Kerstin Griese (SPD)
Abgeordnete Bundestag 2005-2009
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Grunddaten
Kerstin Griese
Jahrgang
1966
Berufliche Qualifikation
Historikerin
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wahlkreis
Mettmann II
Landeslistenplatz
8, Nordrhein-Westfalen
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(...) Nachdem ich lange Zeit vertröstet wurde, habe ich mich im letzten Jahr persönlich an den Telekom-Vorstand gewandt, um eine schriftliche Auskunft zu erhalten. Im 1. Quartal 2007 werde die Velberter Innenstadt mit DSL ausgestattet, hieß damals die Antwort. Inzwischen wurde dieser Termin verschoben. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Gesundheit
08.12.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Griese,

wie Sie dem Dokument www.artoflife.de entnehmen können, gibt es eine weltanschaulich neutrale Meditationstechnik, deren Anwendung über 50% der Krankheiten und Gesundheitskosten vermeiden kann. Die Haupt- Todesursachen Herzerkrankungen und Tumoren treten um 87% bzw. 55% seltener auf. Dies ist der Bundesregierung seit Jahrzehnten bekannt. Leider ist dieses Wissen sowohl der Pharmaindustrie als auch - aus ähnlichen Gründen, nämlich solchen der Besitzstandswahrung - der Kirche ein Dorn im Auge. Die Folge war eine Diffamierungskampagne nach dem Vorbild der Inquisition www.das-weisse-pferd.com
Vermeintliche Christen intrigierten in gemeinster Weise gegen völlig harmlose, integere, unbescholtene Bürger www.zeit-fragen.ch

Diese Hetzkampagne hat dazu geführt daß zigtausende Bundebürger vorzeitig an Krankheiten verstorben sind, die sie mit der Transzendentalen Meditataion nach Maharishi Mahesh Yogi gar nicht erst bekommen hätten. Sie, die Sie sich in den Ratinger Medien stets als weltoffen feiern lassen und behaupten, stets für jeden Bürger ein offenes Ohr zu haben, haben sich bislang nicht zu einem persönlichen Gepräch über dieses Thema bereit erklärt. Dies ist nur damit zu erklären, daß sie von Beauftragten Ihrer Kirche auf das Gründlichste desinformiert wurden. Wer jedoch falsch informiert ist, trifft falsche Entscheidungen. Als Bürger finde ich es nicht akzeptabel, daß die Regierung die Umverteilung der Gesundheitskosten (im wesentlichen zu Ungunsten der Bürger und Wähler) als "Reform feiert, welche nicht einen einzigen Menschen gesunder macht, aber gleichzeitig jahrzehntelang deutlichste und sicherste Hinweise systematisch ignoriert, welche 50% der Krankheiten und Gesundheitskosten vermeiden könnten. Was werden SIE tun, damit daß dieses Wissen seiner Bedeutung und seinem Effekt entsprechend gewürdigt wird?
Antwort von Kerstin Griese
6Empfehlungen
19.12.2006
Kerstin Griese
Ich bin sehr erstaunt, dass das Moderations-Team von abgeordnetenwatch.de – obwohl es auf die Problematik aufmerksam gemacht wurde – solche Beiträge veröffentlicht. Wer sich den Text genauer durchliest und auch die als Quelle angegebenen Links anschaut, erkennt, dass sektenkritische Politikerinnen und Politiker in die Nähe der Inquisition gerückt und ihnen "faschistische Züge" unterstellt werden.

Ich halte abgeordnetenwatch.de grundsätzlich für eine sehr gute Initiative. Dass es aber als Plattform für solche Kampagnen missbraucht wird, finde ich bedenklich.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Griese
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Frage zum Thema Arbeit
08.12.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Griese,

Die Aufteilung der Regierungstätigkeit zwischen Bonn und Berlin hemmt die Effizienz einer der Bundesrepublik Deutschland als Ganzes dienenden Regierung. Mir ist nicht zu vermitteln, dass Partikularinteressen Vorrang vor gesamtdeutschen Interessen besitzen sollen. Wieso ist den Abgeordneten von Nordrhein-Westfalen diese Einsicht nicht zu vermitteln?

