Joachim Poß (SPD)
Abgeordneter Bundestag

Grunddaten
Joachim Poß
Geburtstag
27.12.1948
Berufliche Qualifikation
Verwaltungsleiter
Ausgeübte Tätigkeit
MdB
Wohnort
Gelsenkirchen
Wahlkreis
Gelsenkirchen
Ergebnis
54,3%
Landeslistenplatz
56, Nordrhein-Westfalen
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Sowohl ich persönlich als auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Steinmeier machen bereits seit längerem deutlich: Solange Zypern an seinem "Geschäftsmodell" der Geldwäsche und des Steuerdumpings festhält, wird es keine Zustimmung der SPD-Bundestagsfraktion zu Hilfen für Zypern geben. Zu Ihrer Information lege ich Ihnen eine meiner Pressemitteilungen zu diesem Thema bei sowie das letzte Interview unseres Fraktionsvorsitzenden (Tagesspiegel v. (...)
Parlamentarische Arbeit / Nebentätigkeiten
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Frage zum Thema Finanzen
16.11.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Poß,

zunächst danke ich Ihnen für Ihre Antwort vom 08.11.2012.

Sie teilen mit, dass die Steuereinnahmen etwas höher als ursprünglich erwartet liegen, der Bundesfinanzminister aber nach wie vor Schulden macht. Steuersenkungen für die Bürger - z.B. durch Minderung der kalten Progression - wären daher Steuersenkungen auf Pump und in Ihren Augen keine seriöse Politik.
Zum Ausgleich gestiegener Lebenshaltungskosten wollen Sie den steuerlichen Grundfreibetrag erhöhen. In welcher Höhe wird der Bürger dadurch jährlich entlastet?

Nun entnehme ich verschiedenen Publikationen, dass es nach einem von fast allen Parteien - auch von der SPD - beschlossenen Modell im nächsten Bundestag erheblich mehr Sitze geben wird als im jetzigen Bundestag. Hierdurch sollen Mehrkosten in Höhe von voraussichtlich rd. € 60 Mio. p.a. und Sachkosten entstehen, die aus Steuergeldern gedeckt werden müssen. Hinzu kommen erhebliche langfristige Aufwendungen für die Altersversorgung der zusätzlichen Abgeordneten.

Werden die aus der Ausweitung des Bundestages entstehenden Kosten nicht aus gepumpten Geld gedeckt? Ist das in Ihren Augen seriöse Politik?

Ergibt sich aus der geplanten Erhöhung der Zahl der Bundestagsabgeordneten ein Nutzen für die Bürger und wenn ja, welcher?

Gibt es kein anderes verfassungskonformes Modell für den Bundestag, das Mehrausgaben vermeidet und/oder sogar Kosten reduziert?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Joachim Poß
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17.01.2013
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

zunächst zu Ihrer konkreten Frage nach der Erhöhung des Grundfreibetrags:

Zum 1. Januar 2013 wurde der Grundfreibetrag um 126 Euro und zum 1. Januar 2014 um weitere 224 Euro angehoben. Die Entlastungswirkung beträgt insgesamt rund 2,5 Milliarden Euro für die Bürgerinnen und Bürger.
...
Politik: Meister: Die Union entlastet die Menschen - weiter lesen auf FOCUS Online:
www.focus.de

