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Sehr geehrte Frau Griese,
bitte lesen Sie folgende kurze Argumente (und Texte) und beantworten Sie dann bitte meine Fragen, wie sie zu ihrem Standpunkt zu den Internetsperrlisten kommen.
"Unsere Sperrmaßnahmen tragen leider nicht dazu bei, die Produktion von Webpornografie zu vermindern", Chef der Polizeiermittlungsgruppe gegen Kinderpornografie undKindesmisshandlung in Stockholm, Björn Sellström.
tinyurl.com
96 % der gesperrten Seiten werden in westlichen Ländern angeboten, in denen Kinderpornografie auch illegal ist (USA, Australien, Kanada, Deutschland und den Niederlanden).
tinyurl.com
Eine einfache Mail reichte immer aus:
"Innerhalb eines Tages waren 16 [der 17] Adressen nichtmehr erreichbar"
tinyurl.com
Die Listen beinhalten nun nicht mehr nur Kinderpornografieseiten, sondern auch Seiten von politischen Gruppen und sogar Zahnärztebefinden sich darauf (hier das Beispiel Australien:
tinyurl.com ).
Weiterhin wird es keine Möglichkeit geben, generell gegen diese missbräuchliche Nutzung vorzugehen, da die Listen ja geheim sein sollen. Es wird also schleichend zu einer Zensierung des Internets kommen.
Die Sperrlisten können prinzipiell nicht helfen, die Kinderpornografieindustrie zu schwächen, denn eine solche Industriegibt es höchst wahrscheinlich gar nicht:
"Keiner, ich wiederhole, keiner der in den letzten anderthalb Jahren dazugekommenen Mandanten hat auch nur einen Cent für das Material bezahlt."
tinyurl.com
Kinderpornografie entsteht also zum größten Teil als Nebenprodukt von Kindesmisshandlung, nicht andersherum. Daher kann die Websperre im Kampf gegen Kindesmisshandlung gar nicht helfen.
Zusammenfassend kann man also sagen, dass die Websperrennachweislich nicht helfen und noch dazu eine undurchsichtige Filterinfrastruktur geschaffen wird, die rein technisch gesehen für eine Zensur des Internets genutzt werden kann und vermutlich bald zweckentfremdet werden wird.
mit freundlichem Gruß
R.