Michael Frieser (CSU)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Michael Frieser
© Bundestagsfraktion CDU/CSU
Geburtstag
30.03.1964
Berufliche Qualifikation
Rechtsanwalt
Ausgeübte Tätigkeit
-
Wohnort
Nürnberg
Wahlkreis
Nürnberg-Süd
Ergebnis
38,6%
Landeslistenplatz
16, Bayern
weitere Profile
(...) Die Gefahr, dass sich die Bundesregierung der Förderung der Prostitution gem. § 180a StGB strafbar macht sehe ich zur Zeit nicht, da die Bundesregierung meines Wissens nach nicht "gewerbsmäßig einen Betrieb unterhält oder leitet, in dem Personen der Prostitution nachgehen". (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Redebeitrag vom 26.04.2013

44.a) Beratung Antrag BReg
zur Großen Anfrage B90/GRÜNE
Situation in deutschen Abschiebungshaftanstalten
- Drs 17/7442, 17/10596 -
44.b) Beratung Antrag BReg
zur Großen Anfrage DIE LINKE.
Umsetzung der Abschiebungsrichtlinie der Europäischen Union und die Praxis der Abschiebungshaft
- Drs 17/7446, 17/10597 -
44.c) Beratung BeschlEmpf u Ber (4.A)
zum Antrag B90/GRÜNE
Die Menschenwürde von Flüchtlingen ist migrationspolitisch nicht relativierbar - Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Asylbewerberleistungsgesetz ziehen
- Drs 17/11663, 17/12674 -
Dauer: 10:23
Redebeitrag vom 22.03.2013

30.) Beratung Unterrichtung BReg
Bericht der Bundesregierung zum Stand der Aufarbeitung der SED Diktatur
- Drs 17/12115 -
Dauer: 08:16
Redebeitrag vom 07.11.2012

ZP.1) Aktuelle Stunde
auf Verlangen DIE LINKE.
Haltung der Bundesregierung zur Residenzpflicht und Sondergesetzen für Flüchtlinge sowie Asylbewerberinnen und Asylbewerber
Dauer: 05:33
Redebeitrag vom 30.03.2012

32.a) Beratung Antrag B90/GRÜNE
EU-Datenschutzreform unterstützen
- Drs 17/9166 -
32.b) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Völlige Unabhängigkeit für den Bundesdatenschutzbeauftragten
- Drs 17/6345 -
32.c) Beratung BeschlEmpf u Ber (4.A)
zum Antrag B90/GRÜNE
Grundrechte schützen - Datenschutz und Verbraucherschutz in sozialen Netzwerken stärken
- Drs 17/8161, 17/9198 -
Dauer: 07:12
Redebeitrag vom 01.03.2012

6.) Beratung GrAnfrage SPD
Der demografische Wandel in Deutschland - Handlungskonzepte für Sicherheit und Fortschritt im Wandel
- Drs 17/6377, 17/8372 -
Dauer: 06:41
Redebeitrag vom 26.01.2012

14.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Abschiebestopp und Bleiberecht für Flüchtlinge aus Syrien
- Drs 17/8456 -
Dauer: 05:42
Redebeitrag vom 01.12.2011

11.) Beratung Antrag SPD
Rechtsextremismus vorbeugen - Unsere Demokratie braucht gute politische Bildung und eine starke Bundeszentrale für politische Bildung
- Drs 17/7943 -
Anmerkung: 18:32:18 Zwf: Dr. Barbara Hendricks, SPD
Dauer: 09:52
Redebeitrag vom 21.10.2011

27.) Beratung GrAnfrage SPD
Der demografische Wandel in Deutschland - Handlungskonzepte für Sicherheit und Forschritt im Wandel
- Drs 17/6377 -
Dauer: 06:13
Redebeitrag vom 29.09.2011

8.) Erste Beratung B90/DIE GRÜNEN
Verbesserung der sozialen Situation von Menschen, die ohne Aufenthaltsstatus in Deutschland leben
- Drs 17/6167 -
Dauer: 06:52
Redebeitrag vom 22.09.2011

25.) Erste Beratung BReg
Änderung des Bundesverfassungsschutzgesetz
- Drs 17/6925 -
Dauer: 06:34
Redebeitrag vom 07.07.2011

