Klaus Barthel (SPD)
Abgeordneter Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Klaus Barthel
Jahrgang
1955
Berufliche Qualifikation
Studium der politischen Wissenschaft, Soziologie und Geschichte, Abschluß Magister Artium
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages, Gewerkschaftssekretär
Wahlkreis
Starnberg
Landeslistenplatz
11, Bayern
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(...) Es hätte der SPD weder am 14.06. noch danach etwas gebracht, Koalitionsfragen zu diskutieren. Koalitionsdebatten schaden der Partei, die sie öffentlich führt. Wir führen den Wahlkampf für die SPD und unsere Ziele. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Kultur
10.12.2008
Von:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter,

ich habe meine Frage unter "Kultur" gepostet, weil Glaubwürdigkeit für mich persönlich eine Frage der politischen Kultur ist.

Wie haben Sie sich im Gesetzgebungsverhalten zur Abschaffung der Pendlerpauschale ab dem 1. Kilometer verhalten?

Haben Sie jemals, wie etwa Ihre Gegenkandidatin in unserem Wahlkreis, Frau Aigner, öffentlich die Rückkehr zur alten Regelung gefordert?

Fühlen Sie sich, wie Frau Aigner öffentlich behauptet, durch das jetzige Urteil des Verfassung bestätigt? Können Sie diese Haltung nachvollziehen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Klaus Barthel
3Empfehlungen
04.02.2009
Klaus Barthel
Sehr geehrter Herr ,

wir, die Bayerische SPD-Landesgruppe im Bundestag, haben bis zuletzt versucht, die im "Steueränderungsgesetz 2007" enthaltene Kürzung der Pendlerpauschale zu verhindern. Nachdem dies nicht durchsetzbar war, habe ich den Gesetzentwurf, den ich insgesamt für verfassungsrechtlich fragwürdig und sozial unausgewogen hielt, bei der Schlussabstimmung und im Verfahren abgelehnt.

Eine Korrektur wäre möglich gewesen, wenn die CSU mitgemacht hätte. Die SPD hat damals konkrete Vorschläge für ein Alternativmodell vorgelegt, mit dem die bayerischen Pendler deutlich besser gefahren wären.

Frau Aigner hat dem "Steueränderungsgesetz 2007" im Gegensatz zu mir zugestimmt. So viel zur Kultur, aber auch zu unserer Presselandschaft.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Barthel
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
22.01.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Barthel,

ich bin Paketzusteller, also im Niedriglohnbereich tätig und werde von vielen Kunden als "Paria" gesehen, das ist mir egal, ich verdiene meinen Lebensunterhalt, ehrlich, mit meiner Hände Arbeit, obwohl ich als Harzt IV-Empfänger vielleicht bessere Konditionen hätte; es ist mit egal ich mach meine Arbeit, bekomme mein Geld und muß zu niemanden zum "betteln" gehen!

Gestern erfuhr ich einem Kollegen, daß er verurteilt wurde zu 6 Mon. "Knast" wegen einer alten Geschichte. Sein Bewährungshelfer kämpfte für ihn, es ging um Betrug, und er zahlt jetzt den angerichteten Schaden bereits zurück. Der Geschädigte will keine Verurteilung, der Kollege hat nach einer "Hartz 4-Laufbahn" endlich wieder Arbeit, aber leider keinen "Daddy", dert einen Top-Anwalt bezahlt, und zahlt den Mist den er gebaut zurück. Ohne Anwalt war er vor Gericht zu ehrlich. Ich könnte vieles noch mehr anbringen, was dieser Mensch für unsere Gemeinschaft tut! Gerne in einer persönlichen Email! Eine StAin forderte eine Strafe die aufgrund einer laufenden Bewährung zu einer Gefängnisstrafe führen würde, der Richter urteilte und m.A. nach der Steuerzahler zahlt!

Sechs Monate ohne Bewährung (sprich ca. 90 Euro am Tag für den Steuerzahler), die Familie zahlt der Staat über Hartz 4 und die Geldstrafe wird in Ersatzfreiheitsstrafe umgewandelt, was wieder der Steuerzahler letztendlich bezahlt und die Geldstrafe wird nicht bezahlt, was dem Staat was bringen würde! Trotz positiver Aussagen seines Bewährungshelfers wird jemand aus dem Arbeitsprozeß gerissen, er kann seine Schulden und damit nicht seine Geschädigten zahlen und lebt nach der Haftentlassung vom Staat? Keinem Geschädigten hilft es und keiner will dies, sie wollen nur ihr Geld zurück, was sich mit dieser Aktion erledigt!

