Klaus Barthel (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Klaus Barthel
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Studium der politischen Wissenschaft, Soziologie und Geschichte, Abschluß Magister Artium
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Gewerkschaftssekretär
Wahlkreis
Starnberg
Landeslistenplatz
11, Bayern
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(...) Das entlässt uns nicht aus der Verantwortung, neue Regeln auf den Finanzmärkten durchzusetzen, damit so was nicht noch einmal passiert und schon jetzt zu klären, wie die Schuldenlast verursachergerecht abgetragen werden kann. Es darf nicht sein, dass der "kleine Mann und die kleine Frau" die Zeche der Zocker zahlen. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Arbeit
01.12.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Barthel

Im Rahmen der Durchsetzung der "Mindestlöhne" für Briefzustelldienste wurde vor Kurzem berichtet, dass ergänzend (begleitend) gesetzlich auch dafür Sorge getragen wird, dass die (von allen gewünschte) Konkurenz zur Post in der Frage der "Mehrwertsteuerpflicht" gleichgestellt wird, damit sich auch bei vorgeschriebenen Mindestlöhnenein echter Wettbewerb einstellen kann.
Warum hört man zu dieser meines Erachtens sehr sinnvollen Überlegung nichts mehr?
Antwort von Klaus Barthel
1Empfehlung
16.04.2008
Klaus Barthel
Sehr geehrter Herr ,

Ich lehne eine Mehrwertsteuer für Universaldienstleistungen - also Pflichtleistungen, die die Post AG erbringt und nur um diese geht es - unter derzeitigen Bedingungen ab. Für alle anderen, also die gewerblichen Leistungen für Geschäftskunden, bezahlt auch die Post AG Mehrwertsteuer, hier herrscht gleicher Wettbewerb.

Das Bundesministerium der Finanzen prüft derzeit, ob man alle Universaldienst-Erbringer von der MwSt befreien kann. Dies halte ich für vertretbar, EU-konform und wettbewerbsgerecht. Dies könnte aber nur für Unternehmen gelten, die wie die Post AG sämtliche Universaldienstleistungen flächendeckend und zu erschwinglichem Preis erbringen (12.000 Filialen überall, 6 x Zustellung pro Woche, Briefe bis 1.000 g, Pakete bis 20 kg usw. usw.; siehe Post-Universaldienstleistungsverordnung). Es hat nichts mit freiem Wettbewerb zu tun, wenn für politisch gewollte Pflichtleistungen MwSt vom Privatkunden, der diese nicht absetzen kann, verlangt wird, während diejenigen Unternehmen, die diese Leistungen nicht erbringen, sich zu scheinbar "gleichen" Bedingungen die gewinnträchtigsten Regionen und Leistungsangebote aussuchen können.

Ich weise darauf hin, dass seit der Abschaffung des verbliebenen Brief-Monopols völlig offen ist, wie die Zusatzkosten des Universaldienstes, den die Post AG erbringt, ausgeglichen werden sollen. Jeder weiß oder kann sich ausrechnen, dass die dafür im Postgesetz und/oder von der EU vorgesehenen Möglichkeiten (sei es ein Fonds oder staatliche Subventionen) keine gangbaren Wege oder praktikablen Lösungen darstellen. Auch die Anhänger einer Abschaffung des "Mehrwertsteuerprivilegs" haben bisher keine Antwort auf diese Frage. Wenn sie behaupten, es gäbe diese Zusatzkosten nicht, dann frage ich, warum TNT und andere auch im Verband nicht bereit oder in der Lage sind, diese Leistungen zu erbringen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Barthel
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Frage zum Thema Sicherheit
02.12.2007
Von:

Sehr geehrter Herr Barthel,

laut Ergebnisliste der namentlichen Abstimmung und www.abgeordnetenwatch.de haben Sie für das umstrittene (und meines Erachtens nach verfassungswidrige) Gesetz zur Neureglung der Telekommunikationsüberwachung (BT Drucksache 16/5846) gestimmt.

Angesichts der massiven Kritik an diesem Gesetz von Journalisten, Anwälten, Bürgerrechtlern, ehemaligen Bundesverfassungsrichtern, ehemaligen Innenministern und weiteren Politkern sowie verschiedenen Berufsverbänden und Datenschützern, bitte ich um Ihre Stellungnahme zu Ihrer Entscheidung.

Mit freundlichen Grüßen
E. L.
Antwort von Klaus Barthel
1Empfehlung
04.02.2009
Klaus Barthel
Sehr geehrter Herr ,

dem Gesetz habe ich nur unter erheblichen Bedenken zugestimmt. Es kommt in der politischen Praxis öfter vor, dass man sich auf die Sachkenntnis der Fachleute und Tragfähigkeit von Kompromissen verlassen muss. Bekanntlich sehe ich mich in seltenen Fällen gezwungen, Koalitionsvorlagen abzulehnen, muss mich dabei jedoch auf gravierende Fehler, die ich selbst beurteilen kann, beschränken.

