Joachim Poß (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Joachim Poß
© spdfraktion.de
Geburtstag
27.12.1948
Berufliche Qualifikation
Verwaltungsleiter
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Gelsenkirchen
Wahlkreis
Gelsenkirchen
Ergebnis
54,3%
Landeslistenplatz
56, Nordrhein-Westfalen
weitere Profile
Ich kann ja verstehen, dass Sie als CDU-Mitglied etwas peinlich davon berührt sind, wie sehr einige Ihrer Parteifreunde bisher bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehung gezögert und gezaudert haben. Das spricht ja durchaus für Sie. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
Fragen an Joachim Poß
Auswahl der Fragen und Antworten
Nachricht an folgende Adresse schicken, sobald eine Antwort eintrifft:


An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen
Bitte loggen Sie sich hier ein.
Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
06.06.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Poß,

als unbedingter Europa, allerdings nicht EU Befürworter, erlaube ich mir folgende Fragen bzgl. der diversen "Euro-Rettungsaktionen":

1) Ist der Euro (EMU oder EWU) im Sinne des "Europas freier Völker" nicht eher kontraproduktiv?

2) Wie können Sie es mit Ihrem Gewissen, denn nur diesem sind Sie nach dem GG verpflichtet, vereinbaren, alle Entscheidungen der Exekutive einfach nur durchzuwinken?

3) Wie kann man Entscheidungen als "alternativlos" einfach akzeptieren?

4) Wie kann man offensichtliche Rechtsbrüche (§125 AEUV) , öffentlich zugegeben durch Christine Lagarde, ignorieren?

5) Möchten Sie weiterhin die Interessen der EU über die Interessen der BRD stellen? Oder sehen Sie diesen Interessenkonflikt evtl gar nicht?

MfG
Antwort von Joachim Poß
bisher keineEmpfehlungen
14.07.2011
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

bei Ihrer Sammlung von Punkten handelt es sich größtenteils weniger um Fragen, als vielmehr um Unterstellungen und Kommentierungen in Frageform. Ich rechne mit Ihrem Verständnis, dass ich nicht bereit bin, darauf näher einzugehen.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Euro-Rettungsschirm
18.07.2011
Von:
Leo

Sehr geehrter Herr Poß,

Sie sind bei TV-Zuschauern und Lesern dafür bekannt, daß Sie in Bundestags-Debatten und Interwiews "kein Blatt vor den Mund nehmen". Ich hoffe, daß Sie sich meiner kritischen Anfrage stellen werden.

In der Frage der Euro-Bonds unterstellen Sie Herrn Weidmann, er würde die Interessen der deutschen Steuerzahler vor eine Entschuldung Griechenlands stellen. Es würde zwar nichts bringen zu versuchen, per Taschenrechner den Anteil Deutschlands als größter Wirtschaftsnation Europas an der Entschuldung (in Euro) auszurechnen, aber das Argument >die Schulden würden durch Euro-Bonds bei allen Schuldnerstaaten nivelliert<, >ebenso würden auch die Zinsen für Staatsanleihen aller Geberländer den Zinsen aller Nehmerländer angeglichen< ist kaum zu entkräften. Was wäre letztendlich das Ziel, wenn alle, Geber wie Nehmer gleich viel (oder gleich wenig !) hätten? Würden in allen Euroländern die Notenpressen nicht Unmengen neuer Euros ausspucken? Würde sich als Folge in den betroffenen Ländern nicht eine Verteuerung des bekannten "Warenkorbs" einstellen? Wären hiervon nicht auch die Geringverdiener und Rentner gleichermaßen betroffen?

Mit frdl. Gruß, L.
Antwort von Joachim Poß
bisher keineEmpfehlungen
29.08.2011
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

gestatten Sie mir vorab bitte eine Richtigstellung: Auch für mich sind die langfristigen Interessen der Bevölkerung - und damit auch der Steuerzahler - in der Bundesrepublik wesentliche Richtschnur meines Handelns. Insofern kritisiere ich das sicherlich nicht, wenn dies ein anderer ebenso handhabt. Ich komme lediglich zu einer grundsätzlich anderen Einschätzung des Instruments der Eurobonds. Zu Ihrer Kenntnisnahme lege ich Ihnen einen Artikel des Handelsblatts bei, der ausgewogen auch auf die Chancen eingeht, den Eurobonds bieten.