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Kerstin Griese
4Empfehlungen
19.12.2006
Kerstin Griese
Sehr geehrter Herr ,

als die Hauptstadtentscheidung zugunsten von Berlin getroffen wurde, habe ich dem Bundestag noch nicht angehört. Ich bin erst 2000 Mitglied des damals schon in Berlin tagenden Parlaments geworden. Obwohl ich Nordrhein-Westfälin bin: Ich halte die damalige Entscheidung für richtig.

Nicht nur das Parlament, auch die Regierung muss in der Hauptstadt präsent sein und ihre Arbeit muss effizient und kostengünstig geschehen. Ich glaube nicht, dass der Bonn-Berlin-Vertrag auf ewig unabänderlich in Stein gemeißelt sein wird. Gleichzeitig bin ich aber auch jeder Behauptung gegenüber skeptisch, dass ein sofortiger Umzug aller noch in Bonn arbeitenden Ministerialbeamten automatisch dazu führt, dass Deutschland besser regiert wird.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Griese
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Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
14.12.2006
Von:
-

Sehr geehrte Frau Griese,

was halten Sie von "Bürgerentscheiden"? Fluch oder Segen?

Mit freundlichen Grüßen
-
Antwort von Kerstin Griese
3Empfehlungen
19.12.2006
Kerstin Griese
Sehr geehrter Herr -,

ich halte plebiszitäre Entscheidungen für eine gute Ergänzung unseres Parlamentarismus.

Leider sind die Bestrebungen der SPD, plebiszitäre Elemente in das Grundgesetz einzufügen, bislang immer an der Union gescheitert. Dadurch ist es unmöglich, die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit im Bundestag zu erreichen. Auch in der jetzigen Großen Koalition stoßen wir auf den Widerstand unserer Koalitionspartner von der CDU/CSU.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Griese
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Frage zum Thema Familie
29.12.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Griese,

www.heise.de

Sind Sie wirklich der Meinung, dass durch weitere Regulierung (härtere Strafen, Verbote) das Problem (falls es denn exisitert) zu lösen !? Ich bin im gleichen Alter wie Sie, habe 3 Kinder (18,13,10) und kann aus Erfahrung sagen, dass zumindest die 2 großen sich "besorgen" können, was im Laden nicht erhältlich ist. Die Einflußnahme muß an anderen Stellen durch Erziehung und Überzeugung stattfinden. (Elternhaus, evtl. Schule).
Nie wurde soviel gesoffen, wie zu Zeiten der Prohibition in den USA, bzw. während des Gorbatschowschen Alkoholverbotes in der damaligen UdSSR. Scheinbar scheint dieses Phänomen den meisten Politikern, so auch Ihnen, völlig fremd zu sein.
Oder, wollen Sie sich im Rahmen der derzeit stattfindenden "Killerspieldebatte" profilieren?
Könnten Sie bitte ein paar Worte zu meiner Meinung sagen, es kann ja möglich sein, dass ich völlig daneben liege !?

Vielen Dank!

MfG
Antwort von Kerstin Griese
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08.01.2007
Kerstin Griese
Sehr geehrter Herr ,