Hätte er einen "Anwalt, der was kann halt" wäre dies kein Problem, aber wie soll dieser Mann so resozialisiert werden und will der Souverän, das Volk dies so? Ich freue mich auf eine Antwort!
Antwort von Klaus Barthel
3Empfehlungen
04.02.2009
Klaus Barthel
Sehr geehrter Herr ,

zunächst: Niemand wie Sie braucht sich als "Paria" fühlen oder gesehen werden. Wir in der SPD und die Gewerkschaften arbeiten daran, die Arbeitsbedingungen auch bei Paketzustellern zu verbessern. Wir wollen den Niedriglohnbereich austrocknen, z. B. durch Mindestlöhne und Tarifverträge. Das muss aber auch in den Betrieben geschehen durch Wahl von Betriebsräten und Mitgliedschaft in der Gewerkschaft.

Ich bitte aber darum, vorsichtig zu sein bei dem was einem erzählt wird. Aber zunächst: Man kann nicht Straftäter einfach deshalb frei herumlaufen lassen, bloß damit sie Geld verdienen. Wer in der Bewährungsfrist straffällig wird, weiß, was das bedeutet!

Auch Hartz-IV-Empfänger haben den Anspruch auf anwaltschaftliche Vertretung.

Das Urteil kann ich als Außenstehender nicht beurteilen, weil ich die Details nicht kenne. Dafür haben wir eine unabhängige Justiz. Das will das Volk in der Tat, deshalb ist die Gewaltenteilung (Legislative=Gesetzgebung=Parlament / Exekutive=Regierung / Judikative=Rechtssprechung) im Grundgesetz verankert.

"Demokratie und Bürgerrechte" werden so besser gewahrt, auch wenn es Gerichtsurteile gibt, die falsch sind oder uns nicht gefallen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Barthel
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Frage zum Thema Städtebau und Stadtentwicklung
03.02.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Bartel,

vorab eine Bitte: Aus Gründen des Datenschutzes mögen Sie bitte Ihre Antwort ohne Namensnennung beginnen. Ich wünsche nicht, dass Suchmaschinen meinen Namen hier finden.

Nun zu meiner Frage: Als Abgeordnete für den Wahlkreis Starnberg interessiert mich Ihre Haltung zu dem nun geplanten Bauvorhaben der Untertunnelung Starnbergs - anstelle einer Umgehungsstraße.

Insbesondere möchte ich Sie bitten auf folgende Fragen zu antworten:

  • Glauben Sie, dass eine Untertunnelung mit "nur" 1 Fahrspur in jede Richtung den Verkehr auch in 20 Jahren bewältigen kann?
  • Haben Sie sich mit der Entlüftung und Feinstaubbelastung der Starnberger Bürger befasst und was ist ihre Meinung dazu
  • Was denken Sie über die Rettungswege, die angeblich zu steil sein sollen und zu eng und nicht barrierefrei.

Die mir persönlich wichtigste Frage ist folgende: Bei dem Tunnelbau werden viele Millionen Steuergelder in die Erde vergraben. Diese Investition in den Tunnel bietet der Stadt kein Entwicklungspotential, z.B. Erschließung neuer Gewerbeflächen nahe einer Umgehungsstraße.

Würde man das Stadtentwicklungspotential - Starnberg hat kaum noch erschließbare Gewerbeflächen in Reserve - mit in die Rechnung einbeziehen, so würden die Vorteile für die Zukunft der Stadt Starnberg - auch für die Gewerbetreibenden Steuerzahler die vermuteten Mehrkosten einer Umfahrung weit mehr als Wettmachen.

Wie stehen Sie zu dieser Aussage?

Freundlichen Gruß

PS: Ich bitte aus Gründen des Datenschutzes Ihre Antwort ohne Namensnennung zu beginnen, da ich nicht wünsche, dass Suchmaschinen meinen Namen hier finden.
Antwort von Klaus Barthel
5Empfehlungen
20.02.2009
Klaus Barthel
Vorbemerkung:

Zunächst muss ich feststellen, dass Starnberg dringend eine Verkehrsentlastung braucht. Dies sieht auch die Bundesregierung so, weshalb ein solches Projekt im "vordringlichen Bedarf" (VB) des Bundesverkehrswegeplanes steht.

Die Trassenplanung obliegt den zuständigen Planungsbehörden (Straßenbauamt) bzw. Kommunen. Ich setze mich dafür ein, dass diese Planungen und Entscheidungen möglichst vor Ort getroffen werden. In allen Voruntersuchungen sind Alternativen vom Tunnel geprüft und verworfen worden, auch diverse Umgehungstrassen. Die Stadt Starnberg hat sich deshalb für einen Tunnel entschieden. Die Kräfte, die den Tunnel befürworten, haben bei der Kommunalwahl eine Mehrheit erhalten. Zuletzt hat der Stadtrat es sogar abgelehnt, über relevante Veränderungen an den Portalen nachzudenken, für die ich mich zusammen mit der örtlichen SPD eingesetzt habe. Er hat im Gegenteil einen möglichst schnellen Baubeginn gefordert. Dies habe ich als Demokrat zur Kenntnis zu nehmen. Deshalb ist die oft zu hörende Behauptung, "der Bund" wolle hier irgendetwas aufzwingen völliger Unsinn. Dagegen würde ich mich auch wehren.