Immer mehr Wirtschafts- und Finanzexperten sprechen sich unter Abwägung der sonstigen Alternativen für die Einführung streng konditionierter Euro-Bonds aus. Intelligent und verantwortlich konstruierte Euro-Bonds können ein weiterer Stabilisierungsanker für die Euro-Zone in schwieriger Lage sein.

Diese notwendige Stabilisierung liegt eben viel eher im wohlverstandenen deutschen Interesse als ein langfristig wahrscheinlich wesentlich teureres Abwarten oder das Auflegen immer größerer Rettungspakete. Die Befürworter von Eurobonds - wozu namhafte Wirtschaftswissenschaftler zählen - weisen zu Recht darauf hin: Die Kritiker von Eurobonds bleiben das Aufzeigen einer realistischen und "preiswerteren" Alternative schuldig. Bei ihrem Hinweis auf das wahrscheinlich im Vergleich zu rein deutschen Anleihen höhere Zinsniveau von Eurobonds übersehen sie außerdem einen wesentlichen Punkt: Der extrem geringe Zinssatz zu dem die Bundesrepublik derzeit Geld aufnimmt, ist zu einem guten Teil auch durch Substitutionseffekte im Gefolge der aktuellen Krise zu erklären. Investoren, die bisher ihr Geld auch in den Staaten angelegt hatten, die nun im Mittelpunkt der Krise stehen, weichen nun auf deutsche Anleihen aus und drücken nun über ihr verändertes Anlageverhalten das Zinsniveau für deutsche Anleihen. Insofern würden es Eurobonds allen Staaten wieder ermöglichen, zu einem fairen Preis Geld aufzunehmen.

Nur am Rande noch der Hinweis: Die einzelnen Mitglieder des Euroraums können das von Ihnen skizzierte "Ausspucken einer Unmenge neuer Euros" eben gerade wegen des Euro nicht mehr im nationalstaatlichen Alleingang beschließen.

Die SPD verknüpft die Forderung nach Einführung von Eurobonds mit klaren und eindeutigen Forderungen an die Länder, die von diesen Bonds profitieren würden. Dies ist allemal sinnvoller als das Vorgehen der Regierung Merkel: Jetzt sich einfach zu weigern über dauerhaft tragfähige Lösungen auch nur nachzudenken und so demnächst als Getriebene der Märkte unter Zeitdruck erneut deutsche Steuergelder in die nochmalige Vergrößerung von Rettungsschirmen zu stecken.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Demokratie und Bürgerrechte
27.07.2011
Von:

Sehr geehrter Herr Poß,

ich sehe, meine Recht auf vertrauliches Lesen und Schreiben, im Internet, vor dem Hintergrund der Debatte um die Vorratsdatenspeicherung als gefährdet an.
Anonymes Surfen im Internet, darf und kann, in einer Demokratie, nicht verwehrt werden.

Nach der Sommerpause, steht die Entscheidung über den Gesetzentwurf an, es geht um die Vorratsdatenspeicherung. Diese würde Internet-Zugangsanbieter wie z.B. Coffee-Shops mit WLAN-Zugang oder öffentliche Büchereien und Jede andere Person, die einen Zugang zum Internet zur Verfügung stellt, zwingen, riesige und kostenintensive Datenbanken mit hoch sensiblen Informationen zu erstellen, zu pflegen und diese vor ungesicherten Zugriff zu sichern. Gerade der Letzte Punkt, stellt wohl eher ein Ding der Unmöglichkeit da.

Die erhobenen Daten, könnten auch von Rechteinhabern abgefragt werden, wie etwa der Musikindustrie, zwecks Identifizierung von Tauschbörsennutzern.
Niemand könnte überprüfen, ob jede einzelne abgefragte IP-Adresse tatsächlich auf Grund eines Gesetzesverstoßes abgefragt wurde, oder ob der Internetnutzer selbst missbräuchlich, zu ganz anderen Zwecken, identifiziert werden soll.
Dieser Prozess ist offensichtlich weder transparent noch Datenschutzrechtlich akzeptabel. An dieser stelle, weise Ich noch einmal darauf hin, das ich, in einer Demokratie, anonymes und somit vertrauliches lesen und schreiben für fundamental und notwendig erachte, es stellt geradezu ein Bürgerrecht da.

