minder- oder Nichtleistungen führen zu Strafzahlungen des Leistungserbringers (z. B. der DB) gegenüber dem Auftraggeber (NVR). (...)
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Frage zum Thema Umwelt
09.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Beu,

mit großem Entsetzen habe ich im General-Anzeiger vom 04. Mai lesen müssen, dass im Planungsausschuss mit den Stimmen von CDU und Grünen eine Bebauung der ehemaligen Stadtgärtnerei am Meßdorfer Feld beschlossen wurde. Dadurch wird das ökologisch so wichtige Meßdorfer Feld noch weiter angeknapst (nach der Bebauung des sog. "Lorth-Zipfels").
Ich frage Sie daher:
  • Wie kann eine Partei, die doch gerade für Umwelt und Nachhaltigkeit eintritt, einem solchen Plan zustimmen statt zukunftsfähige Konzepte für das Meßdorfer Feld zu entwerfen, die ohne Bebauung auskommen (wie es die Bürgerinitiative Meßdorfer Feld fordert)?
  • Wie stehen Sie - als grüner Stadtverordneter und als Vorsitzender des Planungsausschusses - zu dieser Entscheidung?
  • Gibt es von Ihrer Seite aus ein privates und/oder geschäftliches Interesse an dieser Bebauung? Planen Sie selbst dort zu investieren oder zu bauen?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Rolf Beu
3Empfehlungen
10.05.2012
Rolf Beu
Sehr geehrte Frau ,

Ihre aus dem General-Anzeiger stammende Information ist so nicht korrekt. Das Gegenteil ist der Fall: alle Freiflächen der ehemaligen Stadtgärtnerei südlich des Weges ´An der Schwarzen Brücke´ werden erstmalig planungsrechtlich so geschützt, dass jedwede Bebauung zukünftig ausgeschlossen wird. Bebaut werden sollen lediglich die Fläche, die bereits ´versiegelt´ - also bebaut waren. Wenn Sie den nördlichen Teil des ehemaligen Stadtgärtnerei-Grundstückes kennen, dann wissen sie, dass sich dort unter den Stahl-Gerippen großflächige Betonfundamente befinden. Es kann also auch nicht davon die Rede sein, dass das Feld (dort war zu Zeiten der Stadtgärtnerei nie Feld!) "weiter angeknapst" wird. Lediglich wird eine vorhandene, ehemalige Bebauung, durch eine neue, andere ersetzt.
Zu Ihren Fragen konkret:
  • Der Vorschlag aus dem Planungsausschuss ist ein Auftrag an die Verwaltung, den rechtsungültigen Bebauungsplan durch einen neuen zu ersetzen. Dazu bedarf es auch einer Bürgerbeteiligung, in der jeder Betroffene Anregungen und Bedenken abgeben kann. Aktuell werte ich den Vorschlag als wirklich zukunftsfähig, da er die Freiflächen rechtlich festschreibt, vorhandene Bebauung lediglich durch neue ersetzt, dabei eine Möglichkeit für generationsübergreifendes Wohnen schafft und der Biologischen Station ein zeitgemäßes Gebäude ermöglicht.
  • Natürlich habe ich Interesse an einer okölogisch-nachhaltigen Bebauung für die Biologische Station. Dieses Interesse ist aber ein allgemein-politisches und kein privat-geschäftliches. Mit absoluter Sicherheit werde ich dort weder bauen, noch an einer Investition beteiligen.

Für weitere Informationen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Meine Telefonnummer dürfte Ihnen bekannt sein oder kann Ihnen über unsere Fraktionsgeschäftsstelle mitgeteilt werden.

Mit besten Grüßen
Ihr
Rolf Beu
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
13.05.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Beu,

ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, warum Sie und Ihre Partei einer Bebauung des Geländes der ehemaligen Stadtgärtnerei auf dem Messdorfer Feld gemeinsam mit der CDU zugestimmt haben. Auch Ihre Begründung, damit generationsübergreifendes Wohnen zu fördern entbehrt m.E. jeder Grundlage, da hierfür kein ausreichender Bedarf vorhanden wird.

Daher meine Frage:

Wodurch begründen sie Ihren Bedarf nach generationsübergreifendem Wohnen auf dem Areal?

Warum können hierfür nicht bestehende Bausubstanzen genutzt werden?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Rolf Beu
bisher keineEmpfehlungen
25.05.2012
Rolf Beu
Sehr geehrte Frau ,

das Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei war an den vorgesehenen Stellen keine Grünfläche, sondern schon bebaut. Die Wiederaufnahme des Stadtgärtnerei-Betriebes wäre nicht nur rechtlich kaum durchsetzbar, sondern auch finanziell nicht umsetzbar gewesen. Wie auch Ihnen sicher bekannt ist, muss die Stadt Bonn bereits heute Tag für Tag rund 250.000 Euro allein an Zinsen für ihre Schulden zahlen.
Falsch ist ihre Annahme, dass es keinen ausreichenden Bedarf für generationsübergreifendes Wohnen geben würde. Das Gegenteil ist der Fall. Verschiedene Initiativen und Vereine suchen Flächen für generationsübergreifende Wohnprojekte in Bonn, wie Ihnen auch entsprechenden Artikel der Lokalpresse belegen. Leer stehende, geeignete Altbauten stehen in unserer Stadt leider nicht zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Rolf Beu
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