Sofern Sie die Diskussion um die Wahlrechtsreform in Gänze nachvollziehen, werden Sie sicherlich feststellen, dass der jetzt mühsam gefundene Kompromiss durch die Verweigerungshaltung der Unionsparteien notwendig geworden ist. Unter den vorher diskutierten Modellen gab es einige, die kostengünstiger gewesen wären, die aber von den Vertretern der Unionsparteien abgelehnt worden sind. Zur Wahrheit gehört nämlich auch: In den Verhandlungen haben wir uns für ein Ausgleichsmodell eingesetzt, das die Größe des Bundestages niedriger gehalten hätte. Gegen dieses Modell hat sich die Union heftig gewehrt, weil es aus ihrer Sicht zu föderalen Proporzstörungen geführt hätte.
Ein moderates Anwachsen ist somit leider unvermeidbar und der Preis dafür, dass Überhangmandate ausgeglichen werden. Gleichwohl werden wir das Ergebnis der nächsten Wahl sorgfältig evaluieren und in der nächsten Legislaturperiode ggf. Gegenmaßnahmen ergreifen.
Im europäischen Vergleich steht Deutschland nach wie vor gut da: Jeder Abgeordnete repräsentiert derzeit mehr Einwohner als in jedem anderen europäischen Land. Daran ändert sich auch nach der Wahlrechtsänderung nicht viel. Mit Ausnahme von Spanien gibt es nirgends in Europa eine so hohe Bevölkerungszahl pro Parlamentssitz wie in Deutschland.
Je mehr Abgeordnete es gibt, umso eher haben diese übrigens die Möglichkeit, den Bürgerinnen und Bürgern auch für Diskussionen und mehrfache Nachfragen zur Verfügung zu stehen - wie ich es bisher mit Ihnen getan habe. Ich hoffe aber auf Ihr Verständnis, wenn ich Sie bitte, für weitere Diskussionen den Kontakt mit Abgeordneten ihres Wahlkreises zu suchen, da ich gerne meine Zeit schwerpunktmäßig den Bürgerinnen und Bürgern Gelsenkirchens zur Verfügung stellen möchte.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
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Frage zum Thema Soziales
16.11.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Poß,

seit längerer Zeit ist Ihnen der Zustand der starken Unterversorgung der Conterganopfer bekannt. Auch die Presse hat ausgiebig darüber berichtet.

Meine Fragen:

  • Wann erhalten die Opfer endlich die Entschädigung und Entschuldigung die ihnen zusteht?
  • Wann erhalten die Opfer endlich eine Conterganrente nach europäischem Standard (in England gibt es z.B. die dreifache Rente)?
  • Wann erhalten die Opfer endlich Hilfe bei Umbauten?
  • Wann erhalten die Opfer endlich den Ausgleich dafür, dass sie nicht oder nur teilweise in die Rentenkasse einzahlen konnten, da sie nicht oder nur wenige Jahre arbeiten konnten?
  • Wann erhalten die Opfer endlich die Assistenz die sie benötigen?
Und wann beleuchtet die Politik endlich die Hintergründe des Conterganverbrechens?

Und am Schluss noch eine Frage zu dem Forschungsprojekt bezüglich der "Bedarfe" der Geschädigten:
Im Januar soll zu diesem Thema eine Sitzung im Bundestag stattfinden bei der wohl einige Entscheidungen fallen könnten. Ist diese Sitzung öffentlich? Dürfen hier alle Geschädigten kommen? Und darf sich hier auch jeder dazu äußern? Oder nur wieder ausgewählte Betroffene?

Für die Beantwortung meiner zahlreichen Fragen wäre ich ihnen dankbar.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort von Joachim Poß
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22.11.2012
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

in dem von der SPD mitgetragenen fraktionsübergreifenden Antrag "Angemessene und zukunftsorientierte Unterstützung der Contergangeschädigten sicherstellen" (Drs. 16/11223) wird die Bundesregierung aufgefordert, zu prüfen, welche Maßnahmen erforderlich sind, um der besonderen Lebenssituation der Contergan-Geschädigten insbesondere in Bezug auf Folge- und Spätschäden gerecht zu werden.

Eine der Forderungen war die Vergabe eines Forschungsauftrages in Form einer partizipativ angelegten Längsschnittstudie zur Lebenssituation von Menschen mit Conterganschädigungen im Hinblick auf Spät- und Folgeschäden. In der Studie wurden u.a. fast 900 Betroffene befragt. Erste Zwischenergebnisse und Handlungsempfehlungen wurden im Juni 2012 veröffentlicht.

Auf Antrag der SPD-Bundestagsfraktion wird auf dieser Grundlage eine öffentliche Anhörung mit den Betroffenen und Verbänden stattfinden. Wir werden die Handlungsempfehlungen der Studie daraufhin prüfen, welcher Nachbesserungsbedarf bei Folge- und Spätschäden, Erleichterungen bei der Gewährung von Leistungen, der Sicherstellung qualifizierten ärztlichen und anderen Fachpersonals sowie einem geeigneten Beratungs- und Informationsangebot besteht.