Ich begrüße es ausdrücklich, dass nach dem Einspruch des Bundesverfassungsgerichts das Gesetz korrigiert werden muss.

Die Kritik von Seiten der FDP ist unredlich, weil diese Partei in den Landesregierungen, an denen sie beteiligt ist, noch wesentlich restriktiveren Gesetzen im Bereich der inneren Sicherheit zugestimmt hat.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Barthel
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Frage zum Thema Verkehr und Infrastruktur
15.04.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Bartel,
bereits im vergangenen Jahr hatte ich an Ihre berliner Emailadresse die nachstehende Frage gestellt, leider keine Antwort erhalten:
Wie stehen Sie zu einem Tempolimit auf den deutschen Autobahnen ?!
Mit freundlichen Grüßen A.
Antwort von Klaus Barthel
bisher keineEmpfehlungen
16.04.2008
Klaus Barthel
Sehr geehrte Frau ,

ich befürworte ein generelles Tempolimit auf deutschen Autobahnen auf 130 km/h als Beitrag zu mehr Sicherheit, besseren Verkehrsfluss, zur Energieeinsparung und zum Klimaschutz.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Barthel
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
21.04.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Barthel,

gerne möchte ich Sie heute fragen: "Was stellt den Nachweis der Staatsangehörigkeit der
Bundesrepublik Deutschland dar?"

Ich las im Weltnetz auf der Seite des Bayr. Innenministeriums, unter Staatsangehörigkeit und Einbürgerung, daß der Bundespersonalausweis oder der deutsche Reisepass kein Nachweis über den Besitz der deutschen Staatsangehörigkeit sind, sondern lediglich die Vermutung begründen, dass der Ausweisinhaber die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.

Vielen Dank für ihre Antwort und freundliche Grüße

Antwort von Klaus Barthel
2Empfehlungen
28.04.2008
Klaus Barthel
Sehr geehrter Herr ,

eine ähnlich lautende Frage haben Sie bereits der Bundestagsabgeordneten Gabriele Hiller-Ohm gestellt, auf deren Antwort ich verweise. Alles weitere können Sie der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Staatsangehörigkeitsrecht (StAR-VwV) entnehmen. Diese finden Sie beim Bundesministerium des Innern unter: www.bmi.bund.de sangehoerigkeit/DatenUndFakten/datenUndFakten__node.html__nnn=true Außerdem finden Sie auf dieser Seite auch die Rubrik "Wichtige Fragen und Antworten zum deutschen Staatsangehörigkeitsrecht".

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Barthel
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Frage zum Thema Diätenerhöhung
06.05.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Barthel,
schon im November 2007 verordneten sich die MdB eine Diätenerhöhung. Seit heute geistert die Meldung durch die Medien, dass mit einem weiteren Ansteigen Ihrer Bezüge zu rechnen ist.
Die Zahlen, welche im Raum stehen, treiben einem "einfachen" Angestellten das Wasser in die Augen. Oft scheint (Stichwort: Politik(er)verdrossenheit) die Menge Geld in keiner Relation zur Leistung zu stehen. Auch will mir die ätzende Kritik anderer Parteien ob des Steuervorschlags von Kollege Huber ("Nicht bezahlbar! Vollrausch!") nicht in den Kopf, da doch erhöhte Diäten sehr wohl bezahlbar zu sein scheinen. Ich befürchte, dass bei den zukünftigen Wahlen die Fraktion der Nichtwähler noch größer wird, dass es vermutlich einige geben wird, die Parteien am äußeren Rand des Spektrums wählen werden. Das wird uns alle nicht weiter bringen.
In einem Forum verglich ein Teilnehmer die Bundesrepublik mit einem Baum, der - wie Deutschland - früher kräftig, frisch und gesund war, jetzt aber von Misteln durchsetzt ist.
Ich will jetzt nicht direkt die Gleichung Mistel = Politiker aufstellen. Leider scheint mir in Aussagen Ihrer Kollegen oft genug mit zweierlei Maß gemessen zu werden. Oder, wie woanders schon geschrieben: Dort Wasser predigen, aber selber Wein trinken.
Werden Sie die Diätenerhöhung ablehnen?

Vielen Dank für die Antwort!

Mit freundlichen Grüßen!
Antwort von Klaus Barthel
bisher keineEmpfehlungen
08.05.2008
Klaus Barthel
Sehr geehrter Herr ,

wie Sie an meinem Engagement in zentralen wirtschafts- und sozialpolitischen Fragen (siehe zum Beispiel Rentenpolitik, Mindestlohn, Hartz IV, Gesundheitsreform) sehen können, gehöre ich nicht zu den Wasser-Predigern. Die jetzige Diäten-Aktion habe ich in der Fraktion abgelehnt, ob ich der Mehrheit folge, wäge ich derzeit noch ab. Für Ihre Kritik habe ich großes Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Barthel
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