Die Befürworter einer Umgehungsstraße sind die klare Antwort auf Trassenführung und deren ökologischen, städtebaulichen und landschaftsplanerischen Folgen schuldig geblieben.

Zu den Fragen:
  • Ich meine vor allen Dingen, dass es ohne eine Entlastung erst recht nicht geht. Die Alternative einer vierspurigen (!) Umfahrung halte ich aufgrund des 30-jährigen Vorlaufs für kaum realisierbar. Insofern stellt sich die Frage: Kommt überhaupt eine Entlastung oder kommt keine?
  • Die Feinstaubbelastung wäre auch bei einer Umfahrung gegeben. Diese Frage und die der Entlastung hat beim gesamten Planungs- und Genehmigungsverfahren eine große Rolle gespielt. Ein fachliches Urteil steht mir nicht zu.
  • Für die Rettungswege gilt dasselbe: Diese sind gesetzlich vorgeschrieben und in der Planung geprüft worden. Glauben Sie wirklich, dass ich es besser wissen sollte?

In der Tat ist der Tunnel eine Rieseninvestition, die wir uns gut überlegen müssen. Deshalb bin ich mit verschiedenen Seiten im Gespräch und bin für eine genaue Prüfung.
Die Erschließung von Gewerbegebieten ist nicht Aufgabe einer Bundesstraße.
Auch im Fall Starnbergs ist die Frage von Gewerbegebieten ein eigenes
Kapitel, das nicht von einer Umfahrung abhängt.

Zusammengefasst:

Bei aller Kritik am Tunnel und einzelnen Details (z.B. Portale) sehe ich derzeit keine Alternative zur Verkehrsentlastung der Stadt. Dies ist nicht einfach meine Meinung, sondern das Ergebnis eines jahrzehntelangen Diskussions- und Planungsprozesses in der Stadt selbst, in dessen Verlauf Alternativen geprüft wurden, aber auch keine politischen Mehrheiten gefunden haben.

Deshalb setze ich mich für realistische Verbesserungen ein, wo dies möglich ist, aber gleichzeitig für einen zügigen Baubeginn. Wenn ich den Eindruck hätte oder bekäme, der Tunnel, der vor allem der Entlastung Starnbergs dienen soll, ist mehrheitlich unerwünscht, würde ich meine Haltung selbstverständlich prüfen.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Barthel
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Frage zum Thema Finanzen
11.02.2009
Von:

Sehr geehrter Herr Barthel,

in der letzten Zeit werden im Rahmen der Konjunkturpakete und Schutzschirme Summen genannt, welche die folgende Frage aufwerfen:
Da es schließlich hauptsächlich private Banken und Unternehmen waren, welche die Finanzkrise ausgelöst haben, ist denn irgendwo festgelegt, dass diese Gelder auch wieder dem Staat zurückgegeben werden müssen?

Eine Rückzahlung könnte so aussehen: Banken und Firmen überlassen Dividenden, Boni und Gewinne dem Staat, bis die Unterstützungsgelder getilgt sind. Schließlich habe nicht ich als kleiner, Steuren zahlender Bürger oder Arbeitnehmer die Krise verursacht.

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mit freundlichen Grüßen

J.
Antwort von Klaus Barthel
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26.02.2009
Klaus Barthel
Sehr geehrter Herr ,

in der Tat gilt es zu verhindern, dass der steuerzahlende Arbeitnehmer oder künftig auf Sozialleistungen angewiesene Bürger oder spätere Generationen die Zeche derer bezahlen müssen, die sich in den letzten Jahren verzockt haben oder in großem Stil Sonderprofite und Spekulationsgewinne erzielt haben. Sie werden sicher beobachtet haben, dass Bundesfinanzminister Steinbrück besonders darauf achtet.

Der Rettungsschirm für die Finanzmärkte (bis zu 500 Mrd. Euro) beinhaltet deshalb auch keine Zuschüsse an die Banken, sondern im wesentlichen Bürgschaften und diese unter strikten Auflagen. Diese können vorsehen, z. B. Vergütungen für die Bürgschaft (derzeit ca. 9%), Kappung von Managergehältern und Dividendenverbot sowie weitere Vorgaben durch den SoFFin (Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung). Auch eine Rückzahlung ist vorgesehen ? was aber nur im Erfolgsfall funktionieren wird.

