Joachim Poß (SPD)
Kandidat Bundestagswahl 2005
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Joachim Poß
Jahrgang
1948
Berufliche Qualifikation
Verwaltungsleiter
Ausgeübte Tätigkeit
Mitglied des Deutschen Bundestages
Wohnort
-
Wahlkreis
Gelsenkirchen
Ergebnis
59,7%
Landeslistenplatz
58, Nordrhein-Westfalen
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www.joachim-poss.de
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Frage zum Thema Arbeit
14.09.2005
Von:

Sehr geehrter Herr Joachim Poss,

kurz zu meiner Situation:
Ich bin alleinerziehende Mutter zweier minderjähriger Kinder und werde im Januar 50 Jahre alt.

1. Seit November 2004 arbeite ich FREIWILLIG in einem Aktiv-Job (sog. 1-Euro-Job) an einem Gelsenkirchener Gymnasium, um meine Chancen zu verbessern, auf dem ersten Arbeitsmarkt vermittelt zu werden. Diese gemeinnützige Tätigkeit erfülle ich zu vollsten Zufriedenheit meiner Schulleitung. Die Maßnahme endet am 17. November, ohne eine Chance auf Verlängerung, obwohl sowohl meine Schulleitung als auch ich eine Verlängerung beantragten. Warum ist diese nicht möglich??? So habe ich doch nie eine Chance darauf, noch vermittelt zu werden!!!!

2. Ihre Partei steht doch für soziale Gerechtigkeit?! Wieso sind dann einige HARTZ IV - Empfänger von der Zahlung des Eigenanteils bei den Schulbüchern befreit, andere aber, die genausoviel Leistung erhalten, müssen ihre Bücher selbst zahlen. Sie wissen bestimmt, dass schon viele Städte diese Ihre Regelung umgehen und allen das Büchergeld bezahlen. Warum schaffen Sie da nicht rechtliche Gleichheit und ändern ihr Gesetz entsprechend?

Ich hoffe, Sie können mir im meiner Situation weiterhelfen..
darum sehe ich Ihrer Antwort entgegen.

Mit freundlichem Gruss
Marita Staub
Antwort von Joachim Poß
bisher keineEmpfehlungen
16.09.2005
Joachim Poß
Sehr geehrte Frau Staub,

ich freue mich, dass Sie die neuen Möglichkeiten, die sich durch die aktive Arbeitsmarktpolitik der SPD-geführten Bundesregierung ergeben, so aktiv nutzen. Ich bin mir sicher, dass die zusätzliche Arbeitserfahrung in Verbindung mit dem positiven Arbeitszeugnis der Schule Ihre Chancen auf dem ersten Arbeitsmarkt verbessert hat.
Dies ist auch der Sinn der Aktivjobs, die zur Aktivierung und möglichst auch zur Weiterqualifizierung der Arbeitslosen dienen sollen. Da Ihre Tätigkeit schon im November 2004 begonnen hat und die Aktiv-Jobs normalerweise 6 Monate dauern, gehe ich davon aus, dass Ihre Maßnahme schon einmal verlängert wurde.
Soweit ich weiß, gibt es in solchen Fällen manchmal die Möglichkeit - eventuell nach einer Wartezeit - einen weiteren Aktivjob bei einem anderen Träger zu bekommen. Danach sollten Sie sich beim Integrationscenter für Arbeit in Gelsenkirchen noch einmal erkundigen. Vorrangiges Ziel ist aber natürlich die Vermittlung in ein reguläres Arbeitsverhältnis auf dem ersten Arbeitsmarkt.
Für ein ausführliches Gespräch über alle damit zusammenhängenden Fragen steht Ihnen außerdem meine Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro an der Gabelsbergerstr. 15, Frau Dr. Lizium, gerne zur Verfügung. Sie erreichen sie unter der Rufnummer 0209 - 14 57 58 oder per E-Mail: joachim.poss@wk.bundestag.de .
Die Bezahlung der Schulbücher fällt in die Zuständigkeit der Stadt Gelsenkirchen. Eine Verbesserung der Situation durch die Bundespolitik ist also leider nicht möglich. Es tut mir leid, dass ich Ihnen in dieser Angelegenheit keine günstigere Nachricht geben kann.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
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Frage zum Thema Bürgerrechte
15.09.2005
Von:

Herr Poß,

sie geben als Quellen für ihre diffamierenden Äußerungen gegen die MLPD den Inlandsgeheimdienst an, der sich schönfärberisch "Verfassungsschutz" nennt.