Ich möchte mich, vor dem hier skizzierten Hintergrund, noch einmal entschieden gegen die Vorratsdatenspeicherung aussprechen. Ich empfinde diesen Prozess als zutiefst undemokratisch und als angriff auf meine Bürgerrechte. Eine Rechtsabwägung zu Ungunsten der Demokratie, des Datenschutzes und der Bürgerrechte, zu Gunsten von Contentindustrie und angeblichen Sicherheitspolitischen sogenannten "Verbesserungen" halte ich für unangemessen und geradezu absurd.

Ich bitte sie zu dieser Problematik Stellung zu beziehen.

MfG
Antwort von Joachim Poß
bisher keineEmpfehlungen
24.11.2011
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

auch ich lehne die von Ihnen beschriebene weitreichende Nutzung von Verbindungsdaten ab. Vermutlich verfolgen Sie ja die aktuelle Diskussion und wissen daher: Gefragt ist nun die Bundesregierung. Diese muss sich nun dafür einsetzen, dass die sehr weit reichende Richtlinie der EU nicht zu einer übergroßen Datensammlung in Deutschland führt.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Finanzen
15.08.2011
Von:
von

Sehr geehrter Herr Poss,

selbstverständlich sollten deutsche Politiker in erster Linie die Interessen der Deutschen vertreten, denn schliesslich wurden alle genau dafür gewählt. (Herr Weidmann)


Mir ist Ihre Haltung zu den Eurobonds absolut unbegreiflich, ich bin sogar entsetzt!!
Deswegen habe ich nur eine kurze und knappe Frage an Sie.

Wo liegt nach Ihrem Dafürhalten der Vorteil für Deutschland bzw den Steuerzahler, wenn es Eurobonds gibt. Glauben Sie, das es ein Vorteil ist höhere Zinsen zu bezahlen??

Mit freundlichen Grüssen

von
Antwort von Joachim Poß
bisher keineEmpfehlungen
10.10.2011
Joachim Poß
Sehr geehrte Frau von ,


niemand wird ernsthaft behaupten, dass Eurobonds ein Allheilmittel zur Lösung der Schuldenkrise sind.

Aber immer mehr Wirtschafts- und Finanzexperten sprechen sich unter Abwägung der sonstigen Alternativen für die Einführung streng konditionierter Euro-Bonds aus. Intelligent und verantwortlich konstruierte Euro-Bonds können ein weiterer Stabilisierungsanker für die Euro-Zone in schwieriger Lage sein. Dies gilt umso mehr da nun auch zunehmend die Notwenigkeit eines Schuldenschnitts zumindest für Griechenland eingesehen wird. In der Folge wären Eurobonds eventuell eine denkbare Maßnahme, um den "Wackelkandidaten" die auch danach noch notwendige Kreditaufnahme zu ermöglichen.

Diese notwendige Stabilisierung der Eurozone liegt eben viel eher im wohlverstandenen deutschen Interesse als ein langfristig wahrscheinlich wesentlich teureres Abwarten oder das Auflegen immer größerer Rettungspakete. Die Befürworter von Eurobonds - wozu namhafte Wirtschaftswissenschaftler zählen - weisen zu Recht darauf hin: Die Kritiker eines Schuldenschnitts und von Eurobonds bleiben das Aufzeigen einer realistischen und "preiswerteren" Alternative schuldig. Bei Ihrem Hinweis auf das wahrscheinlich im Vergleich zu rein deutschen Anleihen höhere Zinsniveau von Eurobonds übersehen sie außerdem einen wesentlichen Punkt: Der extrem geringe Zinssatz zu dem die Bundesrepublik derzeit Geld aufnimmt, ist zu einem guten Teil auch durch Substitutionseffekte im Gefolge der aktuellen Krise zu erklären. Investoren, die bisher ihr Geld auch in den Staaten angelegt hatten, die nun im Mittelpunkt der Krise stehen, weichen nun auf deutsche Anleihen aus und drücken nun über ihr verändertes Anlageverhalten das Zinsniveau für deutsche Anleihen. Insofern würden es Eurobonds allen Staaten wieder ermöglichen, zu einem fairen Preis Geld aufzunehmen. Darüber hinaus wird oft übersehen, dass durch die Einführung von Eurobonds auch ein besonders großer und liquider Markt geschaffen werden würde, der gerade ob seiner Größe für institutionelle Investoren attraktiver sein könnte als die bisher sehr fragmentierten Teilmärkte für Anleihen. Dieser Aspekt könnte sich durchaus auch dämpfend auf das Zinsniveau am Markt für Eurobonds auswirken.

