Lothar Sommer (Einzelbewerber)
Kandidat Bundestagswahl 2009
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Lothar Sommer
Jahrgang
1954
Berufliche Qualifikation
Ökonom
Ausgeübte Tätigkeit
selbständiger Champignonproduzent
Wohnort
Locktow
Wahlkreis
Brandenburg an der Havel - Potsdam-Mittelmark I - Havelland III - Teltow-Fläming I
Ergebnis
0,7%
Landeslistenplatz
-, Brandenburg
(...) Keine Finanzierung von Wahlen durch den Steuerzahler, Direktwahl aller Abgeordneten, jeder Wähler hat nur eine Stimme. Die Bürger können direkt wählen und beim nächsten Mal auch abwählen. Wichtig wäre noch, den so genannten Fraktionszwang in den Parlamenten abzuschaffen, damit jeder Abgeordnete nach seinem Gewissen entscheiden kann. (...)
 
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Frage zum Thema Außenpolitik
11.08.2009
Von:
Kay

Herr Sommer, wie stehen Sie zu einem EU-Beitritt der Türkei?
Antwort von Lothar Sommer
9Empfehlungen
12.08.2009
Lothar Sommer
Hallo Herr ,
was die Europäische Union betrifft, vertrete ich die Position, dass in Deutschland und auch in den anderen Mitgliedsstaaten über wichtige Fragen der Gestaltung der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen Konsens erzielt werden sollte. Dafür sind geeignete Vertragswerke zu schaffen, die den Bürgerwillen und nicht den Willen der Regierungen ausdrücken. Hierüber sollte per Volksentscheid abgestimmt werden. Das Gleiche schlage ich bezüglich der Aufnahme der Türkei in die EU vor. Ich selbst wünschte mir, die Türkei geht einen Weg der Souveränität und lässt sich nicht in ein System einbinden, was Unterordnung und Abhängigkeit bedeutet und auf lange Sicht Zerfall. Ansonsten bin ich der Meinung, dass der größere Teil der Türkei nicht in Europa liegt und vorderasiatische Bündnisse für die Türkei durchaus von Vorteil wären.

Viele Grüße

Lothar Sommer
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Frage zum Thema Bildung und Kultur
13.08.2009
Von:

Viele Politiker sind der Meinung, daß wir uns unser Bildungssystem nicht mehr leisten können und fordern die Einführung von Studiengebühren. Wie stehen Sie dazu?
Antwort von Lothar Sommer
7Empfehlungen
13.08.2009
Lothar Sommer
Hallo Herr ,

diese Frage kann ich kurz beantworten. Ich bin der Meinung, dass Studiengebühren nicht erhoben werden sollten; möchte dies aber auf die Dauer eines Grundstudiums begrenzen. Diese Einschränkung meine ich, resultiert aus einem verantwortungsvollen Umgang mit materiellen und finanziellen Mitteln, die durch die Gemeinschaft erbracht werden. Ein Grundeinkommen gibt darüber hinaus allen – unabhängig von ihrer Herkunft – die Möglichkeit ein Studium aufzunehmen. Zum Bildungssystem: Alles, was wir in eine kostenlose oder kostengünstige Bildung vom Kleinkind an investieren, wird der Gesellschaft in doppeltem Umfange zurückgeben – also sollten wir hier nicht sparen, wir können ja nur daran "verdienen". Gelder und Mittel sind genügend vorhanden, man muss nur etwas umverteilen. Wenn ich ansonsten nichts von Aktien halte - aber in diesem Zusammenhang hat man es versäumt, eine zu erfinden: die "Bildungsaktie". Die wird es aber nicht geben, da sie keinen Profit abwirft und im Grunde genommen ist der gebildete und somit mündige Bürger nicht gefragt. Für die Systemerhaltung ist es wichtig, genügend "Eliten" zu haben…

Sonnige Grüße
Lothar Sommer
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Frage zum Thema Außenpolitik
25.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Sommer,

ich bin ein noch unentschlossener Wähler und habe eine Doppelfrage an Sie: Warum gibt es für Deutschland eigentlich bis heute noch keinen Friedensvertrag und was haben Sie vor dafür zu tun? Danke.

MfG

Rathenow
Antwort von Lothar Sommer
4Empfehlungen
27.08.2009
Lothar Sommer
Hallo Herr ,