7.a) Beratung Antrag B90/GRÜNE
60 Jahre Genfer Flüchtlingskonvention - Magna Charta des internationalen Flüchtlingsschutzes umsetzen und fortentwickeln
- Drs 17/6347 -
7.b) Beratung Antrag DIE LINKE.
60 Jahre Genfer Flüchlingskonvention - Handlungsbedarf auf nationaler und internationaler Ebene
- Drs 17/6095 -
7.c) Beratung BeschlEmpf u Ber (4.A)
zum Antrag DIE LINKE.
Für ein offenes, rechtsstaatliches und gerechtes europäisches Asylsystem
zum Antrag B90/GRÜNE
Für wirksamen Rechtsschutz im Asylverfahren - Konsequenzen aus der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte ziehen
- Drs 17/4679, 17/4886, 17/5362 -
7.d) Beratung BeschlEmpf u Ber (4.A)
zum Antrag B90/GRÜNE
Einheitlichen EU-Flüchtlingsschutz garantieren
- Drs 17/4439, 17/5361 -
7.e) Beratung BeschlEmpf u Ber (4.A)
zum Antrag B90/GRÜNE
Unverzügliche Aussetzung des Deutsch-Syrischen-Rückübernahmeabkommens
- Drs 17/5775, 17/6383 -
ZP.4) Beratung BeschlEmpf u Ber (17.A)
zum Antrag B90/DIE GRÜNEN
Für die Unterstützung der humanitären Hilfe zugunsten der libyschen Zivilbevölkerung und der Flüchtlinge aus Libyen und für eine menschenwürdige Behandlung und Aufnahme von Schutzbedürftigen
- Drs 17/5909, 17/6266 -
Dauer: 06:39
Redebeitrag vom 24.03.2011

32.) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Für die Umsetzung der Gleichstellung von Sinti und Roma in Deutschland und Europa
- Drs 17/5191 -
Anmerkung: 18:20:48 Zwf: Hans-Christian Ströbele, B90/GRÜNE
Dauer: 08:30
Redebeitrag vom 25.02.2011

10.a) Erste Beratung BReg
Regelung des Beschäftigungsdatenschutzes
- Drs 17/4230 -
10.b) Erste Beratung B90/GRÜNE
Verbesserung des Schutzes personenbezogener Daten der Beschäftigten in der Privatwirtschaft und bei öffentlichen Stellen
- Drs 17/4853 -
Dauer: 08:00
Redebeitrag vom 10.02.2011

7.a) Beratung Antrag CDU/CSU, FDP
Belarus - Repressionen beenden, Menschenrechtsverletzungen sanktionieren, Zivilgesellschaft stärken
- Drs 17/4685 -
7.b) Beratung Antrag SPD
Belarus - Repressionen beenden, Menschenrechtsverletzungen sanktionieren, Zivilgesellschaft stärken
- Drs 17/4667 -
ZP 5.) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Belarus - Repressionen beenden, Menschenrechtsverletzungen sanktionieren, Zivilgesellschaft stärken
- Drs 17/4686 -
Anmerkung: 17:38:26 Zwf: Marieluise Beck, B90/GRÜNE
Dauer: 06:59
Redebeitrag vom 02.12.2010

16.) Beratung Antrag DIE LINKE.
Den Frieden befördern - Politische Gefangene in Israel freilassen
- Drs 17/3545 -
Dauer: 06:26
Redebeitrag vom 12.11.2010

33.) Zweite u dritte Beratung DIE LINKE
Änderung des Grundgesetzes (Einführung der dreistufigen Volksgesetzgebung in das Grundgesetz)
- Drs 17/1199, 17/3609 -
Anmerkung: 12:27:58 Zwf: Ralph Lenkert, DIE LINKE. 12:30:31 Zwf: Wolfgang Wieland, B90/GRÜNE 12:34:37 Zwf: Karl-Georg Wellmann, CDU/CSU
Dauer: 18:00
Redebeitrag vom 11.11.2010

13.a) Beratung Antrag CDU/CSU, SPD, FDP und B90/GRÜNE
60 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention
- Drs 17/3423 -
13.b) Beratung Antrag DIE LINKE.
60 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention
- Drs 17/3658 -
Dauer: 06:17
Redebeitrag vom 07.10.2010