Die SPD verknüpft die Forderung nach Einführung von Eurobonds mit klaren und eindeutigen Forderungen an die Länder, die von diesen Bonds profitieren würden. Dies ist allemal sinnvoller als das Vorgehen der Regierung Merkel: Jetzt sich einfach zu weigern über dauerhaft tragfähige Lösungen auch nur nachzudenken und so demnächst als Getriebene der Märkte unter Zeitdruck erneut deutsche Steuergelder in die nochmalige Vergrößerung von Rettungsschirmen zu stecken.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Frage zum Thema Finanzen
06.09.2011
Von:
Utz

Sehr geehrter Herr Poß,

ich verstehe die neuen Steuerpläne der SPD nicht.
Der Spitzensteuersatz soll auf 49% erhöht, eine Vermögenssteuer eingeführt und die Entlastung kleinerer Einkommen zunächst ausgesetzt werden.
2010 lagen die kassenmäßigen Steuereinnahmen wie folgt (Quelle für alle Zahlen: BMF).
Lohn- und Einkommensteuer der Arbeitnehmer (75% der Einkommensteuer wird von den Arbeitnehmern aufgebracht): 151,288 Mrd.
Bezogen auf das Arbeitnehmerentgelt einschl. AG-Anteil zur SV von 1.262,870 Mrd. ergibt sich dafür eine reale Steuerlastquote von 11,98%.
Die Unternehmens- und Vermögenseinkommen von 634,97 Mrd. erbrachten an nicht veranl. Steuern vom Ertrag, Abgeltungssteuer, anteiliger Einkommensteuer, Körperschaftssteuer und Gewerbesteuer 84,786 Mrd., das entspricht einer realen Steuerlastquote von 13,35%, obwohl das Gesetz dafür 25 bis 30% vorsieht.
Dabei herausragend ist die Körperschaftssteuer, die 15% betragen sollte. Bei einem Gewinn der Kapitalgesellschaften von 494 Mrd. wurden tatsächlich nur 12,041 Mrd. gezahlt, das entspricht einer realen Steuerlastquote von 2,44% (!), offenbar das Ergebnis von "Ausnahmetatbeständen", also legaler Steuervermeidung, freiwilligem Steuerverzicht des Staates.

Könnten Sie freundlicherweise erklären, wieso die SPD angesichts dieser Sachverhalte die Einkommensteuer für Personen und Personengesellschaften erhöhen und neue, Substanz verzehrende Steuern einführen will, statt lieber die Einnahmenausfälle durch Ausnahmetatbestände zu beseitigen, die einen jährlichen Verlust von (sh. oben) rund 75 Mrd. (!) verursachen?

Mit freundlichen Grüßen
Utz
Antwort von Joachim Poß
bisher keineEmpfehlungen
24.11.2011
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

Ihr Schreiben liest sich, als wollte die SPD steuerliche Belastungen von Bürgerinnen und Bürgern mit kleinen und mittleren Einkommen erhöhen, um gut verdienende Unternehmen zu schonen. Das ist falsch! Wenn Sie unser Konzept lesen, das ich Ihnen zu Ihrer Kenntnis beilege, dann werden Sie feststellen, dass beides nicht richtig ist.

1. Bürgerinnen und Bürger bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 64.000 Euro werden durch unsere Pläne keinen einzigen Cent mehr an Einkommensteuer zahlen. Für Verheiratete verdoppelt sich dieser Betrag auf 128.000 Euro zu versteuerndes Einkommen - wohlgemerkt geht es hier um das zu versteuernde Einkommen und nicht um das in der Regel noch deutlich darüber liegende Bruttoeinkommen.