Den ersten Teil der Frage nach dem fehlenden Friedensvertrag kann ich nicht beantworten, da ich dafür nicht die richtige Adresse bin.
Ich habe selbstverständlich eine Meinung dazu, die zusammengefasst so lautet: es war bislang für die Ausübung der Machtinteressen der verschiedenen teilnehmenden Interessengruppen praktischer, einen solchen Vertrag zu "unterlassen". Bis 1990 ohnehin, als es im Rahmen der "Ost-Westkonfrontation" um das so genannte offen halten der Deutschen Frage ging, was immer man damit meinte. Nach, bzw. ab 1990, hätte die Möglichkeit des Abschlusses eines solchen Vertrages bestanden, gekoppelt mit einem Verfassungsreferendum, entsprechend Artikel 146 Grundgesetz. Auch nicht gewollt…es ist überhaupt nicht vorgesehen, dass das Volk irgendetwas zu entscheiden hat. Es herrscht das Prinzip Zuckerbrot und Peitsche, auch wenn es manch einer (noch) nicht so sieht, ähnlich wie im alten Rom…Brot und Spiele.
Mein Beitrag: Forderung nach Freien Wahlen und einem Verfassungsreferendum. Auf meiner Internetseite habe ich formuliert, dass es, um Demokratie herzustellen, notwendig ist, die jetzigen Machthaber abzulösen. Erst dann wird der Weg frei für alle anderen Schritte. Ich setze mit der Teilnahme an den Wahlen Zeichen und werde somit einen Beitrag leisten, den Prozess der Veränderungen anzuschieben, mit vielen anderen…
Auf meiner Internetseite findet sich auch schon seit Wochen die Formulierung: …wenn es Freie Wahlen gäbe, würde ich mich den Bürgern als Kanzlerkandidat zur Wahl stellen.
Noch etwas für Ihre Meinungsbildung - in Rathenow (und auch anderswo) werden Sie über die öffentlichen Medien zu meiner Kandidatur wenig erfahren, die Parteien stehen im Vordergrund und man bevorzugt es, mich vom Geschehen (noch) fern zu halten. So sind zum Beispiel für den 04.09.2009 nur die fünf Direktkandidaten der Parteien ins Brandenburger Theater eingeladen. Sollen Sie doch Ihre Theaterinszenierung drinnen machen. Ich werde vor dem Theater sein. Warum erzähle ich das? Genauso läuft es mit dem ausstehenden Friedensvertrag und dem Verfassungsreferendum ab: die drinnen sitzen, entscheiden gegen diejenigen, die draußen stehen...
Ich hoffe, meine Antwort trägt ein wenig zu Ihrer Entscheidungsfindung bei und verbleibe
mit sonnigen Grüßen

Lothar Sommer
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Frage zum Thema Außenpolitik
30.08.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Sommer,

Vertreter der OSZE werden in diesem Jahr erstmalig Wahlen in Deutschland beobachten.
Bislang standen Länder mit einem weniger ausgeprägten Demokratieverständnis auf der Beobachtungsliste der OSZE.

Sie treten als Einzelkandidat in Ihrem Wahlkreis an - was halten Sie von den Wahlbeobachtern und warum ?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Lothar Sommer
2Empfehlungen
31.08.2009
Lothar Sommer
Hallo Herr ,

ich führe den Umstand, dass die Bundestagswahlen in Deutschland erstmalig durch Wahlbeobachter der OSZE begleitet werden, unter anderem auf die zahlreichen "Unregelmäßigkeiten" bei der Zulassung von Kandidaten und kleineren Parteien zur Bundestagswahl zurück. Es ist schon fragwürdig, wenn gerade die im Bundestag vertretenen Parteien in den Wahlausschüssen über Zulassung und Nichtzulassung entscheiden. Hierrüber sollten unabhängige Gremien befinden. Ich selbst stelle ohnehin das gesamte Wahlsystem in Frage und meine damit insbesondere Erststimme, Zweitstimmer, Parteilisten und auch die Wahlfinanzierung – Stichwort Parteienfinanzierungsgesetz.

Gern zitiere ich den Ausspruch von Richard von Weizäcker…die politische Klasse hat sich den Staat zur Beute bemacht…. Deshalb ist eine meiner zentralen Forderungen die nach Freien Wahlen: nur Direktkandidaten, nur eine Stimme, Abgeordnete müssen im Wahlkreis wohnhaft sein und vieles mehr. Das wird die Grundlage schaffen, dass die Abgeordneten mehr dem Willen der Bürger Rechnung tragen, als dem Willen der Parteien. Abgeordnete werden dann auch abwählbar.

Abschließend noch eine Bemerkung: wir verlangen überall in Ländern dieser Welt Freie Wahlen, haben sie selbst aber nicht. Von freier und unabhängiger Berichterstattung der Medien ganz zu schweigen.

Ich verbleibe mit sonnigen Grüßen
Lothar Sommer
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Frage zum Thema Finanzpolitik
30.08.2009
Von:

Sehr geehrter H. Sommer,

wofür Sie sich einsetzen finde ich ja gut, aber ist es nicht ersteinmal wichtiger das es dem Volk besser geht? Und damit meine ich z.B. die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens. Es hätte somit jeder die Möglichkeit, frei von Existenzsorgen diejenigen Arbeiten zu übernehmen die er selbst für sinnvoll hält. Nach Einführung eines bedingungslos an Alle ausgegebenen Grundeinkommens geht es beim Arbeiten nicht mehr um die Sicherung der Existenz sondern um den Sinn der Arbeit selbst und damit verbunden: um Steigerung der Lebensqualität. Ich bin der Meinung das sollte ersteinmal oberste Priorität haben!

MfG
Antwort von Lothar Sommer
2Empfehlungen
31.08.2009
Lothar Sommer
Hallo Frau ,

nach eingehenden Analysen der politischen und wirtschaftlichen Struktur in unserem Land, bin ich zu der Auffassung gekommen, dass die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens eine zentrale Bedeutung für einen sozialen und politischen Wandel in unserer Gesellschaft hat.
Wenn ich also Ihrer Fragestellung entnehmen kann, wie ich dazu stehe, so ist dies meine Antwort.
Das Grundeinkommen ist zentraler Bestandteil meiner Aktivitäten vor, während und nach den Wahlen und Bindeglied zu anderen Schwerpunkten. Wir dürfen aber nicht davon ausgehen, dass es mit der Einführung eines Grundeinkommens dem Volk automatisch besser geht - es bedarf der sinnvollen Umsetzung in allen Bereichen der Gesellschaft.

Ich freue mich, dass Sie offensichtlich eine ähnliche Auffassung vertreten und verbleibe mit sonnigen Grüße

Lothar Sommer
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