17.a) Beratung BeschlEmpf u Ber (17.A)
zum Antrag CDU/CSU, FDP
Todesstrafe weltweit ächten und abschaffen
zum Antrag SPD, B90/GRÜNE
Todesstrafe weltweit abschaffen
zum Antrag DIE LINKE.
Abschaffung der Todesstrafe weltweit
- Drs 17/2331, 17/2114, 17/2131, 17/3181 -
17.b) Beratung BeschlEmpf u Ber (17.A)
zum Antrag SPD
Folter bekämpfen und Folteropfer unterstützen
- Drs 17/2115, 17/3180 -
Dauer: 05:56
Redebeitrag vom 08.07.2010

7.) Erste Beratung DIE LINKE.
Änderung des Grundgesetzes (Einführung der dreistufigen Volksgesetzgebung in das Grundgesetz)
- Drs 17/1199 -
Dauer: 06:20
Redebeitrag vom 26.03.2010

24.) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Keine Vorratsdatenspeicherungen über den Umweg Europa
- Drs 17/1168 -
Dauer: 06:12
Redebeitrag vom 25.02.2010

14.) Beratung Antrag DIE LINKE.
''Soforthilfeprogramm Kultur'' zum Erhalt der kulturellen Infrastruktur einrichten
- Drs 17/552 -
ZP 4.) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Kulturelle Infrastruktur sichern - Substanzerhaltungsprogramm Kultur auflegen
- Drs. 17/789 -
Dauer: 04:30
Redebeitrag vom 17.12.2009

9.a) Beratung Antrag CDU/CSU, FDP
Menschenrechte weltweit schützen
- Drs 17/257 -
9.b) Beratung Antrag DIE LINKE.
Nein zur Todesstrafe in den USA - Hinrichtung von Mumia Abu-Jamal verhindern
- Drs 17/236 -
9.c) Beratung Antrag DIE LINKE.
Abschiebung nach Syrien stoppen - Abschiebeabkommen aufkündigen
- Drs 17/237 -
9.d) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Unverzügliche Aussetzung des Deutsch-Syrischen-Rückübernahmeabkommens
- Drs 17/68 -
9.e) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Gemeinsame menschenrechtliche Positionierung der EU gegenüber den Ländern Lateinamerikas und der Karibik einfordern
- Drs 17/157 -
9.f) Beratung BeschlEmpf u Ber (17. A)
zum Antrag SPD
Menschenrechte als entwicklungspolitische Querschnittsaufgabe fortführen
- Drs 17/107, 17/272, 17/287 -
9.g) Beratung BeschlEmpf u Ber (17. A)
zum Antrag B90/GRÜNE
Menschenrechte in Sri Lanka stärken
- Drs 17/124/, 17/273, 17/288 -
Dauer: 06:39
Redebeitrag vom 03.12.2009

5.a) Erste Beratung SPD
Datenschutz im Beschäftigungsverhältnis (Beschäftigungsdatenschutzgesetz - BDatG)
- Drs 17/69 -
5.c) Beratung Antrag B90/GRÜNE
Persönlichkeitsrechte abhängig Beschäftigter sichern - Datenschutz am Arbeitsplatz stärken
- Drs 17/121 -
Dauer: 09:46
Erläuterungen
  • Stand vom 19.05.2013
Fragen an Michael Frieser
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
18.01.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Frieser,

der Justiz- und Psychiatrieskandal Gustl Mollath ist Ihnen doch sicherlich nicht verborgen geblieben, oder?

Was können Sie dazu beitragen, dass Herr Mollath (Ihr Nürnberger Landsmann) schnellstens wieder in Freiheit kommt?

Wie man der heutigen Rheinischen Post entnehmen kann, wurde gestern im Bundestag ein Gesetz verabschiedet, welches eine Zwangsbehandlung mit schlimmsten Nervengiften ab sofort wieder möglich macht. Siehe: bit.ly

Haben Sie im Bundestag dafür gestimmt?

Bitte gebe Sie mir kurzfristig Antwort.


Mit freundlichen Grüßen nach Nürnberg

Antwort von Michael Frieser
1Empfehlung
21.01.2013
Michael Frieser
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Ihre Frage, was ich dazu beitragen kann, dass Herr Mollath schnellstmöglich wieder in Freiheit kommt, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht beantworten.

Ich verfüge nicht über die medizinische Sachkenntnis, um die Einweisung Herrn Mollaths, die von mehreren Gutachtern und Gerichten bestätigt und bei jährlichen ärztlichen Untersuchungen überprüft wurde, auf ihre Richtigkeit zu prüfen.