Halten sie diese Quellen nach dem ganzen Debakel mit dem NPD-Prozess für wirklich glaubwürdig?

Es gehört zu den Aufgaben jedes Geheimdienstes die politischen Gegner der Regierung und Staatsordnung zu diffamieren.

Haben sie keine besseren Quellen? Der "Verfassungsschutz" arbeitet verdeckt, nennt weder Zeugen noch Beweise. Wie kann er als Quelle für ihre Diffamierungen herhalten?
Antwort von Joachim Poß
1Empfehlung
15.09.2005
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

der Verfassungsschutz hat u.a. die Aufgabe, Gegner der Freiheitlich-demokratischen Grundordnung auf der das Grundgesetz basiert, zu beobachten.
Dass dazu auch die MLPD gehört, sollten Sie als Sympathisant (Mitglied?) eigentlich wissen. Sollten Ihnen die Zielsetzungen der MLPD entfallen sein, so zitiere ich für Sie gerne aus dem Parteiprogramm der MLPD (Kapitel F: Der Weg der Befreiung der Arbeiterklasse), das Sie auch auf der MLPD-Homepage finden:

"Wenn die Kämpfe einen revolutionären Aufschwung nehmen, werden die Monopole nach allen geschichtlichen Erfahrungen versuchen, ihre Macht mit brutaler Gewalt aufrechtzuerhalten. Deshalb muss sich die *Arbeiterklasse unter Führung ihrer Partei zum bewaffneten Aufstand erheben*."

Wo man das Recht hernimmt, gegen andere bewaffnet vorzugehen, wird im gleichen Kapitel deutlich; die MLPD ist im Besitz der allein seelig machenden Wahrheit und maßt sich deshalb an, andere zu erziehen:

"Die MLPD führt einen entschiedenen Kampf gegen Reformismus und Revisionismus und *erzieht die Arbeiterklasse und die anderen werktätigen Schichten* im Geist des wissenschaftlichen Sozialismus. Insbesondere muss die Partei die Massen systematisch begleiten, damit sie in jeder wirtschaftlichen und politischen Situation, bei jeder konkreten Wendung des Klassenkampfs und in allen Lebensfragen mit den verschiedenen Formen der kleinbürgerlichen Denkweise fertig werden."

Fazit: Wer sich gerne von anderen erziehen und bevormunden lässt, ist bei der MLPD gut aufgehoben.

Ich rechne mit dem Verständnis aller anderen Nutzer dieses Internetforums, dass ich keine weiteren Wortbeiträge zur MLPD mehr beantworten werde, da drei Antworten ausreichend sind. Die MLPD hat zwar deutlich weniger Bedeutung als sie gerne für sich beansprucht, aber ich kann es zeitlich trotzdem nicht leisten, auf den Agitationsversuch jedes einzelnen Mitglieds einzugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
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Frage zum Thema Bürgerrechte
16.09.2005
Von:

Geehrter Herr Poß,

wieso beantworten Sie die konkreten Fragen, die Ihnen in kandidatenwatch gestellt werden, ausweichend und unsachlich?
Sie wurden von Herrn Weidemann gefragt:
  • Halten sie den Verfassungsschutz als Informationsquelle nach dem Debakel um das NPD-Verbotsverfahren noch für glaubwürdig?
Sie wurden von Frau Staub gefragt:
  • Wieso muss ein Teil der Hartz IV-Empfänger in Gelsenkirchen die Ausgaben für Schulbücher selbst tragen?
Sie wurden von Herrn Grünwald gefragt:
  • Halten Sie das offene Mikrofon zu Hartz IV für undemokratisch?
Drei Fragen ohne konkrete Antwort. Statt dessen Allgemeinheiten, Ausreden, antikommunistischen Unterstellungen oder schlichtweg Schweigen zur Sache. Mit welchem Recht meinen Sie, sich so über die Wähler hinweg setzen zu können?
Ich bin gespannt auf Ihre Antwort und hoffe sehr, dass Ihnen eine andere Antwort dazu einfällt, als die MLPD verantwortlich zu machen.
B.

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