Es ist unser Ziel, dabei weitere Verbesserungen für Menschen mit Conterganschädigungen zu erreichen. Sollten Sie über den Ablauf weiter unterrichtet werden wollen, dann empfehle ich Ihnen, den Kontakt zu dem für Sie zuständigen Kölner Abgeordneten zu suchen (je nach Wohnort: Dr. Rolf Mützenich; Martin Dörmann bzw. Dr. Karl Lauterbach).

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
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Frage zum Thema Finanzen
26.12.2012
Von:

Sehr geehrter Herr Poß,

ich bitte Sie um Beantwortung meiner Anfrage vom 16.11.2011.

Mit freundlichen Grüßen
Antwort von Joachim Poß
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07.02.2013
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

die Antworten finden Sie in meinen Ausführungen zu Ihren Fragen vom
16.11.2012.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
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Frage zum Thema Finanzen
12.01.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Poss!

Religion ist was für Erwachsene. Kinder zu traumatisieren und sich dann über Selbstmordbomber wundern ist irgendwie merkwürdig.
Das ist aber gar nicht das Thema meiner Anfrage, sondern nur ein KOmmentar zu Ihrem Abstimmungsverhalten in dieser Frage. Erwiderungen Ihrerseits erwarte ich NICHT.

Seit über 20 Jahren wird über Zypern als sicherem Hafen für russische Oligarchenmilliarden in den Medien berichtet.
Welche Position nehmen Sie zu den projektiereten "Hilfen" für diese politische Asienerweiterung der EU ein? Wieviele Milliarden wolen Sie den Abramowitschs und Konsorten in den Hals werfen? Reichen nicht die Öl- und Gasmilliarden?

Oder wollen Sie behaupten, dass die Rettung der überproportional großen Banken auf Zypern nicht vor allem deren reichsten Kunden hilft?
Antwort von Joachim Poß
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04.02.2013
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

sowohl ich persönlich als auch der SPD-Fraktionsvorsitzende Steinmeier machen bereits seit längerem deutlich: Solange Zypern an seinem "Geschäftsmodell" der Geldwäsche und des Steuerdumpings festhält, wird es keine Zustimmung der SPD-Bundestagsfraktion zu Hilfen für Zypern geben. Zu Ihrer Information lege ich Ihnen eine meiner Pressemitteilungen zu diesem Thema bei sowie das letzte Interview unseres Fraktionsvorsitzenden (Tagesspiegel v. Sonntag). Insofern sollten Sie eher bei Vertretern der Regierungskoalition anfragen, warum die Regierung Merkel nicht deutlicher einen Wandel auf Zypern fordert.

Mit freundlichen Grüßen
Joachim Poß
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Frage zum Thema Finanzen
12.01.2013
Von:

Sehr geehrter Herr Poß,

im Zusammenhang mit der gesteigerten Medienpräsenz des Peer Steinbrück habe ich mich auf eine Rezension des Publizisten Harald Schumann vom 24.09.2010 im Tagesspiegel erinnert.

Schumann schreibt zu Steinbrücks Buch "Unterm Strich":

"Unterm Strich" lautet der Titel von Steinbrücks Bewerbungsbuch für Kanzlerkandidatur und schon sehen viele in ihm den Nachfolger von Helmut Schmidt als Kanzler mit ökonomischem Verstand. Doch angesichts seiner nun schriftlich vorgelegten Verweigerung, das eigene Wirken kritisch zu prüfen, bleibt von Steinbrück unterm Strich wenig mehr als die Fähigkeit zur großspurigen Selbstdarstellung und grandiosen Selbsttäuschung, also etwa das, was auch schon Gerhard Schröder auszeichnete. Aber noch so einen Rosstäuscher als Kanzlerkandidaten kann sich die SPD nun wirklich nicht leisten.

www.tagesspiegel.de

Aus heutiger Sicht scheint Schumann eine regelrechte prophetische Gabe zu besitzen.

Wie ist Ihre Meinung dazu?

Mit freundliche Grüßen

Antwort von Joachim Poß
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07.02.2013
Joachim Poß
Sehr geehrter Herr ,

im Hinblick auf Ihr Schreiben möchte ich Sie auf meine Antwort vom 12.02.2009 an Frau Richter hier auf abgeordnetenwatch.de verweisen.

Mit freundlichen Grüßen

Joachim Poß
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