Wichtig ist deshalb zunächst, dass schnellstmöglich geprüft wird, ob die Unterbringung von Herrn Mollath in die Psychiatrie gerechtfertigt war und ob Herr Mollath die medizinische Unterstützung in Form einer Unterbringung benötigt. In einem so komplexen Fall hielte ich es für fahrlässig und auch nicht im Interesse Herrn Mollaths, seine Entlassung zu fordern, bevor nicht unabhängiges medizinisches Fachpersonal den medizinischen Zustand und die daraus folgende notwendige Behandlung festgestellt haben.

Zu dem zweiten Teil Ihrer Frage teile ich mit, dass die Schaffung einer gesetzlichen Rechtsgrundlage für die Einwilligung des Betreuers in eine ärztliche
Zwangsbehandlung des Betreuten notwendig war. Leider gibt es einige Fälle, in denen die Behandlung auch gegen den natürlichen Willen des Betroffenen notwendig ist, um ihn vor schwerwiegenden Gesundheitsgefahren zu schützen. Ohne das von Ihnen kritisierte Gesetz würde Menschen, denen die Einsichtsfähigkeit fehlt, eine notwendige medizinische Behandlung vorenthalten. Fachgerechte Behandlungen können Menschen, die eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellen, soweit stabilisieren, dass sie wieder in der Gesellschaft leben können und nach Wiederherstellung ihrer Einsichtsfähigkeit ein selbstbestimmtes Leben führen können.

Am 10. Dezember führte der Rechtsausschuss des Bundestages eine öffentliche Sachverständigenanhörung durch. An dieser Anhörung nahmen neben juristischen und medizinischen Experten auch Sachverständige aus dem Kreis der Betroffenen sowie ihrer Angehörigen teil. Befragte Experten schilderten Fälle in denen mangels Rechtsgrundlage eine Behandlung nicht erfolgen konnte und die Betroffenen und ihre Familien die teils unvorstellbaren Lasten, die eine schwerwiegende psychische Erkrankung mit sich bringt, tragen mussten.

Auch der Bundesgerichtshof betonte, dass die Folge einer fehlenden gesetzlichen Regelung sein kann, "dass ein Betroffener ohne eine solche Behandlung einen erheblichen Schaden nimmt" (BGH Az.: XII ZB 99/12, Nr. 48).

Jedoch wurde beachtet, dass eine ärztliche Behandlung gegen den Willen des Betroffenen nur das letzte unvermeidbare Mittel sein darf, um ihn vor einem
erheblichen Gesundheitsschaden zu bewahren. Eine Zwangsbehandlung ist nur möglich, wenn alle milderen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden, um die
drohende gesundheitliche Gefahr abzuwenden.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass das Gesetz keinesfalls, wie in Ihrer Frage angedeutet, eine Grundlage schafft, um Menschen gegen ihren Willen mit Giften zu traktieren. Es geht darum, dass Menschen, die auf Grund einer psychischen Krankheit die Notwendigkeit einer ärztlichen Maßnahme nicht erkennen können, Hilfe erhalten, wenn ihnen ein erheblicher gesundheitlicher Schaden droht.

Im Vergleich zur bisherigen Rechtslage schafft die Neuregelung für die Beteiligten mehr Transparenz und stärkt mit ihren strengen materiellen und verfahrensrechtlichen Anforderungen die Selbstbestimmung der Betreuten.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Frieser
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Frage zum Thema Internationales
23.01.2013
Von:

Sehr geehrter Hr. Frieser,

Gibt es seitens der EU-Kommision tatsächlich Pläne, die Wasservorräte einer privaten Ausbeutung zu überlassen? Einige meiner Kollegen und jetzt auch ich erhielten per Email den Aufruf einer Europäischen Burgerinitiative (www.righttowater.eu.de), dagegen eine Unterschrift zu leisten. Obwohl ich regelmäßiger Zeitungsleser bin, habe ich davon noch nichts gelesen - es ist mir aber u.U. einfach nicht aufgefallen. Frage: ist dies wirklich ein existierendes Vorhaben? Wird das von der CSU mitunterstützt? Es klingt für mich wie wenn man wegen des schnellen Geldes wieder einmal Grossunternehmen Macht über uns zugesteht und wir anschliessend wieder draufzahlen müssen. Das Wasser ist doch etwas Besonderes und nicht mit Erdöl oder Erdgas vergleichbar - einerseits ist jeder Bürger als Staatsbürger im ideellen Sinne irgendwie Mitbesitzer unserer Wasservorkommen, jeder leistet aber auch direkt seinen Beitrag zur Wasserqualität durch Abwassergebühren bzw. Kostenbeteiligung bei Kläranlagen-Modernisierung bzw. Baumassnahmen zur umweltverträglichen Ableitung von Oberflächenwasser in Neubaugebieten. Ich hoffe, dass dies von der CSU nicht unterstützt wird und danke Ihnen im Voraus für eine Antwort