2. Wir Sozialdemokraten wollen natürlich auch, dass gut verdienende Unternehmen einen gerechten Anteil an der Finanzierung unseres Gemeinwesens leisten. Entsprechende Forderungen finden Sie auch im "Nationalen Pakt für Bildung und Entschuldung": Wir wollen ferner die "Hoteliersgesetze" und die Steuererleichterungen für reiche Erben, Hoteliers und Konzerne zurücknehmen. Damit mobilisieren wir annähernd 5 Milliarden Euro - 1,7 Mrd. für den Bund, 1,6 Mrd. für die Länder und 1,6 Mrd. für die Kommunen. Ebenso wollen wir bei den Subventionen kürzen: Diese sind ja oftmals nichts anderes als die von Ihnen angesprochenen und teilweise zu recht kritisierten Ausnahmetatbestände. Dazu heißt es in unserem Konzept: "Es muss eine neue breit angelegte Initiative zum so oft geforderten Subventionsabbau, d.h. zum Abbau insbesondere von ökologisch fragwürdigen Subventionen geben. Wir schlagen den Abbau ökologisch schädlicher Subventionen anwachsend auf knapp 4 Mrd. Euro 2016 (Gesamtstaat, 2016; Bundesanteil 2,2 Mrd. Euro) vor. Dazu gehören unter anderem der Abbau der steuerlichen Vergünstigung für Agrardiesel, die Begrenzung der Absetzbarkeit von Kraftstoffkosten bei großen Firmenwagen sowie die Streichung der Begünstigung von Flugbenzin. Ferner schlagen wir den Abbau weiterer ausgewählter Subventionen aufwachsend um 2 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro (2016, nur Bundesanteil) vor. (…) Durch Abschaffung der Steuerbefreiung für REITS lassen sich bereits im ersten Jahr Mehreinnahmen von über 300 Millionen Euro mobilisieren."

Ich glaube alleine an dieser Stelle wird deutlich: Wenn Sie die mangelnde Beteiligung von Unternehmen an der Finanzierung unseres Gemeinwesens kritisieren, dann sollten Sie sich lieber an Union und FDP wenden. Diese Parteien waren es, die bei den steuerpolitischen Diskussionen der vergangenen Jahre immer wieder als Interessenvertreter von Großunternehmen und Konzernen aufgefallen sind.

Wir Sozialdemokraten sind uns sicher: Die Umsetzung der im "Nationalen Pakt für Bildung und Entschuldung" vorgeschlagenen Maßnahmen wären auch ein wichtiger Schritt hin zu mehr Steuergerechtigkeit in Deutschland.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
X
Antwort empfehlen
Lesezeichen
Ihre Frage an Joachim Poß
  • Wurde Ihre Frage bereits gestellt?
    Durchsuchen Sie alle Fragen und Antworten in diesem Profil nach einem Stichwort:
  • Ihre Frage wurde bisher nicht gestellt?
    Geben Sie bitte hier Ihre Kontaktdaten und Ihre Frage ein:
  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  

    Die Angabe Ihres vollständigen Namens ist verpflichtend.
    Der Name wird verschlüsselt und ist nicht über Suchmaschinen auffindbar.

  •  
    An diese Adresse den abgeordnetenwatch.de-Newsletter bestellen

    Die Angabe einer gültigen E-Mail-Adresse ist verpflichtend.
    Dies ist notwendig, um Sie über eine Antwort des Abgeordneten zu informieren oder bei Rückfragen kontaktieren zu können. Ihre E-Mail-Adresse wird weder an den Abgeordneten noch an Dritte weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist verpflichtend.
    Sie wird nicht veröffentlicht, aber an den Abgeordneten weitergegeben.

  •  

    Diese Angabe ist optional.
    Sie wird nicht veröffentlicht und nur zur internen Verwendung bzw. für evtl. Rückfragen benötigt.

  • noch 2000 Zeichen

  • Folgende Felder wurden nicht ausgefüllt oder weisen Fehler auf:
    Vorname, Nachname, E-Mail-Adresse und Wohnort

  • Ich erkläre mich mit der Veröffentlichung meiner Frage auf abgeordnetenwatch.de und mit der dauerhaften Archivierung im digitalen Wählergedächtnis einverstanden.
    Die Freischaltung von Fragen kann je nach Nutzeraufkommen u.U. einige Stunden dauern, da alle eingehenden Fragen von einem Moderatorenteam überprüft werden.
    Ich habe den Moderations-Codex gelesen und sichergestellt, dass meine Frage nicht gegen diesen verstößt. Moderations-Codex aufrufen
    Falls meine Frage nicht freigeschaltet werden kann, werde ich darüber von einem Moderator informiert.
    Aus Gründen der Rechtssicherheit wird Ihre IP-Adresse gespeichert, aber nicht veröffentlicht oder an Dritte weitergegeben. Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.