Wie sie der aufgeregten Medienberichterstattung entnehmen konnten, setzt sich die SPD dafür ein, im äußersten Notfall auch Finanzinstitute in staatliche Hand zu übernehmen ("Enteignung"). Dies dient dazu, eine Enteignung des Steuerzahlers zu vermeiden, indem sich der Staat als (Mit)Eigentümer eines Unternehmens (hier: Hypo-Real-Estate) gegen Machtlosigkeit und Totalverlust seiner Bürgschaften absichert. Sicherlich haben sie auch gehört, welche hysterischen Reaktionen bei CDU/CSU/FDP und Wirtschaftsverbänden dies auslöst. Die Steuerzahler sollten ihre Konsequenzen daraus ziehen!

Vom Rettungsschirm zu unterscheiden sind die beiden Konjunkturpakete, die der Stützung der Binnenwirtschaft dienen und für 2009/2010 ca. 80 Mrd. Euro umfassen. Diese gehen in Form von Beitrags- und Steuersenkungen, Sozialleistungen und öffentlichen Investitionen direkt an die Bürger und Unternehmen.

Im Übrigen bin ich der Meinung, dass schon jetzt entschieden werden muss, wie der Schuldenbetrag abgetragen werden soll: nämlich verursachergerecht durch eine Anhebung des Spitzensteuersatzes oberhalb ca. 100.000 Euro Jahreseinkommen, die Einführung einer Millionärs-Vermögenssteuer und einer Börsenumsatzsteuern. Diese Wege werden in der SPD derzeit diskutiert und sind teilweise schon von Spitzenpolitikern unserer Partei gefordert worden. Union und FDP reden zwar viel vom Schuldenabbau, sagen aber nicht wie. Im Gegenteil: Sie wollen Steuersenkungen (für Reiche). Das sollte uns misstrauisch machen!

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Barthel
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Frage zum Thema Finanzen
21.02.2009
Von:

Thema : Hypo Real Estate

Unsere Bundeskanzlerin Frau Merkel hat am Sonntag in der ZDF-Sendung " Berlin direkt " und in weiteren Fernsehsendungen gesagt, daß sie international versprochen hat , die Hypo Real Estate – Bank trotz der hierfür erforderlichen vielen Milliarden nicht pleitegehen zu lassen.
Für uns Bürger, die für dieses Versprechen zahlen oder bürgen sollen, wäre es sehr interessant zu wissen, von wem Frau Merkel zu diesem Versprechen ermächtigt worden ist und vor allem, wem es international nutzt.
Hat Ihre Partei vor diese Angelegenheit im Bundestag zur Sprache zu bringen ?

Antwort von Klaus Barthel
3Empfehlungen
26.02.2009
Klaus Barthel
Sehr geehrter Herr ,

die Tatsache, dass die Bundesregierung die Hypo Real Estate nicht Pleite gehen lässt, wird durch den Beschluss des Bundestages für einen Rettungsschirm für den Finanzsektor (Bürgschaften bis 500 Mrd. Euro insgesamt) ermöglicht (nicht erzwungen). Dies ist sinnvoll, weil - ähnlich wie bei Lehman Brothers - in der Bilanzsumme der Hypo Real Estate von 400 Mrd. Euro viele Unternehmen, Kommunen, Alterssicherungsfonds usw. drinhängen, die im Falle eines Zusammenbruchs mit in den Strudel gerissen würden. Die unmittelbaren und mittelbaren Folgen wären sowohl im Inland wie im Ausland nicht absehbar und würden mit Sicherheit Millionen Bürgerinnen und Bürger mit dem Verlust ihrer Ersparnisse, Anlagen und Arbeitsplätze betreffen.

Deshalb werden solche Rettungsaktionen international abgesprochen. So haben nach der Lehman Erfahrung - z. B. die britische und die US-Regierung ähnliche Garantien wie die deutsche Bundesregierung ausgesprochen und Banken und Versicherungen zum Teil verstaatlicht.

Das entlässt uns nicht aus der Verantwortung, neue Regeln auf den Finanzmärkten durchzusetzen, damit so was nicht noch einmal passiert und schon jetzt zu klären, wie die Schuldenlast verursachergerecht abgetragen werden kann. Es darf nicht sein, dass der "kleine Mann und die kleine Frau" die Zeche der Zocker zahlen. Leider ist Frau Merkel nicht bereit, über die Finanzierung der Kosten ihrer Garantien zu sprechen. Stattdessen bereitet sie einen Steuersenkungswahlkampf vor. Ich bin gespannt, wer ihr das glauben wird - erst recht mit Blick auf den Traumpartner der Union, die FDP.

Mit freundlichen Grüßen
Klaus Barthel
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