Antwort von Michael Frieser
1Empfehlung
20.02.2013
Michael Frieser
Sehr geehrter Herr ,

ich danke Ihnen für Ihre Frage und stimme Ihnen zu. Wasser ist etwas besonderes. Nicht umsonst ist der Zugang zu Wasser von der UN zum Menschenrecht erklärt worden.

Europa hat wichtige Aufgaben um unsere Interessen in der Welt wahren, wie z. B. die internationale Soziale Marktwirtschaft oder die Regulierung der Finanzmärkte. Problematisch sind jedoch geplante europaweite Regelungen, die regionale Besonderheiten nicht berücksichtigen.

Den von Ihnen angesprochenen geplanten Regelungen zur Privatisierung des Wassers stehe ich deshalb ablehnend gegenüber. Die EU wünscht zwar weiterhin, dass jede deutsche Kommune weiterhin über ihr Wasser entscheiden kann, möchte aber Regelungen schaffen, damit das Wasser auch einem privaten Partner übertragen werden kann. Dies geschehe zum Wohl des Verbrauchers.

Trinkwasser ist aber keine bloße Handelsware. Unser bayerisches Wasser soll seine hervorragende Qualität überall im Land behalten. Gesundes und sauberes Wasser für die Menschen in Bayern können unsere Kommunen vor Ort am allerbesten garantieren. Dabei muss es auch bleiben.

Deshalb widerspricht die CSU vehement, wenn aus Brüssel Pläne für eine Zwangsprivatisierung der Trinkwasserversorgung kommen. Wir wollen keinen Ausverkauf unserer Trinkwasserversorgung an private Anbieter und internationale Großkonzerne.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Frieser
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Frage zum Thema Soziales
12.03.2013
Von:

Hallo Herr Frieser,

aus einer Vermögensaufstellung, die ich im Internet gefunden habe, geht hervor, dass 0,2 % der Bevölkerung über 22 % des gesamten Vermögens in Deutschland besitzen, aber 50 % sich nur 1,7% teilen müssen. Ich habe die Zahlen in meinen Taschenrechner eingegeben und festgestellt, dass die reichsten 0,2 % über 3532 mal soviel Vermögen verfügen wie der Duechschnitt von 50 % der Bevölkerung. Nun leistet natürlich niemand 3532 mal soviel wie 50% unserer Bevölkerung.

Selbst wenn die Zahlen nur zu 10 Prozent stimmen würden (rein hypothetisch) bliebe immer noch ein Verhältnis von 1 : 363. Das kann nicht sein.

Bitte teilen Sie mir mit, mit welchen Maßnahmen Sie in der kommenden Legislaturperiode erreichen wollen, dass sich Leistung für alle lohnt.
Antwort von Michael Frieser
2Empfehlungen
15.03.2013
Michael Frieser
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage vom 12.März 2013.

Das Privatvermögen in Deutschland ist ohne Zweifel ungleichmäßig verteilt. Jedoch sollte die Vermögensfrage keinesfalls mit der tatsächlich geleisteten Arbeit gleichgesetzt werden. Die Frage des Privatvermögens impliziert nicht zwingend die verhältnismäßige Bemessung der geleisteten Arbeit. Soziale Marktwirtschaft besagt in diesem Sinne nicht etwa eine Umverteilung oder gar Deckelung des Privatvermögens, sondern eine angemessene und gerechte Entlohnung der Arbeit.

Die CSU steht daher für eine soziale Gesellschaft auf Basis des christlichen Menschenbildes. Hierzu gehört die Forderung nach tariflichen Lohnuntergrenzen.