ich teile Ihre Auffassung in sehr vielen Punkten. Ich habe schon im November in mehreren Interviews erklärt, dass die Politik nicht so tun solle, als könne sie einen solch schrecklichen Vorfall wie in Emsdetten quasi gesetzlich verhindern. Politik kann nur einen punktuellen Beitrag dazu leisten, dass Kinder und Jugendliche vor negativen Einflüssen geschützt werden und mehr Anerkennung finden.
Leider finden Kinder gerade in bildungsfernen Schichten immer weniger positive Anregungen im Elternhaus. Deshalb müssen sowohl die Elternkompetenzen gestärkt werden als auch den Schulen mehr Erziehungsaufgaben zugewiesen werden. Nirgends werden die Schüler so früh in verschiedene Schulformen selektiert wie in Deutschland. Statt anerkannt und unterstützt fühlen sich viele schlicht aussortiert. Deshalb muss die Lehrerausbildung völlig neu akzentuiert werden. Lehrer benötigen weitaus mehr Erziehungskompetenzen. Sie müssen lernen, Schülern positive Anerkennung zukommen zu lassen.
Viel zu viele Kinder, insbesondere Jungen, verbringen den gesamten Nachmittag mit Fernsehen, zweifelhaften Videos und Computerspielen. Deswegen ist der Aufbau eines flächendeckenden Ganztagsschulsystems notwendig, den der Bund im Jahr 2003gestartete hat.
Von der populistischen Forderung, Gewaltvideospiele zu verbieten, halte ich nichts. Im Zeitalter des Internets ist das blauäugig, zumal eine Prohibition bewiesenermaßen keinerlei Probleme löst. Allerdings bin ich der Auffassung, dass der Handel die bestehenden Jugendschutzvorschriften einzuhalten hat. Dabei muss überprüft werden, ob der Profit und die mögliche Straferwartung in einem sinnvollen Verhältnis zueinander stehen.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Griese
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Frage zum Thema Kultur
30.12.2006
Von:

Sehr geehrte Frau Griese,

ich finde es sehr erstaunlich, dass Sie sich auf die CSU-Bierzelt-Stufe stellen und den (in Sachen Computerspiele) schärfsten Jugendschutz der Welt weiterhin verschärfen wollen. Nicht einmal im kommunistischen China werden Computerspiele so stark zensiert wie bei uns. Ist es nicht ehr ein gesellschaftliches Problem, wenn Jugendliche an PC-Spiele herankommen, die ab 18 Jahren freigegeben sind? (wohlgemerkt: in den meisten Fällen ist das Spiel sogar noch entschäft - und im Ausland kann ich das Spiel ungeschnitten in jedem Alter kaufen | und das ohne Amokläufe in der Schweiz , Frankreich, etc. - sehr komisch). Und müsste man nicht mit der gleichen Begründung den Alkohol-, Zigaretten und Autoherstellern Strafen auferlegen, wenn Jugendliche an Alkohol, Zigaretten oder Autoschlüssel herankommen?

Auch ist die Haltung, dass PC-Spiele etwas schlechtes, böses sind völlig unangebracht - das war bei den Aufkommen der Romane im letzten Jahrhundert so, das war beim Radio, Kino und TV auch so und bei den Computer- und Konsolenspiele ist es genauso.
Ein Schelm, wer da an böses denkt.
Antwort von Kerstin Griese
3Empfehlungen
08.01.2007
Kerstin Griese
Sehr geehrter Herr Freudiger,

wieso fragen Sie mich derart polemisch? Weder bin ich der Auffassung, dass PC-Spiele etwas Schlechtes und Böses sind, noch diskutiere ich auf Bierzeltniveau.
Sie haben völlig recht, wenn Sie schreiben, dass es sich um ein gesellschaftliches Problem handelt. Deswegen sind tatsächlich in erster Linie Elternhaus und Schule gefordert. Ich muss mir aber darüber hinaus die Frage stellen lassen, was ich als Bundesgesetzgeberin tun kann. In einigen Punkten ist es angebracht, genau hinzuschauen, ob das aktuelle Jugend-schutzgesetz wie gewünscht funktioniert. Und da habe ich meine Zweifel. Denn das USK-Alterssiegel "ab 18" gilt bei vielen Jugendlichen als eine Art "Qualitätssiegel", mit dem im Verkaufsregal "geworben" wird. Ich finde es sinnvoller, viele dieser jugendgefährdenden Spiele mit einem Werbeverbot zu belegen.
Ich fordere keine Strafen für die Hersteller von Gewaltvideospielen. Sondern ich will, dass der Handel die geltenden Jugendschutzbestimmungen einhält. Genauso wie der Verkauf von Alkohol und Zigaretten an Jugendliche strafbar ist und ein Autovermieter einem Minderjährigen keinen Autoschlüssel übergeben darf, gilt dies auch für PC-Spiele.

Mit freundlichen Grüßen
Kerstin Griese
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