Gleichzeitig müssen Exzesse in der Wirtschaft verhindert werden. Managergehälter und Bonizahlungen dürfen künftig nicht mehr jegliches Maß überschreiten. Darum will die Union noch vor der Sommerpause eine Regelung zur Begrenzung der Gehälter von Spitzenmanagern durchsetzen. So ist eine Änderung des Aktienrechts geplant. Künftig soll die Generalversammlung über die Löhne der Manger entscheiden.
Der größte Erfolg im Kampf für mehr soziale Gerechtigkeit entsteht jedoch dadurch, dass Arbeitsplätze geschaffen werden, auf die Arbeitslose vermittelt werden. Der massive Abbau der Arbeitslosigkeit hat bewirkt, dass sich die Einkommensschere seit 2005 nicht mehr öffnet, sondern wieder schließt.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Frieser, MdB
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Frage zum Thema Inneres und Justiz
20.03.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Frieser,

Anfang Februar hat der Bundesrat einen Gesetzentwurf (Drucksache 744/12 (Beschluss)) verabschiedet der vorsieht, dass künftig im Rahmen der für jeden Waffenbesitzer verpflichtenden Regelüberprüfung auf Zuverlässigkeit auch eine entsprechende Abfrage bei den Verfassungschutzbehörden eingeführt werden soll.
Meines Erachtens werden hier wieder einmal unbescholtene und als zuverlässig eingeschätzte Bürger einer zusätzlichen Überwachung unterzogen.
Können Sie mir mitteilen, wie viele legale Schusswaffen die mit Jagdschein oder WBK erworben wurden bei der NSU- Schlappe Verwendung fanden?
Des Weiteren bitte ich Sie um Ihre Stellung zu dem Gesetzesvorhaben und wie sie es bei der Abstimmung behandeln werden.
Antwort von Michael Frieser
bisher keineEmpfehlungen
24.04.2013
Michael Frieser
Sehr geehrter Herr ,

vielen Dank für Ihre Frage bezüglich des Gesetzentwurfs zum Waffengesetz.

Durch das Gesetzesvorhaben wird es keine Überwachung oder zusätzliche Datenerhebungen geben. Die Gesetzesinitiative hat den Hintergrund, dass es Polizeibehörden bislang nicht möglich ist, festzustellen, ob ein Antragsteller bereits beim Verfassungsschutz aktenkundig ist, oder nicht.

Der Gesetzentwurf trägt ebenfalls der Gefahr durch gewaltbereite radikale Extremisten Rechnung. Letztere gelangen nicht selbst auf legalem Wege an Waffen. Es ist jedoch möglich, dass sie durch Komplizen oder Sympathisanten mit Waffen ausgestattet werden, die von letzteren auf legalem Wege erworben wurden. Auch im Falle der NSU ist diese Form der Unterstützung nicht ausgeschlossen.

Mit Hilfe der Gesetzesinitiative soll eine derartige Möglichkeit ausgeräumt werden. Durch den Datenabgleich zwischen Polizei und Verfassungsschutz wird sichergestellt, dass Sympathisanten von Radikalen oder Extremisten als solche erkannt werden und ihnen kein Waffenschein ausgestellt wird.
Mit freundlichen Grüßen

Michael Frieser, MdB
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Frage zum Thema Land- und Forstwirtschaft
20.05.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Frieser,

zu meinem Entsetzen las ich über die Pläne der EU nur noch amtlich zugelassenes Saatgut als Handelsware und für den Anbau zuzulassen.

Hier wird meiner Meinung nach auf fundamentale Weise in die Nahrungsmittelproduktion zugunsten von Marktteilnehmern eingegriffen und kommerzielle Interessen sowie rechtliche Ansprüche vor die traditionellen Werte der Menschen, ihrer Kultur und der Artenvielfalt gestellt.

Ich möchte in Zukunft keine gentechnisch manipulierten Einheitssorten essen, noch die alten, traditionellen und regionalen Agarprodukte missen. Auch möchte ich keine Abhängigkeit unserer Nahrungsmittelproduktion von international agierenden Großkonzernen - weder für mich noch für meine Kinder.

Ich bitte Sie mir mitzuteilen, wie Sie persönlich über diese Pläne denken und wie Sie sich im Falle einer Abstimmung darüber im Deutschen Bundestag verhalten werden.

Vielen Dank für Ihre Anwort,

mit freundlichen Grüßen,


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